Montag, 19. Mai 2014

Rezension: "Helden des Olymp - Der verschwundene Halbgott" (Rick Riordan)






Titel: Helden des Olymp - Der verschwundene Halbgott
Reihe: Band 1 der Reihe "Helden des Olymp"
Verlag: Carlsen
Hardcoverausgabe mit 576 Seiten
ISBN 978-3551556011
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 12-18 Jahre
Preis: 17,90 Euro






Klappentext:

Jason erinnert sich an gar nichts - nicht einmal an seine besten Freunde Piper und Leo. Und was hat er in Camp Halfblood zu suchen, wo angeblich nur Kinder von griechischen Göttern aufgenommen werden. Zu allem Überfluss gehören die drei Freunde laut Prophezeiung zu den legendären sieben Halbgöttern, die den Olymp vor dem Untergang bewahren sollen. Kein Problem - Leo treibt einen mechanischen Drachen als Transportmittel auf und los geht's! Und dann gilt es auch noch einen seit längerem verschwundenen Halbgott zu finden, einen gewissen Percy Jackson...
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Story und Charaktere:

Als Jason in einem Bus erwacht, weiß er weder wer er ist, wo er herkommt, noch was er an diesem Ort tut, an dem er da gerade gelandet ist. Ein Junge namens Leo versucht ihm weiszumachen, dass er sein bester Freund ist und ein gutaussehendes Mädchen namens Piper scheint seine Freundin zu sein. Bevor er sich jedoch darüber klar werden kann, ob er das alles glauben soll, verwandelt sich ihr Betreuer in einen Satyr und Windgeister greifen ihn und seine Freunde an. Von einer Sekunde auf die andere hält er ein Schwert in der Hand und fliegen kann er auch noch.
Im Camp-Half-Blood, wo die drei kurze Zeit später aufgenommen werden, ist man sich ebenfalls nicht so sicher, wie man Jason mit seinem Gedächtnisverlust behandeln soll. Zeit, sich über den Sohn des Zeus Gedanken zu machen, haben sie jedoch nicht, denn schon gibt es eine Prophezeiung, die die drei Neuankömmlinge auf die Reise schickt. Sie müssen Hera befreien, um die Welt zu retten. Dabei halten sie außerdem ein wenig Ausschau nach einem verschwundenen Halbgott – Percy Jackson.

