Samstag, 28. Dezember 2013

Weihnachtsbuchwichteln 2013 - 2 Wichtel und 3 Bücher

Hallo ihr Lieben,

bereits zum zweiten Mal habe ich in diesem Jahr an einem Buchwichteln teilgenommen, das mir sehr viel Spaß bereitet hat. Leider kam mir vor Weihnachten ein 10-Tage-Kranksein dazwischen, sodass von meiner Seite nicht alles so super laufen konnte, wie ich es mir gewünscht hätte. Am Ende ist aber doch noch alles gut ausgegangen, was letztlich für mich die Hauptsache ist :)

Bei meinen Wichtelmamas und Wichtelpapas scheint allerdings alles total glatt gelaufen zu sein, denn zwei wundervolle Wichtelpakete haben mich zu Weihnachten erreicht. An Weihnachten war ich Gott sei Dank auch wieder so fit, dass ich sie auspacken und mich darüber freuen konnte. Ich habe zweimal im Bereich "Jugendbuch" beim Weihnachtswichteln teilgenommen und diese zwei tollen Pakete erhalten:

1. "Die Diebin" und "Die Gefährtin" 


Im Paket von Joshua fand ich zwei tolle Bücher die ich noch so überhaupt gar nicht kenne und auf die ich deshalb sehr gespannt bin. Mit dabei war ein tolles Schokobad, ein leckerer Cappuccino, Schokolade und eine tolle Weihnachtskarte. Insgesamt also ein Rundumpaket, mit dem ich mich demnächst zwischen Schaumberge verkrümeln werde :) Vielen lieben Dank für dieses tolle Weihnachtsgeschenk :)

2. "Frostblüte"


Von der lieben Monic hat mich ein Paket erreicht, in dem ich neben einem leckeren Schokoweihnachtsmann, einer selbstgebastelten Karte, verschiedenen Teesorten und lecker duftenden Teelichtern das Buch "Frostblüte" gefunden habe. Von diesem Buch habe ich schon einiges gehört, es aber selbst noch nicht gelesen. Ich bin schon sehr gespannt darauf und werde es mir schon bald bei Kerzenschein und einem Tässchen Tee damit gemütlich machen :) Vielen lieben Dank liebe Monic für dieses tolle Weihnachtspaket. Ich habe mich wirklich sehr gefreut :)

Mir hat auch dieses zweite Buchwichteln sehr viel Spaß gemacht. Beide Wichtel haben mir spannende Bücher und tolle Beigaben geschickt, mit denen ich sicherlich viel Spaß haben werde ;)

Herzliche liebe lila Lesegrüße
Iris

Monatsverlosung: "Max und Micha" gehen an...

Hallo ihr Lieben,

ich weiß, ich bin sehr spät dran, aber leider lag ich vor Weihnachten 10 Tage flach und konnte mich deshalb leider nicht früher um neue Beiträge in meiner Leseecke kümmern. In diesem Monat gab es anstelle eines einzelnen Buches sogar 3x2 Bücher zu gewinnen. Signiert sind sie alle von Klaus Kurt Löffler, der die Reihe um Max und Micha ins Leben gerufen hat. Ich selbst habe bereits die ersten beiden Bände gelesen und freue mich deshalb umso mehr, dass Herr Löffler mir drei tolle Buchpakete für euch überlassen hat.
Leider war es jedoch auch dieses Mal wieder so, dass nicht alle Zuschriften mit E-Mailadresse oder Antwort auf meine Frage versehen waren, sodass wieder einige Teilnehmer ausscheiden mussten. Das tut mir natürlich sehr leid, denn in meinem Lostopf ist immer jede Menge Platz.

Unter den verbliebenen Teilnehmern deren Kommentare mich über meinen Blog, Facebook und per E-Mail erreicht haben, habe ich nun die Gewinner ermittelt.



Die tollen Jugendkrimis von Klaus Kurt Löffler haben gewonnen:

1. Die Büchereckerls

2. Jeannette Liebe

3. Caren Küppers

Ich beglückwünsche euch herzlich zu euren neuen Schätzen und hoffe, dass ihr ganz viel Spaß und Freude daran haben werdet :) Bei mir standen übrigens auch "Die drei ???" und "Jan Tenner (als Hörspiel)" ganz hoch im Kurs :)

Für alle anderen gilt: Nicht traurig sein, die nächste Monatsverlosung steht schon vor der Tür :)

Herzliche lila Lesegrüße
Iris

Montag, 9. Dezember 2013

Rezension: "Zurück nach Hollyhill" (Alexandra Pilz)






Titel: Zurück nach Hollyhill
Reihe: Band 1 der Reihe "Hollyhill"
Verlag: Heyne
Hardcoverausgabe mit 348 Seiten
ISBN 978-3-453-53426-1
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
Preis: 16,99 Euro







Klappentext:

Ein Dorf im Moor. Eine Reise in die Vergangenheit. Eine große Liebe. Mit ihrem Besuch in England beginnt für die 17-jährige Emily ein Abenteuer voller Magie und Zauber. Und hinterher wird nichts mehr sein, wie es war. 

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Story und Charaktere:

Nach dem Abitur erhält Emily von ihrer Großmutter einen an sie adressierten Brief, dessen Absender sie nach Luft schnappen lässt. Er stammt von ihrer bereits vor vielen Jahren verstorbenen Mutter und hält so einiges für Emily bereit. Seltsamerweise schickt Emilys Mutter sie mit diesem Brief nach England, wo sie ein mitten im Dartmoor gelegenes Dorf mit dem Namen Hollyhill finden soll. So sehr Emily und ihre beste Freundin Fee auch suchen – Hollyhill ist auf keiner Karte zu entdecken.
Trotzdem setzt sich Emily in den nächsten Flieger nach England. Dort erfährt sie schon bald, warum sie das von ihrer Mutter erwähnte Dorf nicht auf einer Karte finden kann...

Emily ist die Hauptprotagonistin aus „Zurück nach Hollyhill“. Ihr folgt man auf ihrer Reise nach England und erlebt alles hautnah mit. Sie ist ein Charakter, der einem manchmal ganz schön auf die Nerven gehen kann, sodass man beim Lesen immer wieder mal die Augen verdrehen muss. Durch ihre impulsive, oft unüberlegte und egoistische Art zu handeln, bringt sie sich und andere immer wieder in mal kleinere und mal größere Schwierigkeiten, was auch von anderen Charakteren nicht gerade positiv gewertet wird.
Da sich die ganze Reise aber vor allem darum dreht, etwas über die Herkunft von Emilys Mutter zu erfahren und dabei verschiedene Geheimnisse zu lüften, kann man diese nervige Art als Leser nachempfinden und sie letztlich sogar belächeln. Man trifft schließlich nicht jeden Tag auf Familienmitglieder, die man nie gehabt hat, muss sich aus den Fängen eines Mörders befreien und bei all dem auch noch dafür sorgen, dass einem das Herz nicht aus der Brust springt, weil man sich verliebt hat.
Matt, das Gegenstück zu Emily, bleibt zunächst ein sehr undurchsichtiger Charakter, von dem nie klar ist, was er denkt, fühlt oder was er als er nächstes vor hat. Dadurch wirkt er oft sehr abweisend und kühl, obwohl einem sehr schnell klar wird, dass Emily ihm keineswegs egal ist und dass sich hinter der harten Schale ein weicher Kern verbirgt.

Auch all die Nebencharaktere lernt man im Laufe des Buches immer näeher kennen, sodass sich, zusammen mit den Hauptcharakteren, eine Mischung ergibt, in der so ziemlich alle Charaktereigenschaften vertreten sind. Das macht auch die Story besonders abwechslungsreich, die sehr von ihren Charakteren profitiert.

Was mir besonders gefallen hat:

So schnell wie man in der Geschichte drin ist, so schnell ist man auch schon wieder raus. Dieses Buch hat mir zwei Abende lang eine tolle Lesezeit bereitet, die für Kurzweil gesorgt hat.
Der einfache, schwungvolle Schreibstil trägt den Leser wunderbar durch die Geschichte, in der ich besonders den Anfang gelungen fand.
Die typische Atmosphäre Englands wurde hier herrlich mit Worten eingefangen, die von der Schrulligkeit des seltsamen Dorfes Hollyhill unterstrichen wird. Mir hat mein Aufenthalt dort sehr viel Spaß gemacht.

Was mir nicht so gut gefallen hat. 

Ziemlich abrupt wird der Leser schon bald aus der heimeligen, irgendwie seltsamen, geheimnisvollen Atmosphäre um Hollyhill gerissen und in einen völlig neuen Ansatz katapultiert, der fernab von dem ist, was bis dahin präsentiert wurde. Mir persönlich hat es ganz gut gefallen, doch häufen sich mit der Zeit die vielen ungelösten Fragen und Logiklücken im Zeitreiseprogramm, die mich am Ende fragend zurückließen. Ich bin ehrlich gespannt, wie diese im zweiten Band gelöst und gefüllt werden.

Gestaltung:

Das knallgelbe Cover mit dem schwarzen Motiv eines verregneten Örtchens, vor dem ein Mädchen mit rotem Regenschirm steht, hat mich von Anfang an begeistert. Obwohl so schlicht, zieht das Cover den Blick auf sich und passt am Ende wirklich super zur Geschichte.

Bewertung:

Das Buch ließ sich super lesen, hatte tolle Charaktere und sorgte für eine spannende Lesezeit. Einzig die vielen zurückgebliebenen Fragezeichen haben mich am Ende gestört und kosten das Buch einen Stern. Ich vergebe also 4 Lila-Lesesterne und warte gespannt auf Band 2.


Mittwoch, 4. Dezember 2013

Monatsverlosung: Kriminalistisches zu Weihnachten

Hallo ihr Lieben,

vor ein paar Tagen habe ich es euch schon auf meiner Facebookseite angekündigt. Diese Verlosung steht ganz im Zeichen eines sehr netten Autors, auf den ich per Twitter aufmerksam geworden bin. Klaus Kurt Löffler ist der Erfinder der deutschen Krimi-Jugendbuchreihe um Max und Micha. Mittlerweile gibt es bereits fünf Bände, in denen die zwei Juniordetektive, samt Max Schwestern Lotte und Karo verschiedene Fälle zu lösen haben. Jetzt, in der Vorweihnachtszeit, hat genau dieser Autor mir drei Buchpakete mit signierten Ausgaben der Fälle 4 und 5 zukommen lassen, die ihr hier gewinnen könnt. Da die Fälle unabhängig voneinander sind, bedarf es keiner Vorkenntnisse der ersten Bände, um die Bücher problemlos zu verstehen.

Da sich die Bücher ganz hervorragend auch für jüngere Leser als Weihnachtsgeschenk eignen, werden diese natürlich auch noch vor Weihnachten versandt :)

Und darum geht es:


Max und Micha - Das Fürstengrab: 





Titel: Max und Micha - Das Fürstengrab
Reihe: Band 4 der Reihe "Max und Micha"
Verlag: Monstenstein und Vannerdat
Hardcoverausgabe mit 132 Seiten
ISBN 978-3-86991-171-7
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: ab 10 Jahren
Preis: 10,95 Euro








Klappentext:

Die Hobbydetektive haben noch einmal mit eigenen Nöten zu kämpfen. Auf das Gut wird ein Giftanschlag verübt und der Ruin droht. Zugleich verschwinden die Schwestern von Max. Haben sie etwas gesehen, das sie nicht sehen sollten? Das scheint sich zu bestätigen, als die Jungen eine unglaubliche Entdeckung machen. - Aber wer ist der skrupellose Täter, der vor nichts zurückschreckt?

