Montag, 30. September 2013

Monatsverlosung: September

Hallo ihr Lieben,

heute startet meine  Monatsverlosung meines fünften Leseeckenmonats. Dieses Mal habe ich mich dazu entschieden, ein Buch an euch zu verlosen, nach dem ich bereits mehrfach gefragt wurde. Es hat zwar meinen eigenen Geschmack nicht wirklich getroffen, aber dafür gefällt es dem Gewinner vielleicht umso mehr.

Diesen Monat geht es um:

"Der mysteriöse Mr. Spines - Wings"





Titel: Der mysteriöse Mr. Spines - Wings
Reihe: Band 1 der Reihe „Der mysteriöse Mr. Spines“
Verlag: bloomoon
Harcoverausgabe mit 193 Seiten
ISBN 978-3-7607-5323-2
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 10-12 Jahre
Preis: 12,95 Euro






Klappentext:

"Edward schrie auf. Ein grässliches Reißen erklang und zwei messerscharfe Spitzen bohrten sich durch seine Haut. Ihnen folgten zwei große schwarze Gebilde, die sich im Hervortreten entfalteten und Edwards Pulli am Rücken in Fetzen rissen. Zögernd tastete er mit einer Hand nach hinten und schauderte. Auf seinem Rücken befand sich tatsächlich etwas, das vorher nicht dagewesen war. Und mit einem Mal erkannte Edward die ungeheuerliche Wahrheit: Zwischen seinen Schultern waren zwei noch feuchte, ebenholzfarbene Flügel hervorgewachsen."

Von einem Tag auf den anderen ist im Leben des jungen Edward Macleod nichts mehr so, wie es war. Wie ist es nur möglich, dass ihm Flügel gewachsen sind? Und wer ist der mysteriöse Mr. Spines, der ihn aus höchster Gefahr rettet? Könnte er den Schlüssel zu den Geheimnissen sein, die Edward plötzlich umgeben?

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Was müsst ihr tun um mitzumachen?

Nein, ihr müsst kein Mitglied meiner Seite werden, außer ihr wollt es!
Nein, ihr müsst nichts auf Facebook teilen, außer ihr wollt es!
Und nein, ihr müsst nichts drücken, liken oder sonstetwas - außer ihr wollt es!

Alles was ich von euch brauche, ist einen Kommentar mit einer Antwort auf die Frage, ob ihr an Engel jeglicher Art glaubt und warum, bzw. warum nicht.

Damit ich euch erreichen kann, solltet ihr nicht vergessen, eure E-Mailadresse mit anzugeben. Wenn ihr sie nicht öffentlich posten möchtet, könnt ihr mir diese selbstverständlich auch in einer persönlichen Nachricht bei Facebook zukommen lassen:

Lilas lauschige Leseecke bei Facebook:

https://www.facebook.com/LilaslauschigeLeseecke

Wenn ihr unter 18 seid, brauche ich eine Einverständniserklärung eurer Eltern.

Verlosungszeitraum:

31.09.13 - einschließlich 07.10.13

Gewinnerbekanntgabe erfolgt an einem der darauffolgenden Tage.

Liebe lila Lesegrüße an alle
Iris :)

Freitag, 27. September 2013

Neuzugänge 27.09.13

Hallo ihr Lieben,

heute mal wieder ein Neuzugängepost von mir. Ein paar ganz tolle Bücher haben bei mir Einzug gehalten und konnten damit von meiner Wunschliste gestrichen werden - sie waren nämlich allesamt darauf ;)

Ich freue mich über:

1. "Die Glücksbäckerei - Das magische Rezeptbuch" von Kathryn Littlewood






Titel: Die Glücksbäckerei - Das magische Rezeptbuch
Reihe: Band 1 der Reihe "Die Glücksbäckerei"
Verlag: KJB (Fischer)
Hardcoverausgabe mit 348 Seiten
ISBN 978-3-596-854844
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 10-12 Jahren
Preis: 14,99 Euro







Klappentext:

Wenn man Glück backen könnte...

Rose und ihre Familie haben ein Geheimnis. Es ist das alte Familienbackbuch, in dem so zauberhafte Rezepte wie Liebesmuffins und Wahrheitsplätzchen gesammelt sind - oder auch Törtchen, um verlorene Dinge wiederzufinden. Roses Eltern hüten das Buch wie ihren Augapfel, keines der Kinder darf auch nur einen Blick hineinwerfen. Doch dann müssen die beiden Zauberbäcker verreisen. Rose und ihre Geschwister versprechen, sich von dem verbotenen Buch fernzuhalten. Doch dieses Versprechen ist gar nicht so einfach einzuhalten - und bald geht es in dem kleinen Dorf drunter und drüber...

Ein Buch zum Dahinschmelzen wie Schokolade auf einem warmen Muffin!

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2. "Percy Jackson - Die letzte Göttin" von Rick Riordan






Titel: Percy Jackson - Die letzte Göttin
Reihe: Band 5 der Reihe "Percy Jackson"
Verlag: Carlsen
Taschenbuchausgabe mit 450 Seiten
ISBN 978-3-551-31246-4
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 12 - 15  Jahren
Preis: 8,99 Euro







Klappentext:

Das Ende der Welt begann damit, dass ein Pegasus auf der Motorhaube meines Wagens landete.

Jetzt sind Percy und seine Freunde gefragt: Ihr Todfeind Kronos holt zum letzten Schlag aus und marschiert auf den Olymp zu, mitten ins Herz von New York. Dabei sind doch die olympischen Götter alle ausgezogen, um gegen das wiedererstandene Monster Typhon zu kämpfen! Gemeinsam mit den Jägerinnen der Artemis und den zum Leben erweckten Denkmälern der Stadt versuchen die jungen Halbblute den Sitz der Götter zu verteidigen. Aber zu allem Unglück haben sie auch noch einen Spion in den eigenen Reihen.


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3. "Lockwood & Co. - Die seufzende Wendeltreppe" von Jonathan Stroud





Titel: Lockwood & Co. - Die seufzende Wendeltreppe
Reihe: Band 1 der Reihe "Lockwood & Co."
Verlag: cbj
Hardcoverausgabe mit 432 Seiten
ISBN 978-3-570-15617-9
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: ab 12 Jahren
Preis: 18,99 Euro







Klappentext:

"Nach unten!" brüllte Lockwood.

Die Kerzen flackerten irrwitzig und unsere Schatten jagten über die Wände, als wir die Treppenwindungen hinunterstürmten. Rund um uns erhob sich ein ungeheuerliches Kreischen, drang aus den Stufen und Steinen selbst - schmerzhaft wie Peitschenhiebe. Doch das Unerträglichste war die pure Todesangst, in der die Schreie ausgestoßen wurden. Abwärts, immer rundherum, rundherum... Und plötzlich waren die Schatten, die neben uns herglitten, nicht mehr unsere eigenen. Sie trugen spitze Kapuzen und aus ihren weiten Ärmeln reckten sich dürre Arme. Abwärts, abwärts... Die Schemen jagten uns, zu Klauen gekrümmte Schattenfinger griffen nach Lockwood und mir, die Schreie bohrten sich wie rotglühende Eisen in unsere Schädel und ich hatte nur noch einen Wunsch - dass der grauenvolle Lärm endlich verstummen möge. 

Vom Autor der weltweiten Bestseller-Tetralogie "Bartimäus"

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4. "Smart Magic" von Christoph Hardenbusch





Titel: Smart Magic
Reihe: nein
Verlag: Heyne
Hardcoverausgabe mit 512 Seiten
ISBN 978-3-453-26745-9
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
Preis: 16,99 Euro
Auch bereits als Taschenbuchausgabe für 8,99 Euro erhältlich






Klappentext:

Das Tor in eine magische Welt ist geöffnet

Tom ist fünfzehn und lebt in Berlin. Das Leben in der Großstadt ist hart. Er kennt seine Eltern nicht, sein Pflegevater zwingt ihn zum Diebstahl, und nur sein älterer Leidensgenosse Alex ist so etwas wie ein Freund. Doch dann begegnet ihm eines Tages ein Rabe, der sprechen kann - und Tom begibt sich auf die Suche nach dem Geheimnis seiner Herkunft. Ein Geheimnis, das ihn in die Welt der Magie entführt. 