Nachdem ich die Reihe um Percy Jackson verschlungen habe, die ich jedem vorab empfehle, der diese Reihe liest, habe ich mich sehr gefreut, noch einmal ins Camp-Half-Blood zu reisen und alte Bekannte wiederzutreffen. Allen voran Annabeth und Chiron, die beide sehr besorgt sind, da Percy Jackson verschwunden ist. Seltsamerweise fällt dieser Zeitpunkt mit der Zeit zusammen, an die Jason sich nicht erinnern kann.
Jason ist der Hauptcharakter dieses Buches. Er ist ein Sohn des Zeus und löst damit im Camp allerlei Unruhe aus, da Zeus doch eigentlich gar keine weiteren Kinder haben sollte. Außerdem scheint sein Auftauchen nichts Gutes zu bedeuten. Jason selbst kann mit alldem wenig anfangen. Er hat sein Gedächtnis verloren und erinnert sich nur sehr bruchstückhaft an Dinge aus seinem Leben. Seltsamerweise spricht er auch nicht, wie andere im Camp, griechisch, sondern Latein und auch seine Götterbezeichnungen stammen aus der römischen und nicht aus der griechischen Mythologie. Dies macht nicht nur Jason, sondern auch die Campbewohner nervös. Deshalb kommt ihm die Prophezeiung, die ihn, Leo und Piper zu einem neuen Abenteuer aufbrechen lässt, gerade recht. Er begegnet der Sache zwar mit einer gewissen Skepsis und auch mit einer gesunden Angst, doch dann macht er sich souverän auf, seine Aufgabe in Angriff zu nehmen und zu bewältigen.
An seiner Seite befindet sich Leo – ein Sohn des Hephaistos, der einen sehr humorvollen und offenen Charakter hat. Durch seine Abstammung als Sohn des Gottes der Schmiedekunst, ist er handwerklich sehr geschickt und trägt mit dieser Gabe dazu bei, das Abenteuer voranzutreiben und immer mal wieder zum Guten zu wenden, wenn es richtig brenzlig wird. Er behält trotz aller Nervosität den Überblick, reagiert schnell und versucht möglichst alles recht locker zu sehen. Das macht das Abenteuer leichter für ihn und sorgt außerdem dafür, dass die Dinge nicht allzu nahe an ihn herankommen. Mit Jason und Piper findet er das erste Mal in seinem Leben echte Freunde, die ihn nicht verurteilen für das was er ist oder tut, die ihn nehmen wie er ist und die in jeder Sekunde zu ihm stehen. Das zu akzeptieren und anzunehmen fällt Leo gar nicht so leicht.
Piper ist eine aufgeweckte, hübsche junge Frau, die sich von ganzem Herzen in Jason verliebt hat. Eigentlich ist sie auch mit ihm zusammen – glaubt sie jedenfalls. Doch der Nebel, der ihrer aller Erinnerungen ein wenig angepasst hat, um besser zu Jasons Gedächtnisverlust zu passen, spielt ihr da einen gemeinen Streich. Sie ist sich jedoch sicher, dass ihre Gefühle für ihn echt sind, sodass sie sehr genau auf Jasons Verhalten ihr gegenüber achtet, ob da nicht doch etwas ist. Als Tochter der Aphrodite beherrscht sie Charm-Sprech – eine Art zu sprechen, mit der sie ihr Gegenüber beeinflussen kann. Leider eine Gabe, die sie immer wieder in Schwierigkeiten gebracht hat, denn durch die Anwendung dieser Gabe, geben ihr die Menschen einfach alles – ein Auto, einen Hubschrauber – eben alles und scheinen sich schon einen Moment später nicht mehr daran zu erinnern, warum sie das getan haben. So sind immer wiederkehrende Anzeigen vorprogrammiert und Piper hat einen Haufen Ärger. Da hilft es nicht einmal, dass sie die Tochter eines bekannten Schauspielers ist. In ihrem Abenteuer mit Jason und Leo jedoch, kommt ihr diese Gabe sehr zugute. Sie entschärft die ein oder andere Situation und trägt dazu bei die Aufgabe der Prophezeiung zu lösen.

Interessanterweise behandelt „Helden des Olymp“ nicht nur die Story um das Abenteuer der drei Helden, sondern auch ihre Lebensgeschichten, sowie ihre dunklen Geheimnisse, Unsicherheiten und Eigenheiten. So fiel es sehr leicht, sich diesen Charakteren nahe zu fühlen, mit ihnen zu lachen,  zu leiden und Spaß zu haben, nachdenklich auf einem Fels zu sitzen, sich zu fragen, ob alles so seine Richtigkeit hat oder sich auch mal selbst zu bemitleiden. Da auf alle drei Charaktere eingegangen wird, indem jeder immer wieder eigene Kapitel erhält, finde ich den Auftakt dieser Reihe, bezüglich der Hauptcharaktere, sehr gelungen.

Neben den Hauptcharakteren gibt es natürlich auch noch sehr viele Nebencharaktere. Zum Einen treffen wir auf verschiedene Campmitglieder, die wir bereits aus „Percy Jackson“ kennen, zum Anderen auf viele verschiedene Wesen aus der griechischen Mythologie. Hier könnte es für Einsteiger in diese Materie hin und wieder schwierig werden den Zusammenhang zu verstehen, sollte man die Percy-Jackson-Reihe vorher nicht gelesen haben. „Helden des Olymp“ verzichtet auf große Erklärungen, wie wir sie noch in der Vorgängerreihe geliefert bekamen und setzt nur noch auf das angehängte Glossar. Mir persönlich hat das nichts ausgemacht, da ich mich in der griechischen Mythologie sehr wohl fühle und deshalb auch keine Schwierigkeiten hatte, mich zurechtzufinden. Ich empfehle also auch an dieser Stelle noch einmal, vorher die Percy-Jackson-Reihe zu lesen.

