Mittwoch, 30. Oktober 2013

Rezension: "Das Geheimnis von Ashton Place - Aller Anfang ist wild" (Maryrose Wood)






Titel: Das Geheimnis von Asthon Place - Aller Anfang ist wild
Reihe: Band 1 der Reihe "Das Geheimnis von Ashton Place"
Verlag: Thienemann Verlag
Hardcoverausgabe mit 284 Seiten
ISBN 978-3-522-18296-6
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 11-13 Jahren
Preis: 12,95 Euro






Klappentext:

Sie sind alles andere als normal,

die drei Wilden von Asthton Place. Sie heulen wie die Wölfe und jagen leidenschaftlich gern Eichhörnchen. Dabei sollen sie doch endlich lernen, sich richtig zu benehmen - schließlich gibt Lady Ashton bald ein großes Fest! In dieser äußerst schwierigen Situation kann nur eine helfen: Miss Penelope Lumley, die zauberhafte Gouvernante der Swanburne Academy. Beherzt macht sie sich an die Arbeit und merkt bald, dass nicht jeder ihre Bemühungen unterstützt. Allen voran Lord Ashton... Wie kann sie die Kinder vor ihm schützen? 


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Story und Charaktere:

Miss Penelope Lumley, die wir jetzt Penelope nennen dürfen, da wir sie kennen gelernt haben, hat gerade als Jahrgangsbeste die Swanburne Academy für kluge Mädchen aus armen Verhältnissen verlassen und ist nun auf der Suche nach einer Anstellung als Gouvernante.
Diese findet sie auf dem herrschaftlichen Anwesen von Lord und Lady Ashton, die eine ganz besondere Aufgabe für sie bereithalten.
Penelope soll sich um drei Kinder kümmern, die Lord Ashton bei einem seiner Jagdausflüge völlig verwildert in einem Waldstück auf seinem Anwesen gefunden hat. Sie heulen wie die Wölfe, laufen auf allen Vieren und gleichen auch sonst eher Tieren als Menschen. Bis zum Weihnachtsball von Lady Ashton hat Penelope nun Zeit aus den drei „Wilden“ vorzeigbare kleine Engländer der viktorianischen Zeit zu machen.

Penelope ist gerade erst 15 Jahre alt, als sie die Swanburne Academy verlässt und die Anstellung auf Ashton Place annimmt. Für jede Situation der sie sich nun stellen muss, hat sie ein passendes Zitat ihrer damaligen Direktorin parat, nach deren Grundsätzen sie die drei ihr anvertrauten Kinder zu erziehen versucht. Es dauert nicht lange, dann sind ihr die drei „Wilden“ auch schon ans Herz gewachsen und umgekehrt scheint dies ebenfalls der Fall zu sein.
Durch Penelopes herzliche, freundliche, ruhige und auch humorvolle Art bringt man ihr als Leser eine ungeheure Sympathie entgegen und kann gar nicht anders als das ganze Buch hindurch mit ihr mitzufühlen und mitzufiebern. Ein Charakter ganz nach meinem Geschmack.

Penelopes Arbeitgeberin, Lady Ashton, ist ein sehr typischer, klischeehafter Charakter der Zeit in der die Geschichte spielt. Ihre Auftritte erinnern an die einer Schauspielerin, fällt sie doch jedes Mal gekünstelt in Ohnmacht, wenn ihr etwas zu viel wird. Auch im Dramatisieren jeder ihr sich bietenden Gelegenheit hat sie einen Meistertitel.
Da die drei Kinder auf ihrem Anwesen nicht ihre eigenen sind, bringt sie ihnen mehr Hass als Liebe entgegen und hat auch für ihren frisch angetrauten Ehemann kein Verständnis, wenn es darum geht, die Kinder zu behalten.

Lord Ashton ist ein sehr undurchsichtiger Charakter, dessen Rolle dem Leser im ersten Band weitestgehend verborgen bleibt. Außer seinem Argument „Was man findet, darf man auch behalten“ gibt er keine weitere Begründung dafür ab, warum er die „Wolfskinder“ auf seinem Anwesen behält. Auch sonst erfährt man nicht viel über ihn oder seine Familie, was den Leser am Ende des Buches diesbezüglich etwas unbefriedigt zurücklässt.

Über die Kinder und wie sie sich in der Obhut von Penelope entwickeln, möchte ich nicht zu viel sagen. Sie machen schließlich einen großen Reiz des Buches aus, auch wenn ich finde, dass ihnen hier und da nicht genug Platz eingeräumt wurde.

Was mir besonders gefallen hat:

Der wunderbare Schreibstil, der auf lockere Art und Weise der Zeit angepasst wurde in der die Geschichte spielt, trägt den Leser durch das Buch. Unterbrochen wird das Ganze immer wieder durch witzige Anmerkungen der Autorin, die mich oft haben schmunzeln lassen.
Obwohl die Geschichte nur langsam Fahrt aufnimmt, um dann rasant zu enden, hat mich die „ruhige“ Phase überhaupt nicht gestört. Es gab keine unnötigen Längen und keine langweiligen Passagen, die das Vorankommen gestört hätten. Am Ende ist es war kein Buch, das förmlich zum Weiterlesen des zweiten Bandes drängt, aber ingsamt ist es so schön zu lesen, dass es einfach Spaß gemacht hat, die Charaktere durch die Geschichte zu begleiten.

Was das Geheimnis von Ashton Place betrifft, kommt man diesem hier noch nicht auf die Spur. Ganz im Gegenteil, man klappt das Buch mit mehreren Fragezeichen über dem Kopf zu und kann nur hoffen, dass sich diese in Band zwei auflösen.

Was mir nicht so gut gefallen hat:

Wie schon bei den Charakteren erwähnt, finde ich, dass hier zu wenig Platz für die Entwicklung der Kinder eingeräumt wurde. Alles wirkt ein wenig sprunghaft, wenig ausgebaut und als hätte die Autorin den schwierigen Part auslassen wollen. Kinder, die in der Wildnis aufgewachsen sind und keine gesellschaftlichen Erfahrungen haben, brauchen meiner Meinung nach mehr Entwicklungsraum. Gerade in Situation, in denen sie beispielsweise mit ausgestopften Tierköpfen konfrontiert werden und sich zurückziehen, hätte man besser auf das Verhalten der drei eingehen können.

Gestaltung: 

Auch bei diesem Buch ist es, wie es bei vielen meiner Bücher ist: Das Cover hat mich sofort auf das Buch aufmerksam gemacht. Es mutet farblich sehr herbstlich an. Auch die herumfliegenden Blätter, die von den Bäumen fallen, tragen zur Herbststimmung bei. Zwischen den Bäumen, die als Rahmen dienen, sieht man drei Kinder und eine Frau die sich im Freien vergnügen. Ein wirklich sehr schönes und passendes Cover für dieses Buch.

Wertung: 

Eine wunderbare Geschichte, die mich einen Abend lang sehr gut unterhalten hat und deren Charaktere mir nicht nur gefallen haben, sondern ans Herz gewachsen sind. Ich vergebe an den ersten Band dieser Reihe 4 Lila-Lesesterne und eine Leseempfehlung.


Dienstag, 29. Oktober 2013

Rezension: "Lockwood & Co." (Jonathan Stroud)






Titel: Lockwood & Co. - Die seufzende Wendeltreppe
Reihe: Band 1 der Reihe "Lockwood & Co."
Verlag: cbj
Hardcoverausgabe mit 432 Seiten
ISBN 978-3-570-15617-9
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: ab 12 Jahren
Preis: 18,99 Euro







Klappentext:

"Nach unten!" brüllte Lockwood.