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Ganz besonders freue ich mich jetzt auf "Die Glücksbäckerei". Ein Buch, dass ich schon lange lesen wollte und nun zum Geburtstag geschenkt bekommen habe. Da wird natürlich sofort nach Beenden meines derzeitigen Buches reingeschmökert :)

Habt ihr bereits eines dieser Bücher gelesen, habt es auf eurem Wunschzettel oder es gerade hinzugefügt? Dann lasst es mich doch wissen :)

Liebe lila Lesegrüße
Iris

Mittwoch, 25. September 2013

Rezension: "Das Mädchen mit den gläsernen Füßen" (Ali Shaw)






Titel: Das Mädchen mit den gläsernen Füßen
Reihe: nein
Verlag: script 5
Hardcoverausgabe mit 398 Seiten
ISBN 978-3-8390-0131-8
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: keine Angaben
Preis: 19,95 Euro







Klappentext:

Die Begegnung mit ihm war wie eine Kollision gewesen und sie hatte gewusst, dass sie ihr Leben lang genau danach gesucht hatte: mit solcher Wucht mit einem anderen Menschen zusammenzuprallen, dass sie für einen Moment mit ihm verschmolz.

Eine karge, zauberhafte Inselgruppe voller wundersamer Bewohner - hierher kommt Ida zurück, um Antworten zu finden. Denn eine mysteriöse Veränderung geht mit ihr vor: Sie verwandelt sich zu Glas. Doch was Ida stattdessen findet, hier auf St. Hauda's Land, ist die große Liebe. 


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Story und Charaktere:

Als Ida nach St. Hauda's Land kommt, um den verschrobenen alten Henry Fuwa aufzusuchen, der eine Herde winziger geflügelter Stiere und Kühe im Moor verbirgt und in aller Abgeschiedenheit lebt, bringt sie das Inselleben ganz schön durcheinander. Durch Zufall lernt sie den Fotografen Midas kennen, der sehr schüchtern und distanziert ist, in Ida aber einen Menschen findet, der ihn aus seinem bisherigen Sein herausholt.
Ohne es zu wollen, rührt Ida in den Lebensgeschichten der Inselbewohner, die sie während ihres Aufenthaltes kennen lernt, bringt Erinnerungen ans Licht, die längst in den Hinterköpfen vergraben waren und sorgt dafür, dass der ein oder andere zu sich selbst findet.
Dabei hat sie die ganze Zeit über ein viel größeres Problem, als sich erahnen lässt. Aus irgendeinem unerfindlichen Grund wird ihr Körper langsam zu Glas. Ihr bleibt nicht mehr viel Zeit, herauszufinden, wie sie es stoppen kann. Ob Henry, Midas oder einer der anderen Inselbewohner ihr helfen kann?

Über die Geschichte dieses Buches zu schreiben, ist nicht gerade einfach. Es ist nicht nur die Geschichte einer jungen Frau, die auf gläsernen Füßen durch die Welt laufen muss, sondern eine Sammlung mehrerer Geschichten, die sich rund um das Leben der verschiedenen Inselbewohner dreht.
Das Ganze wirkt wie ein großes Spinnennetz, dessen zentraler Punkt Ida ist. Man lernt schnell, dass alles zusammenhängt, der eine Bewohner die Lebensgeschichte des anderen in irgendeiner Art und Weise beeinflusst hat. Dabei sind die auftauchenden Charaktere alle sehr melancholisch, ruhig und in sich gekehrt.
Midas beispielsweise denkt immer wieder an die alten Geschichten aus seiner Kindheit zurück, bevor sein Vater Selbstmord begangen hat. Henry Fuwa denkt an seine alte Liebe, die jetzt einsam und alleine in einem Haus auf derselben Insel sitzt wie er, aber weder etwas von ihm hört, noch sieht. Carl muss immerzu an Idas Mutter denken, wenn er sie ansieht, die vor einiger Zeit an einer schweren Krankheit gestorben ist. Eigentlich geht es in diesen Erinnerungen immer um Menschen, die jemand vor kurzer oder langer Zeit verloren hat. „Verlust“ ist ein großes Thema zwischen den Zeilen dieses Buches.

Ida und Midas sind zwischen all den Charakteren die Hauptprotagonisten. Sie verkörpern die Pole zweier Magneten, die sich unweigerlich anziehen. Während Midas es meist vermeidet viele Wörter in den Mund zu nehmen, in Gesellschaft zu sein oder irgendeine Art von Emotionen durchblicken zu lassen, macht Ida eben diese Eigenschaften durch ihren Charakter wieder wett. Sie ist sehr direkt, aufgeschlossen und gerne von Menschen umgeben. Wenn man hinter die Lebensgeschichten der beiden blickt, versteht man schon sehr bald, wie es sein kann, dass sich zwei Menschen zu so unterschiedlichen Personen entwickelt haben. Für Midas Art und Weise kommt geradezu Verständnis auf und zwischenzeitlich tut er einem beim Lesen leid. Ida hingegen bemitleidet man eher weniger, obwohl sie das Glasproblem hat. Sie hat ihr Leben immer in vollen Zügen genossen und tut dies auch jetzt noch, wo sie nur kann. Diese Lebensfreude ist es wohl auch, die Midas, ob er will oder nicht, am Ende anzieht.

Was mir besonders gefallen hat: 

Der anspruchsvolle Schreibstil dieses Buches, der geradezu malerisch ist, hat mich sehr schnell in seinen Bann gezogen. Obwohl die Geschichte eine Weile braucht um in Fahrt zu kommen, war ich doch ab der ersten Seite von der Art und Weise zu Schreiben begeistert und gefangen. Was man definitiv nicht tun sollte ist, zu versuchen, dieses Buch „nebenbei“ zu lesen. Es ist so voller Metaphern und „Zwischenzeilern“, dass man sich schon sehr auf das Lesen konzentrieren muss. Wenn man sich jedoch auf die Geschichte einlässt, die die Grenzen zwischen Phantastik und Realität sehr anmutig verschwimmen lässt, wird man von einem Strom getragen, der den Leser noch lange nach Zuklappen des Buches festhält.
Es ist wirklich faszinierend, wie unbeschönt die einzelnen Geschichten erzählt, wie ehrlich der Schmerz und die Traurigkeit, die einzelnen Gedankengänge, Hoffnungen und Verluste beschrieben werden. Die Liebesgeschichte zwischen Midas und Ida ist so sanft und einfühlsam erzählt, so real und einzigartig, dass man sich von ihrem Zauber festhalten lassen muss.
Dieses Buch bietet keine vorhersehbare Geschichte, es bietet auch keine Lösung für ein Problem und präsentiert nicht alles auf einem Silbertablett – dafür ist es tiefgründig und sanft, ruhig und fernab von dem, was ich bisher im Fantasy-Genre gelesen habe. Wer hinter dem Klappentext eine Schnulze erwartet, Kitsch, wie wir ihn aus anderen Romanen kennen oder gar ein rasantes Abenteuer, sollte dieses Buch in der Buchhandlung lassen – wer sich jedoch auf ein einfühlsames, überaus gefühlvolles Buch einlassen möchte, sollte auf keinen Fall verpassen, Idas Geschichte zu lesen.

Was mir nicht so gut gefallen hat: 

Da hier zwischen mehreren Perspektiven gewechselt wird, um die einzelnen Geschichten zu erzählen, bleibt die Geschichte um Ida selbst ein wenig blass. Sie ist zwar der Angelpunkt der ganzen Sache, nimmt aber nicht wesentlich mehr Raum ein, als alle anderen Charaktere. An einigen Stellen hätte ich mir gewünscht, noch mehr über Ida zu erfahren, über ihr Leben früher und jetzt und über das Glas, dessen Voranschreiten immer überraschend realistisch dargestellt wird. Dass diese Perspektivwechsel sein müssen, wird beim Lesen schnell klar, ich hätte jedoch nichts dagegen gehabt, wenn das Buch 100 Seiten mehr gehabt und somit mehr Ida präsentiert hätte.  Die positiven Punkte wiegen allerdings sehr viel schwerer, als dieser kleine Tropfen auf dem heißen Stein. "Das Mädchen mit den gläsernen Füßen" ist und bleibt ein wundervolles Buch.

Gestaltung:

Ein weißer Umschlag mit hellblauem Bild, auf dem Schneeflocken auf Äste und Pflanzen fallen, umrahmt ein Buch, dessen Ecken der Seiten silbrig glänzen und das schon deshalb ein Blickfang ist. Meiner Meinung nach überträgt das Cover schon von Anfang an die Zartheit und Kühle der Geschichte, die sich zwischen den Buchdeckeln befindet. Im Inneren finden wir am Kapitelanfang immer wieder das Motiv gräulicher Blumen, die wunderbar zur Geschichte passen. Eine rundum gelungene Gestaltung, die einfach ins Auge fallen muss.

Wertung: 

An dieses Buch werde ich mich mit Sicherheit noch eine Weile erinnern. Lange wollte ich es lesen, lange hat es gedauert, bis es in meinem Besitz war. Ich muss sagen: Das Warten hat sich gelohnt. Für mich ist dieses Buch ein Lesehighlight und ich empfehle es allen, die einen anspruchsvollen Mix aus Fantasy und Realität suchen und die sich entführen lassen wollen, in eine fast märchenhaft anmutende Winterwelt, draußen auf St. Hauda's, wo nicht alles ist, wie es zu sein scheint. Für mich ganz klare 5 Lila-Lesesterne.