Was mir besonders gefallen hat:

Neben den Charakteren und der Story des Buches, hat mir vor allem der Schreibstil sehr gut gefallen. Rick Riordan schreibt sehr locker und flott, sodass man sich sehr schnell einliest. Besonders an seiner Art Bücher zu schreiben, gefällt mir, dass er keine großen Vorreden hält. Jedes Buch fängt eigentlich auch schon mit der Situation an, auf die sich alles weitere stützt. Man ist sofort mitten in der Story und muss sich nicht erst dorthin lesen.
Die Spannung, die er in seinen Geschichten erzeugt, hält sich auch hier von Anfang bis Ende. Es gibt verschiedene Höhepunkte in der Geschichte, von denen manche gut, manche nicht so gut ausgehen, was ein weiterer Punkt ist, der mir sehr gefällt. Es gibt tatsächlich auch Verluste zu beklagen, nicht immer geht alles gut aus, nicht alles hat ein Happy End. So bleibt die Spannung erhalten und man hat viel mehr Spaß beim Lesen.

Die Wahl wieder eine gemischte Gruppe in ein Abenteuer mit Todesaussicht ziehen zu lassen, macht das Buch für beide Geschlechter interessant. Kurze bis mittellange Kapitel sorgen dafür, dass man zu gegebener Zeit unterbrechen kann. Die Aufteilung des Buches, die einzelnen Kapitel nach dem Helden zu benennen, den sie näher beleuchten, fand ich ebenfalls sehr gelungen, denn so stand nicht nur eine Person im Vordergrund, sondern alle drei. Deshalb war es auch möglich, die einzelnen Schicksale der drei Hauptcharaktere näher zu betrachten und dem Leser dadurch ein besseres Bild eben dieser zu vermitteln.

Auch sehr gut finde ich, dass es am Ende des Buches ein Glossar gibt, in dem man alle griechischen und römischen Gottheiten findet, die im ersten Band eine Rolle spielen. Wer sich also zwischenzeitlich unsicher ist, mit wem oder was er es da eigentlich gerade zu tun hat, kann einen Blick in den hinteren Teil des Buches werfen und dort eine Antwort finden.

Was mir nicht so gut gefallen hat:

Der Titel „Der verschwundene Halbgott“ ließ mich eine Geschichte um den vermissten Percy Jackson erwarten, die hier allerdings nur am Rande Erwähnung findet. Eigentlich haben die drei Hauptcharaktere überhaupt nichts damit zu tun, schließlich kennen sie Percy nicht einmal. Auch ihr Auftrag hat nichts mit der Suche nach Percy zu tun, sodass man ein völlig anderes Abenteuer geliefert bekommt. Es steht also nicht die Suche nach Percy, sondern die Suche nach der Göttin Hera im Vordergrund. Diese in den Titel einzubeziehen, hätte wesentlich mehr Sinn gemacht und wohl auch für weniger Verwirrung bezüglich der Erwartungen an das Buch gesorgt.

Schade finde ich auch, dass man hier so großflächig auf Erklärungen zur griechischen Mythologie verzichtet hat, wie man sie noch aus Percy Jackson kennt. Wer diese Reihe also vorher nicht gelesen hat, kommt hier sicher mehr als einmal ins Schleudern. Vor allem, da wir es hier nicht mehr nur mit den griechischen Bezeichnungen der Götter zu tun haben, sondern mittlerweile einen Schritt weiter sind und auch römische Bezeichnungen eingebaut werden. Wer sich also noch nie mit der griechischen und römischen Mythologie befasst hat, könnte beim Lesen zwischenzeitlich sehr verwirrt sein. Auf die Erklärungen hätte deshalb nicht verzichtet werden sollen oder aber die Reihe hätte weiter als Reihe um Percy-Jackson weitergeführt werden müssen, um einen klaren Bezug herzustellen und Käufer und Leser gleichermaßen darauf vorzubereiten.

Gestaltung:

Ein Junge steht vor einem Drachen aus Metall. Es ist Nacht und die Szene scheint irgendwo im Wald zu spielen. Nach dem Lesen des Buches weißt man, dass hier ein Titelbild gewählt wurde, dass wirklich sehr gut zum Buch passt. Mir gefällt vor allem die Farbgebung und die Mächtigkeit des Drachen, der natürlich keine ganz so kleine Rolle spielt.

Wertung:

Mich hat dieses Buch total mitgerissen und mich innerhalb von zwei Tagen überzeugt, unbedingt Band 2 lesen zu müssen. Da ich allerdings glaube, dass die vielen Götternamen, das Durcheinander der griechischen Mythen etc. für Verwirrung sorgen können und mir außerdem der Titel nicht passend zum Buch erscheint, mache ich einige Abzüge, sodass der erste Teil der Reihe 3,5 Lila-Lesesterne von mir erhält.