Die Kerzen flackerten irrwitzig und unsere Schatten jagten über die Wände, als wir die Treppenwindungen hinunterstürmten. Rund um uns erhob sich ein ungeheuerliches Kreischen, drang aus den Stufen und Steinen selbst - schmerzhaft wie Peitschenhiebe. Doch das Unerträglichste war die pure Todesangst, in der die Schreie ausgestoßen wurden. Abwärts, immer rundherum, rundherum... Und plötzlich waren die Schatten, die neben uns herglitten, nicht mehr unsere eigenen. Sie trugen spitze Kapuzen und aus ihren weiten Ärmeln reckten sich dürre Arme. Abwärts, abwärts... Die Schemen jagten uns, zu Klauen gekrümmte Schattenfinger griffen nach Lockwood und mir, die Schreie bohrten sich wie rotglühende Eisen in unsere Schädel und ich hatte nur noch einen Wunsch - dass der grauenvolle Lärm endlich verstummen möge. 

Vom Autor der weltweiten Bestseller-Tetralogie "Bartimäus"

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Story und Charaktere: 

„Lockwood & Co.“ das sind, nach einem außergewöhnlichen Vorstellungsgespräch, Lockwood, George und Lucy. Drei Kinder mit unterschiedlichen Geisterfähigkeiten, die in der Lage sind, verschiedenen Spukvarianten ein Ende zu bereiten.
Nachdem sie durch ihren neuen Fall, einem Geist seine Identität zurückzugeben und dabei das Haus abzufackeln, endlich auch in der Presse Erwähnung finden, sehen sie nun ihrem größten Fall entgegen. Sie sollen eines der spukigsten Geisterhäuser von ihren unsichtbaren Bewohnern säubern und dabei möglichst selbst am Leben bleiben. Dieser Fall ist mit nichts zu vergleichen, was ihnen vorher begegnet ist. Ob sie diesen Geistern wirklich gewachsen sind?

Lucy, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, ist ein junges Mädchen mit der Gabe, Geister besonders gut zu hören und zu spüren, während Lockwood ein „Sehender“ ist, der den Geisterschein besonders gut erkennt. Auch George hat eine Mischung dieser Fähigkeiten, ist aber eigentlich eher dafür zuständig, gewisse Dinge vor Aufnahme eines Falles zu recherchieren und sich entsprechend um die Ausrüstung zu kümmern.
Lockwood, der Leiter der Agentur „Lockwood & Co.“ hat ein riesiges Haus, das er von seinen Eltern hinterlassen bekommen hat, über die er jedoch niemals spricht. Hier lebt nicht nur er, sondern auch George. Selbst Lucy findet nach ihrer Anstellung hier ihren Platz.
Die Inneneinrichtung scheint ein wenig an ein Gruselkabinett zu erinnern, denn überall finden sich Gegenstände, die mit Geisterheimsuchungen in Verbindung stehen. Es ist eben eine echte Geisteragentur.
Lucy, die froh ist, ihrem Elternhaus mit der neuen Stelle endgültig den Rücken kehren zu können, lebt sich bei Lockwood und George sehr schnell ein. Sie beweist nicht nur Köpfchen, wenn es um Geisterfälle geht, sonder auch ungeheuerlich viel Mut, wenn sie dem Tod mal wieder ins Auge sehen muss – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.
Lockwood macht einen immer wieder ganz zerstreuten und in sich gekehrten Eindruck. Er scheint ganz in seine eigene Gedankenwelt versunken, an der er George und Lucy oftmals erst dann teilhaben lässt, wenn schon alles zu spät ist. Damit bleibt er die ganze Zeit ein recht undurchsichtiger Charakter.
George kann sich in seiner Rolle als „Mädchen für alles“ nur schwer gegen Lucy und Lockwood durchsetzen. Das geht ihm manchmal ganz schön gegen den Strich. Wenn es allerdings um die Lösung eines Falles geht, können sich die drei aufeinander verlassen.

Jonathan Stroud hat hier ein Trio von Kindern erschaffen, die auf ihre ganz eigene Art zusammenpassen und ihren Platz in der Geschichte finden. Ein Mix, der mir wirklich gut gefallen hat.

Was mir besonders gut gefallen hat:

Der Autor versteht sich wirklich darauf, ein Buch so zu schreiben, dass er seine Leser mit seinen Worten ans Buch fesselt. Sein Stil ist so locker, flüssig und leicht, dass dieser mich durch die Geschichte trägt, selbst wenn sie mir mal nicht wirklich gefällt.
Mit diesem lockeren Stil geht auch die Art einher, wie er Dinge beschreibt. Die Menschen und Orte, ihre Gefühle und Denkweisen werden so punktgenau beschrieben, dass ich keine Probleme hatte, das Kopfkino laufen zu lassen. Dabei verwendet er keine ellenlangen Beschreibungen, sondern nur das Notwendigste, dass er jedoch zielsicher ausgewählt hat.

Als Leserin von Jugendbüchern muss ich sagen, dass ich kein vergleichbares Buch kenne, das diese Geisterthematik so aufgreift. Ich habe schon sehr viele „Erwachsenenbücher“ zu diesem Thema gelesen und auch jede Menge Filme gesehen, sodass das Buch für mich zwar sehr vorhersehbar und deshalb oft nicht so spannend war wie ich es mir gewünscht hatte, aber meinen Betrachtungswinkel muss ich hier außen vor lassen. Dies ist das wohl erste Jugendbuch, von dem ich sage: aus diesem Alter bin ich raus.
Wenn ich dieses Jugendbuch allerdings aus der Jugendbuchsicht betrachte, denke ich, dass sich jüngere Leser mit diesem Buch sehr gut unterhalten fühlen werden. Hier werden so viele Geisterklischees aufgegriffen, dass man in die fiktive Zeit dieses Buches ohne Weiteres abtauchen kann. Da die Hauptcharaktere allesamt selbst junge Jugendliche sind, ist es nicht schwierig, sich mit ihnen auf Augenhöhe wiederzufinden, wenn man selbst in diese Altersgruppe passt. Obwohl man Bücher dieser Art vor allem männlichen Publikum zuschreiben würde, kommen gerade Mädchen hier auf ihre Kosten, schließlich wird das Ganze aus der Sicht von Lucy erzählt. Sie lässt den Leser an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben und lässt dadurch alles zu einer authentischen Geschichte werden.

Was mir nicht so gut gefallen hat: 

Meiner Meinung nach braucht die Geschichte zu viel Anlauf, bevor sie dort ankommt, wo die eigentliche titeltragende Geschichte beginnt. Über 250 Seiten haben wir nur Vorgeschichte zum eigentlichen Fall und Vor-vorgeschichte zu Lucys Anstellung als Geisterjägerin bei Lockwood. Hier hätte der Autor ruhig ein bisschen mehr Tempo einbringen können, sodass man vom eigentlichen Geistererlebnis mehr als nur 100 Seiten hat.
Leider trug es auch nicht dazu bei, immer wieder Andeutungen zu anderen Fällen fallen zu lassen, auf die aber nicht weiter eingegangen wurde. All diesen Raum hätte er besser für den eigentlichen Fall verwenden sollen.
Was mir auch nicht so gut gefallen hat, ist, dass ich die ganze Zeit das Gefühl hatte, eine Mischung aus einem Geisterjäger-Sherlock-Holmes und den Drei ??? in der Hand zu halten. Das fand ich etwas schade, denn die Grundstory und die Charaktere haben mir eigentlich ganz gut gefallen. Hier und da könnte man zwar meinen, dass Jonathan Stroud eher einen Erwachsenen in eine Jugendrolle versetzt hat, als wirklich einen Jugendlichen handeln zu lassen, doch das nennt man wohl „künstlerische Freiheit“.

Gestaltung: 

Das Cover des Buches ist sehr ansprechend gestaltet und ein echter Blickfang. Es ist mit ein Grund gewesen, warum ich das Buch nicht in der Buchhandlung liegen lassen konnte.
Auf grau-blauem Hintergrund ist ein riesiges Vorhängeschloss mit der goldenen Aufschrift des Titels abgebildet worden, durch dessen Verschluss sich zwei Degen kreuzen. Umgeben ist das ganze von einem seltsamen Nebel, der dazu beiträgt alles ein wenig mysteriös erscheinen zu lassen. Was genau es mit dem Cover auf sich hat, stellt sich im Laufe der Geschichte heraus. Am Ende kann man sich sicher sein, dass es mehr als passend für dieses Buch ist.

