Montag, 31. März 2014

Rezension: "Der Torwächter" (Markus Stromiedel)






Titel: Der Torwächter
Reihe: Band 1 der Reihe "Der Torwächter"
Verlag: Dressler
Hardcoverausgabe mit 302 Seiten
ISBN: 978-3-7915-1943-2
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: keine Angaben
Preis: 14,95 Euro







Klappentext:

Simon zögerte. Noch einmal blickte er zu dem goldglänzenden Turm. Dort, wo er die Handfläche auf die Fassade gelegt hatte, war ein Fleck entstanden, er wurde größer, bis der Abdruck einer Hand zu sehen war. Die Hand glitzerte. Verblüfft sah Simon, dass sich an der Stelle funkelnde Eiskristalle gebildet hatten, und das trotz der Hitze in der Stadt. Der Wachmann folgte seinem Blick. "Geh jetzt. Es ist nicht gut, hier zu sein."

Der rätselhafte Turm, der Simon magisch anzieht, zwei leuchtende Augen, die ihn in der Dunkelheit verfolgen, die unheimlichen Bilder im Atelier unter dem Dach - seit Simon in das Haus seines Großvaters umziehen musste, häufen sich die merkwürdigen Ereignisse. Wohin ist sein Großvater so plötzlich verschwunden? Was hat es mit dem geheimnisvollen Buch auf sich, das er für Simon dagelassen hat? Zusammen mit Ira, einem Mädchen aus dem nahen Dorf, will Simon herausfinden, was hinter all dem steckt, und stößt dabei auf das geheimnisvolle Erbe der Torwächter - ein Erbe, dem er selbst nicht entgehen kann...

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Story und Charaktere:

Der 13-jährige Simon zieht mit seinen Eltern und seinem Bruder ohne besondere Begründung in das Haus seines Großvaters, der schon kurz darauf spurlos verschwindet. Schon bald merkt Simon, dass seine Eltern Geheimnisse vor ihm haben, sagen sie ihm doch weder, wohin sein Großvater wirklich verschwunden ist, noch warum er nicht in die alte Scheune darf. Außerdem belauscht er immer wieder Gespräche, in denen hinter vorgehaltener Hand über ihn gesprochen wird.
Kein Wunder also, dass Simon sich selbst auf die Suche nach all den Antworten auf seine Fragen macht. Dabei lernt er Ira kennen, ein Mädchen aus dem Dorf, das ihm bei der Beantwortung seiner Fragen zur Seite steht. Sie ist es, die das Geheimnis um die alte Scheune mit ihm lüftet, den unheimlichen Turm mit ihm aus der Nähe betrachtet, sich auf die Suche nach den leuchten Augen macht, die Simon des nachts sieht und ihn in allem unterstützt. In was genau sie dabei hineingeraten, damit rechnet keiner von beiden. Schon gar nicht Simon, der einem Familiengeheimnis der besonderen Art auf die Spur kommt.

Simon ist 13 Jahre alt und der jüngere von zwei Brüdern. Zusammen mit seinen Eltern und seinem älteren, technikbegeisterten Bruder zieht er in das alte Haus seines Großvaters und ist davon wenig begeistert. Er kennt niemanden, fühlt sich alleine und hat auch keine Lust auf die neue Situation. Vor allem aber versteht er nicht, warum er überhaupt umziehen musste.
Als sein Großvater verschwindet, merkt er sofort, dass seine Eltern nicht ehrlich zu ihm sind. Sie sagen zwar, dass dieser sich nur auf einer Geschäftsreise befindet, doch warum darf Simon dann in das Atelier – das Heiligtum seines Großvaters -  ziehen, wenn dieser doch bald wieder da ist? Auch das Geheimnis um die Scheune auf dem Hof zeigt ihm, dass da etwas im Busch ist.
Als er die Möglichkeit bekommt, ein wenig durch das Dorf zu streifen, lernt er Ira kennen, die er ab sofort zu seinen Freunden zählen kann. Ihr erzählt er auch von den merkwürdigen Verhaltensweisen seiner Eltern. Schon sehr bald hat er jede Menge Vertrauen zu ihr aufgebaut.
Seiner unbegrenzten, typischen, jugendlichen Neugier verdankt er es schließlich, hinter die Geheimnisse zu kommen, die seine Eltern vor ihm geheimzuhalten versucht haben. Mit seinem jugendlichen Leichtsinn bringt er dabei aber nicht nur sich in Schwierigkeiten oder gar in Gefahr. In vielen Situationen denkt er nicht an die Konsequenzen, die sein Wirken haben können.

Ira ist ein sehr lebenslustiger Mensch, dem man fast schon vorwerfen kann, dass er auf Ärger aus ist. Sie begibt sich gerne in brenzlige Situationen, aus denen sie aber immer wieder irgendwie entwischt. Als Simon auftaucht, findet sie ihn schon deshalb interessant, weil er fremd ist und von weit weg kommt. Nachdem sie ihn näher kennen gelernt hat, heftet sie sich sofort an seine Fersen, um all die Geheimnisse zu lüften, von denen er ihr erzählt.
Zuhause hat sie ihren Vater, von dem man allerdings nicht allzu viel erfährt, und ihre Großmutter, die ein Händchen dafür hat Mensch und Tier zu heilen. Die Großmutter ist ein wenig merkwürdig und verschroben und nennt Simon aus irgendeinem Grund ständig „Salvatore“. Dies ist eines der weiteren vielen Geheimnisse, die Simon und Ira unbedingt lüften wollen.
Angetrieben von Iras Abenteuerlust, geraten sie und Simon immer tiefer in eine Sache, die sie bis zum Ende nicht erahnen konnten. Hätten sie dies getan, wäre sicherlich so einiges anders gelaufen.

Das Buch hat mich vor allem wegen seinem Klappentext und seinem Cover angesprochen. Inhaltlich hält das Buch zwar einiges bereit, kommt aber nicht an die Erwartungshaltung heran, die ich an das Buch gestellt habe.

Was mir besonders gefallen hat: 

Entsprechend der Altersgruppe, für die dieses Buch gedacht ist, ist der Schreib- und Sprachstil sehr einfach gehalten. Auf schwierige Ausdrücke und knifflige Satzkonstrukte wurde verzichtet, sodass sich der Text mit seinem flüssigen und lockeren Schreibstil leicht lesen lässt. Auch die Kapitel sind wunderbar kurz gehalten, sodass auch jüngere Leser ihren Lesefluss immer passend unterbrechen können.
Da die beiden Hauptcharaktere männlich und weiblich sind, kommen hier beide Geschlechter auf ihre Kosten, wenn sie auf der Suche nach einem seichten Abenteuer sind. Mit Sicherheit werden sich beide Seiten in Simon und Ira hier und da selbst wiedererkennen, da hier eine passende, jugendliche Mischung der Eigenschaften der beiden gewählt wurde.

Was mir nicht so gut gefallen hat: 

Leider mangelt es dem Buch meiner Meinung nach an Spannung und Geschehen. Während der Klappentext ein Abenteuer verspricht, das vom Cover unterstützt wird, findet sich hier eine sehr seichte Geschichte, die sich leider unheimlich zieht. Zwar müssen Ira und Simon all die kleinen und großen Geheimnisse lösen, die sich im Laufe des Buches ansammeln, doch hat die eigentliche Geschichte beispielsweise sehr wenig mit dem Cover zu tun.
Das Bild des Covers spielt nur in einer Zeichnung von Simons Großvater eine Rolle, die sicherlich für weitere Bände wichtig wird, hier aber völlig fehl am Platz ist. Durch das Cover habe ich nämlich eine spannende Geschichte erwartet, die mir hier leider fehlt.
Es gibt natürlich ein, zwei Höhepunkte in der Geschichte, in der Spannung aufgebaut wird, doch insgesamt bleibt alles sehr oberflächlich und seicht. Hinzu kommt, das vieles vorhersehbar ist und somit wenig Raum bleibt, den Leser zu überraschen.

Gestaltung:

Das Cover war der Grund, warum ich überhaupt auf das Buch aufmerksam geworden bin. Eine in Trümmern liegende Stadt, eine Großkatze und ein Junge mit einer Fackel – das sieht fast ein wenig nach Endzeitstimmung aus. Hier fragt man sich sofort: Was ist da passiert? Ein wirklich tolles Cover, das allerdings leider mehr verspricht, als es letztlich halten kann. Das fand ich im Nachhinein sehr schade, denn die Geschichte zu dem Bild wäre sicherlich unheimlich spannend gewesen.

Wertung:

Schreib- und Sprachstil orientieren sich an der Zielgruppe und wurden sehr passend gewählt. Inhaltlich jedoch konnte mich das Buch aufgrund seiner fehlenden Spannung wenig überzeugen. Dies ist definitiv ein Buch, das vor allem Fans seichter Abenteuer ansprechen sollte. Meine persönliche Altersempfehlung läge zwischen 10 und 11 Jahren. Auch das Cover, obwohl sehr gelungen, passte für mich leider nicht zu seinem Inhalt, sodass ich auch hier Abzüge machen muss und dem ersten Band der Torwächter-Reihe 3 Lila-Lesesterne gebe.


Mittwoch, 26. März 2014

Neuzugänge 26.03.14

Hallo ihr Lieben,

seit meinem letzten Neuzugängepost sind wieder ein paar tolle Schätze in mein Regal eingezogen, die ich gekauft, getauscht oder als Überraschung bekommen habe. Vielleicht hat ja auch von euch schon jemand eines der Bücher oder gar mehrere gelesen :)

Neu in meinem Regal wohnen nun:

1. "Helden des Olymp - Das Zeichen der Athene" von Rick Riordan





Titel: Helden des Olymp - Das Zeichen der Athene
Reihe: Band 3 der Reihe "Helden des Olymp"
Verlag: Carlsen
Hardcoverausgabe mit 524 Seiten
ISBN 978-3551556035
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 12-18 Jahre
Preis: 17,90 Euro







Klappentext:

Sieben Halbgötter werden den Olymp vor dem Untergang bewahren – so sagt es die alte Prophezeiung. Und als Annabeth und Percy zusammen mit ihren neuen Freunden wieder aufeinandertreffen, scheinen sich die sieben endlich gefunden zu haben. Mit ihrem Schiff, der Argo II, machen sie sich auf den Weg ins antike Rom. Aber können Sie die alte Feindschaft zwischen den Nachkommen der griechischen und römischen Götter überwinden? Und Annabeth hat noch eine eigene, wenn auch etwas unklare Mission zu erfüllen: „Folge dem Zeichen der Athene“, hat ihre Mutter ihr aufgetragen. Aber was ist das und wohin wird es sie führen? 

Mit Bonusgeschichte, in der sich Percy Jackson und Carter aus den Kane-Chroniken begegnen!

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2. "Der Feuerstein - Eine magische Reise beginnt" von Rae Carson





Titel: Der Feuerstein - Eine magische Reise beginnt
Reihe: Band 1
Verlag: Heyne
Hardcoverausgabe mit 524 Seiten
ISBN 978-3-453-26718-3
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
Preis: 16,99 Euro







Klappentext:

Eine solche Heldin hat die Welt noch nicht gesehen!

Einmal alle hundert Jahre wird jemand dazu auserwählt, in Zeiten höchster Gefahr ein Held zu sein. 
Prinzessin Elisa ist so eine Auserwählte.
Doch Elisa ist auch die jüngere von zwei Schwestern.
Diejenige, die noch nie etwas richtig gemacht hat...