Dienstag, 13. Mai 2014

Rezension: "Percy Pumpkin - Mord im Schloss" (Christian Loeffelbein)






Titel: Percy Pumpkin - Mord im Schloss
Reihe: Band 1 der Reihe "Percy Pumpkin"
Verlag: Coppenrath
Hardcoverausgabe mit 347 Seiten
ISBN 978-3815751602
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 10-12 Jahren
Preis: 14,95 Euro







Klappentext:

Ein schauriges altes Schloss,
eine verschrobene Adelsfamilie und ein seit Jahrzehnten gehütetes Geheimnis...

Ungläubig blickt Percy Pumpkin an der Fassade von Darkmoor Hall empor. In diesem Schloss soll er seine Ferien verbringen? Noch dazu mit kauzigen Verwandten, die er nie zuvor zu Gesicht bekommen hat?
Schon bald nehmen sonderbare Ereignisse ihren Lauf: Die Köchin wird ermordet aufgefunden, ein Monster torkelt bei Nacht durch den Schlosspark und Percys Eltern verschwinden spurlos. Irgendwie hängt alles mit dem Rezept von Aunt Annie's Worcestershire-Sauce zusammen, der Würzsauce, die der Familie Dartmoor sagenhaften Reichtum beschert hat... Ob es Percy gelingt, das finstere Geheimnis um Schloss Darkmoor zu lüften?

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Story und Charaktere: 

Wirklich toll findet Percy die Idee seiner Eltern nicht, die Weihnachtsferien nicht wie sonst auf dem Hausboot seines Onkels zu verbringen, sondern auf das alte Schloss der Familie Darkmoor zu fahren, die ebenfalls zur Verwandtschaft gehört. Erst als er feststellt, dass dieses Schloss mindestens so viele Geheimnisse in sich birgt und genauso gruselig ist, wie seine Lieblingsbücher aus dem Schauer- und Gruselromanbereich, kann er sich mit der Sache anfreunden.
Auf dem Schloss angekommen, lernt er seine beiden Cousinen Linda und Claire kennen, sowie seinen Cousin John, mit denen er schon bald ein ganz besonderes Abenteuer erlebt. Als die Köchin Brenda ermordet wird, ist es mit den ruhigen Ferien vorbei. Als dann auch noch Percys Eltern und der Gärtner Wallace verschwinden, ist der Fall komplett. Geht es am Ende wirklich nur um das geheime Rezept zu Aunt Annies traditioneller Worcestershire-Sauce? Oder steht etwas ganze Anderes dahinter?

Percy gehört zu all den Teenagern, die im Laufe ihres Lebens mehr als einmal die Ferien bei ungeliebten Verwandten verbringen müssen. Auch in diesen Weihnachtsferien soll es nicht anders sein – nur der Ort und die Verwandtschaft haben gewechselt. Zuerst noch sichtlich nervös und auch ein wenig unbeholfen, tritt Percy seiner neuen Verwandtschaft entgegen, die er bisher noch nie gesehen hat. Mit seinen aufgeweckten Cousinen Linda und Claire, sowie seinem etwas pummeligen und ängstlichen Cousin John, freundet Percy sich dann jedoch sehr schnell an. Gott sei Dank haben alle das gemeinsame Hobby des Murmelspiels.
Als die Köchin und gute Seele des Hauses ermordet wird, halten die vier fest zusammen und gehen der Sache auf den Grund. Auf keinen Fall wollen und können sie glauben, was der Inspektor ihnen sagt – nämlich, dass der Gärtner der Mörder ist. Die vier machen sich auf, den Fall auf ihre ganze eigene Weise zu lösen.
Die Zwillinge Claire und Linda übernehmen dabei die Führerrolle. Sie schreckt so leicht nichts ab und Angst scheinen sie kaum zu kennen. Sie sind sehr übermütig und manchmal ein wenig besserwisserisch. Allerdings kennen sie sich auch überall sehr gut aus, was ihnen bei ihren Ermittlungen einen Vorteil verschafft. Über die Ahnenschaft der Familie und all die damit verbundenen, seltsamen Todesfälle wissen sie ebenfalls ziemlich gut Bescheid, sodass vor allem bei Percy für Gänsehaut gesorgt ist. Die Zwillinge leben im Schloss Darkmoor und fühlen sich deshalb besonders verantwortlich dafür, den Rosen züchtenden Gärtner schnellstmöglich zu entlasten.
John ist der eher ängstliche, Karamellbonbons liebende, rundliche, aber gutmütige Cousin von Percy, der von allen anderen immer wieder gerne wegen seiner Leibesfülle gehänselt wird. Vor allem in aufregenden Situationen greift er gerne in die Tasche nach einer Süßigkeit, mit der es ihm besser zu gehen scheint. Egal wie ängstlich er auch ist, am Ende kann man jedoch immer auf John zählen.
Percy selbst ist ein Charakter, den ich nach dem ersten Band noch  nicht ganz einordnen kann. Er ist mutig, aber nicht unbedingt selbstbewusst. Er scheint eher ein Mitläufer zu sein, der sich von anderen sagen lässt, was er als nächstes tun soll. Jedenfalls leistet er, wie auch John, keinen Widerstand, wenn die Zwillinge ihm einen Auftrag erteilen. Er ist ein helles Köpfchen, überblickt die Situationen, handelt aber auch oft vorschnell und unüberlegt. Als seine Eltern verschwinden und er mit in den Kreis der Verdächtigen gerät, merkt man das erste Mal, dass er auch ganz schön ängstlich sein kann.
Zwischenzeitlich passieren seltsame Dinge mit ihm, die zu ganz eigenen Vermutungen führen, die ich allerdings nicht weiter ausführen möchte, denn ich denke, diese Dinge gehören zu all den Geheimnissen, die es im Laufe der Bände zu lüften gilt.