Die Gestaltung im Inneren des Buches hingegen hat mir nicht so gut gefallen. Über jedem Kapitel findet sich ein kleines rundes Bild, das jedoch immer so dunkel ist, dass kaum erkennbar ist, was darauf abgebildet wurde. Qualitativ finde ich diese gutgemeinten Bilder wirklich schrecklich. Auf sie hätte ruhig verzichtet werden können.

Wertung: 

Dies ist ein Buch, dass in den Händen von jungen Jugendlichen und geisterbegeisterten Lesern sicher für ein paar aufregende und spannende Lesestunden sorgen kann. Der Schreibstil und die Charaktere sind wirklich wunderbar gelungen und gefallen sogar mir als Erwachsene. Abzüglich der vielen Längen, des Sherlock-Holmes-Drei-???-Gefühls und meiner anderen Kritikpunkte, vergebe ich 3 ½ Lila-Lesesterne an den ersten Band der „Lockwood & Co.“-Reihe.


Dienstag, 22. Oktober 2013

Rezension: "Rauklands Sohn" (Jordis Lank)






Titel: Rauklands Sohn
Reihe: Band 1 der Reihe "Raukland"
Verlag: el Gato
Taschenbuchausgabe mit 359 Seiten
ISBN 978-3-943596-04-5
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
Preis: 12,90 Euro







Klappentext:

Ronan, Sohn des mächtigen Herrschers im Nordmeer, fürchtet weder Schmerz noch Tod. Doch auf einer nordischen Insel muss er sich einer Prüfung stellen, bei der sein Schwert nutzlos ist. Bals muss Ronan erkennen, dass der größte Kämpfer der ist, der sich selbst besiegt. 

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Story und Charaktere:

Ronan, Sohn des Königs von Raukland und nächster Thronfolger, ist ein Kämpfer erster Güteklasse. Niemand kann so gut mit dem Schwert umgehen wie er. Das bringt ihm dieses Mal allerdings nichts, schafft er es doch, eine wichtige Schlacht im Rausch zu verschlafen. Sein Vater zögert nicht lange, lässt ihn auspeitschen, brandmarken und schickt ihn auf die Insel Lannoch, die weitab von Raukland liegt. Dort soll Ronan verschiedene Prüfungen bestehen, um Lannochs nächster König zu werden und die Insel somit für Raukland einzunehmen. Dazu hat er ein Jahr Zeit. Gleich die erste Prüfung ist eine der schwierigsten: Er muss einen Freund finden.

Ronan ist der Hauptcharakter der Geschichte. Er ist ein zunächst typischer Kämpfer der sich in der Schlacht zu behaupten weiß und nicht schnell kleinbei gibt. Als er jedoch für ein Jahr nach Lannoch verbannt wird, um dort die Aufgaben des dortigen Königs zu lösen, damit Lannoch an ihn und Raukland fällt, ändert sich für Ronan alles. Auf Lannoch lernt er langsam aber sicher, nicht nur Kämpfer und Thronfolger, sondern auch Mensch zu sein, Freundschaften zu schließen und das Leben auch mal zu genießen. Er entdeckt in sich selbst eine Seite die lieben und fühlen kann, die ihn zu etwas anderem macht, als einem Haudrauf. Ganz zarte Bande entwickeln sich zwischen ihm und Eila, der Enkelin des Königs von Lannoch, die Ronan immer wieder verwirren.
Wie gut, dass er da Liam an seiner Seite hat. Obwohl Ronan der Hauptcharakter ist, ist es Liam, der den Faden der Geschichte neu spinnt. Durch ihn schafft es Ronan sich zu ändern, auch wenn er es selbst nicht bemerkt und vielleicht auch gar nicht will. Liam ist ein sehr ruhiger Charakter, der alle Schwächen aufweist, die Ronan nicht hat. Dafür hat er allerdings auch eine Stärke, die Ronan nicht vorweisen kann: Liam fühlt und steht zu dem, was diese Gefühle für ihn mit sich bringen.

Hier treffen zwei Charaktere aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein können. Ronan, der Schwertkämpfer und Liam, der kleine Händler einer Insel weitab von Raukland. Diese zwei so verschiedenen jungen Männer sollen Freundschaft schließen, um Ronan vor der Blamage zu bewahren, die Prüfungen des Königs von Lannoch nicht zu bestehen. Dabei treiben sich beide gegenseitig mit dem an, was sie selbst können. Ronan versucht Liam das Fechten mit dem Schwert näher zu bringen, während Liam Ronan dabei zu helfen versucht, sich endlich selbst zu finden.
Die Autorin hat hier zwei wunderbare Protagonisten erschaffen, deren Entwicklung ich als Leserin mit Spannung verfolgt habe. Hinter all den Schwertern steckt eine Geschichte zweier Menschen, die mich fasziniert haben. Zusammen mit all den wunderbaren Nebencharakteren, die alle genug Platz erhalten haben, um sich ein Bild von ihnen und ihrem Platz in der Geschichte machen zu können, wurde hier eine tolle Geschichte rund um Raukland, Lannoch, Ronan und Liam gesponnen. Es ist sehr einfach, mit den beiden Charakteren zu sympathisieren, mit ihnen zu leiden, hier und da den Kopf zu schütteln oder auch mal Herzrasen zu bekommen. Eine Mischung, die mir sehr gefallen hat.

Was mir besonders gefallen hat:

Jordis Lank überzeugt mit einem sehr lockeren und flüssigen Schreibstil, der sich leicht lesen lässt. Ihre Beschreibungen gehen gerade so weit ins Detail, dass genug Raum für die eigene Fantasie erhalten bleibt, um sich selbst ein gedankliches Bild von Lannoch, den Figuren und allem anderen machen zu können.
Besonders gefällt mir, dass hier, trotz der männlichen Hauptprotagonisten, auch ein Buch für weibliche Leser geschaffen wurde, das nicht nur von Schwertkämpfen und Todesszenen lebt. In diesem Buch kommen Leser beider Geschlechter auf ihre Kosten. Der Altersempfehlung von 14 Jahren stimme ich voll und ganz zu, gibt es doch nicht nur „nette“ Szenen im Buch. Schon der Anfang eignet sich nicht für empfindliche Gemüter, sodass jüngere Leser mit diesem Buch lieber noch ein Weilchen warten sollten. Auch denke ich, dass die zwischenmenschlichen Beziehungen jüngerem Publikum doch eher verborgen bleiben oder als anstrengend empfunden werden. Jugendliche ab 14, aber auch fantasybegeisterte Erwachsene sind hier genau das richtige Lesepublikum für den ersten Band der Rauklandtrilogie.

Auch gefallen hat mir, dass, trotz des Ernstes der Lage, in der Ronan sich befindet, auch eine humorvolle Seite zum Vorschein kommt, die mich hat immer wieder schmunzeln lassen. Das Bild eines muskelbepackten Kämpfers, der Eier ausbläst ist doch beispielsweise wahrlich nicht zu verachten. Hier geht es also nicht nur um geschwungene Schwerter, sondern um eine sehr viel tiefgründigere Geschichte, die ich wirklich gerne gelesen habe.

Besonders erwähnen möchte ich an dieser Stelle noch den Einband des Buches. Zuerst einmal ist das Buch überhaupt nicht steif, wenn man es liest und wie man es von Taschenbüchern gewohnt ist und zum Anderen sind am Buchrücken keine Leserillen entstanden, obwohl ich das Buch mehrfach stark aufgeklappt weggelegt habe. Dies ist für mich ein zusätzlicher Pluspunkt, denn jeder von uns, der Taschenbücher liest, ärgert sich doch immer wieder, wenn der Rücken zerknickt ist.