Dienstag, 24. September 2013

Rezension: "Percy Jackson - Die Schlacht um das Labyrinth" (Rick Riordan)







Titel: Percy Jackson - Die Schlacht um das Labyrinth
Reihe: Band 4 der Reihe "Percy Jackson"
Verlag: Carlsen
Taschenbuchausgabe mit 422 Seiten
ISBN 978-3-551-31156-6
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 11-15 Jahre
Preis: 8,95 Euro






Klappentext:

Eurytion senkte die Stimme: "Ich sag das nur einmal, Halbgötter. Macht, dass ihr ins Labyrinth zurückkommt. Ehe es zu spät ist."

Die Armee des Titanen Kronos wird immer stärker! Nun ist auch Camp Half-Blood nicht mehr vor ihr sicher, denn das magische Labyrinth des Dädalus hat einen geheimen Ausgang mitten im Camp. Nicht auszudenken, was passiert, wenn Kronos und seine Verbündeten den Weg dorthin finden! Das müssen Percy und seine Freunde unbedingt verhindern. Unerschrocken treten sie eine Reis ins Unbekannte an, hinunter in das unterirdische Labyrinth, das ständig seine Form verändert. Und hinter jeder Biegung lauern neue Gefahren...

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Story und Charaktere:

Wieder einmal steckt das Camp Half-Blood in großen Schwierigkeiten. Luke und seine riesige Armee haben ein Schlupfloch gefunden, um das Camp zu überrennen, sobald sich die Gelegenheit dazu bietet. Aus dem großen Labyrinth des Dädalus führt ein Ausgang direkt zu Percy und seinen Freunden. Um das Schlimmste zu verhindern, erhält Annabeth endlich ihren eigenen Auftrag, da sie sich mit Architektur am Besten auskennt und so am Wahrscheinlichsten durch das über Jahrhunderte hinweg entstandene Labyrinth findet, um alle zu retten. Grover, Percy und Tyson sollen sie dabei begleiten. Ab jetzt sind sie auf sich alleine gestellt, unten, in den dunklen Tunneln, die sich bewegen und die voller Monster sind. Ob sie es schaffen, das Camp noch einmal vor der dunklen Bedrohung zu retten?

Percy und seine Freunde sind uns bereits aus den Vorgängerbänden wohlbekannt. Auch in diesem haarsträubenden Abenteuer erleben wir die einzelnen Charaktere so, wie wir es gewohnt sind. Während Grover seine Angst vor Gängen unter der Erde überwinden muss, fühlt sich Tyson dort unten pudelwohl. Annabeth ist mutig wie eh und je, lässt aber immer wieder mal ihre Schwächen durchblicken, die sie gleich noch viel sympathischer machen. Percy, der ständig den Drang hat sich zu beweisen, um die anderen zu retten, behält Gott sei Dank auch in schwierigen Momenten einen kühlen Kopf und macht intuitiv vieles richtig.

Einzig die Geschichte bleibt dieses Mal auf der Strecke. Hier hat Rick Riordan es das erste Mal geschafft, dass ich nicht wirklich überzeugt war. Ich habe ein turbulentes Abenteuer im Labyrinth erwartet, dass leider gar keinen so großen Raum einnimmt, wie man vermutet. Obwohl es voller Monster ist, kommen diese kaum vor, insgesamt wirkt das Ganze eher wie ein Spaziergang im Dunkeln. Hier und da wird das Labyrinth verlassen, dann sind sie wieder drin – ein Hin und Her, dass mir nicht sonderlich gefallen hat.

Was mir besonders gut gefallen hat: 

Den Schreibstil von Rick Riordan finde ich einfach wirklich toll. Dieser trägt den Leser wunderbar durch das Buch und passt sich von Anfang an an den jugendlichen Percy Jackson an, sodass man wirklich das Gefühl hat, dass eben dieser die Geschichte erzählt. Schon allein deshalb machen diese Bücher Spaß.

Da mir die Geschichte um Theseus, das Labyrinth und den Faden der Ariadne immer besonders gut gefallen hat, habe ich mich natürlich um so mehr gefreut, dass diese Thematik hier im Buch verwendet wurde. Ich fand sie nett verpackt und integriert, absolut passend zu allem, was den Lesern in den Vorgängerbänden präsentiert wurde und auch einige zugehörige Ideen haben mir sehr gefallen.

Was mir nicht so gut gefallen hat:

Wie schon erwähnt, fand ich die Geschichte an sich dieses Mal nicht so mitreißend. Alles wirkt, als hätte man verschiedene Szenen aneinandergepackt und durch das Labyrinth miteinander verbunden. Ein Phänomen, das mir zuletzt im letzten Harry-Potter-Band aufgefallen ist und das mir bereits dort nicht gefallen hat. Dieses Hin und Her macht das Buch sehr unruhig und stört den Lesefluss. Da hat Rick Riordan bei seinen Vorgängern definitiv bessere Arbeit geleistet.

Dieses Mal fand ich auch den Titel nicht wirklich passend zum Buch. Es wird eigentlich nicht um das Labyrinth gekämpft, sondern darin. Es spielt eine völlig andere Rolle, als der Titel erwarten lässt und schürt Erwartungen, die zumindest bei mir nicht gehalten werden konnten.

Gestaltung:

Getreu seinen Vorgängern, haben wir hier wieder Percy auf dem Cover, sowie das Gesicht eines Gottes. Percy trägt Flügel und dreht dem Betrachter den Rücken zu. Vor ihm liegt das Labyrinth. Dieses Mal sind Orangetöne vorherrschend. Ein meiner Meinerung nach wieder tolles Cover, das sich wunderbar in die anderen Cover einreiht.

Wertung:

Leider konnte mich die Geschichte des Buches dieses Mal nicht wirklich überzeugen. Die Charaktere liegen mir nach wie vor am Herzen, man fiebert mit ihnen mit, aber das gewisse Etwas aus den Vorgängerbänden hat mir gefehlt. Deshalb bekommt Band vier der Reihe von mir dieses Mal nur 3 ½ Lila-Lesesterne. Auf Band fünf bin ich dennoch sehr gespannt und werde ihn auch in Kürze lesen.



Montag, 23. September 2013

Rezension: "Sixteen Moons" (Kami Garcia, Margaret Stohl)






Titel: Sixteen Moons - Eine unsterbliche Liebe
Reihe: Band 1
Verlag: cby
Hardcoverausgabe mit 539 Seiten
ISBN 978-3-570-13828-1
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: ab 12 Jahren
Preis: 18,95 Euro






Klappentext:

An einem Ort ohne Überraschungen kann ein Geheimnis alles verändern. Da war dieser Fluch. Und da war dieses Mädchen. Und ich war schon in sie verliebt, bevor ich sie überhaupt kannte...

Liebe noch vor dem ersten Blick: Seit Monaten verfolgen Ethan Träume von einem unbekannten Mädchen, das er verzweifelt zu retten versucht, und dann steht das Mädchen aus seinen Träumen vor ihm: Lena, die Neue an seiner Schule, in die Ethan sich unsterblich und bedingungslos verliebt. Doch Lena und ihre Familie umgibt ein Fluch, den sie verzweifelt geheim zu halten versucht - auch vor Ethan. 

Ethan jedoch weiß: Ihm ist vorherbestimmt, Lena für immer zu lieben. Aber wird er an ihrer Seite bleiben können, gleich, welches Schicksal sie erwartet?

Der Bestseller aus den USA - überirdisch schön!

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Story und Charaktere: 

Ethan lebt in Gatlin, einer beschaulichen kleinen Stadt in den USA, wo jeder weiß was der andere so treibt, welche Geheimnisse er hat und ob er nach den Regeln der dort seit Generationen ansässigen Einwohner lebt. Die Menschen hier bilden eine eingeschworene Gesellschaft, die sich mit allem Neuen und Fremden sehr schwer tut. Im Vordergrund der Stadt steht eine Schlacht aus dem Bürgerkrieg, die jedes Jahr nachgespielt und das ganze Jahr über zelebriert wird. Außenseiter dieser Stadt ist Macon Ravenwood, der auf einem großen Anwesen lebt, aber praktisch noch nie von jemandem gesehen wurde. Viele Geschichten ranken sich um ihn und sein „Geisterhaus“. Das Leben in Gatlin wird auf den Kopf gestellt, als Lena, die Nichte des alten Ravenwood, in die Stadt zieht und so gar nicht zu den Einwohnern passen will. Behaftet mit den Vorurteilen gegen ihren Onkel hat es Lena schwer in Gatlin Anschluss zu finden. Nur Ethan stellt sich auf ihre Seite. Noch bevor Lena nach Gatlin gezogen ist, hat er von ihr geträumt und fühlt sich deshalb vom ersten Moment an mit ihr verbunden. Als er hinter das Geheimnis von Lenas Familie kommt, ändert sich auch für ihn alles und nichts ist mehr, wie es einmal war.