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Max und Micha - Claras Puppe







Titel: Max und Micha - Claras Puppe
Reihe: Band 5 der Reihe "Max und Micha"
Verlag: Re Di Roma-Verlag
Taschenbuchausgabe mit 148 Seiten
ISBN 978-3-86870431-0
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: keine Angaben
Preis: 9,95 Euro







Klappentext:

Seltsame Dinge geschehen im Hotel, als Clara mit dem Großeltern in St. Wolfgang anreist. Jemand will sich in Besitz der Puppe setzen, die sie auf dem Flughafen in Kopenhagen geschenkt bekam. Zum Glück findet Clara ihre Lotte und Karo hilfsbereite Freundinnen und - unter Führung des >>UGGIS<<, eines kleinen Stoff-Orang-Utans, - setzen sich die drei zur Wehr. Auch Max und Micha versuchen herauszufinden, wem die Puppe so wichtig ist, dass ihm jedes Mittel recht ist.

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Was müsst ihr tun um mitzumachen?

Nein, ihr müsst kein Mitglied meiner Seite werden, außer ihr wollt es!
Nein, ihr müsst nichts auf Facebook teilen, außer ihr wollt es!
Und nein, ihr müsst nichts drücken, liken oder sonstetwas - außer ihr wollt es!

Alles was ich von euch brauche, ist einen Kommentar mit einer Antwort auf die Frage, ob ihr je eine Reihe oder ein Buch in eurer Jugend gelesen habt, die/das sich ebenfalls mit Kriminalfällen oder Detektivgeschichten beschäftigt/en. Mit dabei hätte ich natürlich gerne Titel und eine Begründung :) Wenn eure Antwort nein lautet, dürft ihr mir gerne erzählen, was ihr sonst gelesen habt :) Ich bin sehr gespannt :)

Damit ich euch erreichen kann, solltet ihr nicht vergessen, eure E-Mailadresse mit anzugeben. Wenn ihr sie nicht öffentlich posten möchtet, könnt ihr mir diese selbstverständlich auch in einer persönlichen Nachricht bei Facebook zukommen lassen:

Lilas lauschige Leseecke bei Facebook:


Wenn ihr unter 18 seid, brauche ich eine Einverständniserklärung eurer Eltern.

Verlosungszeitraum:

04.12.13 - einschließlich 16.12.13

Die Gewinnerbekanntgabe aller drei Buchpakete erfolgt am darauffolgenden Tag. Bitte schaut dann direkt in eure Postfächer, damit ich die Gewinne noch vor Weihnachten versenden kann.

Wer trotz Verlosung nicht genug von Max und Micha bekommen kann, kann auf der Homepage des Autors bereits den sechsten Band als Fortsetzungsroman lesen:


Außerdem findet ihr ein ganz tolles Interview, das euch so einiges über den Autor und seine Arbeit verrät :)


Liebe lila Lesegrüße an alle
Iris :)

Dienstag, 3. Dezember 2013

E-Book-Rezension: "Herr Fröhlich rettet Weihnachten" von Folko Hülsebusch

Quelle: Amazon





Titel: Herr Fröhlich rettet Weihnachten
Reihe: nein
Verlag: dotbooks
E-Book: 186 KB (Seitenanzahl Print: 63 Seiten)
Kindle Edition
Preis: 2,99 Euro
Hier könnt ihr das Buch bestellen <klick>







Klappentext:

Wenn Weihnachten nicht von selbst zum schönsten Fest des Jahres wird, dann muss man es eben dazu machen!

Herr Fröhlich hat gute Laune – und zwar immer. Ganz besonders zur Weihnachtszeit, die er mehr liebt als alles andere. Kein Wunder also, dass er nur zu gerne einen Laden übernimmt, der damit wirbt, jeden noch so außergewöhnlichen Wunsch zu erfüllen. Ehrlich gesagt hatte Herr Fröhlich dabei allerdings an freundliche Kinder und schöne Geschenke gedacht – aber auf den Wunschzetteln von genervten Ehemännern und rotzigen Gören stehen ganz andere Dinge …


Charmant, liebenswert und lebensweise: Eine Geschichte über das, was Weihnachten zum Fest der Liebe macht.

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Story und Charaktere:

Der immer fröhliche, stets gut gelaunte Herr Fröhlich hat es kurz vor Weihnachten gar nicht so einfach. Gerade wurde ihm sein Job gekündigt, da sein Slogan "Schoki, die schokoladige Schokolade", laut der Chefetage missglückt war.
Nun läuft er ziellos durch die weihnachtlich anmutenden Straßen, denkt über Weihnachten nach und stößt zufällig auf das Geschäft "Der weihnachtliche Weihnachtsladen". Sofort ist ihm klar, dass da jemand seine Idee kopiert hat, sodass er sich kurzerhand in den Laden begibt und sich schon bald im Gespräch mit dem Inhaber wiederfindet, der gerade vom Pech verfolgt wird. Eigentlich sollte der weihnachtliche Weihnachtsladen in ein paar Tagen öffnen, doch alle Lieferanten haben ihn sitzen lassen. Herr Fröhlich, beflügelt von der Idee immaterielle Herzenswünsche zu Weihnachten zu erfüllen, schlägt dem Inhaber einen Deal vor, der nicht nur Herrn Fröhlich verändern wird.

Der Hauptcharakter dieser Geschichte ist Herr Fröhlich - ein Mensch, der einem mit seiner guten Laune ganz schön auf die Nerven gehen kann. Ungetrübt dessen, macht sich Herr Fröhlich an seine neue Aufgabe und lernt schon bald ganz andere Formen der bunten Emotionspalette kennen, die dem Menschen zur Verfügung steht. Immaterielle Herzenswünsche zu erfüllen, das ist sein neues Ziel und gleichzeitig sein größtes Problem, denn wer braucht zu Weihnachten schon ein Geschenk, das er nicht auspacken kann?

Herr Fröhlich ist ein sehr schön gestalteter Charakter, mit dem man auf Anhieb sympathisiert und den man ins Herz schließt. Seine offene, fröhliche Art, seine witzigen Ideen und seine teilweise verschrobenen Gedankengänge machen ihn zu einem besonders herzlichen Charakter, dem man gerne durch die Vorweihnachtszeit folgt.

Auch die Nebencharaktere sind wunderbar gelungen. In kurzen skizzenhaften Zügen werden sie umrissen, stehen dem Leser aber so klar vor Augen, als hätte man sie detailgenau beschrieben. Bei einigen hat man sogar das Gefühl, man wäre ihnen schon einmal begegnet.

Geschichte und Charaktere ergeben eine wunderbare Komposition, die gelesen sein will.

Was mir besonders gefallen hat:

Nachdem ich am 01. Advent bereis in vorweihnachtlicher Stimmung war und mir dann der Dotbooks-Adventskalender auf "Blogg dein Buch" dieses Buch einbrachte, fing ich gleich an Herrn Fröhlich bei seinem Unterfangen als Herzenswunscherfüller zu begleiten.
Der flotte Schreibstil und die humorvolle Art diese Geschichte zu erzählen, sorgten dafür, dass die Seiten nur so dahinflogen. Dieses Buch hat am Adventsabend für eine tolle, wenn auch viel zu kurze, vorweihnachtliche Lesezeit gesorgt, die ich sehr genossen habe.
Ein Mann, der das Tanzen soll, eine Frau Finster, die es fröhlich zu machen gilt, ein Politiker, der sich eine ganz besondere Zeit wünscht und ein kleines Mädchen, dessen Sorgen man sich sofort selbst annehmen will - all das ergibt eine Mischung, die auch einen Herrn Fröhlich besonders zu Weihnachten wieder fröhlich macht.
Hier wird Weihnachten auf eine viel sanftere und einfühlsamere, tiefgründigere und schönere Art gerettet, als man erwarten mag.

Gestaltung:

Die Gestaltung ist einfach. Ein Weihnachtsmann mit prall gefülltem Geschenkesack sitzt auf einem Roller und braust von rechts nach links über das Cover. Ein klarer Gegensatz zum Inhalt des Buches, der mich schmunzeln ließ.

Wertung:

Charaktere und Story haben mir sehr gut gefallen und mich wunderbar unterhalten. Wer also ein kurzweiliges Lesevergnügen sucht, der sollte unbedingt dabei sein, wenn Herr Fröhlich Weihnachten rettet. Von mir deshalb volle 5 Lila-Lesesterne und eine klare Leseempfehlung.


Vielen Dank an "Blogg dein Buch" und den "Dotbooks Verlag", die diesen tollen Adventskalender mit all den wundervollen Büchern zur Verfügung stellen. 

Neuzugänge: 03.12.13

Hallo ihr Lieben,

natürlich gab es trotz Umzug bei mir ein paar Neuzugänge über die ich mich sehr freue :) Allen voran freue ich mich über "Sayumi - Sayu Smiles", das mir vom Verlag 3.0 zur Verfügung gestellt wurde. Es ist deshalb etwas Besonderes für mich, da ich dieses Buchprojekt bereits eine ganze Weile verfolge - genau genommen, seit die Autorin ihr Manuskript online gestellt hat und der Weg zum gedruckten Buch noch lang war. Jetzt jedoch ist es soweit. Endlich ist Sayumi erhältlich und ich bin wahnsinnig gespannt, wie sich diese Fassung lesen lassen wird :) Damit ihr wisst, von welchem Buch ich da eigentlich rede, fange ich mit den Vorstellungen auch gleich bei diesem Buch an :)

1. "Sayumi - Sayu Smiles" von Sadako






Titel: Sayumi - Sayu Smiles
Reihe: Band 1 der Reihe "Sayumi"
Verlag: Verlag 3.0
Taschenbuchausgabe mit 597 Seiten
ISBN 978-3-943138-62-7
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: keine Angaben
Preis: 19,80 Euro






Klappentext:

"Wenn du das Weinen verlernt hast, bist du bereits tot." (Sayumi Whisp)

4 Intervalle, 4 Blutgruppen, 4 Abschnitte in einem alptraumhaften Leben. 

Abseits jeglicher Genreschubladen, begleiten wird die kleine Sayumi über einen Pfad mit doppeltem Boden, auf der Suche nach Vergangenheit, Zukunft, Traum und selbstgeschriebener Realität. 

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2. "Zurück nach Hollyhill" von Alexandra Pilz






Titel: Zurück nach Hollyhill
Reihe: Band 1 der Reihe "Hollyhill"
Verlag: Heyne
Hardcoverausgabe mit 348 Seiten
ISBN 978-3-453-53426-1
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
Preis: 16,99 Euro






Klappentext:

Ein Dorf im Moor. Eine Reise in die Vergangenheit. Eine große Liebe. Mit ihrem Besuch in England beginnt für die 17-jährige Emily ein Abenteuer voller Magie und Zauber. Und hinterher wird nichts mehr sein, wie es war. 