Neben dieser Hauptgruppe an Charakteren, gibt es noch viele weitere Familienmitglieder, über die man im Laufe des Buches so einiges erfährt. Sie tragen dazu bei, die Story zu füllen und noch interessanter und spannender zu machen. Mir haben all die unterschiedlichen Charaktere sehr gut gefallen, erhalten doch alle ihre ureigenen Eigenschaften, die jeden von ihnen zu etwas Besonderem machen.

Was mir besonders gefallen hat:

Ich mag alte Schlösser mit vielen Geheimnissen, verborgenen Türen und unheimlichen Geräuschen. Auch das gruselige Moor übt eine besondere Kraft auf mich aus. In diesem Buch sind diese Dinge zu einem Abenteuer vermischt worden, das nur den Anfang einer ganzen Serie eben dieser darstellt. Man muss beim Lesen sehr gut aufpassen nichts zu verpassen. Hier jagt nämlich ein Geheimgang den nächsten, eine Gruselgeschichte über das Ableben eines Familienmitgliedes die andere und eine wilde Vermutung mindestens fünf weitere Spekulationen.

Christian Loeffelbein hat mich mit Percy Pumpkin zwei Tage in seinen Bann gezogen. Story und Charaktere harmonieren bereits wunderbar miteinander und der Schreib- und Sprachstil tut sein Übriges. Das Buch nimmt sehr schnell an Fahrt auf, sodass man schon nach kurzer Zeit mittendrin steckt und auch nicht so schnell wieder herauskommt. Mir fiel es schwer, das Buch zwischendurch zur Seite zu legen. Der Autor arbeitet mit mehreren Spannungsbögen, sodass die Spannung immer wieder ganz plötzlich diverse Höhepunkte erreicht, wenn man gerade denkt, dass jetzt alles endlich gut wird und vorbei ist.
Für Leser jüngeren Alters ist die Schriftgröße sehr schön gewählt worden und auch die Kapitellängen sind sehr angenehm. Wenn es also Schlafenszeit ist, kann hier jeder passend das Buch unterbrechen. Mädchen und Jungen kommen hier gleichermaßen auf ihre Kosten – dafür sorgt der wunderbare Mix der vier Hauptcharaktere, mit denen sich jeder sicherlich hier und da identifizieren kann.

Ich schaue jedenfalls sehr gespannt dem zweiten Band entgegen.

Zusatz Altersempfehlung:
Da man, wie schon gesagt, aufpassen muss, dass man nichts verpasst, ist dieses Buch vielleicht eher ab 12 und weniger ab 10 geeignet, denn vieles wird sich erst in den weiteren Bänden erklären und einiges scheint mir ein wenig zu unheimlich und kompliziert für eine Leserschaft ab 10 Jahren. Mit seinen über 300 Seiten ist es, trotz Jugendbuch, doch diesbezüglich schon etwas anspruchsvoller.