Was mir nicht so gut gefallen hat: 

Es gibt zwei kleine Dinge am Buch, die mich ein wenig gestört haben und in mein persönliches Kritikfeld fallen. Zum Einen verstehe ich nicht, warum die Autorin in diversen Kapiteln so viele Absätze mit Leerzeilen dazwischen gemacht hat, obwohl kein neuer Gedankengang oder einen Szenenwechsel folgte, zum anderen fand ich die Schriftart auf Dauer anstrengend zu lesen.
Die Sache mit den Absätzen unterbricht meiner Meinung nach immer wieder den Lesefluss, denn diese Absätze sind oft nur ein paar Zeilen lang.
Die gewählte Schriftart scheint etwas in Richtung „Arial“ und damit keine Serifenschrift zu sein, die sonst für Romane etc. in irgendeiner Form verwendet wird. Hier sind die Buchstaben sehr steif und „kantig“, was die Augen auf Dauer ermüdet.
Beides jedoch hat keinen Einfluss auf die Geschichte selbst und wird deshalb nicht besonders stark von mir gewichtet.

Gestaltung:

Vor einem wolkenverhangenen Abendhimmel zeigt sich eine alte Burg die sich im Wasser spiegelt. Zwischen Burg und Wasser wurde der Text auf schwarzem Hintergrund platziert. Im Vordergrund ist ein Schwert zu sehen, das tatsächlich silbrig glänzt, wenn man das Buch in der Hand hält. Auf der Rückseite des Buches finden sich Burg und Schwert noch einmal wieder, was dem Klappentext einen schönen Rahmen gibt. Das gesamte sehr flexible Cover ist auf Hochglanz gedruckt und macht deshalb einen qualitativ hochwertigen Eindruck.

Wertung: 

Mir hat die Geschichte um Ronan und Liam nicht nur wegen der Charaktere, sondern auch wegen des Schreibstils sehr gut gefallen. Endlich einmal habe ich ein Buch dieses Genres in der Hand, das nicht nur auf männliche Leser, sondern auch auf weibliche ausgerichtet ist, ohne dabei auf gängige Klischees zu verzichten. Als erster Band einer Trilogie, haben wir hier einen Auftakt, den ich sehr gerne gelesen habe. Einzig die Form des Textes war etwas, was mir nicht so ganz gefallen hat. Deshalb vergebe ich für „Rauklands Sohn“ 4 ½ Lila-Lesesterne und eine Leseempfehlung. Band zwei wird sicherlich auch seinen Weg in mein Regal finden.


Donnerstag, 17. Oktober 2013

Rezension: "Percy Jackson - Die letzte Göttin" (Rick Riordan)






Titel: Percy Jackson - Die letzte Göttin
Reihe: Band 5 der Reihe "Percy Jackson"
Verlag: Carlsen
Taschenbuchausgabe mit 450 Seiten
ISBN 978-3-551-31246-4
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 12 - 15  Jahren
Preis: 8,99 Euro







Klappentext:

Das Ende der Welt begann damit, dass ein Pegasus auf der Motorhaube meines Wagens landete.

Jetzt sind Percy und seine Freunde gefragt: Ihr Todfeind Kronos holt zum letzten Schlag aus und marschiert auf den Olymp zu, mitten ins Herz von New York. Dabei sind doch die olympischen Götter alle ausgezogen, um gegen das wiedererstandene Monster Typhon zu kämpfen! Gemeinsam mit den Jägerinnen der Artemis und den zum Leben erweckten Denkmälern der Stadt versuchen die jungen Halbblute den Sitz der Götter zu verteidigen. Aber zu allem Unglück haben sie auch noch einen Spion in den eigenen Reihen.

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Story und Charaktere: 

Percy und seine Freunde werden ein letztes Mal gefordert. Sie müssen gemeinsam in die Schlacht ziehen, um zu verhindern, dass der Olymp und damit die Welt, wie wir sie kennen, zerstört wird. Außerdem gilt es, der Bestimmung der großen Weissagung nach zu handeln und am Ende entweder alles zu gewinnen oder alles zu verlieren. Das Schicksal der Götter und der Menschen liegt nun in der Hand all derer, die durch den Nebel sehen können. Es müssen Verbündete gefunden und mobilisiert werden, ein Schlachtplan muss entwickelt werden und es wird einen Zusammenhalt unter den Halbbluten geben müssen, den es vorher so noch nie gegeben hat. Wenn Kronos den Olymp zerstört, ist alles verloren. Percy und seine Freunde setzen alles daran, ihn aufzuhalten. Eine atemberaubende Schlacht beginnt.

Nachdem Band vier meines Erachtens gegenüber seinen Vorgängern sehr geschwächelt hat, schöpft Rick Riordan bei Band fünf wieder aus den Vollen. Die mutigen Helden, die wir über vier Vorgängerbände begleitet haben, leisten in diesem Abschlussband der Percy-Jackson-Reihe mehr, als wir ihnen anfangs zugetraut hätten. Percy, Grover, Annabeth und auch alle anderen treten mit ihren Stärken und Schwächen einem Feind entgegen, gegen den sie einfach nicht gewinnen können – Kronos. Doch aus ihrem Mut, ihrem Zusammenhalt, der Hoffnung und der Hilfe von all ihren Freunden entwickeln sie eine ungeahnte Stärke, die hoffentlich alles zum Guten wendet.

Was mir besonders gefallen hat: 

Rick Riordan ist mit dem fünften Band wieder zu seiner alten Form zurückgekehrt und konnte mich restlos begeistern. Obwohl wir dieses Mal gleich von Anfang an in die Geschichte geworfen werden, schien mir der Anfang etwas lang und hätte ruhig etwas flotter sein dürfen, doch insgesamt geht es in diesem Band ganz schön hoch her. Hier haben wir es mit einer Schlacht zu tun, die wunderbar bildlich beschrieben wurde – gerade so, dass man seinen eigenen Fantasien noch freien Lauf lassen konnte, um ein individuelles Kopfkino zu kreieren. Glücksgefühle und Traurigkeit liegen in diesem Buch sehr nahe beieinander und ich habe mich selbst dabei erwischt, wie ich hin und wieder nicht ruhig auf meinem Bett liegen bleiben konnte, um dem Geschehen zu folgen – so viel Spannung findet sich hier in absolut konzentrierter Form. Manchmal konnten meine Augen gar nicht so schnell den Text erfassen, wie ich weiterlesen wollte. Da wird zueinandergefunden, gestorben, gelacht, dem Feind entgegengetreten, die Hoffnung fast verloren, Freunden stürmisch um den Hals gefallen und ein Haufen Tränen vergossen. Ein emotionaler Schüttelshake der besonderen Art und ein absolut würdiges Finale dieser Reihe.

Gestaltung: 

Percy sitzt auf seinem Freund, dem Pegasus BlackJack mitten über stürmischen Wolken und sieht einem Gott ins Gesicht. Dabei hat er ein Schwert in der Hand und der Pegsus spreizt die Flügel, während er vorne hoch kommt. Ganz im Stile seiner Vorgänger, passt sich auch dieses Cover wunderbar der Reihe an. Vorherrschende Töne dieses Mal: grau, grün und schwarz.

Wertung: 

Ein meiner Meinung nach mehr als würdiger Abschluss der fünfteiligen Reihe um Percy Jackson und seine Freunde. Da mich die Thematik auch jetzt noch nicht loslassen will, wird wohl die Nachfolgereihe „Helden des Olymp“ von Rick Riordan ebenfalls demnächst bei mir einziehen. Von mir gibt es wieder 5 Lila-Lesterne.


Mittwoch, 16. Oktober 2013

E-Book Rezension: "Doppelt gebloggt hält besser" von Perdita Klimeck und Brigitta Wullenweber





Titel: Doppelt gebloggt hält besser
Reihe: Band 1
Verlag: Bookrix GmbH & Co. KG
E-Book: 368 KB (Seitenanzahl Print: 208 Seiten)
Kindle Edition
Preis: 0,00 Euro







Inhalt laut Amazon:

Ein Buch über die alltägliche Freundschaft zweier Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können. Das Fräulein Grete Meier und Lieschen Mueller. Kunstfiguren, erstere zum Leben erweckt von Perdita Klimeck, die zweite von Brigitta Wullenweber. Wie gesagt. Ein Buch. Entstanden aus den täglichen Blogeinträgen beider Damen. Das Fräulein Grete Meier berichtet fast jeden Tag sehr kurzweilig über ein Erlebnis aus ihrem sehr lebendigen Alltag zwischen Büro, Kollegen und Hausgemeinschaft. Lieschen Mueller liest das und antwortet aus ihrer zurückgezogenen Lebenssicht, ebenfalls mit einer Art Geschichte, jeweils auf das Thema, welches sie in Gretes Bericht meint entdeckt zu haben. 