Ethan ist der Hauptcharakter dieses Buches, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird. Eine Perspektive, die mir noch nicht sehr häufig in Büchern des Jugendbuchgenres begegnet ist. Eines morgens wacht er auf und hört auf seinem IPod einen Song, den er noch nie vorher gehört hat - „Sixteen Moons“ schallt ihm aus den Kopfhörern entgegen und lässt ihn nicht mehr los. Als er den Song seinem Freund Link zeigen will, ist er jedoch verschwunden. Dies soll nicht die einzige Merkwürdigkeit an diesem Tag bleiben, kommt doch eine Neue an die Schule – Lena Duchannes. Nicht lange und Ethan realisiert, dass Lena das Mädchen aus seinen Träumen ist und zwar wortwörtlich. Während die anderen sie wie eine Aussätzige behandeln, freundet er sich langsam mit Lena an. Sie ist elternlos und deshalb bei ihrem Onkel Macon untergekommen, nachdem sie nun von klein auf immer wieder von einem Verwandten zum anderen gebracht wurde. Ethan kann sich zum Teil in Lena hineinversetzen. Seine Mutter ist vor einiger Zeit gestorben und nun ist er mit seinem Vater alleine, den er kaum zu Gesicht bekommt. Die Beziehung zwischen den beiden baut sich sehr langsam auf, obwohl sie von Anfang an klar ist. Dennoch bleibt sie die ganze Zeit über sehr kühl und distanziert. Lena hat ein Geheimnis das Ethan auf Abstand halten soll, ihn aber nur immer fester an Lena bindet. Ihre Liebe ist durch ein Schicksal verbunden, das über die Zeit hinausgeht.

Was den beiden Autorinnen in diesem Buch sehr schön gelungen ist, ist die Brücke zwischen den Hauptcharakteren und den Nebencharakteren zu schlagen. Es kommt wirklich niemand zu kurz und erhält genug Raum. Die Familie von Lena wird mit gerade so vielen Eigenschaften ausgestattet, dass man sich ein gutes Bild von ihr machen kann und ihre Fähigkeiten einzuschätzen weiß. Dennoch wird einem nicht alles auf dem Silbertablett präsentiert, was der Ich-Perspektive von Ethan geschuldet ist, der uns die Personen so nahe bringt, wie er sie erlebt. Das macht das Ganze überaus spannend, manchmal verwirrend – eben sehr authentisch.

Was mir besonders gefallen hat: 

Da Ethan so gar nicht der Protagonist ist, der derzeit massenhaft produziert wird, empfand ich ihn als erfrischend. Seine kühle Art, hinter der so viele nicht benannte Emotionen stecken, sein distanziertes Wesen und seine Träume machen ihn zu einem besonderen Charakter. Er ist außerdem nicht der strahlende Held der ein gigantisches, gefährliches Abenteuer bestehen muss, wie man es zuhauf präsentiert bekommt. Nein, er ist ein junger Mann der immer noch um seine Mutter trauert und seine Emotionen scheinbar so sehr hinter einer Wand verbarrikadiert, dass er dazu neigt, Dinge einfach hinzunehmen. Das hat dieses Buch für mich so „anders“ gemacht, dass es tatsächlich geschafft hat mich hier und da zu faszinieren.

Besonders gefallen hat mir das Geheimnis um die Flashbacks, die Ethan und Lena erleben und die sich über das gesamte Buch erstrecken. Man braucht praktisch bis zum Schluss, um herauszufinden, was sie letztlich aussagen sollen. Die einzelnen Geheimnisse zu lüften, dahinterzukommen, was es womit auf sich hat und wie das eine mit dem anderen zusammenhängt, hat seinen eigenen Reiz, dem ich unterlegen war.

Was mir nicht so gut gefallen hat:

Ich hätte nicht gedacht, dass dieses Buch so ruhig sein würde, wie es letztlich war. Alles was passiert, geschieht in einem Rahmen, der so einige Leser abschrecken mag, weil in diesem Buch einige Dinge definitiv nicht vorhanden sind: es ist weder rasant, noch hektisch, noch rasend turbulent. Weder von Lena noch von Ethan geht ein Liebestaumel aus, beide sind geradezu kühl. Nichts scheint Ethan wirklich mitzunehmen, egal was Lena ihm auch erzählt oder zeigt. Ich glaube, das kann diesen Charakter durchaus langweilig und unauthentisch erscheinen lassen.
Die wenig vorhandene Spannung in diesem doch sehr umfangreichen Buch macht das Lesen hier und da zu einer langwierigen und langatmigen Sache. Die Geschichte ist sehr hervorsehbar und ruhig. Ich denke der ein oder andere Spritzer Aufregung hätte der Story gut getan, um noch mehr Leser in ihren Bann zu ziehen. Die ganzen Enthüllungen, die auf den Leser einprasseln, sind nicht sonderlich gut verpackt und überzeugen hier und da auch eher weniger. Ob es daran liegt, dass hier zwei Autorinnen eine Geschichte geschrieben haben?

Das Buch an sich hat mir gefallen, jedoch keinen Reiz ausgelöst, der mich unbedingt Band zwei lesen lassen möchte. Da hat das gewisse Etwas gefehlt, das Reihen eigentlich haben sollten. Der Schluss schien mir nicht aufregend genug, um ein weiteres Jahr mit Lena und Ethan durchleben zu wollen. Für mich ist das Ganze nach Band eins erst einmal abgeschlossen, obwohl es ein Ende hat, das auf Band zwei vorbereitet. Mir fehlt da nur leider der zündende Funke, der mich in die Buchhandlung schickt, um mir die weiteren Bände zu besorgen. Schade, denn Ethan ist ein angenehmer Erzähler.

Gestaltung:

Durch das Neongrün ist mir dieses Buch sehr oft ins Auge gesprungen. Schon allein deshalb musste ich es immer wieder in die Hand nehmen. Das Cover selbst ist für mich nun nicht besonders aufregend, da diese Art von Cover einfach viel zu oft verwendet wird. Ein Teil eines Gesichts, Haare die eigentlich nur das Auge sehen lassen, darunter ein Mond und ein Rabe. Bei mir war es wirklich die interessante Farbgebung, die mich das Buch letztlich hat kaufen lassen.

Wertung:

Mir persönlich haben die Geschichte und auch die Charaktere ganz gut gefallen, vor allem deshalb, weil sie so „anders“ waren. Leider jedoch fehlt dem Buch das gewisse Etwas, um es wirklich weiterempfehlen zu können. Es schafft nicht, das zu transportieren, was man von dieser Geschichte erwartet – Ethan bleibt am Ende nur ein angenehmer Erzähler. So bekommt Band eins dieser Reihe von mir 3 Lila-Lesesterne.


Mittwoch, 11. September 2013

Rezension: "Silber" (Kerstin Gier)






Titel: Silber - Das erste Buch der Träume
Reihe: Band 1 der Reihe "Silber"
Verlag: FJB (Fischer)
Hardcoverausgabe mit 411 Seiten
ISBN 978-3-8414-2105-0
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
Preis: 18,99 Euro







Klappentext:

Bestsellerautorin Kerstin Gier entführt uns in die geheimnisvolle Welt der Träume

Zögernd sah ich mich um. Ich war in einem Korridor gelandet, einem schier unendlich langen, mit zahllosen Türen rechts und links. Die Tür, durch die ich gekommen war, hatte einen Anstrich in sattem Grün, dunkle altmodische Metallbeschläge, einen Briefschlitz aus dem gleichen Material und einen hübschen Messing-Türknauf in Form einer gekrümmten Eidechse. 

Plötzlich war mir sonnenklar: Wenn ich wissen wollte, was es mit diesen rätselhaften Träumen auf sich hatte, dann musste ich sie öffnen. Und hindurchgehen. 

Wenn ich den Mut dazu hatte.

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Story und Charaktere:

Liv, ihre Schwester Mia, ihre Mutter und das Kindermädchen Lottie haben wieder einmal die Kisten gepackt um in eine andere Stadt zu ziehen. Aufgrund des Jobs von Livs und Mias Mutter verschlägt es die Familie nach London, wo sie eigentlich in ein gemütliches Cottage ziehen sollen. Doch es kommt alles ganz anders und sie landen in einer Wohnung, deren Besitzerin Porzellanballerinas sammelt und die Familie übergangsweise bei sich wohnen lässt, weil sie selbst nicht da ist. Als wäre das nicht schon schlimm genug für die 15jährige Liv und ihre kleine Schwester, müssen sie sich nun auch noch an den neuen Mann an der Seite ihrer Mutter gewöhnen – Ernest, der seine Frau verloren hat und mit seinem Sohn Grayson und seiner Tochter Florence in einem viel zu großen Haus wohnt. Neues Heim, neuer Freund und zu guter Letzt auch noch eine neue Schule. Liv und Mia sind wenig begeistert.
Nach ein paar Tagen erreicht die neue Situation ihren Höhepunkt als den vier Kindern offenbart wird, dass sie in schon drei Wochen als Patchwork-Familie in Ernests großem Haus zusammenwohnen sollen. Florence wird hysterisch, Liv und Mia bekommen eine Krise, nur Grayson scheint das alles wenig zu stören. Dass er mit seinen Gedanken ganz woanders ist und die neue Familiensituation überhaupt nicht wahrzunehmen scheint, merkt Liv als sie zunächst ein seltsames Gespräch belauscht und noch in derselben Nacht in Graysons Traum auf einem Friedhof landet. Einbildung oder Realität?