Was mir nicht so gut gefallen hat:

Wer dieses Buch liest, sollte ein sehr gutes Namensgedächtnis haben, denn es wimmelt nur so von verschiedenen Figuren. Hier und da bin ich deshalb ein wenig durcheinander gekommen oder habe den Überblick verloren, weil Percys Verwandtschaft einfach so wahnsinnig groß ist. Da ist es nicht ganz einfach den Überblick zu behalten. Einige Personen weniger hätten es für meinen Geschmack auch getan.

Ich habe nun das Glück die Bücher nacheinander lesen zu können, da Band 1-3 bereits erschienen sind. Dennoch muss ich sagen, dass es doch sehr viele lose Fäden und unlogisch scheinende Momente in diesem Buch gibt, die über einen längeren Zeitraum gesehen sicherlich schwer weiterzutragen sind. Ich müsste das Buch noch einmal lesen, wenn ich länger auf den zweiten Band warten müsste, damit ich die losen Fäden in den zweiten Band überführen und dort hoffentlich irgendwo anknüpfen kann. Außerdem lässt es mich als Leser hier und da unbefriedigt zurück, da am Ende so wahnsinnig viel offen bleibt und so viele Fragezeichen über dem Buch schweben. Ich bin gespannt, ob Christian Loeffelbein es im zweiten Band schafft alle Schnüre aus Band 1 so weit miteinander zu verflechten, dass alles, was bisher noch unlogisch und offen erscheint ein großes Ganzes ergibt.

Gestaltung:

Im Hintergrund ein dunkles Schloss im Mondschein, davor die Silhouetten schwarzer Bäume, eine Figur mit einem seltsamen Hut und im Vordergrund ein Junge, der von rechts nach links über das Cover läuft und sich dabei angespannt umschaut. Ein tolles Cover für ein tolles Buch.

Wertung:

Eine tolle Story mit tollen Charakteren, aber nichts für schwache Nerven. Die Spannung wurde über das ganze Buch super gehalten und endet auch mit einer eben solchen, weshalb ich es kaum erwarten kann Band 2 in die Finger zu kriegen. Für Fans von Krimi- und Gruselgeschichten, die auch gerne mitknobeln, ist dieses Buch genau die richtige Wahl. Einzig all die offenen Fragen und unlogischen Momente bringen mich dazu, einen Punkt abziehen zu müssen. Ich vergebe dennoch sehr gerne 4 Lila-Lesesterne und eine Leseempfehlung.


Sonntag, 11. Mai 2014

Rezension: Plötzlich Fee - Sommernacht (Julie Kagawa)






Titel: Plötzlich Fee - Sommernacht
Reihe: Band 1 der Reihe "Plötzlich Fee"
Verlag: Heyne
Hardcoverausgabe mit 495 Seiten
ISBN 978-3-453-26721-3
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: keine Angaben
Preis: 16,99 Euro







Klappentext:

Schönheit ist die tödlichste aller Gefahren

Meghan Chase wird sechzehn. Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als ihre wahre Liebe zu finden - bis sie an ihrem Geburtstag in die verwunschene Welt der Feen gerät und Ash begegnet, dem Prinzen mit den eisblauen Augen, ihrem Todfeind....

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Story und Charaktere:

Meghan kann es nicht fassen. Ihr Bruder ist durch einen Wechselbalg ausgetauscht worden, ihr bester Freund entpuppt sich als eine der berühmtesten Figuren aus Shakespeares „Sommernachtstraum“ und sie selbst ist eine Halbfee. Zeit um den Schock zu verdauen, bleibt ihr allerdings nicht, denn sie muss unbedingt sofort ins Nimmernie, um ihren echten Bruder aus der Feenwelt zurückzuholen. Das gestaltet sich allerdings schwieriger als zunächst angenommen. Megahn und ihre Begleiter geraten immer wieder in Schwierigkeiten und nichts ist so, wie es scheint.