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3. "Puerta Oscura - Totenreise" von David Lozano Garbala

Titel: Puerta Oscura - Totenreise
Reihe: Band 1 der Reihe "Puerta Oscura"
Verlag: Loewe
Hardcoverausgabe mit 607 Seiten
ISBN 978-3-7855-6863-7
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 12-15 Jahre
Preis: 19,95 Euro











Klappentext:

Pass auf, 
wenn du die Dunkle Pforte durchschreitest!
Du begibst dich direkt in die HÖLLE.
Du hast nur sieben Tag Zeit
in der Ewigkeit.
Dann schließt sich die Pforte wieder.
Für immer.

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4. "Eine dunkle & grimmige Geschichte" von Adam Gidwitz






Titel: Eine dunkle & grimmige Geschichte
Reihe: nein
Verlag: arsEdition
Hardcoverausgabe mit 250 Seiten
ISBN 978-3-7607-8366-6
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 10-12 Jahre
Preis: 12,95 Euro







Klappentext:

"Diese wundervolle, gruselige Nacherzählung der Märchen der Brüder Grimm verhält sich zu den sonst üblichen Kindergeschichten ungefähr so wie eine Axt zu einem Buttermesser. Mein Rat: einfach lächeln und nicken und den Eltern erzählen, dass das hier nur ein gewöhnliches Märchenbuch ist." 
Pseudonymius Bosch
Autor von "Der Name dieses Buches ist ein Geheimnis"

"Adam Gidwitz schafft es, die gruselige Gewalt, die in den alten Märchen der Gebrüder Grimm enthalten ist, mit wunderbarem Humor und einem großartigen Gespür für Spannung auszubalancieren [...] Er webt Grimms Märchen zu einer einzigen Geschichte mit Hänsel und Gretel als Hauptfiguren zusammen, und das macht er so gut, dass man nach der Lektüre davon überzeugt ist, dass die alten Geschichten so und nicht anders erzählt werden sollten."
Rick Riordan
Autor der Percy Jackson-Serie


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Habt ihr schon eines dieser Bücher gelesen oder steht eines davon sogar auf eurer Wunschliste? Lasst es mich doch wissen :)

Liebe lila Lesegrüße
Iris

Freitag, 29. November 2013

Rezension: "Seelenfänger" (Jonathan L.Howard)






Titel: Johannes Cabal - Seelenfänger
Reihe: Band 1 der Reihe "Johannes Cabal"
Verlag: Goldmann
Taschenbuchausgabe mit 379 Seiten
ISBN 978-3-442-46996-3
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: keine Angaben
Preis: 12,00 Euro







Klappentext:

Ein Jahr, 100 Seelen und ein Jahrmarkt der besonderen Art: ein Seelenfänger packt aus

Der Weg in die Hölle ist nicht der angenehmste. Doch Johannes Cabal bleibt nichts anderes übrig, als ihn trotzdem anzutreten, wenn er seine Seele wiederhaben will. Er hatte sich an den Teufel verkauft, um Totenbeschwörer zu werden,. Doch ohne Seele lebt es sich nur halb so gut, und daher steht Johannes wieder einmal in den heißen Hallen. Satan gibt allerdings nur ungern her, was er einmal besessen hat. Er wenn Johannes 100 Seelen innerhalb eines Jahres rekrutieren kann, bekommt er seine eigene wieder... ein fairer Deal, oder?

Der Beginn einer fantastisch, witzigen Trilogie mit einem wahrhaft düsteren Helden

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Story und Charaktere:

Johannes Cabal steckt in einer schwierigen Situation. Zugunsten seiner Totenbeschwörerfähigkeiten hat er seine Seele an den Teufel abgetreten und die braucht er jetzt unbedingt zurück. Er macht sich also auf den Weg in die Hölle, wo die Seelen der Verstorbenen in einer endlosen Schlange vor dem Einlass stehen und massenweise Papiere ausfüllen müssen. Beim Teufel angelangt, handeln die beiden einen Vertrag darüber aus, wie Cabal seine Seele zum Zwecke der Forschung zurückerlangen kann. Er soll dem Teufel innerhalb eines Jahres 100 andere Seelen für seine bringen, sonst gehört Cabals Seele für immer ihm.. Zur Unterstützung erhält er einen in der Hölle ausgemusterten Jahrmarkt der Kuriositäten, der ihm die Sache erleichtern soll. Durch seine Totenbeschwörerfähigkeiten hat er auch schon bald das passende Personal zusammengestellt. Mit seinem Bruder Horst macht er die Besatzung komplett. Ab jetzt beginnt eine turbulente Zeit, die nur eines zum Ziel hat: genug Seelen für den Teufel zu sammeln. 

Johannes Cabal ist schon äußerlich ein sehr auffälliger Typ. Er ist sehr schlank, ziemlich blass, trägt durchweg einen schwarzen Anzug sowie eine schwarze Sonnenbrille und hält seinen Spazierstock mit verborgener Klinge immer griffbereit. Der Ausdruck auf seinem Gesicht ist meistens derselbe: entweder strahlt es Gleichgültigkeit, Missmut oder Langeweile aus. Menschliche Gefühlsregungen, die sich mit dem Fröhlich- und Glücklichsein befassen, ruft er nur auf Knopfdruck ab, indem er sich daran erinnert, welche Muskeln er für welchen Ausdruck braucht. Sein Charakter passt zu seinem äußeren Erscheinungsbild. Er ist sehr kühl, von sich selbst eingenommen und hat eine Art an sich, die von sarkastisch bis morbid reicht. Die Sache mit den 100 Seelen findet er absolut lästig und überlässt deshalb zu einem großen Teil seinem Bruder Horst die Regie. Dieser scheint das genaue Gegenteil von Cabal zu sein. Er weiß wie man sich amüsiert, sodass man ihm den Posten einer Jahrmarktsleitung direkt abnimmt. Im Gegensatz zu seinem Bruder, hat er eine menschliche Seite an sich, obwohl er, im Gegensatz zu seinem Bruder, gar nicht mehr so menschlich ist. 
Ein Duo, das also gegensätzlicher nicht sein kann und bei dem man beim Lesen auf jeden Fall mehr mit Horst, als mit Cabal sympathisiert. 

Die Nebencharaktere sind zum Teil ganz gut ausgearbeitet worden, zumindest soweit, dass man sich ein gutes Bild von ihnen machen kann. Das betrifft vor allem diejenigen Charaktere, die am Jahrmarkt beteiligt sind. Andere jedoch sind so blass, dass man sich schon nach ein paar Seiten nicht mehr an sie erinnert, was sehr schade ist. 

Die Geschichte selbst hat mir in ihren Grundzügen ganz gut gefallen, die beiden Hauptcharaktere brachten mich immer wieder zum Schmunzeln, aber die Nebenrollen sind mir nicht greifbar genug. 

Was mir besonders gefallen hat: 

„Seelenfänger“ ist ein Buch ganz anderer Art. Ich habe soetwas bisher noch nicht gelesen und mich damit auf etwas Neues eingelassen. Das bekommt bei mir schon deshalb einen Pluspunkt, weil ich es mittlerweile sehr schwierig finde, keine abgegriffenen Thematiken zu erwischen. Ein Totenbeschwörer der den Tod erforscht um ihm ein Schnippchen zu schlagen ist mir jedenfalls bisher nicht begegnet. 

Der Humor dieses Buches ist kein einfacher. Wer dieses Buch in die Hand nimmt, sollte es nicht als einfachen Zeitvertreib für zwischendurch ansehen und das Buch auch nicht nebenbei lesen. Dazu gibt einfach zu viele Zwischenzeiler, Spitzen, Andeutungen und sarkastische Untertöne, die man beim Überfliegen des Textes leicht übersehen kann. 
Anfangs war der Schreibstil mit diesem starken Mix an Ironie, Sarkasmus, Zynismus und morbidem Unterton sehr gewöhnungsbedürftig für mich, ist es aber doch genau dieser, der dem Buch seinen Reiz verleiht. Außerdem passt er sehr gut zu dieser absolut aberwitzigen, skurrilen Handlung und den düsteren Charakteren. 

Was mir nicht so gut gefallen hat: 

Trotz toller Idee und den beiden sehr gut gelungenen Hauptcharakteren konnte mich die Geschichte um Cabal letztlich nicht durchgängig packen. Das liegt vor allem am Spannungsbogen, der irgendwann einfach nur noch gradlinig weiterverläuft, ohne jemals eine wirkliche Spitze zu erreichen. Neben der wenig bis gar nicht vorhandenen Spannung, fehlte mir auch irgendwann der Schwung, sodass die letzten 100 Seiten dann doch eher an mir vorbeiplätscherten. Die Idee des wandernden Seelenfängerjahrmarkts wurde leider nicht wirklich ausgereizt, begleitet man die beiden Brüder doch mehr beim Umherziehen als beim Fangen der Seelen, um die es schließlich geht. Es gab mir im Endeffekt zu viel Drumrum und zu wenig Haupthandlung. Ich hoffe, dass sich dies mit Band zwei ändert, denn der steht bereits in meinem Regal. 

Gestaltung:

Das Cover ist ein absoluter Hingucker und hat mich überhaupt erst auf diese Reihe aufmerksam gemacht. Passend zum Inhalt ist es sehr düster, nur der rote Banner mit Cabals Namen sticht hervor.  Im Mittelpunkt des Covers steht eine Lokomotive, auf der vorne der eine schwarz gekleidete, blasse Figur zu sehen ist, die man eindeutig als Cabal identifizieren kann. Um die Lokomotive herum sieht man teile von Sträuchern ohne Blätter, die mich vom Stil her sehr an Tim Burton erinnert haben. 

Wertung:

Trotz faszinierender Idee und anspruchsvollem Schreibstil konnte mich dieses Buch nicht wirklich überzeugen. Die beiden Hauptcharaktere haben mir sehr gut gefallen und auch das Cover ist wahrlich ein Hingucker. Es scheitert einzig an der Umsetzung der Idee zu einer spannenden Geschichte. Für Fans des schwarzen Humors ist dies vielleicht genau das Richtige, für mich jedoch fehlte der Funke, der mich ans Buch fesselte. Deshalb vergebe ich an den ersten Band der Cabal-Reihe 2 ½ Lila-Lesesterne. 


Donnerstag, 14. November 2013

Lilas lauschige Leseecke jetzt auch bei "Blogg dein Buch" und "Was liest du?"

Hallo ihr Lieben,

in letzter Zeit hatte ich nicht wirklich die Möglichkeit euch über Neuerungen auf meinem Blog auf dem Laufenden zu halten. Ich bin gerade umgezogen und wer das schon einmal durch hat, weiß, wie zeitraubend so ein Umzug sein kann. Deshalb hole ich das heute kurz nach.