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3. "Plötzlich Fee - Winternacht" von Julie Kagawa






Titel: Plötzlich Fee- Winternacht
Reihe: Band 2 der Reihe "Plötzlich Fee"
Verlag: Heyne
Hardcoverausgabe mit 495 Seiten
ISBN 978-3-453-26722-0
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: ab 14 Jahren
Preis: 16,99 Euro







Klappentext:

Gefangen im Feenreich

In größter Not gab die sechzehnjährige Meghan einst ein Versprechen, nun muss sie es erfüllen: Sie reist an den Hof der grausamen Winterkönigin. Nur die Liebe zu Ash, dem Prinzen des Winterreichs, schenkt ihr die Kraft, den Launen der unberechenbaren Herrscherin zu trotzen. Doch dann wendet sich plötzlich auch Ash von ihr ab und Meghan muss sich ganz allein einer Gefahr stellen, die nicht nur sie, sondern das ganze Feenreich bedroht...

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4. "Das Geheimnis des Spiegelmachers" von Antoinette Lühmann






Titel: Das Geheimnis des Spiegelmachers
Reihe: nein
Verlag: Coppenrath
Hardcoverausgabe mit 367 Seiten
ISBN 978-3-649-61434-0
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 12-15 Jahre
Preis: 14,95 Euro







Klappentext:

Magisch schillernde Glaskugeln, goldene Tücher, makellose Spiegel

Die atemberaubenden Kunstwerke einer geheimnisvollen Gilde sind in Amsterdam begehrt und nahezu unerschwinglich. Doch auf der Suche nach der ewigen Jugend sind die Handwerker zu weit gegangen. 
Zugleich häufen sich die Todesfälle in der Stadt. Zu den Opfern zählen auch die Zwillinge Matthijs und Claas van Leeuwenhoek. Ihr Bruder Nik ist entschlossen, den rätselhaften Tod der beiden aufzuklären. Bei einer Reise nach London kommt er den Männern der Gilde auf die Spur, die alles daran setzen, ihr Geheimnis zu wahren und dabei vor nichts zurückschrecken. Nik muss erkennen, dass es nun auch für ihn um Leben und Tod geht. 

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5. "Die Wunschmaschine - Im Zeichen der grünen Sonne" von Alexander Rothe






Titel: Die Wunschmaschine - Im Zeichen der grünen Sonne
Reihe: Band 1 der Reihe "Die Wunschmaschine"
Verlag: Bastei Lübbe (Baumhaus)
Hardcoverausgabe mit 326 Seiten
ISBN 978-3-8339-0153-9
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 10-12 Jahren
Preis: 14,99 Euro





Klappentext:

Endlich Ferien! Doch die 14-jährige Myriam, ihr Bruder Alex und die Nachbarskinder Petra und Tom müssen zu Hause bleiben. Sie ahnen, dass das für sie Langeweile bedeutet. Aber dann entdecken sie plötzlich einen unterirdischen Gang, der sie zu dem verrückten Professor Aurelius Grünspan führt. Und damit beginnen unglaubliche Abenteuer, denn die vier Freunde machen sich auf die Suche nach den verschwundenen Teilen der geheimnisvollen Wunschmaschine. Ihr erstes Ziel: Ägypten!

"Wenn ich noch einmal ein Teenager wäre, würde ich mir genau so einen Freund wie Aurelis Grünspan wünschen. Eigentlich würde ich mir auch heute so einen Freund wünschen." Jan Weiler

"Abenteuer, Action und Humor auf höchstem Niveau und eine spannende Lektüre für Jung und Alt. Ich hatte große Freude beim Lesen." Sissi Perlinger

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6. "Percy Pumpkin - Mord im Schloss" von Christian Loeffelbein






Titel: Percy Pumpkin - Mord im Schloss
Reihe: Band 1 der Reihe "Percy Pumpkin"
Verlag: Coppenrath
Hardcoverausgabe mit 347 Seiten
ISBN 978-3815751602
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 10-12 Jahren
Preis: 14,95 Euro







Klappentext:

Ein schauriges altes Schloss,
eine verschrobene Adelsfamilie und ein seit Jahrzehnten gehütetes Geheimnis...

Ungläubig blickt Percy Pumpkin an der Fassade von Darkmoor Hall empor. In diesem Schloss soll er seine Ferien verbringen? Noch dazu mit kauzigen Verwandten, die er nie zuvor zu Gesicht bekommen hat?
Schon bald nehmen sonderbare Ereignisse ihren Lauf: Die Köchin wird ermordet aufgefunden, ein Monster torkelt bei Nacht durch den Schlosspark und Percys Eltern verschwinden spurlos. Irgendwie hängt alles mit dem Rezept von Aunt Annie's Worcestershire-Sauce zusammen, der Würzsauce, die der Familie Dartmoor sagenhaften Reichtum beschert hat... Ob es Percy gelingt, das finstere Geheimnis um Schloss Darkmoor zu lüften?

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7. "Incarceron" von Catherine Fisher (Englische Ausgabe)





Titel: Incarceron
Reihe: Band 1
Verlag: Hachette Children's Books
Hardcoverausgabe mit 441 Seiten
ISBN 978-0-8037-3396-1
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: keine Angaben
Preis: 13,10 Euro








Klappentext:

Incarceron is a prison unlinke any other: Its inmates live not only in cells, but also in metal orests, dilapidated cities, and unbounded wilderness. The prison has been sealed for centuries, and only one man, legend says, has ever escaped. 

Finn, a seventeen-year-old prisoner, can't remember his childhood and believes he came from Outside Incarceron. He's going to escape, evven though most inmates don't believe that Outside even exists. And then Finn finds a crystal key and through it, a girl named Claudia.

Claudia claims to live Outside - her father is the Warden of Incarceron and she's doomed to an arranged marriage. If she helps Finn escape, she will need his help in return.

But they don't realize that there is more to Incarceron than meets the eye. Escape will take their greatest courage and cost far more than they know. 

Because Incarceron is alive. 

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Damit sind so einige Titel von meiner Wunschliste verschwunden, was mich natürlich besonders freut :)

Habt ihr schon ein Buch aus der Liste gelesen oder ist sogar eines davon auf eurer Wunschliste gelandet? Dann lasst es mich doch gerne wissen :) Auch über unbedingte Leseempfehlungen oder eigene Leseeindrücke freue ich mich sehr :)

Liebe lila Lesegrüße :)
Iris

Samstag, 15. März 2014

"Blogger schenken Lesefreude" - ich bin dabei :)




Hallo ihr Lieben,

ihr seid auch so lesebegeistert wie ich und könnt gar nicht genug Bücher in eurem Regal haben? Ihr tauscht euch gerne über Bücher aus und könnt stundenlang in einer Buchhandlung stehen, nur um Klappentexte zu lesen und Cover zu bestaunen? Dann ist mit Sicherheit auch für euch der "Welttag des Buches" der wohl mit wichtigste Feiertag im Jahr.

Letztes Jahr ist aufgrund dieses Tages eine wahnsinnig tolle Aktion an den Start gegangen, die Leser und Blogger zusammengebracht hat. Unter dem Namen “Blogger schenken Lesefreude” ist eine Gemeinschaftsaktion lesebegeisterter Blogger entstanden, die zum Welttag des Buches auf ihren Blogs Bücher verlosen, die sie begeistert haben. Im letzten Jahr nahmen bereits über 1000 Blogs teil.

Wenn ihr euch einen Überblick über die Aktion des letzten Jahres verschaffen möchtet oder sogar in diesem Jahr selbst mit eurem Blog daran teilnehmen wollt, dann schaut unbedingt auf der offiziellen Homepage der Aktion vorbei :)

http://bloggerschenkenlesefreude.de/

Der Startschuss der Verlosung fällt mit dem "Welttag des Buches" und endet etwa eine Woche später. Einige werden eventuell einen anderen Zeitraum wählen, deshalb achtet bitte gut darauf, welche Angaben auf den Blogs gemacht wurden :)

Die aktuelle Teilnehmerliste aller Blogs, findet ihr hier:

"Teilnehmer"

Vielleicht findet ihr ja schon jetzt ein paar tolle Blogs, die ihr während der Verlosungszeit auf jeden Fall besuchen wollt :)

Ich bin mit meiner Leseecke auch dabei und gehe mit ein paar Büchern (unter anderem aus meinem eigenen Bestand) an den Start. Zwei davon sind sogar für euch signiert. Ich hoffe, dass sich hier ganz viele liebe Menschen finden, die den Büchern ein neues Zuhause geben wollen :)

Also... Nicht verpassen, nicht vergessen: Ab dem 23.April unbedingt vorbeischauen ;)

Ich freue mich auf euch und die tolle Aktion, das lestastische Miteinander und die Lesefreudewelle :)

Liebe lila Lesegrüße
Iris aus der Leseecke :)

Rezension: "Das Buch der Knochen" (Natasha Narayan)






Titel: Das Buch der Knochen
Reihe: Band 3 der Reihe "Die Abenteuer von Kit Salter"
Verlag: Ravensburger
Hardcoverausgabe mit 351 Seiten
ISBN:  978-3-473-34783-4
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 10-12 Jahre
Preis Hardcover einzeln: 14,95 Euro






Klappentext:

Oxford 1873.
Kit Salter liebt das Abenteuer. Und auch die Reise ins ferne China könnte eigentlich eine Menge Spaß machen. Doch Kit und ihre Freunde wurden zu dieser Reise gezwungen: Um ihr Leben zu retten, müssen sie das geheimnisvolle Buch der Knochen finden. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit...

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Story und Charaktere:

Kit Salter und ihre Freunde haben eine neue Gouvernante – Mrs. Glee. Schnell merkt Kit, dass mit dieser etwas nicht stimmt. Ständig lässt sie die Kinder während der Unterrichtsstunden allein, um ein Mittel gegen Magenschmerzen einzunehmen. Sowieso ist Mrs. Glee ganz und gar seltsam. Wie seltsam sie ist, finden die vier Kinder heraus, als sie unter Mrs. Glees Aufsicht entführt werden. Ihre altbekannten Feinde, die Gebrüder Baker, schicken sie auf eine Tour, die einen von ihnen das Leben kosten kann. Kit und ihre Freunde sollen in China das „Buch der Knochen“ für die Brüder beschaffen und damit sie nicht ablehnen können, wurde einer aus der Gruppe vergiftet. Ein Gegengift bekommen sie nur, wenn sie es schaffen, das Buch in ihren Besitz und zurück zu den Baker-Brüdern zu bringen.

Kit ist genau so, wie wir sie schon kennen: laut, forsch, abenteuerlustig und selbstbewusst. Auch in diesem Band trotzt sie der Etikette des englischen 19. Jahrhunderts und benimmt sich, wie sie sich benehmen will. Lieber saust sie auf ihrer Stute Jesse über die Wiesen und Felder, als sich als liebreizende junge Dame auf Bällen in diesen furchtbaren Ballkleidern zu präsentieren. Und wenn sie sich doch einmal so sehen lassen muss, dann versteckt sie sich am liebsten hinter Bergen von Süßigkeiten und anderen Leckereien, die solche Events zu bieten haben.
Florence Nightingale ist eines ihrer großen Vorbilder, da sie dieselben Ansichten über Frauen vertritt, wie Kit selbst es tut.
Willensstärke und Durchsetzungsvermögen sind zwei Eigenschaften, die bei Kit besonders ausgeprägt sind. Durch diese Eigenschaften handelt sie allerdings meist eher impulsiv und trifft unüberlegte Entscheidungen, die sie und andere in Gefahr bringen. Stärke und Tapferkeit sind jedoch zwei Dinge, die für sie an oberster Stelle stehen, wodurch die Vernunft gerne mal in den Hintergrund gerät.
Da Kit gerne Detektiv spielt und sehr abenteuerlustig ist, gerät sie immer wieder in brenzlige Situationen. Mit dabei sind immer ihre Freunde Waldo, Isaac und seine Schwester Rachel. Wann immer Kit das Gefühl hat, diese mit jemandem teilen zu müssen, reagiert sie fast schon aggressiv und legt eine eifersüchtige Seite an den Tag. Am liebsten hätte sie die drei nämlich ganz für sich allein. Mit Kit befreundet zu sein ist aber nicht immer einfach, denn durch ihr impulsives Handeln gerät nicht nur Kit selbst, sondern auch ihre Freunde in Gefahr. Sie würde diese allerdings niemals im Stich lassen, egal wie brenzlig die Situation auch sein mag.