Unterschiedliche Lebens- und Sichtweisen verknüpft durch das Band der Freundschaft, gehalten durch beiderseitige Toleranz. Lebendig durch die Bereitschaft beider Frauen voneinander zu lernen und sich, egal was vorfällt, gegenseitig zu mögen.

Mag sein, dass sich die LeserInnen in einer der beiden wiederfinden. Mag sein, in beiden. Bisherige LeserInnen wollten uns glauben machen, dass das Lesen Freude macht und auch die ein oder andere Erinnerung und Erkenntnis mit im Gepäck hat. Lieschen würde dazu sagen: Möglich isses.

Band 1 enthält die ersten fünfzig Blogeinträge der Freundinnen. Kostenlos. 

Fortsetzung folgt.

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Story und Charaktere:

Die beiden Freundinnen Lieschen Müller und das Fräulein Grete Meier treffen sich jeden Mittwoch zum Kaffeetrinken in einem kleinen Cafè und quatschen über Gott und die Welt. Dabei wird kein Thema ausgelassen, das die Gesellschaft irgendwie berührt. Was die beiden so denken, fühlen, erleben, aneinander haben und wie sie die Welt betrachten, das halten sie in ihren täglichen Blogbeiträgen fest, die immer außerhalb des Kaffeetreffens geschrieben werden.

Dabei haben wir hier zwei sehr unterschiedliche Charaktere, die wahrscheinlich genau deshalb so gut miteinander auskommen. Schließlich hat man auf diese Art und Weise immer etwas zu erzählen, oder etwa nicht? So hält die eine Freundin die andere auf dem Boden der Tatsachen, während hier und da mal ein emotionaler Überflieger über die beiden hereinbricht.
Wunderbar ist es den Autorinnen der beiden fiktiven Charaktere gelungen, die Eigenschaften und auch Eigenarten ihrer Bloggerinnen herauszuarbeiten. Dabei vermute ich, dass hier und da auch persönliche Dinge einen gewissen Raum einnehmen, der klammheimlich zwischen den Zeilen verarbeitet wurde.

Was die beiden Freundinnen so unterschiedlich macht, sind jegliche Einstellungen zum alltäglichen Leben, ihren Hobbies und ihren Wahrnehmungen.
Während die Grete sich gerne die Haare färbt, ist es beim Lieschen eher umgekehrt. Dafür schwärmt das Lieschen für „Schlag den Raab“ und „TV Total“, während die Grete „DSDS“ als ihr geheimes Laster benennt. Auch beim Fußball sind sich beide nicht ganz einig. Die Grete findet Fußball nämlich toll, kann nur dem Damenfußball nichts abgewinnen, während das Lieschen der Fußall so gar nicht interessiert.
Grete könnte bei all den tollen Goodies, die es so gibt, ins Schwärmen geraten, was Lieschen gar nicht verstehen kann, denn sie ignoriert diese lieber gekonnt. Dafür kann sie nicht an sich halten, wenn es ums Nähen geht.
So ziehen sich unendlich viele Themen weiter durch die Freundschaft der beiden, die dennoch immer wieder Gemeinsamkeiten finden, die sie das sein lässt, was sie sind.

Was mir besonders gefallen hat:

Beide fiktive Charaktere haben einen besonders munteren und lockeren Erzählstil, der die Art von Lieschen und Grete ungemein authentisch wirken lässt. Hier wurden nicht einfach zwei Personen erfunden, die über Gott und Welt reden. Nein, hier wurde zwei schreibenden Personen Leben eingehaucht, dass sogar bei mir als Leser ankommt. An der ein oder anderen Stelle findet man sich selbst wieder, belächelt dadurch nicht nur Lieschen und Grete, sondern schmunzelt auch über sich selbst, rutscht ins Nachdenkliche oder betrachtet eine Sache plötzlich aus einem ganz anderen Blickwinkel.

Lieschen und Grete unterhalten sich meistens nämlich nicht „einfach nur so“. Oft wird „geklatscht und getratscht“, massenweise Klischees werden ausgepackt, nur um dann mit ihnen aufzuräumen. In den einzelnen Texten wird dem Leser immer auch wieder der Spiegel des eigenen Selbst oder der Gesellschaft vorgehalten, der die amüsanten Texte unterschwellig zu einer Sammlung nachdenklich stimmender Einträge macht. Dies geschieht allerdings auf so humorvolle Weise, dass man dies erst bemerkt, wenn man sich selbst dabei erwischt, sich in den Texten wiederzuerkennen und das nicht immer auf ganz unkritische Weise.
Hier werden wirklich alle Themen mindestens einmal angespochen: Schönheit, Diäten, Rauchverbot, Internet/Facebook, die soziale Ungerechtigkeit, Politik und Medien, Religion... In keinster Weise allerdings wird hier mit dem erhobenen Zeigefinger gebloggt, nein, hier wird einfach ein Gedankenaustausch präsentiert, der hier und da auf Tatsachen beruht. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die Sache mit der Religion. Auf sehr humorvolle Weise, wird hier beispielsweise ein wenig Wissen über den Islam vermittelt, das mich dazu angehalten hat, diverse Dinge noch einmal genauer zu googlen. Damit haben Lieschen und Grete es geschafft, mich auch über das Buch hinaus mit dem Buch zu beschäftigen. Etwas, was mit Sicherheit nicht jeder Autor schafft.

Gestaltung:

Das Cover war nicht der Grund, warum ich dieses Buch gelesen habe und vermittelt mit den dunklen Farben leider auch nicht ganz den amüsanten, wirklich humorvollen und tollen Inhalt dieses Buches.
Da die Blogs der beiden fiktiven Personen jedoch wirklich existieren und sich im Design des Covers daran orientiert wurde, um durch Übernahme verschiedener Elemente einen Wiedererkennungswert zu schaffen, bleibt dies bei meiner Wertung außen vor.

Wertung:

Unverblümt, doch indirekt, amüsant und doch zum Nachdenken anregend wird hier das alltägliche Leben auf so lockere Art vermittelt, dass ich wirklich super viel Spaß beim Lesen hatte und die Blogs der beiden Protagonisten, mit denen ihre Autorinnen wirklich tolle Arbeit leisten, auch weiterhin verfolgen werde. Für all den Spaß, die schönen Stunden und die vergnügliche Lesezeit gibt es deshalb von mir klare 5 Lila-Lesesterne und eine Leseempfehlung.



P.S.: Dieses E-Book ist keine Sonderaktion von Amazon, sondern dauerhaft kostenlos. Das verdient eigentlich einen Extrastern.

Hier geht's zum Download:


P.S. x 2: Wer nicht genug von Grete und Lieschen bekommen kann, sollte ganz schnell Leser ihrer Blogs werden oder alle Neuigkeiten per Facebook verfolgen:

Frl. Grete Meiers Blog:


Lieschen Müllers Blog:


Das Frl. Grete Meier und Lieschen Müller bei Facebook

Dienstag, 15. Oktober 2013

Neuzugänge 15.10.13

Hallo ihr Lieben,

seit meinem letzten Neuzugängepost sind schon wieder jede Menge neuer Bücher bei mir eingetrudelt. Ein Grund einen Verkaufsstop einzulegen, denn sonst wird mein SuB wieder so riesig, wie er vor Beginn meines Blogs war.