Über ein paar andere Blogs bin ich auf die Webseite von "Blogg dein Buch" aufmerksam geworden. Diese Seite ist für alle Blogger interessant, die über Bücher bloggen. Hier gibt es die Möglichkeit an verschiedenen Promotions teilzunehmen, bei denen man sich auf ein Buch "bewerben" kann. An diese Bewerbung sind natürlich auch Bedingungen gekoppelt. Wer sich hier auf ein Buch bewirbt und eventuell zur Verfügung gestellt bekommt, der hat 30 Tage Zeit eine Rezension dazu zu verfassen. Man sollte sich also vorab überlegen, auf welches Buch man sich bewirbt und ob man die nötige Zeit dazu hat. Sämtliche Rezensionen werden dann auf dem eigenen Blogg und bei "Blogg dein Buch" gepostet.

Bevor man allerdings Mitglied auf dieser Seite werden kann, wird euer Blog geprüft. Ihr solltet regelmäßige Blogger sein, über Bücher bloggen und regelmäßiges Publikum nachweisen können.

Interesse geweckt? Dann schaut doch mal hier vorbei:

http://www.bloggdeinbuch.de/

Eine weitere Webseite auf die ich aufmerksam gemacht wurde ist "Was liest du?". Eine wirklich tolle Buchcommunity, an der ich seit etwa einer Woche aktiv mitwirke.
Hier kann jeder seine Rezensionen posten, sich mit anderen austauschen und dafür Punkte bekommen. Diese Punkte lassen sich im Anschluss gegen Buchprämien tauschen.
Mir gefällt vor allem, dass hier zu den Rezensionen auch wirklich ein Austausch stattfindet. Ich bin erst kurz dabei, habe aber schon mehrere Kommentare erhalten, die natürlich sehr motivierend sind weiterzumachen :)

Vielleicht seid ja auch ihr bald mit dabei:

http://wasliestdu.de/

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir einen Kommentar dalassen würdet, ob ihr ebenfalls Mitglied einer Seite seid oder welche Erfahrungen ihr vielleicht schon mit diesen beiden Seiten gemacht habt :)

Liebe lila Lesegrüße aus der Leseecke
Iris :)


Rezension: "Elixirium - Das gefährliche Erbe des Apothekers" (Maile Meloy)






Titel: Elixirium - Das gefährliche Erbe des Apothekers
Reihe: Band 1 der Reihe "Elixirium"
Verlag: Coppenrath
Hardcoverausgabe mit 397 Seiten
ISBN 978-3-596-854844
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 12-15 Jahre
Preis: 16,95 Euro






Klappentext:

An der verschlossenen Eingangstür wurde heftig gerüttelt. 
"Sie sind da!", rief der Apotheker. 
Hastig zog er ein großes Buch aus dem Regal. 
"Ihr müsst die Pharmacopeia in Sicherheit bringen." 
Benjamin sah seinen Vater fragend an.
"Vor wem sollen wir sie in Sicherheit bringen?"
"Vor jedem, der nach ihr sucht."

Eigentlich hat sich Janie das Leben in ihrer neuen Heimatstadt grau und langweilig vorgestellt. Doch das Buch, das ihnen von Benjamins Vater anvertraut wurde, enpuppt sich als eine wertvolle Sammlung von alchemistischem Geheimwissen, das die Welt für immer verändern kann.
Aber nicht nur dubiose Wissenschaftler sind hinter der Pharmacopeia her - Janie und Benjamin müssen es mit weit schlimmeren Gegner aufnehmen. 

"Die Magie dieses Buches ist einfach umwerfend" New York Journal of Books

"Meloy erzählt schnell und spannend, ohne ihre jugendliche Leserschaft aus den Augen zu verlieren." LA Times

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Story und Charaktere:

Nachdem Janies Eltern in Kalifornien plötzlich in politische Schwierigkeiten geraten, steht ein Umzug bevor. Raus aus den USA, rein ins öde England. Janie ist wenig begeistert. Als sie in London ankommen, sieht sie ihre Befürchtungen bestätigt. Die Wohnung ist eiskalt, die Schuluniform echt ätzend und die Schule absolut inakzeptabel. Plötzlich steht ihre ganze Welt Kopf und sie will eigentlich nur in ihre alte Heimat zurück. Erst als sie Benjamin kennenlernt, ändert sich alles ein wenig zum Besseren. Endlich hat sie einen Freund in London, für den sie vielleicht sogar ein bisschen mehr als Freundschaft empfindet. Benjamin hingegen hat nur eines im Kopf: Spionieren. Er will nämlich Spion werden und hat auch schon ein „Opfer“ gefunden, das er nun mit Janie ausspioniert. Gott sei Dank, denn so können sie Benjamins Vater helfen, die Pharmacopeia zu verstecken – ein Buch, das uraltes, geheimes Wissen der Alchemie enthält. Ein rasantes Abenteuer beginnt, denn natürlich sind so einige Widersacher hinter dem Buch her, das einem verrät wie man sich unsichtbar macht, sich in einen Vogel verwandelt oder wie man jemanden dazu bringt, nur noch die Wahrheit sagen zu können.

Janie ist ein meiner Meinung nach sehr typischer Jugendbuchcharakter, in den sich Leser ihres Alters sicherlich problemlos hineinversetzen können. Sie steckt mitten in der Pubertät, hat bereits ihren eigenen Kopf und alles was ihre Eltern einfach so beschließen, gefällt ihr natürlich überhaupt nicht. Da sie in London ziemlich auf sich alleine gestellt ist, da ihre Eltern bis zum Hals in Arbeit stecken, kann sie sich problemlos auf das Abenteuer um Benjamin, seinen Vater und das seltsame Buch einlassen. Sie beweist sehr viel Mut, hat aber auch immer wieder ihre Zweifel, ob sie alles richtig machen. Dazwischen gibt es für sie immer wieder jede Menge Herzklopfen, denn Benjamin löst die ersten Schmetterlinge in ihrem Bauch aus. Das verwirrt sie und verleitet sie immer wieder mal zu Reaktionen, die eigentlich nicht sein müssten.

Benjamin ist ein sehr impulsiver Charakter. Gerade als es darum geht, seinen verschwundenen Vater zu finden und das Buch zu schützen, setzt er alles daran, beides in die Tat umzusetzen. Das hat unüberlegte Handlungen zur Folge und bringt Janie und ihn immer wieder in Schwierigkeiten. Obwohl Janie der Hauptcharakter des Buches ist, zieht doch Benjamin das Leser durch das Buch.

Obwohl man jede Menge über diese beiden Charaktere erfährt und sie auf ihrem Abenteuer begleitet, finde ich, dass sie doch sehr blass geblieben sind. Beide wirken sehr glatt, haben keine individuellen Ecken und Kanten und scheinen dadurch austauschbar zu sein. Das steht ganz im Gegensatz zu all den Nebencharakteren, die dem Leser viel besser im Gedächtnis bleiben und zu denen man einen größeren Bezug herstellt. Sie sind meist ausgereifter und haben ihren ganz eigenen Charme. Pip, Benjamins Vater und die Begleiter ihres Abenteuers haben mir wesentlich besser gefallen, als Janie und Benjamin.

Was mir besonders gefallen hat:

In diesem Buch befinden wir uns nicht typischerweise im Hier und Jetzt, sondern in einer Zeit kurz nach dem zweiten Weltkrieg. Alles ist noch im Wiederaufbau, die politische Situation für Menschen, die mit der neuen Politik nicht konform gehen ist verheerend. All dies führt überhaupt erst zu dem Umstand, das Janie in das Abenteuer um Benjamin und seinen Vater geraten kann. Diese Thematik in einem Jugendbuch so aufzugreifen, wie es hier passiert ist, finde ich sehr spannend und auch sehr gut umgesetzt.

Der Schreibstil des Buches ist relativ einfach. Man kommt sehr gut in die Geschichte rein und kann dieser gut folgen. Der Spannungsbogen braucht eine Weile, um wirklich in Fahrt zu kommen, hält den Leser dann aber erstmal am Buch fest. Ich denke, Jungs und Mädchen kommen hier beide auf ihre Kosten, was vor allem daran liegt, dass ein männlicher und ein weiblicher Protagonist im Vordergrund stehen.

Was mir nicht so gut gefallen hat:

Leider nimmt die Geschichte ab einem gewissen Punkt eine Wendung, die weit weg von dem führt, was der Anfang und auch der Klappentext verspricht. Wer ein Buch über die alchemistischen Geheimnisse der Pharmacopeia erwartet, ein aufregendes Abenteuer um die verschiedenen Tränke und Möglichkeiten, wird ab etwa der Hälfte genauso enttäuscht sein wie ich, driftet das Buch dann doch in eine Richtung ab, die man nicht erwartet. Plötzlich geht es nicht mehr um das Buch und den Apotheker, sondern darum, die Welt zu retten. Das ist eigentlich kein Problem, doch die gewählte Thematik und die Umsetzung sorgten dafür, dass ich ab hier das Buch immer öfter zur Seite gelegt habe, nachdem mich der Anfang so gefesselt hatte.

Gestaltung: 

Die wunderschöne Gestaltung des Covers kann man diesem Buch nicht absprechen. Es ist ein wahres Schmuckstück unter den Büchern und schon deshalb ein Blickfang, der einen unweigerlich dazu bringt, das Buch in die Hand zu nehmen. Auf blauem Hintergrund sieht man eine Flasche, auf der ein Vogel sitzt. Auf ihr klebt ein Etikett mit dem Titel des Buches. In der Flasche sind ein paar Vögel und über Dächer laufende Kinder zu sehen. Das Cover ist nicht nur wunderschön gestaltet, sondern auch absolut passend zum Buch. Ich bin auf die weiteren Cover dieser Reihe gespannt.

Wertung:

Leider konnten mich die Hauptcharaktere und auch die Story nicht wirklich überzeugen. Der Bruch im Buch, der den Leser weg von dem führt, was man erwartet und der mich dazu gebracht hat, das Buch immer wieder wegzulegen, hat doch einen relativ negativen Eindruck hinterlassen. Der Schreibstil jedoch hat mir sehr gut gefallen und auch die Art, wie die Nachkriegszeit hier eingebracht wurde fand ich spannend. Deshalb bekommt der erste Band dieser Reihe von mir 3 Lila-Lesesterne.


Montag, 11. November 2013

Monatsverlosung: "Rauklands Sohn" geht an...