Rachel ist ganz anders als Kit. Sie ist vernünftig, ruhig und vor allem findet sie es großartig ein Mädchen zu sein. Sie trägt gerne mal ein Ballkleid und zum Walzer zu tanzen findet sie wahnsinnig toll. Da sie sich gerne um ihr Aussehen bemüht, verwundert es nicht, dass ihre Tanzkarten auf dem Ball deshalb in Rekordzeit voll sind. Während Kit immer sehr spontan reagiert, denkt Rachel lieber einen Moment länger über eine Situation oder einen Plan nach, bevor sie ihre Meinung äußert, die nicht immer auf Anklang bei Kit stößt.
Wie auch ihr Bruder gehört Rachel zu den sehr empfindsamen Menschen, die sich die Dinge, die um sie herum geschehen, schnell zu Herzen nimmt. Immer versucht sie eine Lösung oder einen gesunden Kompromiss zu finden, um die Menschen um sich herum glücklich zu machen.

Isaac ist ein Träumer, der sich gedanklich meistens bei seinem neusten chemischen Experiment befindet. Technik und Chemie faszinieren ihn, was für die Gruppe sehr von Vorteil ist. Mit gewitzten Ideen hilft er der Gruppe nämlich immer wieder aus Krisensituationen, die sie alleine nicht gemeistert hätten. Von Kämpfen etc. hält er jedoch genauso wenig wie seine Schwester. Er hält sich lieber im Hintergrund und versucht alles möglichst friedvoll zu klären. Sonst greift er auf seine Experimente zurück, die ihre Feinde in die Flucht schlagen.

Waldo ist immer noch derjenige, der am meisten auf sich selbst hält. Gerne lässt er den Macho heraushängen, kann ganz schön stur sein und muss sich aus irgendeinem Grund immer wieder beweisen. Er spielt gerne den Helden und bietet sich auch mal freiwillig an, schwierige oder unmögliche Aufgaben zu übernehmen. Das tut nicht nur seinem Ego gut, er folgt damit auch seinem Beschützerinstinkt, den er gegenüber Kit entwickelt hat.

Yin ist ein neuer Charakter in diesem Buch, den die vier Kinder in Shanghai aus den Fängen eines Phrenologen befreien, der ihren Kopf und damit auch ihr Hirn studieren und der Welt präsentieren will. Yin ist wirklich etwas ganz Besonderes, denn sie kann in die Zukunft sehen. Sie sieht zwar nur Ausschnitte, doch genau deshalb will man sie in der Wissenschaft für sich beanspruchen. Sie ist ein sehr starker Charakter, der aber niemanden hinter die Fassade blicken lässt. Ihre Vergangenheit zeigt jedoch, dass sie vor der Sache mit dem Phrenologen ein glückliches Leben in einem Kloster geführt hat, wo sie unter anderem auch im Kung-Fu unterrichtet wurde. Zusammen mit ihrer Hilfe versuchen die Kinder nun das Buch der Knochen zu finden.

Natürlich sind auch in diesem Band wieder jede Menge Charaktere ganz vorne mit dabei oder tauchen im Hintergrund auf. Einige davon sind uns wohlbekannt, andere lernen wir neu kennen. Mir hat die Gestaltung der einzelnen Charaktere auch in diesem Band wieder sehr gut gefallen.

Was mir besonders gefallen hat: 

Der leichte und flüssige Schreibstil trägt den Leser auch hier wieder durch das Buch. Der Sprachstil ist wieder an der Ziel- und Altersgruppe orientiert und deshalb gerade auch für jüngere Leser leicht verständlich. Wie das erste Buch ist auch dieses in drei Teile geteilt, die wiederum in kurze Kapitel aufgeteilt wurden. Das erleichtert das Lesen für jünger Leser, die ihren Lesefluss nicht mittendrin unterbrechen müssen, sondern immer gut bis zum Kapitelende weiterlesen können. Die Schrift ist wieder groß genug, um den Lesefortschritt erkennen zu lassen, was ich bei einem Buch mit dieser Seitenzahl für jüngere Leser sehr wichtig finde.

Wie ich auch schon beim ersten Band angemerkt habe, eignet sich diese Reihe für Jungen und Mädchen. Zwar wird das Abenteuer aus der Sicht von Kit geschildert, doch da auch die anderen immer alle präsent sind, erhält die weibliche Seite keinen Überhang. Da Kit sowieso ein Wildfang ist, der lieber hätte ein Junge werden wollen, fällt die Tatsache, dass sie aber ein Mädchen ist, überhaupt nicht ins Gewicht.

Mit Spannung wird in diesem Band definitiv nicht gespart. Ein paar Seiten lang ist noch alles ganz harmlos, dann geht es aber schon im ersten Teil direkt los. Kit und ihre Freunde werden entführt, einer von ihnen wird vergiftet, zusammen werden sie auf einem Schiff nach Shanghai verfrachtet, wo sie ganz auf sich allein gestellt sind, um das Buch der Knochen zu finden. Keine leichte Aufgabe, die sie an noch viele weitere unterschiedliche Orte führen wird.
Das ist natürlich ein sehr schöner Zug der Autorin, die das Land China dem Leser auf diese Weise sehr viel näher bringt. Es wird nicht damit gespart Sitten und Gepflogenheiten zu erläutern oder die unterschiedlichen Schauplätze zu beschreiben. Auch geschichtliche Hintergrundinformationen fließen wieder mit in den Text ein, sodass sich auch jüngere Leser problemlos orientieren können.

Dass China kein Land ist, über das es nur Positives zu berichten gibt, hat auch die Autorin sehr ernst genommen. Sie weist auf Missstände hin, die man sich hierzulande gar nicht vorstellen kann. So ist zum Beispiel das Abbinden der Füße bei Frauen um diese klein zu halten ein Thema, das hier seinen Platz erhält. Auch Foltermethoden als Bestrafung krimineller Vergehen werden kurz angeschnitten. Das China des 19. Jahrhunderts ist definitiv kein Ort, an dem ich unbedingt hätte sein wollen.

Die einzelnen Charaktere der Kinder haben mir auch in diesem Band wieder sehr gut gefallen. Man merkt, dass sie inzwischen ein wenig älter sind und sich weiterentwickelt haben. Leser, die den ersten Band lesen und direkt im Anschluss die weiteren Bände, finden sich, je nach Alter, sicher schnell in den Charakteren wieder.

Was mir nicht so gut gefallen hat:

Einen sehr großen Platz nimmt das Thema „Opium“ ein. Von Anfang an ist die Abhängigkeit von dieser Droge sehr präsent. Mrs. Glee gehört zu denjenigen, die Opium dringender brauchen als die Luft zum Atmen. Darüber wird zu den Opiumkriegen hingeleitet, an denen England nicht ganz unschuldig war. Es ist zwar wichtig, Kindern auch diese Seite menschlicher Geschichte nahe zu bringen, doch finde ich, dass dieser Thematik und den daraus resultierenden Konsequenzen hier ein zu großer Platz eingeräumt wurde. In diesen Kriegen ging es schließlich darum, eine entfernte Kultur vorsätzlich mit einer Droge zu versorgen, die sie wirklich absolut abhängig macht. Der Konsum dieser Droge und was sie mit den Menschen macht, das sind zwei Themen, die für mich nicht in dieses Buch passen wollen.

Insgesamt finde ich, dass hier zu speziell auf die negativen Dinge Chinas eingegangen wurde.  Menschen- und Opiumhandel, abgebundene Füße, Folter – ich denke, das Buch wäre auch gut ohne diese Dinge ausgekommen. Für eine Altersgruppe, die mit den Protagonisten mitgewachsen ist – die also zwischen 13 und 14 liegen würde, wäre es okay, für 10-12jährige finde ich es jedoch zu viel des Guten.

Was mir in diesem Buch gefehlt hat, waren die vermittelten Werte, die in Band eins noch einen großen Bereich zwischen den Zeilen ausgefüllt haben. Viele Dinge scheinen einfach nicht mehr so wichtig oder aber sehr selbstverständlich, sodass diese im Hintergrund verschwunden sind. Das finde ich sehr schade, denn gerade das hat mir an Band 1 sehr gut gefallen.

Auch nicht gefallen hat mir das offene Ende. Da es keinen vierten Band gibt, weiß ich nicht, was die Autorin damit bezwecken wollte. Für den Abschluss dieser Reihe fand ich den Schluss jedenfalls ganz und gar unpassend und für ein Buch, das als Zielgruppe 10-12jährige hat, ebenfalls.

Gestaltung:

Auf blauem Hintergrund, auf dem schwach noch die Weltkarte zu erkennen ist, sieht man einen Jungen und ein Mädchen, die einen leuchtenden Schädel anschauen. Im Hintergrund steht die Statue eines chinesischen Kriegers, der auf die Situation herabzublicken scheint.
Ganz passend finde ich das Cover dieses Mal nicht. Es vermittelt eine ganz andere Vorstellung dessen, was das Buch beinhaltet. In keinem Moment kommt beispielsweise ein leuchtender Schädel in der Erzählung vor.

Wertung:

Da ich dieses Buch für das vom Hersteller empfohlene Lesealter zwischen 10 und 12 bewerten muss, muss ich leider so einige Punkte aufgrund meiner Kritik abziehen. Band 1 war in fast allen Bereichen sehr viel besser als Band 3, wodurch ich letzteren als nachlässig empfunden habe. Ich hätte mir einen besseren Abschluss der Reihe gewünscht. Ich vergebe für den flotten Schreibstil, die Spannung und die Charaktere deshalb 2,5 Lila-Lesesterne an diesen Band der Reihe.


Donnerstag, 13. März 2014

Rezension: "Der Fluch des grünen Skarabäus" (Natasha Narayan)





Titel: Der Fluch des grünen Skarabäus
Reihe: Band 1 der Reihe "Die Abenteuer von Kit Salter"
Verlag: Ravensburger
Hardcoverausgabe mit 335 Seiten
ISBN:  978-3473347834
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 10-12 Jahre
Preis Hardcover einzeln: 14,95 Euro







Klappentext:

Oxfort 1872.
Kit Salter liebt das Abenteuer. Als die berühmte Mumie des Ptah-Hotep in der Stadt ausgestellt wird, will Kit unbedingt dabei sein. Mit ihren Freunden schleicht sie sich ins Museum. Was Kit nicht ahnt: Die Mumie liegt nicht mehr im Sarkophag. Ein geheimnisvoller Unbekannter hat sie gestohlen. Und ein böser Fluch wurde frei, der Kit und ihre Freunde um die halbe Welt führen wird...
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Story und Charaktere:

Kit Salters Vater leitet eine der Abteilungen im Museum, die sich unter anderem mit ägyptischer Geschichte befasst. Als ihre Tante die Mumie des Ptah-Hotep mit nach England bringt, soll diese natürlich auch dort ausgestellt werden. Zu ihrem Entsetzen müssen Vater und Tante jedoch bald feststellen, dass ihnen die Mumie gestohlen wurde. Stattdessen findet Kit einen verdreckten Jungen, der scheinbar kein Wort Englisch versteht. Er hat jedoch einen Brief dabei, in dem erklärt wird, dass der Skarabäus des Ptah-Hotep auf jeden Fall wieder zurück in sein Heimatdorf gebracht werden muss, wo sonst großes Unglück geschehen wird. Sofort machen Kit und ihre Freunde Rachel, Waldo und Isaac, sowie der seltsame Junge aus Kairo sich auf die Suche und geraten in ein geschichtsträchtiges Abenteuer, das nicht immer ganz ungefährlich ist.