Meghan Chase steht mit ihren 16 Jahren an ihrem Geburtstag kurz davor mit ihrer Mutter zur Führerscheinstelle zu fahren, als ihre Welt plötzlich völlig auf den Kopf gestellt wird. Ihr kleiner Bruder, der sich vor dem Mann im Schrank fürchtet, wird durch ein Wechselbalg ausgetauscht und Meghan lernt, hinter den Schein zu blicken. Von einer Sekunde auf die andere muss sie akzeptieren, dass auch in ihren Adern Feenblut fließt. Durch diese Tatsachen stolpert Meghan mit ihrer hilflosen und naiven Art in ein Abenteuer, das sie lieber nicht erlebt hätte.
Ihr Charakter ist der eines typischen Teenagers, der jedoch mit all den Eigenschaften ausgestattet wurde, die unbeteiligten Personen ein Augenrollen entlockt.Sie tritt von Anfang an schwungvoll in alle ihr sich bietenden Fettnäpfchen und lernt doch leider bei keinem dazu. So rennt sie „blauäugig“ von einem Problem ins nächste und zieht dabei leider immer ihre Begleiter mit. All die Schwierigkeiten, denen man im Laufe des Buches begegnet, werden durch Meghans unbelehrbares und naives, oft schon kindisches Verhalten ausgelöst. Das hat diesen Charakter für mich hier und da ziemlich nervtötend wirken lassen. Neben all diesen Dingen neigt sie außerdem dazu, viel zu nörgeln, zu seufzen, zu weinen und herzzerreißende Gedanken zu denken, was sie ebenfalls ziemlich nervig wirken lässt.
Auf der anderen Seite jedoch muss man sagen, dass sie ein sehr toughes und mutiges Mädchen ist, das auch in der ausweglosesten Situation nicht aufgibt. Sie mag zwar wie ein Dummchen erscheinen, aber die meisten Entscheidungen trifft sie, weil sie ihren Bruder liebt und ihn retten will. Allein dieser Gedanke scheint ihr die Sicht für die wichtigen Dinge zu nehmen, sodass sie nie vorausschauend denkt.
Natürlich ist das Alles auch nicht so ganz einfach, denn im Nimmernie begegnet sie Wesen, die sie höchstens aus Erzählungen kennt. Da sind Mächte am Werk, an die sie niemals geglaubt hätte und die sie auch nicht einschätzen kann. Kein Wunder also, dass ihr viele Fehler unterlaufen. Da wäre es hilfreich gewesen, ab und zu mal auf diejenigen zu hören, die ihr zur Seite stehen und aus genau dieser seltsamen Welt stammen.

Robin ist Meghans bester Freund. Seltsamerweise scheint sie nie hinterfragt zu haben wo er wohnt oder wie er lebt, denn von alldem hat sie keine Ahnung. Schon gar nicht davon, dass sich hinter ihrem besten Freund ein bekanntes Feenwesen verbirgt, dessen Aufgabe es die ganze Zeit war, auf Meghan aufzupassen.
Robin ist ein sehr humorvoller, manchmal protziger, aber sehr sympathischer Charakter. Wenn er von Meghan mal wieder in eine ausweglose Situation gebracht wird, kann er einem allerdings fast leid tun.
Er selbst sieht das Ganze jedoch immer sehr locker und macht sich nichts daraus. Nachtragend ist er in keinster Weise. Stets gut gelaunt begleitet er Meghan durch das Nimmernie.

Ash ist der Winterprinz im Nimmernie, dem sich Meghan trotz seiner kühlen Art nicht entziehen kann. Er soll Meghan an seinen König ausliefern, geht aber zunächst einen Handel mit ihr ein, der ihr Aufschub gewährt und den Prinzen auf ihre Seite bringt. Ash ist so ziemlich das genaue Gegenteil von Robin. Er ist stets sachlich und wachsam, sehr distanziert und kalt.

Grimalkin ist in diesem Buch mein Lieblingscharakter. Er verkörpert die Leitfigur des Buches, ist oftmals der Schlüssel aus schwierigen Situationen und ein ganz besonderer Begleiter. Seine oftmals sarkastische, sachliche und kühle Art, mit der er durch das Buch wandelt, hat mich immer wieder schmunzeln lassen.

Insgesamt begegnet man vielen verschiedenen Nebencharakteren in diesem Buch, die den meisten sicherlich bekannt sein dürften. Man trifft auf Oberon und Titania, Dryaden und die verschiedensten Feenwesen. Dabei hält es sich sehr gut die Waage zwischen gut und böse, sodass ein interessanter Mix entsteht, der mir gut gefallen hat.