Hallo ihr Lieben,

etwas später als geplant, kommt heute endlich der Gewinnerpost zur Monatsverlosung im Oktober. Da ich im Moment umziehe, ist es hier auf dem Blog sehr ruhig und auch die Glücksfee musste ich um ein paar Tage vertrösten. Jetzt jedoch haben wir es geschafft uns zu treffen und einen Gewinner zu ermitteln :) Auch dieses Mal musste ich wieder einige Teilnehmer aus dem Lostopf fischen, da die E-Mailadresse gefehlt hat. Das tut mir immer sehr leid für diejenigen, die einen so tollen Kommentar geschrieben haben, aber dann nicht an der Verlosung teilnehmen können. Bitte achtet beim nächsten Mal darauf. :(

Vor Bekanntgabe des Gewinners noch eine kurze Übersicht über die Verlosung. Ich wollte von euch wissen, welches Buch, das auf einer Insel spielt, euch besonders gut gefallen hat oder welches ihr gerne einmal lesen würdet. Dabei wurden so einige Titel genannt, die ich gar nicht kannte. Natürlich habe ich jedes Buch gesucht und einige werde ich mit Sicherheit noch selbst lesen :)

Titel, die ihr genannt habt, waren:

"Die Insel" von Richard Laymon
"Isola" von Isabel Abedi
"Inselsommer" von Gabrielle Engelmann
"Inselzauber" von Gabrielle Engelmann
"Rauklands Sohn" von Jordis Lank (E-Book)
"Die Insel unter dem Meer" von Isabel Allende
"Vinni macht Ferien" (oder so ähnlich, Titel war nicht mehr ganz bekannt ;))
"An einem Abend in Paris" von Lorraine Fouchet
"Als die Wale kamen" von Michael Morpurgo
"Haifischfrauen" von Diana Davenport

Vielleicht ist ja für einen von euch auch noch etwas dabei, was er gerne mal lesen würde :)

Nun aber zum Gewinner des signierten Exemplares von "Rauklands Sohn". Gewonnen hat dieses Mal die liebe "Deborah" (D.Herm) . Ihr Kommentar auf meine Frage lautete:

Hallo Iris,

es gibt ein Buch, das auf einer Insel im Finistère spielt. In Lorraine Fouchets Roman "An einem Abend in Paris" finden sich nach einige Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen auf der Insel Groix. Ich kann mich nicht mehr genau an die Geschichte erinnern, denn es ist schon eine Weile her, dass ich sie gelesen habe. Aber ich weiß, dass sie mir unheimlich gut gefallen hat, denn danach habe ich alle anderen auf Deutsch erhältlichen Bücher von Lorraine Fouchet ebenfalls gekauft/ertauscht. Und jedes einzelne hat mir sehr gut gefallen und ich habe es behalten. Ich finde es schade, dass es keine neuen mehr gibt - oder zumindest nicht auf Deutsch. Sie beschreibt alles sehr schön. Ich weiß noch, dass ich nach diesem Buch unheimlich gerne mal in die Bretagne gereist wäre (möchte ich eigentlich auch jetzt noch). 

"Rauklands Sohn" interessiert mich schon seit einiger Zeit, daher würde ich gerne in den Lostopf hüpfen. 

Liebe Grüße
Deborah

Liebe Deborah, herzlichen Glückwunsch zum neuen Buch. Ich wünsche ganz viel Spaß auf Lannoch und ein paar spannende Lesestunden :)

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Für alle anderen gilt selbiges wie jeden Monat: Auch dieser Monat hält wieder ein Buch für euch bereit. Also nicht traurig sein, die nächste Chance kommt :)

Liebe lila Lesegrüße
Iris

Freitag, 1. November 2013

Monatsverlosung: Oktober

Hallo ihr Lieben,

und wieder ist es soweit - meine nächste Verlosung startet und hält ein ganz besonderes "Schmankerl" für euch bereit. Wie ihr euch vielleicht erinnert, habe ich im Oktober mein erstes Rezensionsexemplar von der Autorin Jordis Lank erhalten und bereits bei Erhalt angekündigt, es an einen von euch weiterzugeben. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich das Buch noch nicht gelesen und wusste auch nicht, was mich wirklich erwarten würde. Ich freue mich daher besonders, dass es ein Buch ist, das mir sehr viel Spaß und eine wundervolle Lesezeit bereitet hat, die es hoffentlich auch einem von euch bereitet :)

Und darum geht's:

"Rauklands Sohn" von Jordis Lank - SIGNIERT





Titel: Rauklands Sohn
Reihe: Band 1 der Reihe "Raukland"
Verlag: el Gato
Taschenbuchausgabe mit 359 Seiten
ISBN 978-3-943596-04-5
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
Preis: 12,90 Euro







Klappentext:

Ronan, Sohn des mächtigen Herrschers im Nordmeer, fürchtet weder Schmerz noch Tod. Doch auf einer nordischen Insel muss er sich einer Prüfung stellen, bei der sein Schwert nutzlos ist. Bals muss Ronan erkennen, dass der größte Kämpfer der ist, der sich selbst besiegt. 

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Meine Rezension zum Buch findet ihr hier:

"Rauklands Sohn"

Was müsst ihr tun um mitzumachen?

Nein, ihr müsst kein Mitglied meiner Seite werden, außer ihr wollt es!
Nein, ihr müsst nichts auf Facebook teilen, außer ihr wollt es!
Und nein, ihr müsst nichts drücken, liken oder sonstetwas - außer ihr wollt es!

Alles was ich von euch brauche, ist einen Kommentar mit einer Antwort auf die Frage, welches Buch, das auf einer Insel spielt euch besonders gut gefallen hat oder welches ihr gerne einmal lesen würdet. Mit dabei hätte ich natürlich gerne eine Begründung :) Ich bin sehr gespannt :)

Damit ich euch erreichen kann, solltet ihr nicht vergessen, eure E-Mailadresse mit anzugeben. Wenn ihr sie nicht öffentlich posten möchtet, könnt ihr mir diese selbstverständlich auch in einer persönlichen Nachricht bei Facebook zukommen lassen:

Lilas lauschige Leseecke bei Facebook:

https://www.facebook.com/LilaslauschigeLeseecke

Wenn ihr unter 18 seid, brauche ich eine Einverständniserklärung eurer Eltern.

Verlosungszeitraum:

01.11.13 - einschließlich 08.11.13

Gewinnerbekanntgabe erfolgt an einem der darauffolgenden Tage.

Liebe lila Lesegrüße an alle
Iris :)

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Rezension: "Das Geheimnis von Ashton Place - Aller Anfang ist wild" (Maryrose Wood)






Titel: Das Geheimnis von Asthon Place - Aller Anfang ist wild
Reihe: Band 1 der Reihe "Das Geheimnis von Ashton Place"
Verlag: Thienemann Verlag
Hardcoverausgabe mit 284 Seiten
ISBN 978-3-522-18296-6
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 11-13 Jahren
Preis: 12,95 Euro






Klappentext:

Sie sind alles andere als normal,

die drei Wilden von Asthton Place. Sie heulen wie die Wölfe und jagen leidenschaftlich gern Eichhörnchen. Dabei sollen sie doch endlich lernen, sich richtig zu benehmen - schließlich gibt Lady Ashton bald ein großes Fest! In dieser äußerst schwierigen Situation kann nur eine helfen: Miss Penelope Lumley, die zauberhafte Gouvernante der Swanburne Academy. Beherzt macht sie sich an die Arbeit und merkt bald, dass nicht jeder ihre Bemühungen unterstützt. Allen voran Lord Ashton... Wie kann sie die Kinder vor ihm schützen? 


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Story und Charaktere:

Miss Penelope Lumley, die wir jetzt Penelope nennen dürfen, da wir sie kennen gelernt haben, hat gerade als Jahrgangsbeste die Swanburne Academy für kluge Mädchen aus armen Verhältnissen verlassen und ist nun auf der Suche nach einer Anstellung als Gouvernante.
Diese findet sie auf dem herrschaftlichen Anwesen von Lord und Lady Ashton, die eine ganz besondere Aufgabe für sie bereithalten.
Penelope soll sich um drei Kinder kümmern, die Lord Ashton bei einem seiner Jagdausflüge völlig verwildert in einem Waldstück auf seinem Anwesen gefunden hat. Sie heulen wie die Wölfe, laufen auf allen Vieren und gleichen auch sonst eher Tieren als Menschen. Bis zum Weihnachtsball von Lady Ashton hat Penelope nun Zeit aus den drei „Wilden“ vorzeigbare kleine Engländer der viktorianischen Zeit zu machen.

Penelope ist gerade erst 15 Jahre alt, als sie die Swanburne Academy verlässt und die Anstellung auf Ashton Place annimmt. Für jede Situation der sie sich nun stellen muss, hat sie ein passendes Zitat ihrer damaligen Direktorin parat, nach deren Grundsätzen sie die drei ihr anvertrauten Kinder zu erziehen versucht. Es dauert nicht lange, dann sind ihr die drei „Wilden“ auch schon ans Herz gewachsen und umgekehrt scheint dies ebenfalls der Fall zu sein.
Durch Penelopes herzliche, freundliche, ruhige und auch humorvolle Art bringt man ihr als Leser eine ungeheure Sympathie entgegen und kann gar nicht anders als das ganze Buch hindurch mit ihr mitzufühlen und mitzufiebern. Ein Charakter ganz nach meinem Geschmack.

Penelopes Arbeitgeberin, Lady Ashton, ist ein sehr typischer, klischeehafter Charakter der Zeit in der die Geschichte spielt. Ihre Auftritte erinnern an die einer Schauspielerin, fällt sie doch jedes Mal gekünstelt in Ohnmacht, wenn ihr etwas zu viel wird. Auch im Dramatisieren jeder ihr sich bietenden Gelegenheit hat sie einen Meistertitel.
Da die drei Kinder auf ihrem Anwesen nicht ihre eigenen sind, bringt sie ihnen mehr Hass als Liebe entgegen und hat auch für ihren frisch angetrauten Ehemann kein Verständnis, wenn es darum geht, die Kinder zu behalten.

Lord Ashton ist ein sehr undurchsichtiger Charakter, dessen Rolle dem Leser im ersten Band weitestgehend verborgen bleibt. Außer seinem Argument „Was man findet, darf man auch behalten“ gibt er keine weitere Begründung dafür ab, warum er die „Wolfskinder“ auf seinem Anwesen behält. Auch sonst erfährt man nicht viel über ihn oder seine Familie, was den Leser am Ende des Buches diesbezüglich etwas unbefriedigt zurücklässt.

Über die Kinder und wie sie sich in der Obhut von Penelope entwickeln, möchte ich nicht zu viel sagen. Sie machen schließlich einen großen Reiz des Buches aus, auch wenn ich finde, dass ihnen hier und da nicht genug Platz eingeräumt wurde.

Was mir besonders gefallen hat:

Der wunderbare Schreibstil, der auf lockere Art und Weise der Zeit angepasst wurde in der die Geschichte spielt, trägt den Leser durch das Buch. Unterbrochen wird das Ganze immer wieder durch witzige Anmerkungen der Autorin, die mich oft haben schmunzeln lassen.
Obwohl die Geschichte nur langsam Fahrt aufnimmt, um dann rasant zu enden, hat mich die „ruhige“ Phase überhaupt nicht gestört. Es gab keine unnötigen Längen und keine langweiligen Passagen, die das Vorankommen gestört hätten. Am Ende ist es war kein Buch, das förmlich zum Weiterlesen des zweiten Bandes drängt, aber ingsamt ist es so schön zu lesen, dass es einfach Spaß gemacht hat, die Charaktere durch die Geschichte zu begleiten.

Was das Geheimnis von Ashton Place betrifft, kommt man diesem hier noch nicht auf die Spur. Ganz im Gegenteil, man klappt das Buch mit mehreren Fragezeichen über dem Kopf zu und kann nur hoffen, dass sich diese in Band zwei auflösen.