Die 12jährige Kit lebt mit ihrem Vater zusammen in einem schönen Haus, wo sie von einer Gouvernante beaufsichtigt und auf das Dasein als Dame vorbereitet wird. Davon hält sie jedoch absolut nichts, lebt sie ihr Leben doch lieber so, wie sie es möchte – ohne schicke Etikette. Viel spannender als das Erlernen von Manieren findet sie nämlich zum Beispiel den Job ihres Vaters. Dieser freut sich zwar darüber, sieht es aber gar nicht gerne, wenn Kit sich dem damenhaften Unterricht entziehen will. Da ihre Mutter vor sechs Jahren verstorben ist, muss sich also jemand anderes darum kümmern, dass aus Kit irgendwann einmal eine Dame wird.
Als entdeckt wird, dass die Mumie verschwunden ist, ist Kit schon zur Stelle. Zusammen mit ihren Freunden will sie herausfinden, wohin die Mumie verschwunden ist und wer dafür zur Verantwortung gezogen werden kann. Ganz klar ist auch, dass der Skarabäus an seinen Heimatort zurück muss. Mit ihrer selbstbewussten, lockeren Art verfällt sie direkt in die Rolle einer Detektivin, der nichts zu gefährlich ist. Sie ist sehr mutig, aber auch sehr unvorsichtig, was sie immer wieder in Schwierigkeiten bringt. Sympathisch wird sie vor allem dadurch, dass sie sich und anderen gegenüber ihre Fehler im Nachhinein klaglos eingestehen kann. Natürlich müssen auch all ihre Freunde mit herhalten wenn sie Detektiv spielt, denn was wäre ein Detektiv ohne seine ständigen Begleiter. Dadurch sorgt sie dafür, dass immer zumindest einer von ihnen in unmittelbarer Gefahr schwebt, was von den anderen nicht gerade mit Wohlwollen aufgenommen wird.

Rachel ist die Vernünftige in der kleinen Runde und die Schwester von Isaac. Sie hält nichts davon anderen Streiche zu spielen und ist auch nicht darauf erpicht, sich vorsätzlich in Gefahr zu begeben. Außerdem ist sie die ruhigste von allen, die vor allem ihrem Kopf und ihren Instinkten vertraut.
Waldo ist ein kleiner Draufgänger, der sich gerne mit Dingen brüstet, die er anschließend aber nicht unter Beweis stellen kann. Wie Kit stürzt er sich gerne Hals über Kopf ins Abenteuer und ist bei der Mumiensuche natürlich ganz vorne mit dabei.
Isaac ist das Schlitzohr der vier, der gerne an Dingen bastelt oder auch etwas erfindet. Er weiß manchmal mehr als man ihm zutraut und schafft es, sich gekonnt aus schwierigen Situationen zu befreien. Meistens jedoch macht sich Kit Sorgen um ihn, weil er entweder mal wieder spurlos verschwindet oder so sehr in Schwierigkeiten gerät, dass es eigentlich gar kein Entkommen mehr geben kann.
Ahmed ist der Neue in der Runde. Er kommt aus Kairo und ist mit dem Schiff von Kits Tante nach England gekommen. Er will unbedingt den Skarabäus finden, den er in seine Heimatstadt zurückbringen will. Im Hinterkopf hat er dabei immer seinen Vater, der in seiner Heimat im Koma liegt.

Kits Vater ist von seiner Arbeit mehr als besessen. Er vergisst so ziemlich alles was man ihm sagt, nur nichts was mit Ägyptologie und alten Sprachen zu tun hat. Darin geht er völlig auf. Seiner Schwester gegenüber ist er fast schon hörig, sein Durchsetzungsvermögen scheint ihr gegenüber gegen Null zu tendieren. Kits Tante ist allerdings auch eine sehr herrische Person, deren Auftreten immer von einem großen Knall begleitet wird. Wo sie auftaucht, gehen andere in Deckung. Natürlich gerät sie ganz schön in Rage als sie erfährt, dass ihre Mumie gestohlen wurde und schon gleich hat sie jemanden in Verdacht – einen Franzosen, der diese Anschuldigungen vehement zurückweist. Sie ist definitiv kein einfacher Charakter, mit dem man sich lieber nicht anlegt.

Natürlich spielen auch noch viele weitere Charaktere eine größere oder kleinere Rolle in diesem Abenteuer. Dabei werden alle kurz umrissen und erhalten zumindest so viel Charakter, dass man die Figuren gut an ihren Eigenschaften auseinanderhalten kann. Bis der echte Bösewicht gefunden wurde, müssen die fünf Kinder ganz schön viel kombinieren, herausfinden und sich immer wieder aus gefährlichen Situationen befreien.

Was mir besonders gefallen hat: 

Das Buch zeichnet sich durch seinen leichten und lockeren Schreibstil aus, der den Leser durch die Geschichte trägt. Sprachlich ist das Buch auf seine jugendlichen Leser zugeschnitten, die dem Geschehen ganz einfach folgen können. Mädchen und Jungen kommen mit dieser Reihe gleichermaßen auf ihre Kosten, ist hier doch ein ausgeglichener Mix vorhanden. Die Geschichte wird zwar aus der Ich-Perspektive von Kit erzählt, doch da sie ein sehr abenteuerlustiges Mädchen ist, das sich eher dagegen wehrt eins zu sein, sind hier beide Geschlechter gut aufgehoben.

Das Buch ist in drei Teile geteilt. Jeder Teil wird von einer Lehre des Ptah-Hotep eingeleitet und gliedert das Buch in seine drei Hauptteile. Die Kapitel dazwischen sind von angenehmer Länge, die vor allem für jugendliche Leser sehr von Vorteil ist. So können Lesepausen immer passend zum Kapitelende eingelegt werden und man muss nicht mittendrin aufhören.
Angenehm für Leser zwischen 10 und 12 ist auch die Schriftgröße. So hat das Buch zwar eine ganze Menge Seiten, lässt sich aber schnell lesen, sodass auch jüngere Leser gut ihren Fortschritt in der Geschichte erkennen können.

Mir haben auch die einzelnen Charaktere der Kinder sehr gut gefallen, in denen sich junge Leser sicher selbst zum Teil gut wiedererkennen können. So befindet sich die Geschichte immer auch auf Augenhöhe der Altersgruppe, für die dieses Buch gedacht ist. Dies wird natürlich auch dadurch unterstützt, dass die Hauptcharakterin selbst erst 12 Jahre alt und somit im Alter der Zielgruppe ist. Zwischen den Zeilen werden außerdem noch wichtige Werte vermittelt, die sich wunderbar mit in die hiesige Welt nehmen lassen. Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Vertrauen spielen eine große Rolle. Auch ganz deutlich wird, wie sehr Lügen das gegenseitige Vertrauen beeinflussen und Freundschaften zerstören können.

Ganz nebenbei erfährt man auch noch ein paar geschichtliche Details aus dem schönen Ägypten, die aber nur am Rande eingestreut sind. Zum Beispiel hören sie von den Mumienflüchen, die das Ganze natürlich noch spannender machen. Im Vordergrund steht aber das Abenteuer um die verschwundene Mumie und den Skarabäus. Geschichtliche Einstreuungen gibt es dann noch zusätzlich zur Zeit, in der das Buch spielt. So haben auch jüngere Leser kein Problem, sich im England des 19. Jahrhunderts zurechtzufinden.

Eine Problematik, die hier angesprochen wird, ist die des Kulturgutes. Kritisch wird ein Blick hinter die Fassaden der Sammlungen in den einzelnen Museen geworfen. Bisher ist mir kein Buch begegnet, in welchem offen ausgesprochen wird, dass Kulturgüter eines anderen Landes ein Loch dort hinterlassen, wo sie herkommen. Wie Kit die Sache sieht und wie sie damit umgeht, das sollte jeder selbst lesen.

Nachdem das Buch recht langsam in Fahrt kommt, zunächst alle Charaktere eingeführt und Schauplätze beleuchtet werden, geht es ab etwa dem zweiten Teil sehr rasant zu. Kit und ihre Freunde durchstreifen die verschiedenen Viertel von London, in denen arm und reich aufeinanderprallen, wo zum Teil aber auch gefährliche Personen ihr Unwesen treiben. Wie es sich für einen Mumienroman gehört, geht es später auch noch nach Ägypten, wo die Geschichte ihren Höhepunkt erreicht. Für Spannung ist also ausreichend gesorgt.

Gestaltung:

Auf einem schönen wüstengelben Cover sieht man Ausschnitte einer Weltkarte im Hintergrund. Im Vordergrund steht jedoch ein Sarkophag sowie zwei Kinder, die diesen skeptisch betrachten. Kein Wunder, schließlich schaut eine mumifizierte Hand daraus hervor.
Ein schönes, ansprechendes Cover für dieses Buch, das auch mich auf die Reihe aufmerksam gemacht hat.

Wertung:

Sogar als Erwachsene habe ich dieses Buch sehr gerne gelesen und finde es für die Zielgruppe zwischen 10 und 12 sehr geeignet. Es hat alles, was ein gutes Buch braucht – tolle Charaktere, eine spannende Geschichte und ein wenig Wissen, das sich mit aus dem Buch herausnehmen lässt. Von mir gibt es deshalb 5 Lila-Lesesterne und eine klare Leseempfehlung.


Rezension: "Der 13.Gast" (Rhiannon Lassiter)






Titel: Der 13. Gast
Reihe: nein
Verlag: KJB
Hardcoverausgabe mit 445 Seiten
ISBN 978-3-596-85493-6
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 12-16 Jahren
Preis: 14,99 Euro







Klappentext:

Eva starrte auf die gedeckte Festtafel. Langsam ging sie die Plätze durch, doch sie konnte ihren Namen nicht finden. Seltsam. Es war immerhin ihr Geburtstag! Langsam wurde ihr klar, dass für sie nicht gedeckt worden war. Wie in einem Albtraum setzte sich Eva auf den leeren Stuhl neben Lisle Langleys Gedeck. Lisle bedachte sie mit keinem Blick. Die Kellnerin war nun hinter ihnen, stellte vor Lisle einen Vorspeisenteller hin... und ging weiter. Sie hatte Eva total übersehen. Eva starrte auf den leeren Tisch vor sich und wäre am liebsten gestorben. Ein eiskalter Hauch streifte sie und ließ sie herumfahren. Da war niemand. Doch. Eine schmächtige Gestalt in einer altmodischen schwarzen Dienstbotenuniform mit weißer Schürze, die einer Elster ähnelte. Im Gegensatz zu allen anderen sah das Elstermädchen Eva direkt in die Augen - und zwinkerte ihr zu. Was ging hier vor?

"Lassiters Stärke liegt darin, mitten im Alltagsleben ein unbestimmbares Grauen entstehen zu lassen. Und die Spannung langsam und genüsslich bis zum Aufschrei des Entsetzens voranzutreiben." Celia Rees über "Böses Blut"

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Story und Charaktere:

Eva kann es nicht fassen. Nur weil man keine 13 Gedecke an einem Tisch decken soll, wird für sie an ihrem 16. Geburtstag nicht mit eingedeckt. Dass ihre Verwandtschaft sie übersieht, damit kann sie leben, schließlich war sie schon immer das schwarze Schaf in der Familie. Aber dann auch noch vom Personal ignoriert zu werden – das darf doch nicht wahr sein.
Eine Kellnerin jedoch scheint Eva sehr wohl zu bemerken und zwinkert ihr zu. Dumm nur, dass diese Kellnerin ein Geist ist. Schon bald muss auch Eva feststellen, dass mit ihr etwas nicht stimmt. Sie ist ebenfalls ein Geist, kann sich aber nicht an ihren Tod erinnern. Als auf dem Anwesen ihres Großvaters, auf dem auch sie lebt, immer seltsamere Vorfälle geschehen, glaubt sie langsam, dass sie keines natürlichen Todes gestorben ist.
Während ihre Verwandten versuchen, aus dem herrschaftlichen, heruntergekommenen Anwesen Profit zu schlagen, indem sie anfangen Geistertouren zu organisieren, versucht Eva der Sache auf den Grund zu gehen. Schon bald stehen ihr zwei Menschen zur Seite, mit deren Hilfe sie zu Lebzeiten nie gerechnet hätte. Was sie in der kommenden Zeit herausfinden, lässt sich nur langsam zu einem vollständigen Bild zusammensetzen. Nichts ist, wie es zu sein scheint.