Gerne würde ich an diesem Punkt auf die einzelnen Hauptcharaktere eingehen, doch das fällt mir wirklich schwer. Kerstin Gier hat es mit diesem Buch tatsächlich geschafft, über knapp 400 Seiten nichtssagende Charaktere zu schaffen, die man im Grunde alle über einen Kamm scheren kann.
Sich ständig wiederholende Charakterbeschreibungen begrenzen sich vor allem darauf, dass man nach Zuklappen des Buches weiß, dass scheinbar alle blond und blauäugig sind. „Goldfarbenes Haar“ ist beispielsweise eine immer wieder auftauchende Phrase, sobald Liv einen der Jungs aus der Clique um Grayson, Henry, Jasper und Arthur trifft. Natürlich sind die vier Jungs damit sehr gutaussehend und an der Schule heißbegehrt. Dadurch, das Liv in Graysons Traum gepurzelt ist, hat sie nun soetwas wie eine Sonderstellung und somit ständig mit den Jungs zu tun. Schade, dass die Autorin sich nicht die Zeit und den Raum genommen hat, den gut durchdachte Charaktere brauchen, um dem Leser irgendwie im Gedächtnis zu bleiben. Hier jedoch beschränkt sich das Ganze auf gemeinsame Eigenschaften, die auf jeden Einzelnen der Fünfergruppe zutreffen. Dadurch sind sie austauschbar und sorgen nicht dafür, dass bei der Nennung eines Namens sofort ein Charakter vor dem inneren Auge Gestalt annimmt.
Die Nebencharaktere kommen dabei viel besser weg. Ob das Kindermädchen Lottie, Ernest oder seine Tochter, sogar die Mutter von Liv und ihre Schwester haben viel mehr Charaktertiefe als die Hauptcharaktere. So etwas ist mir bisher noch nicht begegnet.

Was mir besonders gefallen hat: 

Kerstin Giers Schreibstil ist so locker und flüssig, dass man diesen einfach lobend hervorherben muss. Diesem Schreibstil ist es zu verdanken, dass ich das Buch bis zum Ende gelesen habe. Er ist frisch und jung und bewegt sich mit der Zielgruppe des Buches auf Augenhöhe. Etwas, was nicht jeder Autor schafft und deshalb besondere Erwähnung findet.
Auch gut fand ich, wie sie hier die Probleme von Jugendlichen ins Buch einfließen lässt. Dabei greift sie zwar ziemlich viele Klischees auf, die teilweise etwas übertrieben wirken, aber sicherlich ihr Ziel nicht verfehlen. Dadurch, dass sich Kerstin Gier hier mit eben diesen Themen auseinandersetzt, werden sich Jugendliche in diesem Buch mit Sicherheit auf Anhieb gut aufgehoben fühlen. Mit den angesprochenen Problemen der Protagonisten, kann sich der ein oder andere sicherlich selbst identifizieren.

Was mir nicht so gut gefallen hat: 

Die Idee mit den Träumen ist ein Teil des Buches, dessen Idee mich wirklich fasziniert hat. Nachts die Möglichkeit zu haben sich gegenseitig im Traum zu besuchen und die unterschiedlichsten Abenteuer zu erleben – das möchte doch jeder gerne. Leider wurde das Potential dieser Idee  in diesem Buch nicht im Ansatz ausgefüllt. Die ersten 70 Seiten beschäftigt man sich damit, dass Liv und ihre Familie umziehen, bei Ernest einziehen sollen, die neue Schule besuchen usw. -  Alltagsdinge, die man durch das ganze Buch hindurch in einem viel zu großen Umfang präsentiert bekommt. Anstatt sich auf die Grundstory zu konzentrieren, finden sich immer wieder Längen, in denen nichts weiter passiert, als in der Mensa zu essen, nach Hause zu gehen, in der Schule zu sitzen etc. Auf mich persönlich hat es den Eindruck gemacht, als müssten zwingend Seiten gefüllt werden, um aus dieser Geschichte eine Trilogie machen zu können, womit wir schon bei meinem nächsten Punkt wären.
Da der Verlag hier eine wirklich große Schrift gewählt hat und Seitenränder die ebenfalls sehr groß sind, sind die Seiten eigentlich nur halb gefüllt, wenn man sie auf ein „normales Verhältnis“ herunterbricht. Im Grunde genommen hat dieses Buch nicht die Anzahl an Seiten die es uns vorgaukelt. Zusammen mit dem Inhalt, der viel zu wenig mit dem zu tun hat, was er verspricht und mich dazu bringt mir die Frage zu stellen, warum aus dieser Geschichte unbedingt eine Trilogie gemacht werden muss, finde ich den Preis für dieses Buch völlig übertrieben.

Was die Geschichte an sich betrifft, sind wirklich nur die Idee der Träume ein Highlight, alles andere kennen wir 100fach aus Fernsehserien wie „Supernatural“ oder Büchern wie der „Gänsehaut“-Reihe. Ein paar Kinder die ganz naiv einer Anleitung zu einem Ritual aus einem alten Buch folgen um einen Dämonen aus der Unterwelt zu holen und ihm nun dienen müssen, ist wirklich nicht neu. Der Cliffhanger am Ende, der auf Band 2 vorbereiten soll, ist leider ganz besonders abgegriffen und jedem aus diversen Grusel-/Horrorgeschichten aus den Medien bekannt. Leider haben die letzten Zeilen des Buches ein Augenrollen verursacht, aber kein Gespanntsein auf den nächsten Teil ausgelöst. Nachdem mich Kerstin Gier mit der Edelstein-Trilogie so sehr in ihren Bann gezogen hat, frage ich mich wirklich, wie nun so ein Buch aus ihrer Feder fließen konnte.

Eine Sache, die mir einfach nicht aus dem Kopf will und die sich bisher auch nicht nachvollziehen lässt ist die, dass Grayson daran Schuld sein soll, dass Liv plötzlich die Möglichkeit hat, die Träume anderer Menschen zu besuchen und letztlich der Runde um das Dämonenritual beizutreten. Da Grayson derjenige ist, der Liv die ganze Zeit aus allem heraushalten will, was diese Dämonensache betrifft, und außerdem nicht möchte, dass sie Kontakt zu seinen Freunden hat, soll gleichzeitig derjenige sein, der dafür gesorgt hat, dass sie sich ebenfalls dem Ritual unterzieht, indem sie durch die Träume davon erfährt? Nein, das passt für mich nicht zusammen. Die ganze Thematik wie Liv nun eigentlich in diese Traumrunde gelangt, ohne wie die anderen mit dem Dämon verbunden zu sein, scheint für mich sowieso schlecht durchdacht, gibt es doch in keinem Moment eine Erklärung dafür.

Gestaltung:

Das schwarz-silberne Cover, das mit Sicherheit nun fast jeder kennt, ist natürlich ein Augenschmaus. Man wird unweigerlich auf das Buch aufmerksam, nimmt es in die Hand und schon der Titel bringt einen dazu, es unbedingt lesen zu wollen. Entfernt man den Schutzumschlag des Buches erwartet den Leser ebenfalls eine nette Aufmachung auf dem roten Umschlag, die das Buch noch schöner macht. Auch die floralen Elemente im Inneren des Buches tragen zur wundervollen Gestaltung bei, die man „Silber“ mit Sicherheit nicht absprechen kann.

Wertung:

Da die Charaktere und die Story leider wenig überzeugen konnten und mich wohl auch nicht durch die weiteren Bände werden tragen können, der Preis für den Umfang der Geschichte viel zu hoch ist, aber der Schreibstil und Kerstin Giers Art Probleme ihrer Zielgruppe aufzunehmen sehr gelungen waren und außerdem die Gestaltung des Buches sehr schön ist, vergebe ich an dieses Buch gutgemeinte 2 ½ Lila-Lesesterne.