Dieses Mal sind Bücher dabei, mit denen alles anders ist als mit meinen vorherigen Büchern. Ich habe in den letzten Wochen nämlich den Buchtausch für mich entdeckt, der gleich vier Bücher meiner Wunschliste in meinen Besitz gebracht hat *freu*. Außerdem habe ich mein erstes Rezensionsexemplar aus dem Verlagshaus "el Gato" angenommen, was für mich etwas völlig Neues ist. Eigentlich lese ich nämlich nur Bücher, die ich selbst erworben habe. Hier allerdings hat mich die Autorin selbst angeschrieben, mir eine Leseprobe zugesendet und mich direkt damit begeistert. Ihr Buch werde ich in den kommenden Wochen nicht nur lesen, sondern dann auch auf meinem Blog verlosen :)

Nun aber zu all den schönen Neuzugängen, die jetzt mein Regal zieren :)

1. "Rauklands Sohn" von Jordis Lank (Rezensionsexemplar)






Titel: Rauklands Sohn
Reihe: Band 1 der Reihe "Raukland"
Verlag: el Gato
Taschenbuchausgabe mit 359 Seiten
ISBN 978-3-943596-04-5
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
Preis: 12,90 Euro







Klappentext:

Ronan, Sohn des mächtigen Herrschers im Nordmeer, fürchtet weder Schmerz noch Tod. Doch auf einer nordischen Insel muss er sich einer Prüfung stellen, bei der sein Schwert nutzlos ist. Bals muss Ronan erkennen, dass der größte Kämpfer der ist, der sich selbst besiegt. 

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2. "Kinkerlitzchen für die Leselust - Alfreds Geheimnis" von Jörg F. Nowack

Ein Buch, auf das ich über den Autor aufmerksam geworden bin. Mit diesem absolut niedlichen Cover und dem vielversprechenden Klappentext, konnte ich einfach nicht die Finger davon lassen.






Titel: Kinkerlitzchen für die Leselust - Alfreds Geheimnis
Reihe: Band 1 der Reihe "Kinkerlitzchen für die Leselust"
Verlag: Jörg F. Nowack
Taschenbuchausgabe mit 284 Seiten
ISBN 978-3-944421-13-1
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: keine Angaben
Preis: 12,70 Euro






Klappentext:

Es war einmal... so fingen früher Märchen an. Früher?

Es war einmal die Fee Leselust. Deren Geschichte wird im Buch des Autors Felix Grimmig erzählt und im Kinderlitzchen-Verlag zur Herausgabe vorbereitet. 
Der Verleger unterhält sich mit seinem Freund vertraulich darüber, dass ihre Enkel nicht lesen wollen. Das hört die Fee, die kurz zuvor dem Manuskript entstiegen war.
Sie warnt die Großväter, dann die Enkel. Als alles nichts fruchtet, verwünscht sie die Kinder. Sie nimmt ihnen die Fähigkeit, die sie ohnehin nicht nutzen: das Lesen. Plötzlich bemerken sie, dass sie im Grunde immerzu lesen, und sind erschrocken.
Doch an wen und wohin sollen sie sich wenden, um ihre verlorene Fähigkeit zurückzugewinnen?
In den Stunden höchster Not erinnert sich Tims Großvater an eine Geschichte, die er nur vom Hörensagen kennt. Die rankt sich um das Leben eines Vorfahren. 

Das vorliegende Buch ist der erste Teil der Reihe "Kinderlitzchen für die Leselust".

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3. "Das Geheimnis von Ashton Place - Aller Anfang ist wild"  von Maryrose Wood

Dies ist mein allererstes Tauschbuch, dass ich von meiner WuLi streichen konnte :)






Titel: Das Geheimnis von Asthon Place - Aller Anfang ist wild
Reihe: Band 1 der Reihe "Das Geheimnis von Ashton Place"
Verlag: Thienemann Verlag
Hardcoverausgabe mit 284 Seiten
ISBN 978-3-522-18296-6
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 11-13 Jahren
Preis: 12,95 Euro






Klappentext:

Sie sind alles andere als normal,

die drei Wilden von Asthton Place. Sie heulen wie die Wölfe und jagen leidenschaftlich gern Eichhörnchen. Dabei sollen sie doch endlich lernen, sich richtig zu benehmen - schließlich gibt Lady Ashton bald ein großes Fest! In dieser äußerst schwierigen Situation kann nur eine helfen: Miss Penelope Lumley, die zauberhafte Gouvernante der Swanburne Academy. Beherzt macht sie sich an die Arbeit und merkt bald, dass nicht jeder ihre Bemühungen unterstützt. Allen voran Lord Ashton... Wie kann sie die Kinder vor ihm schützen? 

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4. "Johannes Cabal - Seelenfänger" von Jonathan L. Howard

Auch diese komplette Reihe habe ich ertauscht und nun von meiner WuLi gestrichen :)






Titel: Johannes Cabal - Seelenfänger
Reihe: Band 1 der Reihe "Johannes Cabal"
Verlag: Goldmann
Taschenbuchausgabe mit 379 Seiten
ISBN 978-3-442-46996-3
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: keine Angaben
Preis: 12,00 Euro







Klappentext:

Ein Jahr, 100 Seelen und ein Jahrmarkt der besonderen Art: ein Seelenfänger packt aus

Der Weg in die Hölle ist nicht der angenehmste. Doch Johannes Cabal bleibt nichts anderes übrig, als ihn trotzdem anzutreten, wenn er seine Seele wiederhaben will. Er hatte sich an den Teufel verkauft, um Totenbeschwörer zu werden,. Doch ohne Seele lebt es sich nur halb so gut, und daher steht Johannes wieder einmal in den heißen Hallen. Satan gibt allerdings nur ungern her, was er einmal besessen hat. Er wenn Johannes 100 Seelen innerhalb eines Jahres rekrutieren kann, bekommt er seine eigene wieder... ein fairer Deal, oder?

Der Beginn einer fantastisch, witzigen Trilogie mit einem wahrhaft düsteren Helden


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5. "Ein Fall für Johannes Cabal - Totenbeschwörer" von Jonathan L. Howard





Titel: Ein Fall für Johannes Cabal - Totenbeschwörer
Reihe: Band 2 der Reihe "Johannes Cabal"
Verlag: Goldmann
Taschenbuchausgabe mit 414 Seiten
ISBN 978-3-442-47034-1
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: keine Angaben
Preis: 12,00 Euro







Klappentext:

Wer Tote zum Leben erwecken kann, ist klar im Vorteil. Wer nur so gut, immer auf der Flucht...

Johannes Cabal wollte eigentlich nur ein Buch ausleihen, doch jetzt sitzt er im Gefängnis und wartet darauf, exekutiert zu werden. Nun gut, er ist nachts in die Bibliothek eingebrochen, und es war ein geheimes Buch aus der Sicherheitsverwahrung. Zum Glück sucht ihn, kurz bevor seine letzte Stunde schlagen soll, ein hoher Staatsmann auf, der seine Fähigkeiten benötigt. Und ehe Cabal sich's versieht, ist er so gut wie frei und damit beschäftigt, einem toten Kaiser Leben einzuhauchen. Ein nicht so leichtes Unterfangen, wie sich herausstellt...

Verboten komisch! Ein weiteres unwiderstehliches Abenteuer mit Johannes Cabal, dem schrägsten Totenbeschwörer aller Zeiten.

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6. "Johannes Cabal - Das Institut für Angst und Schrecken" von Jonathan L. Howard






Titel: Johannes Cabal - Das Institut für Angst und Schrecken
Reihe: Band 3 der Reihe "Johannes Cabal"
Verlag: Goldmann
Taschenbuchausgabe mit 379 Seiten
ISBN 978-3-442-46996-3
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: keine Angaben
Preis: 12,00 Euro






Klappentext:

Ein Totenbeschwörer, ein Kunsthändler, ein Anwalt und ein Leichenbestatter auf der Jagd nach der Angst...

Als eines Tages drei seltsame Männer vor seiner Tür stehen, ist der Totenbeschwörer Johannes Cabal mehr als überrascht. Was wollen ein Kunsthändler, ein Anwalt und der Direktor eines Bestattungsinstituts von ihm? Schnell stellt sich heraus, dass das Institut für Schreckensfragen sie mit einem ganz besonderen Anliegen schickt: Cabal soll ihnen helfen, die Angst zu besiegen. Und da er sich für kein Abenteuer zu schade ist, willigt er ein. Doch was ihn dann erwartet, hätte auch er sich niemals vorstellen können.