Eva, Kurzform für Evangeline, ist als uneheliche Tochter einer Frau aus dem Hause Chance geboren worden und direkt am Tag ihrer Geburt Waise geworden. Ihre Mutter brachte sich um und Eva wurde in einem kleinen Weidenkorb auf dem See treibend gefunden. Da niemand ihren Vater kennt und sie zudem unehelich geboren wurde, wird sie von allen aus ihrer Familie, außer ihrem Großvater, mit Missachtung gestraft und wie Luft behandelt. Auch von ihren Mitschülern wird sie seit jeher als seltsam, geradezu komisch empfunden, was sie zu einer Außenseiterin macht, die keine Ahnung hat, wie sie sich zur Wehr setzen soll.
Zusammen mit ihrem Großvater, der sie nach ihrer Geburt vor dem Waisenhaus bewahrt hat, obwohl alle dagegen waren, lebt sie auf einem herrschaftlichen Anwesen, das bereits über Generationen in Familienbesitz ist. Leider jedoch ist das Herrenhaus mittlerweile sehr heruntergekommen, da die finanziellen Mittel fehlen. Eva gibt sich zwar alle Mühe das Haus für sich und ihren Großvater bewohnbar zu halten, aber wirklich gelingen tut es ihr nicht. Schon zu Lebzeiten konnte Eva Geister sehen und spüren, hat sich aber nie weiter damit auseinandergesetzt. Einzig dem Blutfleck vor der Treppe hat sie Beachtung geschenkt – löst dieser bei Berührung doch immer Schritte im Haus aus. Jetzt, als Geist, weiß sie, dass sie damit den bösartigsten Geist des Hauses anlockt – den Stalker.
Eva will ihren Tod nicht einfach hinnehmen. Noch weniger jedoch will sie, dass ihre Familie ein Geisterhaus aus ihrem Zuhause macht, um das Haus vor dem Ruin zu bewahren. Zusammen mit dem Geistermädchen Elsie findet sie Unglaubliches über das Haus und die Geister, die es bewohnen, heraus.
Während der ganzen Zeit durchläuft sie eine unglaubliche Entwicklung. Vom schüchternen Niemand ohne Selbstachtung, entwickelt sie sich zu einer selbstbewussten jungen Frau mit viel Humor. Es hat Spaß gemacht ihr dabei zuzusehen, wie sie in ihrem „neuen Leben“ all das aufholt, was sie ihrem alten verpasst hat.

Kyra und Kyle gehören zu denjenigen, die als Angestellte auf dem Sitz der Chances arbeiten. Sie sind Zwillinge und Kyra nimmt jeden ihr sich bietenden Job an, um sich ihren größten Wunsch zu erfüllen. In ihrer Zukunft sieht sie sich als Bankerin in London und braucht jeden Cent, um sich später das Leben dort leisten zu können. Dies ist ein sehr vorbildlicher Zug an ihr, der allerdings nicht wettmachen kann, dass Eva auch deshalb zur Außenseiterin wurde, weil Kyra zu denjenigen gehörte, die das junge Mädchen ausgestoßen und gemobbt haben. Als ihr Bruder Kyle Eva kennenlernt, weil er ihre halbtote Tante gefunden hat, und anschließend herausfindet, dass er es mit einem Geist zu tun hat, ändern sich die Dinge. Kyle möchte Eva helfen. Kyra ist davon zunächst nicht begeistert, schon gar nicht, als Evas Cousin Felix ihren Bruder darum bittet, Evas Leiche zu suchen, doch am Ende schlägt auch sie sich auf die hilfsbereite Seite. Dabei lernt vor allem Kyra, dass ihr Handeln zu Evas Lebzeiten auf Vorurteilen beruhte, die sie nie hinterfragt hat. Getrieben vom schlechten Gewissen Eva gegenüber und weil sie Felix toll findet, stürzt sie sich mich in den Fall rund um die Familie Chance.
Kyle ist derjenige, dessen emotionale Seite man als Leser am besten kennenlernt. Er ist groß und gut gebaut, sodass man ihm eher den Macho zutrauen würde. Hinter seinem Aussehen verbirgt sich allerdings ein weiches Herz, das langsam aber sicher für Eva zu schlagen beginnt.

Felix ist Evas großkotziger Cousin, der einmal das Haus ihres Großvaters erben soll. Er stolziert herum, sodass Eva ihn immer weniger leiden kann. Als er jedoch unter Mordverdacht gerät, versucht er einen kühlen Kopf zu bewahren und benimmt sich plötzlich sehr normal. Er holt Kyra ins Boot und auch Kyle ist irgendwann auf seiner Seite. Zusammen wollen sie nun nicht mehr nur das Verschwinden von Eva aufklären, sondern auch beweisen, dass Felix nichts mit all den Vorfällen zu tun hat, die das Chance-Haus plötzlich heimsuchen.

Elsie ist ein Geist, der schon seit langer Zeit im Haus der Chances spukt. Sie ist Evas Leitlinie, die sie, wenn auch wiederwillig, ins Geistsein einführt. Wie weit man ihr allerdings trauen kann, weiß Eva nicht genau, verbirgt sich hinter Elsies Leben doch ein dunkles Geheimnis, dass sie auch als Geist noch sehr rachsüchtig macht.

Alle übrigen Charaktere sind ebenfalls gut umrissen worden. Man bekommt einen sehr guten Eindruck von Evas Familie und den Dingen die sie denken. Ganz klar ist, dass sie Eva nicht als vollwertiges Mitglied ihrer Familie sehen und deshalb auch keinen unnützen Gedanken an sie verschwenden. Im Vordergrund stehen Reichtum, Geld und Macht, aber kein verschwundenes Mädchen, dessen Leiche bisher nicht gefunden wurde.

Was mir besonders gefallen hat: 

Mir hat besonders die Mischung dieses Buches gefallen, die am Ende ein ganz anderes Buch für mich bereitgehalten hat, als ich anfangs erwartet habe. Ich hatte mit einem nervenaufreibenden Gruselroman gerechnet, der sich auch ausschließlich um dieses Thema dreht. Bekommen habe ich jedoch einen Mix aus Kriminalroman, Drama und Geisterhausklischee. Dabei steht vor allem der kriminalistische Teil im Vordergrund, der von Geistern umrahmt wird.

Der lockere und flüssige Schreibstil ließ sich sehr gut lesen und wurde vom tollen Sprachstil der Autorin unterstützt. Sehr bildhaft wird hier das schauerliche, verwinkelte, fast schon labyrinthartige Haus beschrieben, um das sich alles dreht. Hier und da bekommt man eine regelrechte Gänsehaut, nur weil man sich beim Lesen vorstellt, selbst in einem dieser ganzen seltsamen Räume zu stehen – mit all den Geheimnissen, die zum Beispiel hinter verborgenen Türen nur darauf warten, gelüftet zu werden. Spannung ist auf jeden Fall auf jeder Seite vorhanden, muss man doch bis zum Schluss warten, bis sich alles aufklärt. Man selbst ist immer auf Augenhöhe mit den Hauptcharakteren, sodass man nichts anderes tun kann, als ihre Vermutungen zu teilen oder eigene anzustellen. Mir hat sich bis zum Schluss nicht erschlossen wer hinter der ganzen Geschichte steckt. Ich war ehrlich überrascht und das macht für mich schon einen guten Krimi aus. Am Ende ist alles anders, als es zu sein schien.

Auch die einzelnen Charaktere gefielen mir sehr gut. Die Hauptcharaktere haben sich während des Buches entwickelt, haben dazugelernt und sind reifer geworden. Sie lernen mit Problemen des alltäglichen Lebens umzugehen, sich ihnen zu stellen und sie zu lösen. Über das ein oder andere Problem wird man sicher selbst noch stolpern, sodass alles sehr realitätsnah ist.

Die Geister in diesem Buch sind eine ganz eigene Sache. Natürlich finden sich gängige Klischees wieder, die man aus hundert anderen Büchern und Filmen kennt, doch ist am Ende alles etwas ganz Eigenes. Die Geister des Chance-Hauses erhalten alle ihre eigene Geschichte und bekommen dadurch ihren eigenen Wert, der über den eines einfachen Geistes hinausgeht. Längst Vergangenes, längst verloschene Leben werden hier noch einmal in die Gegenwart geholt, um zu zeigen, wie ein Haus seine Seele erhält. Das ist bei weitem nicht die reinste und glücklichste Seele, sondern eher eine dunkle und schwarze, doch das ist eher einer ungeheurlichen Tatsache geschuldet, die sich im Keller verbirgt und die dafür sorgt, dass der Fluch der Chances überhaupt eine Chance hat. Als die Geister aufgerüttelt werden, weil einige Verwandte von Eva plötzlich massenweise Touristen durchs Haus führen, geht es ganz schön drunter und drüber. Ein Unfall jagt den nächsten und dabei erwischt es nicht immer nur die Chances selbst. Ein Junge verschwindet, eine Frau stürzt von der Ballustrade... Hier sind dunkle Mächte am Werk, die dem menschlichen Täter mit ihren kleinen Tricks in die Hände spielen.

Durch das ganze Buch ziehen sich verschiedene Aspekte der Familie Chance. Die einzelnen Mitglieder und ihre Vorfahren stehen im Vordergrund des Ganzen. Ihr Verhalten, ihr Leben und ihre Denkweisen dringen zu kleinen Teilen zum Leser durch, der schon bald merkt: Hier werden Intrigen der besonderen Art gesponnen. Alles in allem liefert dieses Buch also einen Mix, der hoffentlich noch viele Leser in den Bann ziehen wird.

Zusatz Altersempfehlung:

Die Altersempfehlung dieses Buches liegt zwischen 12 und 16 Jahren. Ich selbst würde es bei etwa 14 Jahren einordnen, da einige Passagen doch recht verstörend sein können. Vor allem aber empfehle ich dieses Buch an Menschen, die noch neu im Geistergenre sind und mit „leichter Lektüre“ beginnen wollen. Für Einsteiger in dieses Genre empfinde ich dieses Buch durch seinen speziellen Mix sehr geeignet.

Was mir nicht so gut gefallen hat:

Ganz ehrlich, ich bin absoluter Fan von Geisterhausgeschichten. Was Geister für mich so gruselig macht ist, dass sie nicht materiell sind, dass man sie nicht anfassen kann und dass sie eben einfach Geister sind. In diesem Buch fand ich die Darstellung von Evas Geist hier und da dadurch etwas unglaubwürdig, dass sie tatsächlich wie eine reale Person dargestellt wurde. Sie kann mühelos Dinge bewegen, Menschen anfassen etc. Auch ist sie klar und deutlich als Person erkennbar, wenn sie jemand sieht. Ich hätte mir eine etwas geisterhaftere Darstellung gewünscht, die das Ganze für mich etwas glaubhafter gemacht hätte. Das ist aber auch der einzige Kritikpunkt an das Buch, das mir insgesamt sehr gut gefallen hat.

Gestaltung:

Eine weiße Gestalt wandert den Weg vor einem Tor entlang. Im Hintergrund fliegen einige Vögel am Himmel, umrahmt wird das ganze von einigen Ranken, an denen Totenköpfe und ein Schlüssel hängen. Alles ist in verschiedenen Blautönen gehalten, nur die Zahl 13 im Titel wurde rot hervorgehoben. Dieses Cover passt wunderbar zum Inhalt der Geschichte und macht schon neugierig, bevor man die erste Seite aufgeschlagen hat.
Im Inneren wiederholen sich Ausschnitte der Ranke jeweils unten auf den Seiten, was mir ebenfalls sehr gefallen hat.