Was mir nicht so gut gefallen hat:

Wie schon bei den Charakteren erwähnt, finde ich, dass hier zu wenig Platz für die Entwicklung der Kinder eingeräumt wurde. Alles wirkt ein wenig sprunghaft, wenig ausgebaut und als hätte die Autorin den schwierigen Part auslassen wollen. Kinder, die in der Wildnis aufgewachsen sind und keine gesellschaftlichen Erfahrungen haben, brauchen meiner Meinung nach mehr Entwicklungsraum. Gerade in Situation, in denen sie beispielsweise mit ausgestopften Tierköpfen konfrontiert werden und sich zurückziehen, hätte man besser auf das Verhalten der drei eingehen können.

Gestaltung: 

Auch bei diesem Buch ist es, wie es bei vielen meiner Bücher ist: Das Cover hat mich sofort auf das Buch aufmerksam gemacht. Es mutet farblich sehr herbstlich an. Auch die herumfliegenden Blätter, die von den Bäumen fallen, tragen zur Herbststimmung bei. Zwischen den Bäumen, die als Rahmen dienen, sieht man drei Kinder und eine Frau die sich im Freien vergnügen. Ein wirklich sehr schönes und passendes Cover für dieses Buch.

Wertung: 

Eine wunderbare Geschichte, die mich einen Abend lang sehr gut unterhalten hat und deren Charaktere mir nicht nur gefallen haben, sondern ans Herz gewachsen sind. Ich vergebe an den ersten Band dieser Reihe 4 Lila-Lesesterne und eine Leseempfehlung.


Dienstag, 29. Oktober 2013

Rezension: "Lockwood & Co." (Jonathan Stroud)






Titel: Lockwood & Co. - Die seufzende Wendeltreppe
Reihe: Band 1 der Reihe "Lockwood & Co."
Verlag: cbj
Hardcoverausgabe mit 432 Seiten
ISBN 978-3-570-15617-9
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: ab 12 Jahren
Preis: 18,99 Euro







Klappentext:

"Nach unten!" brüllte Lockwood.

Die Kerzen flackerten irrwitzig und unsere Schatten jagten über die Wände, als wir die Treppenwindungen hinunterstürmten. Rund um uns erhob sich ein ungeheuerliches Kreischen, drang aus den Stufen und Steinen selbst - schmerzhaft wie Peitschenhiebe. Doch das Unerträglichste war die pure Todesangst, in der die Schreie ausgestoßen wurden. Abwärts, immer rundherum, rundherum... Und plötzlich waren die Schatten, die neben uns herglitten, nicht mehr unsere eigenen. Sie trugen spitze Kapuzen und aus ihren weiten Ärmeln reckten sich dürre Arme. Abwärts, abwärts... Die Schemen jagten uns, zu Klauen gekrümmte Schattenfinger griffen nach Lockwood und mir, die Schreie bohrten sich wie rotglühende Eisen in unsere Schädel und ich hatte nur noch einen Wunsch - dass der grauenvolle Lärm endlich verstummen möge. 

Vom Autor der weltweiten Bestseller-Tetralogie "Bartimäus"

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Story und Charaktere: 

„Lockwood & Co.“ das sind, nach einem außergewöhnlichen Vorstellungsgespräch, Lockwood, George und Lucy. Drei Kinder mit unterschiedlichen Geisterfähigkeiten, die in der Lage sind, verschiedenen Spukvarianten ein Ende zu bereiten.
Nachdem sie durch ihren neuen Fall, einem Geist seine Identität zurückzugeben und dabei das Haus abzufackeln, endlich auch in der Presse Erwähnung finden, sehen sie nun ihrem größten Fall entgegen. Sie sollen eines der spukigsten Geisterhäuser von ihren unsichtbaren Bewohnern säubern und dabei möglichst selbst am Leben bleiben. Dieser Fall ist mit nichts zu vergleichen, was ihnen vorher begegnet ist. Ob sie diesen Geistern wirklich gewachsen sind?

Lucy, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, ist ein junges Mädchen mit der Gabe, Geister besonders gut zu hören und zu spüren, während Lockwood ein „Sehender“ ist, der den Geisterschein besonders gut erkennt. Auch George hat eine Mischung dieser Fähigkeiten, ist aber eigentlich eher dafür zuständig, gewisse Dinge vor Aufnahme eines Falles zu recherchieren und sich entsprechend um die Ausrüstung zu kümmern.
Lockwood, der Leiter der Agentur „Lockwood & Co.“ hat ein riesiges Haus, das er von seinen Eltern hinterlassen bekommen hat, über die er jedoch niemals spricht. Hier lebt nicht nur er, sondern auch George. Selbst Lucy findet nach ihrer Anstellung hier ihren Platz.
Die Inneneinrichtung scheint ein wenig an ein Gruselkabinett zu erinnern, denn überall finden sich Gegenstände, die mit Geisterheimsuchungen in Verbindung stehen. Es ist eben eine echte Geisteragentur.
Lucy, die froh ist, ihrem Elternhaus mit der neuen Stelle endgültig den Rücken kehren zu können, lebt sich bei Lockwood und George sehr schnell ein. Sie beweist nicht nur Köpfchen, wenn es um Geisterfälle geht, sonder auch ungeheuerlich viel Mut, wenn sie dem Tod mal wieder ins Auge sehen muss – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.
Lockwood macht einen immer wieder ganz zerstreuten und in sich gekehrten Eindruck. Er scheint ganz in seine eigene Gedankenwelt versunken, an der er George und Lucy oftmals erst dann teilhaben lässt, wenn schon alles zu spät ist. Damit bleibt er die ganze Zeit ein recht undurchsichtiger Charakter.
George kann sich in seiner Rolle als „Mädchen für alles“ nur schwer gegen Lucy und Lockwood durchsetzen. Das geht ihm manchmal ganz schön gegen den Strich. Wenn es allerdings um die Lösung eines Falles geht, können sich die drei aufeinander verlassen.

Jonathan Stroud hat hier ein Trio von Kindern erschaffen, die auf ihre ganz eigene Art zusammenpassen und ihren Platz in der Geschichte finden. Ein Mix, der mir wirklich gut gefallen hat.

Was mir besonders gut gefallen hat:

Der Autor versteht sich wirklich darauf, ein Buch so zu schreiben, dass er seine Leser mit seinen Worten ans Buch fesselt. Sein Stil ist so locker, flüssig und leicht, dass dieser mich durch die Geschichte trägt, selbst wenn sie mir mal nicht wirklich gefällt.
Mit diesem lockeren Stil geht auch die Art einher, wie er Dinge beschreibt. Die Menschen und Orte, ihre Gefühle und Denkweisen werden so punktgenau beschrieben, dass ich keine Probleme hatte, das Kopfkino laufen zu lassen. Dabei verwendet er keine ellenlangen Beschreibungen, sondern nur das Notwendigste, dass er jedoch zielsicher ausgewählt hat.

Als Leserin von Jugendbüchern muss ich sagen, dass ich kein vergleichbares Buch kenne, das diese Geisterthematik so aufgreift. Ich habe schon sehr viele „Erwachsenenbücher“ zu diesem Thema gelesen und auch jede Menge Filme gesehen, sodass das Buch für mich zwar sehr vorhersehbar und deshalb oft nicht so spannend war wie ich es mir gewünscht hatte, aber meinen Betrachtungswinkel muss ich hier außen vor lassen. Dies ist das wohl erste Jugendbuch, von dem ich sage: aus diesem Alter bin ich raus.
Wenn ich dieses Jugendbuch allerdings aus der Jugendbuchsicht betrachte, denke ich, dass sich jüngere Leser mit diesem Buch sehr gut unterhalten fühlen werden. Hier werden so viele Geisterklischees aufgegriffen, dass man in die fiktive Zeit dieses Buches ohne Weiteres abtauchen kann. Da die Hauptcharaktere allesamt selbst junge Jugendliche sind, ist es nicht schwierig, sich mit ihnen auf Augenhöhe wiederzufinden, wenn man selbst in diese Altersgruppe passt. Obwohl man Bücher dieser Art vor allem männlichen Publikum zuschreiben würde, kommen gerade Mädchen hier auf ihre Kosten, schließlich wird das Ganze aus der Sicht von Lucy erzählt. Sie lässt den Leser an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben und lässt dadurch alles zu einer authentischen Geschichte werden.

Was mir nicht so gut gefallen hat: 

Meiner Meinung nach braucht die Geschichte zu viel Anlauf, bevor sie dort ankommt, wo die eigentliche titeltragende Geschichte beginnt. Über 250 Seiten haben wir nur Vorgeschichte zum eigentlichen Fall und Vor-vorgeschichte zu Lucys Anstellung als Geisterjägerin bei Lockwood. Hier hätte der Autor ruhig ein bisschen mehr Tempo einbringen können, sodass man vom eigentlichen Geistererlebnis mehr als nur 100 Seiten hat.
Leider trug es auch nicht dazu bei, immer wieder Andeutungen zu anderen Fällen fallen zu lassen, auf die aber nicht weiter eingegangen wurde. All diesen Raum hätte er besser für den eigentlichen Fall verwenden sollen.
Was mir auch nicht so gut gefallen hat, ist, dass ich die ganze Zeit das Gefühl hatte, eine Mischung aus einem Geisterjäger-Sherlock-Holmes und den Drei ??? in der Hand zu halten. Das fand ich etwas schade, denn die Grundstory und die Charaktere haben mir eigentlich ganz gut gefallen. Hier und da könnte man zwar meinen, dass Jonathan Stroud eher einen Erwachsenen in eine Jugendrolle versetzt hat, als wirklich einen Jugendlichen handeln zu lassen, doch das nennt man wohl „künstlerische Freiheit“.

Gestaltung: 

Das Cover des Buches ist sehr ansprechend gestaltet und ein echter Blickfang. Es ist mit ein Grund gewesen, warum ich das Buch nicht in der Buchhandlung liegen lassen konnte.
Auf grau-blauem Hintergrund ist ein riesiges Vorhängeschloss mit der goldenen Aufschrift des Titels abgebildet worden, durch dessen Verschluss sich zwei Degen kreuzen. Umgeben ist das ganze von einem seltsamen Nebel, der dazu beiträgt alles ein wenig mysteriös erscheinen zu lassen. Was genau es mit dem Cover auf sich hat, stellt sich im Laufe der Geschichte heraus. Am Ende kann man sich sicher sein, dass es mehr als passend für dieses Buch ist.

Die Gestaltung im Inneren des Buches hingegen hat mir nicht so gut gefallen. Über jedem Kapitel findet sich ein kleines rundes Bild, das jedoch immer so dunkel ist, dass kaum erkennbar ist, was darauf abgebildet wurde. Qualitativ finde ich diese gutgemeinten Bilder wirklich schrecklich. Auf sie hätte ruhig verzichtet werden können.

Wertung: 

Dies ist ein Buch, dass in den Händen von jungen Jugendlichen und geisterbegeisterten Lesern sicher für ein paar aufregende und spannende Lesestunden sorgen kann. Der Schreibstil und die Charaktere sind wirklich wunderbar gelungen und gefallen sogar mir als Erwachsene. Abzüglich der vielen Längen, des Sherlock-Holmes-Drei-???-Gefühls und meiner anderen Kritikpunkte, vergebe ich 3 ½ Lila-Lesesterne an den ersten Band der „Lockwood & Co.“-Reihe.