"Nach den ersten beiden Bänden hat man immer noch nicht genug und erwartet sehnsüchtig Teil drei. Spannend und einfach genial." Abenteuer & Phantastik

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Nicht getauscht, sondern gekauft, sind diese beiden Bücher:

7. "Mr. Peregrines Geheimnis" von A.J. Hartley





Titel: Mr. Peregrines Geheimnis
Reihe: nein
Verlag: Heyne
Hardcoverausgabe mit 462 Seiten
ISBN 978-3-453-26764-0
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: ab 12 Jahren
Preis: 17,99 Euro








Klappentext:

Hinter dem Spiegel wartet eine geheime Welt auf dich

Was hat sich der seltsame alte Ladenbesitzer Mr. Peregrine nur dabei gedacht, Darwen einen so gefährlichen Spiegel zu schenken? Denn als der Junge Am Abend hineinblickt, wird er Spiegel zum Tor in eine andere Welt. Darwen klettert hindurch und entdeckt einen wunderschönen, verzauberten Wald. Endlich hat er einen Ort nur für sich allein! Doch dann tauchen plötzlich riesige Monster auf - und sie sind hinter Darwen her. Zum Glück findet er zwei Freunde, die ihm bei seinem unglaublichen Abenteuer zur Seite stehen. 

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8. "Elixirium - Das gefährliche Erbe des Apothekers" von Maile Meloy






Titel: Elixirium - Das gefährliche Erbe des Apothekers
Reihe: Band 1 der Reihe "Elixirium"
Verlag: Coppenrath
Hardcoverausgabe mit 397 Seiten
ISBN 978-3-596-854844
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 12-15 Jahre
Preis: 16,95 Euro






Klappentext:

An der verschlossenen Eingangstür wurde heftig gerüttelt. 
"Sie sind da!", rief der Apotheker. 
Hastig zog er ein großes Buch aus dem Regal. 
"Ihr müsst die Pharmacopeia in Sicherheit bringen." 
Benjamin sah seinen Vater fragend an.
"Vor wem sollen wir sie in Sicherheit bringen?"
"Vor jedem, der nach ihr sucht."

Eigentlich hat sich Janie das Leben in ihrer neuen Heimatstadt grau und langweilig vorgestellt. Doch das Buch, das ihnen von Benjamins Vater anvertraut wurde, enpuppt sich als eine wertvolle Sammlung von alchemistischem Geheimwissen, das die Welt für immer verändern kann.
Aber nicht nur dubiose Wissenschaftler sind hinter der Pharmacopeia her - Janie und Benjamin müssen es mit weit schlimmeren Gegner aufnehmen. 

"Die Magie dieses Buches ist einfach umwerfend" New York Journal of Books

"Meloy erzählt schnell und spannend, ohne ihre jugendliche Leserschaft aus den Augen zu verlieren." LA Times

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Ihr habt selbst schon eines dieser Bücher gelesen, auf eurer Wunschliste oder etwa gerade auf diese hinzugefügt? Dann lasst es mich doch wissen :) 

Liebe lila Lesegrüße
Iris

Montag, 14. Oktober 2013

Rezension: "Die Glücksbäckerei - Das magische Rezeptbuch" (Kathryn Littlewood)






Titel: Die Glücksbäckerei - Das magische Rezeptbuch
Reihe: Band 1 der Reihe "Die Glücksbäckerei"
Verlag: KJB (Fischer)
Hardcoverausgabe mit 348 Seiten
ISBN 978-3-596-854844
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 10-12 Jahren
Preis: 14,99 Euro






Klappentext:

Wenn man Glück backen könnte...

Rose und ihre Familie haben ein Geheimnis. Es ist das alte Familienbackbuch, in dem so zauberhafte Rezepte wie Liebesmuffins und Wahrheitsplätzchen gesammelt sind - oder auch Törtchen, um verlorene Dinge wiederzufinden. Roses Eltern hüten das Buch wie ihren Augapfel, keines der Kinder darf auch nur einen Blick hineinwerfen. Doch dann müssen die beiden Zauberbäcker verreisen. Rose und ihre Geschwister versprechen, sich von dem verbotenen Buch fernzuhalten. Doch dieses Versprechen ist gar nicht so einfach einzuhalten - und bald geht es in dem kleinen Dorf drunter und drüber...

Ein Buch zum Dahinschmelzen wie Schokolade auf einem warmen Muffin!

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Story und Charaktere:

Alles sollte so einfach sein. Rose, ihre Brüder und ihre kleinen Schwester erhalten den einfachen Auftrag, ein paar Tage auf die Glücksbäckerei aufzupassen, während die Eltern beruflich unterwegs sein werden. Doch irgendwie geht alles schief, plötzlich taucht eine Tante auf, die sie nie zuvor gesehen haben und die auch noch das Kochlöffelmuttermal hat. Eine Tante, der Rose nicht wirklich trauen will. Warum taucht sie schließlich ausgerechnet dann auf, wenn ihre Eltern gar nicht da sind? Dann nimmt das Chaos seinen Lauf. Rose und ihr kleiner Bruder backen Liebesmuffins und Wahrheitsplätzchen – nur einen Tag später steht die ganze Stadt Kopf. Da helfen auch keine Hinsetzen-und-Mundhalten-Brötchen. Irgendwann bleibt den Kindern nur noch ein einziger Ausweg... Sie müssen ihrer Tante Lily vom geheimen Backbuch erzählen, in dem sich Rezepte finden, die es sonst nirgendwo gibt. Da werden Blitze in den Teich gemischt und Tränen eines Hexers. Sogar das Geheimnis der Zeit wird vom Zwerg des ewigen Schlafes hineingesprochen. In der Familie Glyck geht es ganz schön magisch zu.

Wunderbar hat Kathryn Littlewood die einzelnen Charaktere dieses noch wunderbaren Buches herausgearbeitet. Die Kinder Rose, Tymo, Basil und Nella sind typische Kinder, ausgestattet mit allen Eigenschaften, die Kinder eben so haben. Die kleine Nella ist verspielt, laut, neugierig und sagt immer wieder Dinge, die sie gar nicht sagen soll. Doch woher soll sie das wissen? Sie ist schließlich noch ein kleines Kind und wenn die Erwachsenen über wichtige Dinge in ihrer Umgebung sprechen, müssen sie damit rechnen, dass es weitergeplappert wird. Rose ist die Älteste im Bunde der vier Kinder und sieht sich schon als kleine Bäckerin in der Glücksbäckerei. Sie passt auf ihre kleinen Geschwister auf, die sie ganz schön auf Trab halten und sie versucht, jede Menge Verantwortung zu übernehmen, die aber eigentlich noch viel zu groß für sie ist. Tymo ist Rose kleiner Bruder, der ihr bei allem beisteht, was während der Abwesenheit seiner Eltern passiert. Doch dummerweise stellt er dabei auch jede Menge Unsinn an. So landen die Liebesmuffins nicht nur bei denjenigen, für die sie bestimmt waren, sondern auch bei allen Mädchen seiner Klasse, die plötzlich reihenweise in Ohnmacht fallen, wenn sie Tymo nur in der Ferne erblicken. Und dann ist da noch Basil. Er fühlt sich von Rose ausgeschlossen und von Tante Lily angezogen. Sie nimmt ihn schließlich so wie er ist und hat nicht die ganze Zeit etwas an ihm herumzumeckern.
Tante Lily ist ein sehr freundlicher, zuvorkommender und fröhlicher Charakter. Kein Wunder, dass vor allem die beiden Jungs und Nella sich zu ihr hingezogen fühlen, während ihre Eltern nicht da sind. Doch ist wirklich alles so wie es zu sein scheint?