Wertung:

Dieses Buch hält einen so großartigen Mix bereit, dass ich am liebsten gleich noch ein Buch dieser Art lesen würde. Eva und ihre Freunde haben mich sehr gut unterhalten und ich hatte eine spannende Lesezeit. Abzüglich meines kleinen Kritikpunktes vergebe ich gerne 4,5 Lila-Lesesterne an dieses Buch und eine ganz klare Leseempfehlung.



Mittwoch, 12. März 2014

Rezension: "Mr Peregrines Geheimnis" (A.J. Hartley)






Titel: Mr. Peregrines Geheimnis
Reihe: nein
Verlag: Heyne
Hardcoverausgabe mit 462 Seiten
ISBN 978-3-453-26764-0
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: ab 12 Jahren
Preis: 17,99 Euro








Klappentext:

Hinter dem Spiegel wartet eine geheime Welt auf dich

Was hat sich der seltsame alte Ladenbesitzer Mr. Peregrine nur dabei gedacht, Darwen einen so gefährlichen Spiegel zu schenken? Denn als der Junge Am Abend hineinblickt, wird er Spiegel zum Tor in eine andere Welt. Darwen klettert hindurch und entdeckt einen wunderschönen, verzauberten Wald. Endlich hat er einen Ort nur für sich allein! Doch dann tauchen plötzlich riesige Monster auf - und sie sind hinter Darwen her. Zum Glück findet er zwei Freunde, die ihm bei seinem unglaublichen Abenteuer zur Seite stehen. 

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Story und Charaktere:

Nach dem tragischen Unfalltod seiner Eltern zieht Darwen von England nach Amerika zu seiner Tante Honoria, wo er ab jetzt leben soll. Schon bald steht ihm sein erster Schultag an der Hillside Academy bevor, auf den er sich so ganz und gar nicht freut. Während er mit seiner Tante die letzten Besorgungen für seinen Einstieg in sein neues Leben macht, macht er eine Entdeckung der besonderen Art. Ein seltsames Flugwesen wirbelt in der Mall durch die Lüfte und verschwindet in einem Antiquitätenladen, in dem Spiegel verkauft werden. Darwen eilt diesem seltsamen Wesen nach und ist schon bald Besitzer eines seltsamen alten Spiegels, den Mr. Peregrine ihm geliehen hat. Zunächst versteht er nicht, was dieser Spiegel mit dem Flugwesen und ihm zu tun haben soll, doch schon bald soll sich ihm dieses Geheimnis offenbaren. Darwen ist ein Spiegelokulist und kann auf die andere Seite der Spiegel gehen. Normalerweise ist es dort ruhig und friedlich, gerade jetzt jedoch gehen Dinge vor sich, die auf keinen Fall weitergehen dürfen. Nun liegt es an Darwen die Welt auf seiner Seite und die hinter den Spiegeln zu retten.

Darwen ist der Hauptcharakter dieses Buches. Er ist elf Jahre alt und gerade Waise geworden, da seine Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind. Mit der neuen Situation muss er sich erstmal anfreunden, denn plötzlich soll er nicht mehr in England, sondern in Amerika wohnen. Und das auch noch bei seiner Tante Honoria, die zwar versucht, sich so gut es geht um ihren Neffen zu kümmern, ihn aber im Grunde einfach zu wenig kennt.
Darwen versucht, der neuen Situation aufgeschlossen entgegenzugehen, doch an seiner neuen Schule wird er direkt zum Außenseiter. Die Lehrer tadeln ihn wegen seiner ungewöhnlichen, nicht England englischen Aussprache, die Schüler ziehen ihn ständig auf. Die Hillside Academy, an der ein fast schon militärisches Regime geführt wird, ist absolut nichts für Darwen.
Als ein Schulprojekt ansteht, freundet er sich allerdings mit zwei weiteren Außenseitern an. Rich und Alexandra haben es ebenfalls nicht leicht an der Schule. Rich hat ein großes Faible für Archäologie, das niemand nachvollziehen kann und Alexandra ist einfach sehr laut und direkt. Zusammen ergeben die drei aber schon bald ein tolles Team.
Als Darwen herausfindet, dass er durch Spiegel gehen kann, findet er die Sache anfangs noch aufregend und spannend. Gerne macht er den Schritt von seiner Welt nach Silbrica, wo er die Talfee Motte kennenlernt. Als jedoch mehr als deutlich wird, dass Silbrica in Gefahr ist, will Darwen seine Besuche dort einstellen. Wäre da nicht Mr. Peregrine, der ihn mit einem Auftrag zurück nach Silbrica schickt, wäre er wohl nie in das größte Abenteuer seines Lebens geraten. Zusammen mit Alex und Rich versucht er nun, seine Welt und die hinter den Spiegeln zu retten. Ganz besonders die Schrubbler versuchen ihn davon abzuhalten und ihr gefährliches Ziel in die Tat umzusetzen.

Rich ist Archäologiefan und der Kopf der drei Freunde. Sich Pläne auszudenken und umzusetzen findet er nicht sonderlich schwer. Besonders in technische Dinge kann er sich gut hineinversetzen und diese auch analysieren. Anfangs ist er Darwens Geschichte gegenüber noch skeptisch, bis er selbst mit nach Silbrica geht. All die Technik, die von den Schrubblern gebaut wird, fasziniert ihn zwar, doch gleichzeitig macht sie ihm auch Angst. So verfällt er schnell in den Analysemodus, um hoffentlich eine Lösung zu finden, wie man die Schrubbler davon abhalten kann, von ihrer Welt in seine zu wechseln.

Alex ist ein sehr forsches, aufdringliches Mädchen, das eine überaus ausgeprägte Neugierde besitzt. Sie muss alles wissen, anfassen und sehen was sie in irgendeiner Weise interessiert. Mit ihrer offenen Art Dinge auszusprechen, die andere nur denken würden, kommt sie nicht bei allen gut an. Auch bei Darwen stößt sie damit zunächst auf Ablehnung. Mit ihrer hartnäckigen Art schleicht sie sich dennoch in sein Leben und in sein Abenteuer. Mutig bestreitet sie mit Rich und Darwen alle noch so gefährlichen Situationen.

Mr.Peregrine, Tante Honoria, die übrigen Mitschüler und Lehrer, sowie diverse andere Charaktere erhalten ebenfalls ihren Platz in Darwens Abenteuer. Sie werden kurz und einfach umrissen, haben aber alle so markante Eigenarten, dass man sie wunderbar auseinanderhalten kann.

Was mir besonders gefallen hat:

Eine Welt hinter den Spiegeln – das ist eine Idee, die mich magisch angezogen hat. Tatsächlich ist die Welt hinter Darwens Spiegeln auch zunächst besonders schön und friedvoll. Er lernt die Talfee Motte kennen und streift durch die Umgebung, die der Autor dem Leser klar vor Augen führt. Viele kleine Details machen die Orte aus, an die der Autor uns führt und man hat keine Schwierigkeiten, sie vor dem inneren Auge zu sehen.
Der lockere und flüssige Schreibstil trägt dazu bei, dass sich das Buch zügig lesen lässt. Ich denke für die vorgesehene Altersgruppe ist dieser, wie auch der Sprachstil genau richtig. Nicht immer ist alles ganz einfach zu verstehen. Die ganzen Konstruktionen, die hinter dem Spiegel gebaut werden, werden meist von Alex oder Rich erklärt. So fällt es beim Lesen leicht, zu durchschauen, worum es geht. Ein gut gewählter Zug des Autoren, keine ellenlangen Beschreibungen einzusetzen, sondern die Protagonisten die Erklärungen übernehmen zu lassen.

Ob Junge oder Mädchen, dieses Buch ist in den Händen beider Geschlechter gleichermaßen gut aufgehoben. Obwohl ein Junge der Hauptcharakter ist, ist doch auch Alex sehr präsent. Hier kommen definitiv beide Geschlechter auf ihre Kosten.

Was mir nicht so gut gefallen hat:

Leider mangelt es Mr. Peregrines Geheimnis im Hauptteil sehr an Spannung. Bis zu dem Moment, in dem man sich das erste Mal in Silbrica befindet, ist das Buch sehr gelungen und ich hatte die Hoffnung, dass es auch so weitergeht. Allerdings habe ich dem Irrglauben meinerseits unterlegen, dass es in der Geschichte auch vor allem um die magische Welt hinter den Spiegeln gehen würde. Das ist allerdings ein Trugschluss, denn die meiste Zeit über befindet man sich auf unserer Seite des Spiegels und begleitet Darwen, Rich und Alex durch den Schulalltag.

Auch glaube ich, dass sich das Buch nicht wirklich dazu geeignet hat, es zu übersetzen. Immer wieder wird auf die Unterschiede zwischen dem englischen Englisch und dem amerikanischen Englisch hingewiesen, die man einfach im Deutschen nicht verstehen kann. Da ich selbst einige Zeit in den USA gelebt und dann aber englisches Englisch an den deutschen Schulen sprechen musste, weiß ich, in welcher Misere Darwen steckt. Dies kommt allerdings im Deutschen überhaupt nicht rüber, da es keinen passenden Dialekt gibt, mit dem man dies hätte übersetzen können.

Gestaltung:

Vor einer schwarzen Silhouette sieht man seltsame Wesen am Bildrand herumhängen, herumfahren oder herumstehen. Auf dem Kopf der Silhouette sitzt eine kleine Fee, auf den Schultern stehen zwei Personen, die man von hinten sieht. Mich hat dieses Cover auf das Buch aufmerksam gemacht und ich muss sagen, dass es sehr passend zum Inhalt gestaltet wurde.

All die Figuren die man auf dem Cover sieht, kommen auch immer wieder an den Kapitelanfängen des Buches vor. Es erleichtert es dem Leser, sich die Figuren vorzustellen, die beschrieben werden. Eine schöne Lösung, die mir sehr gefallen hat.

Wertung:

Grundstory und Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Leider hat es mir aber doch sehr an Spannung gefehlt, wodurch sich das Buch immer wieder in die Länge zog. Ich denke nicht, dass ich auch die beiden Folgebände lesen werde, denn dieses eine Abenteuer war mehr als genug. An Darwen und seine Freunde vergebe ich 3 Lila-Lesesterne.


Rezension: "Night School - Der den Zweifel sät" (C.J. Daugherty)






Titel: Night School - Der den Zweifel sät
Reihe: Band 2 der Reihe "Night School"
Verlag: Oetinger
Hardcoverausgabe mit 421 Seiten
ISBN: 978-3-7891-3328-2
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: keine Angaben
Preis: 17,95 Euro







Klappentext:

Ein MYSTERIÖSES Internat
RÄTSELHAFTE Vorfälle
UNDURCHSCHAUBARE Gestalten
...und ein
DUNKLES FAMILIENGEHEIMNIS

WILLKOMMEN AUF CIMMERIA!

Nach einer atemlosen Verfolgungsjagd durch die düstereren Straßen Londons hofft Allie bei ihrer Rückkehr nach CIMMERIA, dass sie zumindest im Internat sicher ist. Doch der Schein trügt und schnell wird klar: Irgendwer trachtet ihr nach dem Leben. Bald schon beginnt Allie, an ihren engsten Vertrauten zu zweifeln, und selbst als sie endlich in die geheime NIGHT SCHOOL aufgenommen wird, tun sich ihr nur weitere Rätsel auf. Dass ihre Gefühle für Carter und Sylvain dabei weiterhin verrückt spielen, macht das Ganze nicht leichter. Als sie dann auch noch eine Nachricht von ihrem verschollen geglaubten Bruder erhält, wird Allie endgültig klar: Sie sollte ihre Gegner besser nicht unterschätzen. Denn die scheinen ihr Ziel mit aller Macht zu verfolgen - koste es, was es wolle...