Donnerstag, 5. September 2013

Rezension: "Spökerland - Hexenfluch" (Matthias Heyen)






Titel: Hexenfluch
Reihe: Band 1 der Reihe "Spökerland"
Verlag: Schünemann
Hardcoverausgabe mit 285 Seiten
ISBN 978-3-7961-1979-8
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 12-15 Jahre
Preis: 14,90 Euro








Klappentext:

Marten hat sich mit dem Leben auf Spökerland arrangiert. Zwar gelten im Internat strenge Regeln und seien Schulkameraden gehen ihm auf die Nerven, aber wenigstens die mürrischen Bewohner der Insel lassen ihn in Frieden. In der rauen Landschaft von Spökerland kann er frei umherstreifen und er ist froh, wenn er seine Ruhe hat.
Mit dieser ist es jedoch schlagartig vorbei, als eine neue Schülerin auf die Insel kommt. Schnell hat die rothaarige Hilke den Ruf einer Hexe. So merkwürdig Marten seine neue Mitschülerin auch findet - eine Hexe? Das kann er nicht glauben. 
Doch dann geschehen mysteriöse Dinge auf Spökerland. Plötzlich sind er und Hilke in ein gefährliches Abenteuer verstrickt, bei dem das Schicksal der ganzen Insel auf dem Spiel steht...

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Story und Charaktere:

Hilke hat es nicht leicht als sie mit ihrem roten Haar und dem Vorwurf eine Brandstifterin zu sein nach Spökerland kommt. Das Internat, das sie dort besucht, beherbergt nur 18 Schüler, sind doch alle irgendwie „Problemkinder“, die von ihren Eltern auf die abgelegene Insel geschickt worden sind. Eben diese Schüler zeigen Hilke gleich was sie von ihr halten – von Anfang an ist sie als Hexe verschrien. Bestätigung finden die Schüler des Internats darin, dass Hilke nachts schlafwandelt und seltsames Zeug vor sich hinmurmelt. Nur zwei Schüler stellen sich im Laufe der Zeit auf Hilkes Seite - Marten, der eine Vorliebe für okkulte Bücher entwickelt hat und der kleine Timmy, der der Ungerechtigkeit gegenüber Hilke nichts abgewinnen kann. Zusammen versuchen sie, sich gegen den Rest der Schüler zu stellen, die Hilke als Hexe verfolgen und sogar vor Gewalt nicht zurückschrecken wollen.
Wie gut, dass ihnen da ein erwachsener, alteingesessener Bewohner der Insel zur Hilfe kommt und die Internatsschüler in ihre Schranken weist. Dass sie es hier nicht mit irgendeinem Bewohner zu tun haben, stellt sich heraus, als Hilke von Visionen berichtet, die sie sich nicht erklären kann und die sie verwirren. Wenn sie nachts schlafwandelt, spricht sie mit ihrem Vater der längst verstorben ist und wandert auf den alten Friedhof der Insel, obwohl dieser nichts mit ihrer Vergangenheit zu tun hat. Nur durch ihren neuen Freund erfahren die drei von einer mysteriösen Legende, die sich über Spökerland erzählt wird und die bis in die Gegenwart reicht. Was haben Hilkes Fähigkeiten und ihr Schlafwandeln damit zu tun? Ist sie am Ende doch eine Hexe?

Marten Lennox ist einer der dreizehn männlichen Schüler am Internat auf Spökerland. Er ist ein Einzelgänger der sich nur eines wünscht: seine Ruhe. Um diese zu bekommen verhält er sich so neutral wie möglich, schließt keine Freundschaften, macht sich aber auch keine Feinde. Mädchen versteht er überhaupt nicht und will deshalb erst recht nicht mit einem befreundet sein. Als Hilke neu an die Schule kommt, hat er nur eine Befürchtung: Sie könnte die Ruhe am Internat durcheinanderbringen, womit er letztlich Recht behalten soll. Nicht aber, weil sich alle Jungs verliebt auf die Neue stürzen, sondern, weil sie ihr an den Kragen wollen. Marten will dem Gruppenzwang, Hilke als Hexe zu verschreien, nicht folgen und nimmt all seinen Mut zusammen, um sich schon nach kurzer Zeit auf ihre Seite zu stellen. Dabei unterstützt wird er vom kleinen Timmy, der ebenfalls nichts davon hält, Hilke so zu behandeln, wie die anderen es tun. Dafür ist Hilke ihnen sehr dankbar und nimmt gerne die ihr angebotene Freundschaft an.
Zusammen erleben die drei nun ein Abenteuer, dass sich außerhalb des Internatslebens abspielt und sich einzig und allein mit Dingen beschäftigt, die ihnen kein Mensch glauben würde. Marten, der sich im Büro des Pastors immer mal wieder ein Buch über Dämonen etc. stibitzt und nach dem Lesen zurückbringt, findet schon bald heraus, dass Hilke eine Visionistin ist. Nicht nur das, irgendeine Fähigkeit scheint sie des nachts Stimmen hören zu lassen, denen sie folgt. Sinn ergibt das alles erst, als ihnen ihr neuer Freund, ein verschrobener, alteingesessener Bewohner der Insel, von einer Legende erzählt, die sich um das geheime Grab eines Deichgrafen dreht. Neugierig, wie alle drei nun einmal sind, lassen sie sich auf ein gefährliches Abenteuer ein, dass ihre Freundschaft auf die Probe stellt, sie in gefährliche Situationen bringt und das so ungeheuerliche Dinge ans Tageslicht bringt, dass sie es selbst kaum glauben können.

Im Weg stehen den drei dabei vor allem die anderen Internatsschüler und die Direktorin Frau Bachmann. Mit den strengen Regeln des Internats und den harten Strafen für Verstöße, wird das Abenteuer zu einem wahren Nervenkitzel. Niemand darf davon erfahren, was jetzt plötzlich vor sich geht – auf Spökerland, der Insel von der man sagt, dass sich auf ihr das Böse verbirgt.

Matthias Heyen hat hier einen tollen Charaktermix erschaffen, der mich absolut begeistert hat. Hilke, Marten und Timmy könnten unterschiedlicher nicht sein und passen vor allem deshalb so gut zusammen. Der kleine Timmy, der nirgendwo dazugehört, Marten, der nirgendwo dazugehören will und Hilke, die nirgendwo dazugehören darf, bilden ein Trio dem man gerne durch das erste Abenteuer auf Spökerland folgt.
Was mir besonders gefällt ist, dass auch die Nebencharaktere alle mit Eigenschaften ausgestattet wurden, die einen sofortigen Wiedererkennungswert haben. Hier bleibt niemand blass, jeder erhält so viel Raum, wie er braucht, um beim Leser ein ausgefülltes Charakterbild zu hinterlassen.

Was mir besonders gefallen hat: 

Zu Spökerland habe ich ganz spontan auf dem Flohmarkt gegriffen und wusste eigentlich gar nicht, worauf ich mich bei diesem Buch einlasse. Ich hatte noch nie davon gehört, es noch nirgendwo gesehen und konnte absolut nichts mit diesem Buch in Verbindung bringen. Heute muss ich sagen: Gut, dass ich es mitgenommen habe.
Als Leserin im Jugend-Fantasy-Bereich bin ich hier auf ein Buch gestoßen, dass in diesen Bereich fällt, aber fernab von allem ist, was ich vorher gelesen habe. Wir befinden uns hier auf einer Insel, die vor allem von Menschen bewohnt wird, deren Familien schon über Generationen dort leben. Alles ist irgendwie traditionell, ein wenig verschroben und mit Sicherheit nicht so idyllisch, wie man sich das Inselleben vielleicht vorstellt. Auf Spökerland verbarrikadiert man bei Sturm nicht nur die Fenster oder erzählt sich hinter vorgehaltener Hand  den neusten Klatsch und Tratsch – nein, hier ist man sich sicher, dass sich auf der Insel irgendwo das Böse verbirgt. So sind die Bewohner der Insel Fremden gegenüber argwöhnisch und wenig redselig und bleiben lieber unter sich. Das Ganze ist so authentisch dargestellt, dass man das Gefühl hat, sich während des Lesens direkt auf der Insel zu befinden. Hier und da werden noch ein paar Brocken Plattdeutsch eingestreut und schon ist das Setting perfekt.

Die Charaktere wurden meiner Meinung nach auch wunderbar gewählt und machen das Buch zu einem Vergnügen für Jung und Alt, sowie für Jungs und Mädchen. Der einfache Schreibstil, die sich langsam aufbauende Spannung und die tolle Geschichte haben mich in ihren Bann gezogen. Gerade die Entwicklung von Marten und die Entwicklung der Freundschaft der drei Hauptprotagonisten sorgen dafür, dass auch die Passagen, die noch nichts mit dem eigentlichen Abenteuer zu tun haben, immer spannend bleiben. Das, was hier zwischen den Zeilen transportiert wird, wird sicherlich dem ein oder anderen auch nach dem Lesen noch im Gedächtnis bleiben. Werte wie Freundschaft und Toleranz, aber auch Eigenschaften wie Mut und Zusammenhalt werden in diesem Buch ganz groß geschrieben.