Dienstag, 22. Oktober 2013

Rezension: "Rauklands Sohn" (Jordis Lank)






Titel: Rauklands Sohn
Reihe: Band 1 der Reihe "Raukland"
Verlag: el Gato
Taschenbuchausgabe mit 359 Seiten
ISBN 978-3-943596-04-5
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
Preis: 12,90 Euro







Klappentext:

Ronan, Sohn des mächtigen Herrschers im Nordmeer, fürchtet weder Schmerz noch Tod. Doch auf einer nordischen Insel muss er sich einer Prüfung stellen, bei der sein Schwert nutzlos ist. Bals muss Ronan erkennen, dass der größte Kämpfer der ist, der sich selbst besiegt. 

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Story und Charaktere:

Ronan, Sohn des Königs von Raukland und nächster Thronfolger, ist ein Kämpfer erster Güteklasse. Niemand kann so gut mit dem Schwert umgehen wie er. Das bringt ihm dieses Mal allerdings nichts, schafft er es doch, eine wichtige Schlacht im Rausch zu verschlafen. Sein Vater zögert nicht lange, lässt ihn auspeitschen, brandmarken und schickt ihn auf die Insel Lannoch, die weitab von Raukland liegt. Dort soll Ronan verschiedene Prüfungen bestehen, um Lannochs nächster König zu werden und die Insel somit für Raukland einzunehmen. Dazu hat er ein Jahr Zeit. Gleich die erste Prüfung ist eine der schwierigsten: Er muss einen Freund finden.

Ronan ist der Hauptcharakter der Geschichte. Er ist ein zunächst typischer Kämpfer der sich in der Schlacht zu behaupten weiß und nicht schnell kleinbei gibt. Als er jedoch für ein Jahr nach Lannoch verbannt wird, um dort die Aufgaben des dortigen Königs zu lösen, damit Lannoch an ihn und Raukland fällt, ändert sich für Ronan alles. Auf Lannoch lernt er langsam aber sicher, nicht nur Kämpfer und Thronfolger, sondern auch Mensch zu sein, Freundschaften zu schließen und das Leben auch mal zu genießen. Er entdeckt in sich selbst eine Seite die lieben und fühlen kann, die ihn zu etwas anderem macht, als einem Haudrauf. Ganz zarte Bande entwickeln sich zwischen ihm und Eila, der Enkelin des Königs von Lannoch, die Ronan immer wieder verwirren.
Wie gut, dass er da Liam an seiner Seite hat. Obwohl Ronan der Hauptcharakter ist, ist es Liam, der den Faden der Geschichte neu spinnt. Durch ihn schafft es Ronan sich zu ändern, auch wenn er es selbst nicht bemerkt und vielleicht auch gar nicht will. Liam ist ein sehr ruhiger Charakter, der alle Schwächen aufweist, die Ronan nicht hat. Dafür hat er allerdings auch eine Stärke, die Ronan nicht vorweisen kann: Liam fühlt und steht zu dem, was diese Gefühle für ihn mit sich bringen.

Hier treffen zwei Charaktere aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein können. Ronan, der Schwertkämpfer und Liam, der kleine Händler einer Insel weitab von Raukland. Diese zwei so verschiedenen jungen Männer sollen Freundschaft schließen, um Ronan vor der Blamage zu bewahren, die Prüfungen des Königs von Lannoch nicht zu bestehen. Dabei treiben sich beide gegenseitig mit dem an, was sie selbst können. Ronan versucht Liam das Fechten mit dem Schwert näher zu bringen, während Liam Ronan dabei zu helfen versucht, sich endlich selbst zu finden.
Die Autorin hat hier zwei wunderbare Protagonisten erschaffen, deren Entwicklung ich als Leserin mit Spannung verfolgt habe. Hinter all den Schwertern steckt eine Geschichte zweier Menschen, die mich fasziniert haben. Zusammen mit all den wunderbaren Nebencharakteren, die alle genug Platz erhalten haben, um sich ein Bild von ihnen und ihrem Platz in der Geschichte machen zu können, wurde hier eine tolle Geschichte rund um Raukland, Lannoch, Ronan und Liam gesponnen. Es ist sehr einfach, mit den beiden Charakteren zu sympathisieren, mit ihnen zu leiden, hier und da den Kopf zu schütteln oder auch mal Herzrasen zu bekommen. Eine Mischung, die mir sehr gefallen hat.

Was mir besonders gefallen hat:

Jordis Lank überzeugt mit einem sehr lockeren und flüssigen Schreibstil, der sich leicht lesen lässt. Ihre Beschreibungen gehen gerade so weit ins Detail, dass genug Raum für die eigene Fantasie erhalten bleibt, um sich selbst ein gedankliches Bild von Lannoch, den Figuren und allem anderen machen zu können.
Besonders gefällt mir, dass hier, trotz der männlichen Hauptprotagonisten, auch ein Buch für weibliche Leser geschaffen wurde, das nicht nur von Schwertkämpfen und Todesszenen lebt. In diesem Buch kommen Leser beider Geschlechter auf ihre Kosten. Der Altersempfehlung von 14 Jahren stimme ich voll und ganz zu, gibt es doch nicht nur „nette“ Szenen im Buch. Schon der Anfang eignet sich nicht für empfindliche Gemüter, sodass jüngere Leser mit diesem Buch lieber noch ein Weilchen warten sollten. Auch denke ich, dass die zwischenmenschlichen Beziehungen jüngerem Publikum doch eher verborgen bleiben oder als anstrengend empfunden werden. Jugendliche ab 14, aber auch fantasybegeisterte Erwachsene sind hier genau das richtige Lesepublikum für den ersten Band der Rauklandtrilogie.

Auch gefallen hat mir, dass, trotz des Ernstes der Lage, in der Ronan sich befindet, auch eine humorvolle Seite zum Vorschein kommt, die mich hat immer wieder schmunzeln lassen. Das Bild eines muskelbepackten Kämpfers, der Eier ausbläst ist doch beispielsweise wahrlich nicht zu verachten. Hier geht es also nicht nur um geschwungene Schwerter, sondern um eine sehr viel tiefgründigere Geschichte, die ich wirklich gerne gelesen habe.

Besonders erwähnen möchte ich an dieser Stelle noch den Einband des Buches. Zuerst einmal ist das Buch überhaupt nicht steif, wenn man es liest und wie man es von Taschenbüchern gewohnt ist und zum Anderen sind am Buchrücken keine Leserillen entstanden, obwohl ich das Buch mehrfach stark aufgeklappt weggelegt habe. Dies ist für mich ein zusätzlicher Pluspunkt, denn jeder von uns, der Taschenbücher liest, ärgert sich doch immer wieder, wenn der Rücken zerknickt ist.

Was mir nicht so gut gefallen hat: 

Es gibt zwei kleine Dinge am Buch, die mich ein wenig gestört haben und in mein persönliches Kritikfeld fallen. Zum Einen verstehe ich nicht, warum die Autorin in diversen Kapiteln so viele Absätze mit Leerzeilen dazwischen gemacht hat, obwohl kein neuer Gedankengang oder einen Szenenwechsel folgte, zum anderen fand ich die Schriftart auf Dauer anstrengend zu lesen.
Die Sache mit den Absätzen unterbricht meiner Meinung nach immer wieder den Lesefluss, denn diese Absätze sind oft nur ein paar Zeilen lang.
Die gewählte Schriftart scheint etwas in Richtung „Arial“ und damit keine Serifenschrift zu sein, die sonst für Romane etc. in irgendeiner Form verwendet wird. Hier sind die Buchstaben sehr steif und „kantig“, was die Augen auf Dauer ermüdet.
Beides jedoch hat keinen Einfluss auf die Geschichte selbst und wird deshalb nicht besonders stark von mir gewichtet.

Gestaltung:

Vor einem wolkenverhangenen Abendhimmel zeigt sich eine alte Burg die sich im Wasser spiegelt. Zwischen Burg und Wasser wurde der Text auf schwarzem Hintergrund platziert. Im Vordergrund ist ein Schwert zu sehen, das tatsächlich silbrig glänzt, wenn man das Buch in der Hand hält. Auf der Rückseite des Buches finden sich Burg und Schwert noch einmal wieder, was dem Klappentext einen schönen Rahmen gibt. Das gesamte sehr flexible Cover ist auf Hochglanz gedruckt und macht deshalb einen qualitativ hochwertigen Eindruck.

Wertung: 

Mir hat die Geschichte um Ronan und Liam nicht nur wegen der Charaktere, sondern auch wegen des Schreibstils sehr gut gefallen. Endlich einmal habe ich ein Buch dieses Genres in der Hand, das nicht nur auf männliche Leser, sondern auch auf weibliche ausgerichtet ist, ohne dabei auf gängige Klischees zu verzichten. Als erster Band einer Trilogie, haben wir hier einen Auftakt, den ich sehr gerne gelesen habe. Einzig die Form des Textes war etwas, was mir nicht so ganz gefallen hat. Deshalb vergebe ich für „Rauklands Sohn“ 4 ½ Lila-Lesesterne und eine Leseempfehlung. Band zwei wird sicherlich auch seinen Weg in mein Regal finden.


Donnerstag, 17. Oktober 2013

Rezension: "Percy Jackson - Die letzte Göttin" (Rick Riordan)






Titel: Percy Jackson - Die letzte Göttin
Reihe: Band 5 der Reihe "Percy Jackson"
Verlag: Carlsen
Taschenbuchausgabe mit 450 Seiten
ISBN 978-3-551-31246-4
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 12 - 15  Jahren
Preis: 8,99 Euro







Klappentext:

Das Ende der Welt begann damit, dass ein Pegasus auf der Motorhaube meines Wagens landete.

Jetzt sind Percy und seine Freunde gefragt: Ihr Todfeind Kronos holt zum letzten Schlag aus und marschiert auf den Olymp zu, mitten ins Herz von New York. Dabei sind doch die olympischen Götter alle ausgezogen, um gegen das wiedererstandene Monster Typhon zu kämpfen! Gemeinsam mit den Jägerinnen der Artemis und den zum Leben erweckten Denkmälern der Stadt versuchen die jungen Halbblute den Sitz der Götter zu verteidigen. Aber zu allem Unglück haben sie auch noch einen Spion in den eigenen Reihen.

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Story und Charaktere: 

Percy und seine Freunde werden ein letztes Mal gefordert. Sie müssen gemeinsam in die Schlacht ziehen, um zu verhindern, dass der Olymp und damit die Welt, wie wir sie kennen, zerstört wird. Außerdem gilt es, der Bestimmung der großen Weissagung nach zu handeln und am Ende entweder alles zu gewinnen oder alles zu verlieren. Das Schicksal der Götter und der Menschen liegt nun in der Hand all derer, die durch den Nebel sehen können. Es müssen Verbündete gefunden und mobilisiert werden, ein Schlachtplan muss entwickelt werden und es wird einen Zusammenhalt unter den Halbbluten geben müssen, den es vorher so noch nie gegeben hat. Wenn Kronos den Olymp zerstört, ist alles verloren. Percy und seine Freunde setzen alles daran, ihn aufzuhalten. Eine atemberaubende Schlacht beginnt.