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Story und Charaktere:

Nach einem ernstzunehmenden Vorfall in den Ferien, kehrt Allie nach Cimmeria zurück. Dieses Mal ist jedoch alles anders, denn jetzt weiß sie, dass sie in Gefahr ist. Um zu lernen, wie man sich gegen Gefahren dieser Art schützt, wird sie in die Night School aufgenommen. Sehr zum Missfallen von Carter, kommt Allie dadurch Sylvain wieder näher. Doch damit nicht genug. Eines Tages erhält sie plötzlich einen Brief von ihrem verschwundenen Bruder Christopher, der mit ihrem Feind Nathaniel unter einer Decke steckt. Obwohl sie sich dessen mehr als bewusst ist, will sie sich mit ihm treffen. Eins kommt zum anderen und plötzlich schwebt Allie in noch größerer Gefahr. Cimmeria scheint nicht so sicher zu sein, wie alle angenommen hatten. Misstrauen macht sich breit, denn plötzlich wird klar: Nathaniel hat einen Spion innerhalb der Mauern von Cimmeria.

Die meisten Charaktere sind uns bereits aus dem ersten Band bekannt. Hauptcharakterin ist wieder Allie, die sich in diesem Band jedoch weiterentwickelt hat. Sie scheint erwachsener und weniger naiv zu sein, wie noch im Vorgängerband. Endlich scheint sie begriffen zu haben, in welcher Gefahr sie schwebt und will dieser nun mit Hilfe der Night School trotzen. Sie lernt, sich selbst zu verteidigen und muss schon bald unter Beweis stellen, wie gut sie die neuen Techniken beherrscht. Während sie sich mit all den Geheimnissen der Night School und denen um ihre eigenen Identität herumschlägt, steht sie immer noch zwischen zwei Stühlen. Obwohl sie mit Carter zusammen ist, fühlt sie sich zu Sylvain hingezogen, der ihr immer wieder eine helfende Hand entgegenstreckt. Dann sind da auch noch all die Schuldinge, die sie regeln muss. So kommt sie kaum zu Verschnaufspausen, die sie mit ihren Freundinnen verbringen kann. Erst der anstehende Ball lässt sie erkennen, wie wenig Zeit sie für die wirklich wichtigen Dingen in ihrem Leben eigentlich noch hat.

Rachel ist mittlerweile eine von Allies besten Freundinnen und überhaupt nicht davon begeistert, dass sie der Night School beigetreten ist. Sie selbst soll es auf Anordnung ihres Vaters schon seit Jahren tun, weigert sich aber beständig und bleibt deshalb außen vor. Ihr Vater ist es auch, der die Verantwortung für die Sicherung von Cimmeria in den Händen hält und der Allie zu beschützen versucht.
Jo ist auch wieder mit von der Partie und versucht gerade irgendwie über ihren Exfreund hinwegzukommen, der kaltblütig eine Schülerin im letzten Jahr ermordet hat. Sie weiß, dass er für Nathaniel arbeitet und hofft immer noch auf ein Lebenszeichen von ihm. Manchmal ist Allie sich nicht ganz sicher, was sie Jo sagen kann und was nicht, weiß sie doch genau, dass Jo auch „verrückte“ Seiten hat, die sie lieber nicht zum Vorschein bringen möchte.

Carter und Sylvain sind wie in Band 1 zwei Rivalen, die um Allies Gunst buhlen. Eigentlich hatte Allie sich längst für Carter entschieden, doch der erdrückt sie mit seiner ständigen Befürwortung und seinem ständigen Sicherheitstick. Allie sucht deshalb einen Weg, aus der Situation auszubrechen und findet ihre Chance schließlich in Sylvain. Dem scheint die Sache aus dem letzten Schuljahr unsagbar leid zu tun und er tut alles, um Allie wieder für sich zu gewinnen.

Wie im ersten Band haben mir die Charaktere auch im zweiten Band wieder sehr gefallen. Ihre Geschichten werden näher beleuchtet, sie wachsen an den neuen Herausforderungen und alle entwickeln sich weiter. So macht es Spaß, die Schüler des Cimmeria-Internates zu begleiten.

Was mir besonders gefallen hat:

Der lockere und flüssige Schreibstil, sowie der durchweg schöne Sprachstil und die interessante Art Dinge zu beschreiben werden hier weiterhin beibehalten, was mir besonders gefällt. So ließ sich auch Band 2 sehr zügig lesen und die Seiten flogen wieder nur so dahin.

Unterstützt wird das Ganze von der Art, wie die Autorin Spannung aufbaut, die Geschichte inszeniert und Fragen und Antworten gleichermaßen interessant verpackt. Wie schon in Band 1 muss der Leser hier wieder viele Andeutungen im Kopf selbst zu einem Bild zusammensetzen, um verschiedene Puzzleteile, die schon in Band 1 geliefert wurden, an die richtigen Stellen zu rücken. Dem Geheimnis um Cimmeria und die Night School kommt man zwar auch hier wieder nur schrittweise näher, doch scheint es für mich genau so sein zu müssen. Man befindet sich als Leser immer auf Augenhöhe mit Allie, erfährt die Dinge, die sie erfährt, sieht die Dinge, die sie sieht und ist ihr nie einen Schritt voraus. Genau wie im wahren Leben, erhält das Gesamtbild so erst nach und nach Kontur. Ich bin sehr gespannt, wohin all die losen Fäden am Ende führen werden, welche Puzzlestücke sich am Ende als an der richtigen Stelle erweisen und welche noch einmal neu angeordnet werden müssen. So mit dem Leser zu spielen, das ist eine Kunst für sich, die ich sehr genieße. Hier wird wieder sehr intensiv mit Spannung zwischen den Zeilen und all dem Ungesagten gearbeitet.

Besonders gut gefallen mir auch die verschiedenen Entwicklungen der einzelnen Charaktere. Obwohl man vor allem Allie in diesem Buch folgt, erhalten auch alle anderen Cimmerianer immer mehr Kontur. So wird das Internat mit all seinen Bewohnern immer plastischer für den Leser. Etwas was mir vor allem deshalb gefällt, weil wir es mit einer fünfteiligen Reihe zu tun haben, die sich noch über drei weitere Bücher bewähren muss. Ich hoffe sehr, dass sie es in diesem Stile weiter tut.

Was mir nicht so gut gefallen hat:

In Extremsituationen verhält sich nicht nur Allie das ein oder andere Mal mehr als ungewöhnlich. Wie bereits in Band 1 erscheinen mir diese Situationen und Verhaltensweisen deshalb manchmal unglaubwürdig.

Gestaltung:

Selbiges Cover wie für Band 1 wurde auch für den zweiten Teil gewählt. Dieses Mal ist es allerdings nicht blau-schwarz, sondern rot-schwarz. Wie bereits beim ersten Band finde ich das Cover auch für den zweiten Band nicht wirklich passend und nichtssagend. Die Aufmachung trägt jedoch dazu bei, das Buch in die Hand zu nehmen und hat seinen eigenen Wiedererkennungswert, der sich durch die Reihe trägt.

Wertung:

Story und Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Die Art und Weise wie hier mit dem Leser gespielt wird und wie gezielt verschiedene Nerven gereizt werden, macht mich neugierig auf Band 3, der hoffentlich bald bei mir einziehen wird. Abzüglich meines Kritikpunktes vergebe ich ein zweites Mal gerne 4 Lila-Lesesterne und eine Leseempfehlung.



Samstag, 8. März 2014

Neuzugänge

Hallo ihr Lieben,

wie schon beim letzten Mal gesagt... Ich bin im Buchrausch. Ehrlich, soooooo viel Buchpost kam bei mir noch nie in so kurzer Zeit an. Ich freue mich natürlich riesig, denn ich habe jetzt erstmal ein paar Tage Ausspannzeit in der ich hoffentlich ganz viel dazu komme zu lesen :)

Meine Neuzugänge der letzten Tage sind:

1. "Night School - Der den Zweifel sät" von C.J. Daugherty (bereits gelesen)






Titel: Night School - Der den Zweifel sät
Reihe: Band 2 der Reihe "Night School"
Verlag: Oetinger
Hardcoverausgabe mit 421 Seiten
ISBN: 978-3-7891-3328-2
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: keine Angaben
Preis: 17,95 Euro







Klappentext:

Ein MYSTERIÖSES Internat
RÄTSELHAFTE Vorfälle
UNDURCHSCHAUBARE Gestalten
...und ein
DUNKLES FAMILIENGEHEIMNIS

WILLKOMMEN AUF CIMMERIA!

Nach einer atemlosen Verfolgungsjagd durch die düstereren Straßen Londons hofft Allie bei ihrer Rückkehr nach CIMMERIA, dass sie zumindest im Internat sicher ist. Doch der Schein trügt und schnell wird klar: Irgendwer trachtet ihr nach dem Leben. Bald schon beginnt Allie, an ihren engsten Vertrauten zu zweifeln, und selbst als sie endlich in die geheime NIGHT SCHOOL aufgenommen wird, tun sich ihr nur weitere Rätsel auf. Dass ihre Gefühle für Carter und Sylvain dabei weiterhin verrückt spielen, macht das Ganze nicht leichter. Als sie dann auch noch eine Nachricht von ihrem verschollen geglaubten Bruder erhält, wird Allie endgültig klar: Sie sollte ihre Gegner besser nicht unterschätzen. Denn die scheinen ihr Ziel mit aller Macht zu verfolgen - koste es, was es wolle...

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2. "Der 13. Gast" von Rhiannon Lassiter






Titel: Der 13. Gast
Reihe: nein
Verlag: KJB
Hardcoverausgabe mit 445 Seiten
ISBN 978-3-596-85493-6
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 12-16 Jahren
Preis: 14,99 Euro







Klappentext:

Eva starrte auf die gedeckte Festtafel. Langsam ging sie die Plätze durch, doch sie konnte ihren Namen nicht finden. Seltsam. Es war immerhin ihr Geburtstag! Langsam wurde ihr klar, dass für sie nicht gedeckt worden war. Wie in einem Albtraum setzte sich Eva auf den leeren Stuhl neben Lisle Langleys Gedeck. Lisle bedachte sie mit keinem Blick. Die Kellnerin war nun hinter ihnen, stellte vor Lisle einen Vorspeisenteller hin... und ging weiter. Sie hatte Eva total übersehen. Eva starrte auf den leeren Tisch vor sich und wäre am liebsten gestorben. Ein eiskalter Hauch streifte sie und ließ sie herumfahren. Da war niemand. Doch. Eine schmächtige Gestalt in einer altmodischen schwarzen Dienstbotenuniform mit weißer Schürze, die einer Elster ähnelte. Im Gegensatz zu allen anderen sah das Elstermädchen Eva direkt in die Augen - und zwinkerte ihr zu. Was ging hier vor?

"Lassiters Stärke liegt darin, mitten im Alltagsleben ein unbestimmbares Grauen entstehen zu lassen. Und die Spannung langsam und genüsslich bis zum Aufschrei des Entsetzens voranzutreiben." Celia Rees über "Böses Blut"

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3. "Plötzlich Fee - Sommernacht" von Julie Kagawa






Titel: Plötzlich Fee - Sommernacht
Reihe: Band 1 der Reihe "Plötzlich Fee"
Verlag: Heyne
Hardcoverausgabe mit 495 Seiten
ISBN 978-3-453-26721-3
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: keine Angaben
Preis: 16,99 Euro







Klappentext:

Schönheit ist die tödlichste aller Gefahren

Meghan Chase wird sechzehn. Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als ihre wahre Liebe zu finden - bis sie an ihrem Geburtstag in die verwunschene Welt der Feen gerät und Ash begegnet, dem Prinzen mit den eisblauen Augen, ihrem Todfeind....