Was mir nicht so gut gefallen hat: 

Schade fand ich, dass Matthias Heyen die ganze Zeit Wert auf ein authentisches Setting legt, aber leider nicht bis zum Schluss durchgehalten hat. Als es in die Dialoge mit einem Menschen aus dem 18. Jahrhundert geht, wurde leider die Sprache nicht angepasst. Das wäre noch so ein i-Tüpfelchen gewesen, dass die Sache schön rund gemacht hätte.

Was mir dann noch ein wenig zu kurz kam und was hoffentlich in den Folgebänden einen größeren Raum einnimmt, ist Hilkes Fähigkeit als Visionistin. Diese Fähigkeit wird sehr ausführlich eingeführt, hat dann aber keine größere Bedeutung. Das Schlafwandeln und der „offene Geist“ von Hilke sind zwei Eigenschaften, die auch jedem anderen zu Eigen hätten sein können, wohingegen sie die Visionen zu etwas Besonderem machen. Dazu die ganzen Informationen die Marten aus den Büchern des Pastors sammelt – das macht alles ein wenig mysteriöser als es letztlich ist. Für die Folgebände wünsche ich mir deshalb, dass Hilkes Fähigkeit einen größeren Platz einnehmen und damit zur vollen Entfaltung kommen wird.

Gestaltung: 

Das Cover gibt ganz gut den Eindruck wieder, den man beim Lesen des Buches von Spökerland bekommt. Bei der Gestaltung wurde auf Einfachheit gesetzt, die auf den ersten Blick unprofessionell anmuten mag. Geäst, in die Erde gesteckte Hölzer und ein Vogel bestimmen in sattem Schwarz den Vordergrund des Covers. Im Hintergrund kann man das Meer sehen, das Spökerland vom Festland trennt. Darüber zu sehen ist ein wolkenverhangener Himmel, der in einem grün-blau gehalten wurde. So sticht der „Untertitel“ der Reihe mit seinem Rot sehr schön heraus – ein Detail, das mich überhaupt hat zum Buch greifen lassen. Damit hat dieses Cover in meinem Fall genau das erfüllt was es erfüllen soll: Es hat mich als Leser aufmerksam gemacht. Nach dem Lesen kann ich nur sagen: Es passt wie die Faust aufs Auge.

Wertung: 

Mir haben die Charaktere und auch die Geschichte wirklich gut gefallen. Dieses Buch ist definitiv ein überraschendes Lesevergnügen für mich gewesen, von dem ich froh bin es gefunden zu haben. Die kleinen Makel sind verzeihlich, hat doch der Rest rundum für mich gestimmt. So vergebe ich an den ersten Band von Spökerland gerne 4 Lila-Lesesterne und eine klare Leseempfehlung. Band zwei und drei sind jedenfalls direkt auf meiner Wunschliste gelandet.



Neuzugänge 05.09.13

Hallo ihr Lieben,

heute kam ganz tolle Buchpost mit zwei Büchern auf die ich mich schon sehr freue :) Ich befürchte, dafür müssen die älteren Bücher auf meinem SuB nochmal wieder eine Runde warten, denn diese Bücher lösen derzeit ein "ICH WILL DAS SOFORT LESEN" bei mir aus :)

Um diese Bücher geht es:

1. "Sixteen Moons - Eine unsterbliche Liebe" von Kami Garcia und Margaret Stohl






Titel: Sixteen Moons - Eine unsterbliche Liebe
Reihe: Band 1
Verlag: cby
Hardcoverausgabe mit 539 Seiten
ISBN 978-3-570-13828-1
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: ab 12 Jahren
Preis: 18,95 Euro






Klappentext:

An einem Ort ohne Überraschungen kann ein Geheimnis alles verändern. Da war dieser Fluch. Und da war dieses Mädchen. Und ich war schon in sie verliebt, bevor ich sie überhaupt kannte...

Liebe noch vor dem ersten Blick: Seit Monaten verfolgen Ethan Träume von einem unbekannten Mädchen, das er verzweifelt zu retten versucht, und dann steht das Mädchen aus seinen Träumen vor ihm: Lena, die Neue an seiner Schule, in die Ethan sich unsterblich und bedingungslos verliebt. Doch Lena und ihre Familie umgibt ein Fluch, den sie verzweifelt geheim zu halten versucht - auch vor Ethan. 

Ethan jedoch weiß: Ihm ist vorherbestimmt, Lena für immer zu lieben. Aber wird er an ihrer Seite bleiben können, gleich, welches Schicksal sie erwartet?

Der Bestseller aus den USA - überirdisch schön!


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2. "Das Mädchen mit den gläsernen Füßen" von Ali Shaw





Titel: Das Mädchen mit den gläsernen Füßen
Reihe: nein
Verlag: script 5
Hardcoverausgabe mit 398 Seiten
ISBN 978-3-8390-0131-8
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: keine Angaben
Preis: 19,95 Euro







Klappentext:

Die Begegnung mit ihm war wie eine Kollision gewesen und sie hatte gewusst, dass sie ihr Leben lang genau danach gesucht hatte: mit solcher Wucht mit einem anderen Menschen zusammenzuprallen, dass sie für einen Moment mit ihm verschmolz.

Eine karge, zauberhafte Inselgruppe voller wundersamer Bewohner - hierher kommt Ida zurück, um Antworten zu finden. Denn eine mysteriöse Veränderung geht mit ihr vor: Sie verwandelt sich zu Glas. Doch was Ida stattdessen findet, hier auf St. Hauda's Land, ist die große Liebe. 

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3. "Sturz in die Zeit" von Julie Cross






Titel: Sturz in die Zeit
Reihe: Band 1
Verlag: FJB
Hardcoverausgabe mit 492 Seiten
ISBN 978-3-8414-2209-5
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: keine Angaben
Preis: 16,99 Euro







Klappentext:

Heute
sind Jackson und Holly verliebt

Morgen 
liegt sie sterbend in seinen Armen

Gestern
muss er sie retten und den Lauf der Welt verändern

Holly schrie. Dann schien alles stehenzubleiben - mein Herz, meine Atmung... die Zeit. 

Der erste Band der großen Zeitreise-Trilogie

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Hat von euch schon jemand eins der Bücher gelesen oder selbst auf seinem Wunschzettel? Ich konnte es mir nicht verkneifen, direkt mit "Sixteen Moons" zu beginnen. Die ersten 100 Seiten gefallen mir jedenfalls schon sehr gut :)

Liebe lila Lesegrüße
Iris

Dienstag, 3. September 2013

Rezension: "Das Milliarden-Trio und die Stadt der sechs Tempel" (Richard Newsome)






Titel: Das Milliarden-Trio und die Stadt der sechs Tempel
Reihe: Band 2 der Reihe "Percy Jackson"
Verlag: Carlsen
Taschenbuchausgabe mit 361 Seiten
ISBN 978-3-551-31113-9
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 11-15 Jahre
Preis: 7,99 Euro






Klappentext:

Dem Diamantenschatz auf der Spur 

Einen ruhigen Urlaub in Indien - das hatten sich Gerald, Ruby und Sam erhofft. Schließlich sind sie gerade erst mit knapper Not ihrem Erzfeind Sir Mason Green entkommen. Doch die Reise wird alles andere als erholsam. Denn Gerald erfährt, dass die zweite magische Diamantenkiste ausgerechnet in Indien versteckt ist! Die Suche nach dem Schatz führt die Freunde in die Tempelanlage von Mamallapuram, wo es schon bald um Leben und Tod geht. 

Der zweite Band des Milliarden-Abenteuers 

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Story und Charaktere:

Im zweiten Abenteuer des Milliarden-Trios verschlägt es die drei Kinder Gerald, Sam und Ruby nach Indien zu Alisha und ihrem Vater, dessen Diamanten die drei im ersten Band zurückbeschafft hatten.
Während Sam ganz verliebt Alisha anschmachtet, hält Ruby eben diese für die wohl schlimmste Person der Welt und kann sie überhaupt nicht leiden. Erst im Laufe ihres bevorstehenden Abenteuers soll sich dies ändern.
Obwohl die drei eigentlich nur einen einfachen Urlaub in Indien verbringen wollten, kommt plötzlich alles ganz anders. Ständig taucht Geralds Familienwappen an den unmöglichsten Orten auf und Mr. Green geistert doch Geralds Träume. Allen Annahmen zum Trotz scheint sich die Smaragdkiste nicht in Ägypten, sondern in Indien zu befinden – sagt jedenfalls der Traum-Mr.Green. Natürlich kann Gerald der Versuchung nicht widerstehen, die Sache zu überprüfen. Ein aufregendes und gefährliches Abenteuer beginnt. 