Was mir besonders gefallen hat:

In diesem Buch erwartet den jungen und erwachsenen Leser ein plätzchenteiglockerer Schreibstil, der mit der Süße von Kokosmakronen gespickt ist. Die vielen tollen Ideen um die Glücksbäckerei kreieren ein Gesamtbild, dass in jedem den Wunsch weckt, eine solche Bäckerei in der eignen Ortschaft zu haben. Karamellig süß und leicht wie ein Baiser wird man durch die wundervolle Geschichte getragen, die dem Leser hier präsentiert wird. Dieses Buch hat mich wirklich von der ersten Seite an begeistert und hält genau das, was der Klappentext verspricht.
Ich denke es ist wirklich die perfekte Wahl für begeisterte Leser der empfohlenen Altersgruppe. Wir haben hier genau die richtige Mischung aus Humor, der ersten Schwärmerei, dem Chaos des Erwachsenwerdens und jeder Menge Fantasie.

Ganz besonders betont wird in diesem Buch der Zusammenhalt in der Familie – egal ob zwischen den Geschwistern oder zwischen den Kindern und den Eltern. Zusammen kann man alles schaffen – man muss nur etwas sagen, wenn man ein Problem hat. Zwischen den Zeilen finden sich verschiedene Werte, die man beim Lesen ganz unbewusst mitvermittelt bekommt. Dabei geht es hier nicht um den erhobenen Zeigefinger, sondern um die Balance zwischen Eigenverantwortung und dem Zugeben von Fehlern. Eine tolle Mischung, die mir wahnsinnig viel Spaß gemacht hat.

Auch begeistert hat mich das Ende. Es macht wirklich ungeheure Lust auf den zweiten Teil, der ja schon in Kürze erscheint. Natürlich wird er auch einen Platz in meinem Regal finden.

Gestaltung:

Durch das wunderschön mit Liebe zum Detail gestaltete Cover bin ich auf dieses tolle Buch aufmerksam geworden. Der Titel wurde hier nicht nur als Titel verwendet, sondern auch verbildlicht. Die herrlichen Pastelltöne und die schönen glänzenden Silberstreifen, geben dem Buch den Anstrich einer echten Glücksbäckerei. Filigrane Blumenmuster säumen die Glücksbäckerin, die in ihrer Bäckerei steht und vor sich jede Menge toller Köstlichkeiten im Schaufenster aufbereitet hat. Am liebsten würde man die Tür aufstoßen und selbst in eins dieser herrlichen Törtchen beißen, in Erwartung, was wohl hineingebacken worden ist.

Wertung: 

Dieses Buch ist genau das, was der Klappentext verspricht: Zum Dahinschmelzen wie Schokolade auf einem heißen Muffin. Damit gibt es von mir ganz klar 5 Lila-Lesesterne und eine Leseempfehlung.


Mittwoch, 9. Oktober 2013

Monatsverlosung: "Der mysteriöse Mr. Spines - Wings" geht an...

Hallo liebe Mitleser,

es ist wieder soweit. Es ist Glücksfeetag. Nachdem mich 10 Kommentare hier und 4 bei Facebook erreicht haben, darf ich heute den Gewinner meiner Septembermonatsverlosung bekanntgeben.
Ganz besonders gefallen haben mir eure Antworten auf meine Frage, ob ihr an Engel glaubt und warum bzw. warum nicht. Scheinbar sind sich alle ziemlich einig, dass es Schutzengel einfach geben muss :) Mir selbst gefällt die Vorstellung von Engeln sehr. Ob in Form eines Schutzengels oder um an liebe Verwandte und Freunde im Himmel zu denken, ist dabei völlig gleichwertig :) Danke, dass ihr eure Gedanken mit mir geteilt habt.

Nun aber, wozu wir alle hier sind.

"Der mysteriöse Mr. Spines - Wings" geht an "Sabine Kupfer". Dies war ihr Kommentar zu meiner Frage:





Hey,

das Buch klingt sehr interessant :)
Ich glaube daran, dass es eine höhere Macht gibt die über uns wacht. Aber ob das direkt Engel sind kann ich nicht sagen. Wenn dann sind sie aber sicher keine pummeligen Figuren mit goldenen Flügeln :)

Liebe Grüße
Sabine





Liebe Sabine, herzlichen Glückwunsch zum neuen Buch :) Ich hoffe, du hast ganz viel Freude daran und noch mehr Spaß beim Lesen :)

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Für alle anderen gilt wieder: Jeden Monat bekommt ihr eine neue Chance auf ein Buch, also nicht traurig sein, dass es dieses Mal nicht geklappt hat :)

Liebe lila Lesegrüße
Iris

Samstag, 5. Oktober 2013

Post von Frl. Grete Meier und Lieschen Müller

Hallo ihr Lieben,

erinnert ihr euch noch an meinen Beitrag bei Facebook zum E-Book "Doppelt gebloggt hält besser"?
Dieses E-Book gibt es dauerhaft kostenlos bei Amazon... Wer Lust auf eine gute Portion Humor hat, der sich an "Allerweltsproblemen" orientiert, der sollte diesen Download auf keinen Fall verpassen:






Titel: Doppelt gebloggt hält besser
Reihe: Band 1
Verlag: Bookrix GmbH & Co. KG
E-Book: 368 KB (Seitenanzahl Print: 208 Seiten)
Kindle Edition
Preis: 0,00 Euro







Inhalt laut Amazon:

Ein Buch über die alltägliche Freundschaft zweier Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können. Das Fräulein Grete Meier und Lieschen Mueller. Kunstfiguren, erstere zum Leben erweckt von Perdita Klimeck, die zweite von Brigitta Wullenweber. Wie gesagt. Ein Buch. Entstanden aus den täglichen Blogeinträgen beider Damen. Das Fräulein Grete Meier berichtet fast jeden Tag sehr kurzweilig über ein Erlebnis aus ihrem sehr lebendigen Alltag zwischen Büro, Kollegen und Hausgemeinschaft. Lieschen Mueller liest das und antwortet aus ihrer zurückgezogenen Lebenssicht, ebenfalls mit einer Art Geschichte, jeweils auf das Thema, welches sie in Gretes Bericht meint entdeckt zu haben. 

Unterschiedliche Lebens- und Sichtweisen verknüpft durch das Band der Freundschaft, gehalten durch beiderseitige Toleranz. Lebendig durch die Bereitschaft beider Frauen voneinander zu lernen und sich, egal was vorfällt, gegenseitig zu mögen.

Mag sein, dass sich die LeserInnen in einer der beiden wiederfinden. Mag sein, in beiden. Bisherige LeserInnen wollten uns glauben machen, dass das Lesen Freude macht und auch die ein oder andere Erinnerung und Erkenntnis mit im Gepäck hat. Lieschen würde dazu sagen: Möglich isses.

Band 1 enthält die ersten fünfzig Blogeinträge der Freundinnen. Kostenlos. 

Fortsetzung folgt.

Hier geht's zum Download: 


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Zu diesem tollen E-Book haben das Frl. Grete Meier und Lieschen Müller ein Gewinnspiel gestartet, bei dem es ein paar tolle Preise zu gewinnen gab. Glücksfee war Herr Heinevetter, der die Gewinner durch Losverfahren ermittelt und dabei auch meinen Namen zwischen die Finger bekommen hat *freu*. 

Heute kam mein toller Gewinn an, über den ich mich wirklich sehr freue :) 


Auspacken macht zumindest mir immer jede Menge Spaß und deshalb konnte ich mein Original-"GRELIE"auch nicht eingepackt lassen :) 


Toll sieht es aus oder? :) Ich bedanke mich ganz, ganz, ganz herzlich beim Fräulein Grete Meier und Lieschen Müller. Ich mochte die Grelies schon, als ich sie das erste Mal gesehen habe und nun mein eigenes in der Hand zu halten ist einfach toll :) Vielen Dank dafür :)
Wer das Frl. Grete Meier und Lieschen Müller noch gar nicht kennt oder nach dem E-Book nicht genug von ihnen bekommen kann, sollte unbedingt immer mal wieder auf die Blogs der beiden schauen oder sich bei Facebook auf dem Laufenden halten lassen :)

Frl. Grete Meier und Lieschen Müller bei Facebook:



Frl. Grete Meiers Blog:



Lieschen Müllers Blog:



Ich freue mich darauf, hier zusätzlich schon bald meine Rezension zum E-Book vorstellen zu dürfen :) 

Liebe lila Lesegrüße
Iris