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4. Plötzlich Fee - Herbstnacht" von Julie Kagawa






Titel: Plötzlich Fee - Herbstnacht
Reihe: Band 3 der Reihe "Plötzlich Fee"
Verlag: Heyne
Hardcoverausgabe mit  Se510iten
ISBN 978-3-453-26726-8
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: keine Angaben
Preis: 16,99 Euro







Klappentext:

Auf der Flucht

Die Liebe zu Ash, dem Winterprinzen, fordert einen hohen Preis von Meghan: Die beiden werden aus dem Feenreich Nimmernie verstoßen und Meghan findet sich als Wanderin zwischen den Welten wieder - verfolgt von den grausamen Eisernen Feen. Doch nicht nur sie ist in Gefahr, sondern ganz Nimmernie. In der Stunde der höchsten Not muss Meghan eine Entscheidung treffen, die sie für immer von Ash zu trennen droht...

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5. "Plötzlich Fee - Das Geheimnis von Nimmernie" von Julie Kagawa






Titel: Plötzlich Fee - Das Geheimnis von Nimmernie
Reihe: Band 5 der Reihe "Plötzlich Fee"
Verlag: Heyne
Hardcoverausgabe mit 336 Seiten
ISBN 978-3-453-26849-4
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: keine Angaben
Preis: 12,99 Euro






Klappentext:

Nimmernies Schatten

Meghan und Ash dachten eigentlich, dass sie nichts mehr aus der Fassung bringen könnte. Doch durch ein leichtfertiges Versprechen gerät Meghan in größte Gefahr. Und der stolze Ash muss sich in der Stunde der Not ausgerechnet mit seinem Rivalen Puch verbünden. Wird es Meghan und Ash am Ende gelingen, eine Herausforderung zu bestehen, der sie nichts entgegenzusetzen haben als ihre Liebe?

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Habt ihr schon eines der Bücher gelesen, würdet es mir besonders ans Herz legen oder habt es vielleicht sogar jetzt gerade euren Wunschlisten hinzugefügt? :) Lasst es mich gerne wissen :)

Liebe lila Lesegrüße
Iris 


Rezension: "Night School - Du darfst keinem trauen" (C.J. Daugherty)






Titel: Night School - Du darfst keinem trauen
Reihe: Band 1 der Reihe "Night School"
Verlag: Oetinger
Hardcoverausgabe mit 461 Seiten
ISBN 978-3-7891-3326-8
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 14-16 Jahre
Preis: 17,95 Euro






Klappentext:

Ein MYSTERIÖSES Internat
RÄTSELHAFTE Vorfälle
UNDURCHSCHAUBARE Gestalten
... und ein MORD

WILLKOMMEN AUF CIMMERIA!

Als Allie nach CIMMERIA kommt, stellt sie schnell fest, dass das Internat ein dunkles Geheimnis birgt. Es passieren merkwürdige Dinge, und Allie ist sich sicher, dass man etwas vor ihr zu verbergen sucht., Nur wem kann sie trauen? Dem attraktiven Mädchenschwarm Sylvain, der sich plötzlich nur noch für sie zu interessieren scheint, oder dem undurchschaubaren Carter, der sich angeblich so um ihr Wohlergehen sorgt? Was geht auf CIMMERIA wirklich vor sich? Und was hat es mit der geheimnisvollen NIGHT SCHOOL auf sich? Als dann auch noch ein Mord geschieht und Allie unter die Verdächtigen geriet, wird ihr klar: Du darfst keinem trauen.

Der fesselnde Auftakt zur NIGHT SCHOOL-Serie: Suspense vom Feinsten!

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Story und Charaktere:

Nachdem Allies Bruder Christopher plötzlich verschwunden ist, fallen sie und ihre Eltern in ein tiefes Loch. Allie entwickelt sich zu einem rebellischen Teenager und hat immer wieder mit der Polizei zu tun.
Nachdem sie wieder einmal von diesen aufgegriffen wurde, beschließen ihre Eltern, sie auf ein Internat zu schicken – nach Cimmeria. Obwohl Allie absolut dagegen ist, findet sie sich schon bald dort wieder.
Auf Cimmeria ist alles anders, als sie es bisher gewohnt war – es gibt keine technischen, modernen Geräte, der Alltag wird vom Lernen beherrscht und dann ist da noch die Sache mit der Night School.
Schnell merkt sie, dass das Internat viele Geheimnisse birgt, denen sie auf den Grund gehen will. Abgelenkt wird sie dabei von Carter und Sylvain, die beide ihre ganz eigenen Eigenarten haben. Als dann ein Mord an jemandem geschieht, mit dem Allie sich gerade erst angefreundet hat, steht ihre Welt noch mehr Kopf. Plötzlich halten sie alle für eine Mörderin.

Allie hatte ein sehr gutes Verhältnis zu ihrem zwei Jahre älteren Bruder Christopher, der sich ständig um sie kümmerte und immer für sie da war. Als er plötzlich verschwand, zerstörte das die ganze Familie. Allies Eltern war ihre Tochter plötzlich egal und Allie fühlte sich leer und im Stich gelassen. Seitdem sind Panikattacken, denen sie mit dem Zählen von Schritten, Herzschlägen etc. entgegenzuwirken versucht, an der Tagesordnung. Schnell geriet sie an die falschen Leute und auf die falsche Bahn. Cimmeria soll all das ändern. Sauer über die Entscheidung, kann Allie diese Abschiebung zunächst nicht akzeptieren, doch schon bald merkt sie, dass das Internat tolle Freunde und Möglichkeiten für sie bereithält. Sie bringt sich zwar auch dort immer wieder in Schwierigkeiten, die aber typisch für Internatsschüler sind – zum Beispiel wiedersetzt sie sich der Nachtruhe, um sich mit einem Jungen zu treffen.
So verändert sich Allie mit der Zeit und wird langsam glücklich. Hätte es ihr altes Ich noch total bescheuert gefunden über Bälle, Frisuren und Kleider nachzudenken, hat ihr neues Ich sehr viel Spaß daran. Sie denkt immer weniger über ihre alten Freunde nach und fühlt sich auf Cimmeria immer wohler.
Dann jedoch geschehen Dinge, die Allies Glück trüben. Ein Mädchen wird umgebracht, ein Junge kommt ihr viel zu nahe und ihre Freundin scheint völlig durchzudrehen. Außerdem verhalten sich die Schüler der Night School immer seltsamer.

Jo ist eine Schülerin im Internat, mit der Allie sich schon bald anfreundet. Sie ist mit Greg zusammen, der zur mysteriösen Night School gehört und der Jo mit seiner Beschützermasche an sich kettet. Jo selbst ist ein offener und manchmal verrückter Mensch, der es in seiner Familie nicht leicht hat. Deshalb sieht sie Cimmeria als ihr Zuhause an und spricht möglichst wenig über ihre Eltern. In Allie findet sie eine neue Freundin, mit der sie sich super versteht.

Carter und Sylvain sind die beiden jungen Männer, mit denen Allie alle Hände voll zu tun hat.
Carter ist ein sehr verschlossener, gegenüber Allie ständig schlecht gelaunter Typ, der dauernd ominöse Warnungen ausspricht und den Ruf eines Weiberhelden hat, der seine Freundinnen abserviert, sobald er bekommen hat, was er wollte. Auch er verstößt gerne mal gegen die Schulregeln und findet sich deshalb mit Allie im Arrest wieder.
Sylvain ist das Gegenteil von Carter. Er ist Franzose, sehr charmant und schafft es mit Leichtigkeit, die Frauen um seinen Finger zu wickeln. Dass er Allie mehr als attraktiv findet und sie zu erobern versucht, sorgt dafür, dass Allie Missgunst von Seiten einiger Schülerinnen entgegenschlägt. Sylvain hat nur noch Augen für Allie, die sich ihm nur schwer entziehen kann.

Wie diese Charaktere sind auch alle anderen sehr gelungen und glaubwürdig umgesetzt worden, sodass es nicht schwer fällt, sich ein Bild von jedem Einzelnen vor das innere Auge zu rufen.
Mir hat vor allem die Konstellation der Charaktere gefallen, die dafür sorgt, dass es nie langweilig wird.

Was mir besonders gefallen hat:

Es ist sehr interessant, wie die Autorin hier mit dem Leser spielt. Obwohl das Buch so viele Seiten hat, hat sich am Ende doch gar nichts erklärt – jedenfalls nicht wörtlich. Nimmt man jedoch alle Hinweise zusammen, ergibt sich ein ungefähres Bild, das im zweiten Band hoffentlich bestätigt wird. Nicht nur Allie muss herausfinden wem sie trauen kann, auch als Leser stellt man sich immer wieder die Frage, ob alles so ist, wie es den Anschein macht. Hinzu kommen all die Geheimnisse um die Night School, von der jeder weiß, über die aber nicht gesprochen werden darf und die nur ausgewählte Schüler besuchen dürfen. Für Spannung, die sich vor allem zwischen den Zeilen und dem Ungesagten aufbaut, ist also gesorgt.

An Allies Charakter gefiel mir besonders, dass sie keine geradlinige Veränderung durchmacht, sondern dass sie zwischenzeitlich auch in alte Muster zurückfällt. Das macht sie zu einer greifbaren Figur mit Höhen und Tiefen, Ecken und Kanten. Hätte sie sich einfach vom rebellischen Teenager zum Vorzeigemädchen entwickelt. Hätte sie mir weit weniger gut gefallen.

Neben der Geschichte und den Charakteren hat mir auch der lockere und flüssige Schreibstil sehr gut gefallen. Dadurch ließ sich das Buch sehr schnell lesen, sodass die Seiten nur so dahinflogen. Unterstützt wurde das Ganze durch den tollen Sprachstil und die bildhafte Schreibweise, die mir vor allem Cimmeria sehr nahe gebracht hat. Während Allie die Räumlichkeiten erkundet, baut sich vor dem inneren Auge ein eigenes Cimmeria auf, in dem Allie nun Zuhause ist. Nach zwei Abenden war Band 1 gelesen.

Was mir nicht so gut gefallen hat:

Einen Kritikpunkt an das Buch habe ich jedoch. So gut Geschichte und Charaktere mir auch gefallen haben, gab es doch einen Punkt, an dem das Ganze nicht mehr ganz glaubwürdig für mich war. Allies Reaktion und die der Direktorin bzw. der Schule auf den Mord, waren für mich absolut nicht nachvollziehbar. Ich glaube kaum, dass sich jemand in der Situation so verhalten hätte, wie es hier der Fall ist. Das hat der ganzen Sache einen Knacks verpasst, der mich aber nicht davon abhält Band 2 zu lesen.

Gestaltung:

Ein schwarzes Cover mit blauem Muster, das ein Mädchengesicht erkennen lässt wurde als Cover für dieses Buch gewählt. Ich selbst finde es nach dem Lesen nicht wirklich passend, da es wenig aussagekräftig ist. Einzig die Farbgebung finde ich gut gewählt, lässt sie den Inhalt doch von außen schon geheimnisvoll wirken. Nichtsdestotrotz ist das Cover schuld daran, dass ich das Buch in die Hand genommen habe, denn schön anzusehen ist es auf jeden Fall.

Wertung:

Mir hat der erste Band vor allem deshalb gefallen, weil hier einmal nicht alles direkt ausgesprochen wird, worum es hinter vorgehaltener Hand geht. Der Leser wird zum Mitdenken angeregt und kann selbst tausend Vermutungen anstellen. Das macht die Sache sehr spannend und Band 2 wird nicht lange auf sich warten lassen. Abzüglich meiner Kritki bezüglich des Verhaltens nach dem Mord, vergebe ich deshalb 4 Lila-Lesesterne und eine Leseempfehlung.