Der zweite Band setzt kurz nach dem ersten ein, sodass es wenig Neues über die Charaktere zu erzählen gibt, die sich, durch den kurzen Zeitraum zwischen Abenteuer eins und zwei, kaum weiterentwickeln konnten. Im Laufe des Abenteuers übernimmt jeder mal die Stelle als „Stimme der Vernunft“, der natürlich keiner Folge leistet, denn wer kann mit Vernunft schon ein spannendes Abenteuer erleben? Ein wenig nervig ist Sams beständige Anschmachterei von Alisha, die die Verliebtheit ihres Besuchers hin und wieder auszunutzen, aber nicht zu entgegnen weiß. Als auch Gerald in den Bann eines Mädchens gerät, ist dies zumindest in soweit spannend, dass Ruby es nicht sein lassen kann, gegen die beiden Jungs und ihr Verhalten zu sticheln. Was Gerald betrifft, könnte man meinen, dass sie eifersüchtig sei. 
Die Streitereien zwischen den beiden Zwillingen Sam und Ruby finden auf humorvolle Weise auch in diesem Band immer wieder ihren Platz, generell treffen wir hier auf so einige „Probleme“, die ein jeder noch aus seiner eigenen Jugend kennt oder mit Sicherheit bald kennen lernen wird. Es ist eben nicht immer einfach erwachsen zu werden. 

Wer die Gegenspieler der drei sind, ist in diesem Buch etwas verworren. Es dauert eine ganze Weile bis man dahinterkommt, wer ihnen eigentlich auf den Fersen ist. Dabei kann der Schein ganz schön trügen und den Leser in die Irre führen. So etwas gefällt mir persönlich immer sehr gut, hält eine solche Storyline doch Überraschungen bereit, die den Leser immer wieder dazu bringen, neu über das Ganze nachzudenken. So bleibt es bis zum Schluss spannend, wer die Guten und wer die Bösen sind. 

Was mir besonders gefallen hat: 

Die von Richard Newsome geschaffenen Charaktere finde ich sehr gelungen. Sie alle besitzen eine eigene Tiefe, eigene Eigenschaften und haben ihre ganz eigene Art den Leser immer wieder auf ihre Seite zu ziehen. Man kann hier und da natürlich infrage stellen, ob Kinder dieses Alters wirklich in der Lage sind so zu denken und zu handeln, wie sie es manchmal tun, doch wenn man das Abenteuer einfach genießt, kann man mit Leichtigkeit ein Auge zudrücken. 
Der Schreibstil ist wieder sehr einfach gehalten, die Dialoge so, wie sie für Kinder ihres Alters sein sollten. Pure Neugierde die es zu befriedigen gilt, liegt dem ganzen Abenteuer zugrunde, wie es uns schon aus Band eins sehr vertraut ist. 

In Band zwei fällt besonders auf, dass Richard Newsome dieses Mal ein sehr viel gewaltfreieres Abenteuer geschaffen hat. Es gibt zwar immernoch Messerstechereien und ganz ohne Tote kommen wir auch nicht aus, aber dieses Maß ist sehr viel einfacher zu vertreten, als in Band eins. 
Was mir nicht so gut gefallen hat: 

Gegenüber des ersten Abenteuers muss ich sagen, dass mir dieses Abenteuer viel weniger rasant erschien und teilweise Szenen hatte, die mir nur dazu da zu sein schienen, das Buch in die Länge zu ziehen. Die ständigen Entführungen von Alisha, die natürlich immer wieder vereitelt werden, und das Rennen durch die Stadt ist auf Dauer sehr ermüdend, da es die Geschichte nicht voranzubringen scheint. Hier fehlte mir definitiv die Spannung aus Band eins, die mich das Buch hatte kaum zur Seite legen lassen. Das finde ich ein bisschen schade, hat die Story doch durchaus das Potential, mehr zu sein als das, was hier geboten wird. 

Gestaltung: 

Dieses Mal ist das Buch in Orangetönen gehalten worden. Entgegen Band eins befinden sich nun vier Kinder auf dem Cover, von denen zwei wieder sehr ähnlich gekleidet sind. Nur der Junge im Hintergrund sticht durch sein türkis-grünes Shirt heraus. Im Hintergrund sieht man eine Stadt, die sich wohl auf den Titel bezieht und mit Alisha zusammen schon beim ersten Hinschauen erahnen lässt, dass wir uns in diesem Buch in Indien befinden werden. Die Kinder im Vordergrund stehen zwischen den Mauern eines Gebäudes und scheinen sich schon mitten im Abenteuer zu befinden, sind sie doch nicht direkt auf den Betrachter ausgerichtet. Ein sehr schönes Jugendbuchcover wie ich finde. 

Wertung: 

Die Grundstory und auch die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Leider jedoch ist die Umsetzung mit ihren Längen nicht ganz so gut gelungen, wie ich es mir gewünscht hätte. Wie beim ersten Band muss ich leider einige Abzüge machen, die die Gewalt aus Band eins wieder ausgleichen und vergebe deshalb an Band zwei 4 Lila-Lesesterne. 


Sonntag, 1. September 2013

Monatsverlosung: "Heaven - Stadt der Feen" und "Dienstags bei Morrie" gehen an...

Hallo ihr Lieben,

seit kurzem bin ich aus dem Urlaub zurück und habe nicht schlecht geschaut, als ich gesehen habe, wie viele von euch dieses Mal an meiner Verlosung teilgenommen haben. Ich freue mich sehr über das große Interesse und über diejenigen, die es sich auf meinem Blog und/oder bei Facebook gemütlich gemacht haben :)
Insgesamt haben 28 Personen an der Verlosung teilgenommen, davon 23 Personen für "Heaven-Stadt der Feen" und 5 Personen für "Dienstags bei Morrie". Über den Blog gab es 27 Kommentare, sowie einen weiteren über Facebook. Leider musste ich auch dieses Mal wieder einige Personen aus der Verlosung herausnehmen, da weder hier noch bei Facebook oder Mail eine E-Mailadresse angegeben wurde. Das ist sehr schade für diejenigen, die einen Kommentar geschrieben haben, aber letztlich nicht berücksichtigt werden konnten. Bitte achtet beim nächsten Mal darauf.

Nun aber zu unseren Gewinnern der beiden Bücher.

1. "Heaven - Stadt der Feen"

Dieses Buch geht an die liebe "DeMietzMatz" die das Buch hoffentlich ein wenig aus dem Gedankenstrudel reißen kann, den sie uns hier mitgeteilt hat: 

Hallo liebe Iris, 

auch wenn die Gewinnchancen, aufgrund der großen Teilnahme für das Buch sehr gering sind, möchte ich dennoch für Heaven - Stadt der Feen in den Lostopf hüpfen. :)

Da das zweite Buch von der Inhaltsangabe zu sehr an mein derzeitiges Leben erinnert, vermeide ich solche Bücher eigentlich. Es mag sein, dass es Bücher gibt, wie vielleicht auch dieses, die einem vielleicht Hoffnung geben, oder dass man gewisse Dinge einfach besser versteht, aber die Angst sich dadurch runter ziehen zu lassen und eben grade Dinge mit anderen Augen sieht, welche man so nicht sehen mag, schreckt mich ein bisschen ab. Derzeit verkrieche ich mich gern in andere Welten. Erlebe die Welt gern mit anderen Geschöpfen und Wesen und träume von meinem eigenen kleinen Reich. ;) Daher finde ich klingt Heaven genau nach dem Richtigen, um wieder abzutauchen und den Alltag mal für eine gewisse Zeit Alltag sein lassen zu können. :)

Ganz liebe, heute leider sehr wolkige Grüsse aus Berlin 
von der Mietz. :) 

Liebe Mietz, ich hoffe du hast ganz viel Freude an dem Buch und wie du siehst - dem Los ist es ganz egal, zu welchem Zeitpunkt man teilgenommen hat :)

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2. "Dienstags bei Morrie"

Dieses wunderbare Buch, das ich noch einmal jedem ans Herz legen möchte, geht an "mellchen33", die mit ihrem Kommentar, bezüglich des Themas "Sterben" in der Literatur ganz recht hat:

Hallo Zusammen,

ich finde den Titel "Dienstags bei Morrie" total interessant. Eine Beschreibung, wie jemand mit der schlimmen Nachricht des baldigen Todes umgeht und die letzte Zeit geniessen möchte. Eigentlich ein Tabu-Thema, wer spricht oder schreibt schon gerne darüber.

LG
Melanie









Liebe Melanie, ich hoffe du hast trotz des traurigen Themas eine tolle, vielleicht sogar nachhaltige Lesezeit :)
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Ich danke allen die mitgemacht haben und freue mich auf die nächste Verlosung. Es gibt also keinen Grund traurig zu sein, denn das nächste Buch wartet schon auf euch :)

Liebe lila Lesegrüße
Iris