Nachdem Band vier meines Erachtens gegenüber seinen Vorgängern sehr geschwächelt hat, schöpft Rick Riordan bei Band fünf wieder aus den Vollen. Die mutigen Helden, die wir über vier Vorgängerbände begleitet haben, leisten in diesem Abschlussband der Percy-Jackson-Reihe mehr, als wir ihnen anfangs zugetraut hätten. Percy, Grover, Annabeth und auch alle anderen treten mit ihren Stärken und Schwächen einem Feind entgegen, gegen den sie einfach nicht gewinnen können – Kronos. Doch aus ihrem Mut, ihrem Zusammenhalt, der Hoffnung und der Hilfe von all ihren Freunden entwickeln sie eine ungeahnte Stärke, die hoffentlich alles zum Guten wendet.

Was mir besonders gefallen hat: 

Rick Riordan ist mit dem fünften Band wieder zu seiner alten Form zurückgekehrt und konnte mich restlos begeistern. Obwohl wir dieses Mal gleich von Anfang an in die Geschichte geworfen werden, schien mir der Anfang etwas lang und hätte ruhig etwas flotter sein dürfen, doch insgesamt geht es in diesem Band ganz schön hoch her. Hier haben wir es mit einer Schlacht zu tun, die wunderbar bildlich beschrieben wurde – gerade so, dass man seinen eigenen Fantasien noch freien Lauf lassen konnte, um ein individuelles Kopfkino zu kreieren. Glücksgefühle und Traurigkeit liegen in diesem Buch sehr nahe beieinander und ich habe mich selbst dabei erwischt, wie ich hin und wieder nicht ruhig auf meinem Bett liegen bleiben konnte, um dem Geschehen zu folgen – so viel Spannung findet sich hier in absolut konzentrierter Form. Manchmal konnten meine Augen gar nicht so schnell den Text erfassen, wie ich weiterlesen wollte. Da wird zueinandergefunden, gestorben, gelacht, dem Feind entgegengetreten, die Hoffnung fast verloren, Freunden stürmisch um den Hals gefallen und ein Haufen Tränen vergossen. Ein emotionaler Schüttelshake der besonderen Art und ein absolut würdiges Finale dieser Reihe.

Gestaltung: 

Percy sitzt auf seinem Freund, dem Pegasus BlackJack mitten über stürmischen Wolken und sieht einem Gott ins Gesicht. Dabei hat er ein Schwert in der Hand und der Pegsus spreizt die Flügel, während er vorne hoch kommt. Ganz im Stile seiner Vorgänger, passt sich auch dieses Cover wunderbar der Reihe an. Vorherrschende Töne dieses Mal: grau, grün und schwarz.

Wertung: 

Ein meiner Meinung nach mehr als würdiger Abschluss der fünfteiligen Reihe um Percy Jackson und seine Freunde. Da mich die Thematik auch jetzt noch nicht loslassen will, wird wohl die Nachfolgereihe „Helden des Olymp“ von Rick Riordan ebenfalls demnächst bei mir einziehen. Von mir gibt es wieder 5 Lila-Lesterne.


Mittwoch, 16. Oktober 2013

E-Book Rezension: "Doppelt gebloggt hält besser" von Perdita Klimeck und Brigitta Wullenweber





Titel: Doppelt gebloggt hält besser
Reihe: Band 1
Verlag: Bookrix GmbH & Co. KG
E-Book: 368 KB (Seitenanzahl Print: 208 Seiten)
Kindle Edition
Preis: 0,00 Euro







Inhalt laut Amazon:

Ein Buch über die alltägliche Freundschaft zweier Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können. Das Fräulein Grete Meier und Lieschen Mueller. Kunstfiguren, erstere zum Leben erweckt von Perdita Klimeck, die zweite von Brigitta Wullenweber. Wie gesagt. Ein Buch. Entstanden aus den täglichen Blogeinträgen beider Damen. Das Fräulein Grete Meier berichtet fast jeden Tag sehr kurzweilig über ein Erlebnis aus ihrem sehr lebendigen Alltag zwischen Büro, Kollegen und Hausgemeinschaft. Lieschen Mueller liest das und antwortet aus ihrer zurückgezogenen Lebenssicht, ebenfalls mit einer Art Geschichte, jeweils auf das Thema, welches sie in Gretes Bericht meint entdeckt zu haben. 

Unterschiedliche Lebens- und Sichtweisen verknüpft durch das Band der Freundschaft, gehalten durch beiderseitige Toleranz. Lebendig durch die Bereitschaft beider Frauen voneinander zu lernen und sich, egal was vorfällt, gegenseitig zu mögen.

Mag sein, dass sich die LeserInnen in einer der beiden wiederfinden. Mag sein, in beiden. Bisherige LeserInnen wollten uns glauben machen, dass das Lesen Freude macht und auch die ein oder andere Erinnerung und Erkenntnis mit im Gepäck hat. Lieschen würde dazu sagen: Möglich isses.

Band 1 enthält die ersten fünfzig Blogeinträge der Freundinnen. Kostenlos. 

Fortsetzung folgt.

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Story und Charaktere:

Die beiden Freundinnen Lieschen Müller und das Fräulein Grete Meier treffen sich jeden Mittwoch zum Kaffeetrinken in einem kleinen Cafè und quatschen über Gott und die Welt. Dabei wird kein Thema ausgelassen, das die Gesellschaft irgendwie berührt. Was die beiden so denken, fühlen, erleben, aneinander haben und wie sie die Welt betrachten, das halten sie in ihren täglichen Blogbeiträgen fest, die immer außerhalb des Kaffeetreffens geschrieben werden.

Dabei haben wir hier zwei sehr unterschiedliche Charaktere, die wahrscheinlich genau deshalb so gut miteinander auskommen. Schließlich hat man auf diese Art und Weise immer etwas zu erzählen, oder etwa nicht? So hält die eine Freundin die andere auf dem Boden der Tatsachen, während hier und da mal ein emotionaler Überflieger über die beiden hereinbricht.
Wunderbar ist es den Autorinnen der beiden fiktiven Charaktere gelungen, die Eigenschaften und auch Eigenarten ihrer Bloggerinnen herauszuarbeiten. Dabei vermute ich, dass hier und da auch persönliche Dinge einen gewissen Raum einnehmen, der klammheimlich zwischen den Zeilen verarbeitet wurde.

Was die beiden Freundinnen so unterschiedlich macht, sind jegliche Einstellungen zum alltäglichen Leben, ihren Hobbies und ihren Wahrnehmungen.
Während die Grete sich gerne die Haare färbt, ist es beim Lieschen eher umgekehrt. Dafür schwärmt das Lieschen für „Schlag den Raab“ und „TV Total“, während die Grete „DSDS“ als ihr geheimes Laster benennt. Auch beim Fußball sind sich beide nicht ganz einig. Die Grete findet Fußball nämlich toll, kann nur dem Damenfußball nichts abgewinnen, während das Lieschen der Fußall so gar nicht interessiert.
Grete könnte bei all den tollen Goodies, die es so gibt, ins Schwärmen geraten, was Lieschen gar nicht verstehen kann, denn sie ignoriert diese lieber gekonnt. Dafür kann sie nicht an sich halten, wenn es ums Nähen geht.
So ziehen sich unendlich viele Themen weiter durch die Freundschaft der beiden, die dennoch immer wieder Gemeinsamkeiten finden, die sie das sein lässt, was sie sind.

Was mir besonders gefallen hat:

Beide fiktive Charaktere haben einen besonders munteren und lockeren Erzählstil, der die Art von Lieschen und Grete ungemein authentisch wirken lässt. Hier wurden nicht einfach zwei Personen erfunden, die über Gott und Welt reden. Nein, hier wurde zwei schreibenden Personen Leben eingehaucht, dass sogar bei mir als Leser ankommt. An der ein oder anderen Stelle findet man sich selbst wieder, belächelt dadurch nicht nur Lieschen und Grete, sondern schmunzelt auch über sich selbst, rutscht ins Nachdenkliche oder betrachtet eine Sache plötzlich aus einem ganz anderen Blickwinkel.

Lieschen und Grete unterhalten sich meistens nämlich nicht „einfach nur so“. Oft wird „geklatscht und getratscht“, massenweise Klischees werden ausgepackt, nur um dann mit ihnen aufzuräumen. In den einzelnen Texten wird dem Leser immer auch wieder der Spiegel des eigenen Selbst oder der Gesellschaft vorgehalten, der die amüsanten Texte unterschwellig zu einer Sammlung nachdenklich stimmender Einträge macht. Dies geschieht allerdings auf so humorvolle Weise, dass man dies erst bemerkt, wenn man sich selbst dabei erwischt, sich in den Texten wiederzuerkennen und das nicht immer auf ganz unkritische Weise.
Hier werden wirklich alle Themen mindestens einmal angespochen: Schönheit, Diäten, Rauchverbot, Internet/Facebook, die soziale Ungerechtigkeit, Politik und Medien, Religion... In keinster Weise allerdings wird hier mit dem erhobenen Zeigefinger gebloggt, nein, hier wird einfach ein Gedankenaustausch präsentiert, der hier und da auf Tatsachen beruht. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Sache mit der Religion. Auf sehr humorvolle Weise, wird hier beispielsweise ein wenig Wissen über den Islam vermittelt, das mich dazu angehalten hat, diverse Dinge noch einmal genauer zu googlen. Damit haben Lieschen und Grete es geschafft, mich auch über das Buch hinaus mit dem Buch zu beschäftigen. Etwas, was mit Sicherheit nicht jeder Autor schafft.

Gestaltung:

Das Cover war nicht der Grund, warum ich dieses Buch gelesen habe und vermittelt mit den dunklen Farben leider auch nicht ganz den amüsanten, wirklich humorvollen und tollen Inhalt dieses Buches.
Da die Blogs der beiden fiktiven Personen jedoch wirklich existieren und sich im Design des Covers daran orientiert wurde, um durch Übernahme verschiedener Elemente einen Wiedererkennungswert zu schaffen, bleibt dies bei meiner Wertung außen vor.

Wertung:

Unverblümt, doch indirekt, amüsant und doch zum Nachdenken anregend wird hier das alltägliche Leben auf so lockere Art vermittelt, dass ich wirklich super viel Spaß beim Lesen hatte und die Blogs der beiden Protagonisten, mit denen ihre Autorinnen wirklich tolle Arbeit leisten, auch weiterhin verfolgen werde. Für all den Spaß, die schönen Stunden und die vergnügliche Lesezeit gibt es deshalb von mir klare 5 Lila-Lesesterne und eine Leseempfehlung.



P.S.: Dieses E-Book ist keine Sonderaktion von Amazon, sondern dauerhaft kostenlos. Das verdient eigentlich einen Extrastern.

Hier geht's zum Download:


P.S. x 2: Wer nicht genug von Grete und Lieschen bekommen kann, sollte ganz schnell Leser ihrer Blogs werden oder alle Neuigkeiten per Facebook verfolgen:

Frl. Grete Meiers Blog:


Lieschen Müllers Blog:


Das Frl. Grete Meier und Lieschen Müller bei Facebook