Was mir besonders gefallen hat:

Als absoluter Fan des Fantasy-Genres bin ich hier nicht nur auf ein Buch gestoßen, das viele bekannte Geschöpfte in sich vereint, sondern das mit dem Nimmernie auch noch ein Zuhause für viele bekannte Geschichten geschaffen hat. Dabei werden die Essenzen dieser Geschichten entnommen, um ein buntes Abenteuer zu schaffen, in dem man sich schnell zurechtfindet.
Gefallen hat mir, wie detailverliebt die Autorin das Nimmernie beschrieben hat. Gerade in den Wäldern habe ich mich dadurch wie verzaubert gefühlt.
Interessant wird das Buch besonders ab dem Moment, in dem die Eigenkreationen der Autorin auftauchen. Mit ihnen übt sie auch gleichzeitig Kritik an unserer wenig natürlichen, wissenschaftlich und technisch geprägten Welt. Es mag zwar sein, dass der Name dieser neuen Feen etwas seltsam gewählt wurde, der auch bei mir für Kopfschütteln gesorgt hat, aber insgesamt fand ich die Idee sehr spannend.
Besonders gefallen haben mir die sympathischen, kleinen Schrottsammler, die von Meghan „Elsterlinge“ genannt werden. Sie haben der ganzen Sache noch das gewisse Etwas gegeben.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr locker und einfach – genau so, wie ich es von einem Jugendbuch erwarte. Der Sprachstil passt sich an, sodass sich der Text gut lesen lässt.

Was mir nicht so gut gefallen hat:

Allem voran steht an dieser Stelle die Hauptprotagonistin selbst, mit der ich einfach nicht warm werden konnte. Wie schon gesagt, lernt sie aus ihren Fehlern einfach nicht und hat so einige wirklich störende Angewohnheiten und Charakterzüge, was insgesamt irgendwann sehr ermüdend wirkt und auf Dauer, allem Verständnis zum Trotz, wirklich nervt. Wenn ich daran denke, dass ich diesem Charakter noch vier weitere Bände über folgen soll, kann ich nur hoffen, dass sie an diesem Abenteuer im Nachhinein doch noch gewachsen ist.
Womit ich auch nicht ganz klar komme, aber das ist wirklich Geschmackssache, ist, dass die Feen menschengroß sind. Daran muss ich mich tatsächlich gewöhnen.
Inhaltlich muss ich sagen, hätte dieses Buch sehr viel kürzer und damit auch wesentlich spannender sein können. Die Anlaufzeit des Buches war mir viel zu hoch. Etwa 150 Seiten lang begleitet man Meghan bei ihren alltäglichen Schul- und Familienproblemen, bis es endlich losgeht. Einige Episoden im Verlauf des Buches hätten ebenfalls nicht sein müssen. Während dort viel Raum für Ideen verwendet wurde, die scheinbar unbedingt einen Platz erhalten sollten, bleibt beispielsweise der Sommerhof auf der Strecke. Eine kurze Episode lang befindet man sich am Hof von Meghans Vater, dann ist es auch schon wieder vorbei und man schwimmt mit Meghan im nächsten Problem. Ich hoffe sehr, dass der Sommer- und auch der Winterhof in den nächsten Bänden noch einen angemessenen Platz erhalten.
Gestört hat mich auch das Episodenhafte an diesem Buch. Es wird eine Situation an die nächste gehängt – bzw. ein Problem an das nächste gereiht, wie Schnüre auf einer Kette. Hier haben mir schöne Übergänge und ruhige Momente gefehlt, die das Ganze etwas glaubhafter und weniger gehetzt hätten wirken lassen.

Gestaltung:

Mir ist diese Reihe tatsächlich durch die Cover ins Auge gesprungen. Das wunderschön geschminkte grüne Auge mit der tollen Farbgebung zieht magisch an. Die einfache Gestaltung steht stellvertretend für die Hauptfigur und ist meiner Meinung nach ganz passend gewählt.

Wertung:

Eine tolle Welt voller toller Charaktere und Geschichten hat sich mir hier präsentiert. Die nächsten Bände müssen allerdings noch einiges rausholen. Ein solider erster Band, der zwar einige Längen aufweist, aber mit tollen Ideen punkten konnte. Ich vergebe 3 Lila-Lesesterne.

Rezension (Englisch): "Uncle Montagues Tales of Terror" (Chris Priestley)





Titel: Uncle Montagues Tales of Terror
Reihe: Band 1 der Reihe "Tales of..."
Verlag: Bloombury
Taschenbuchausgabe mit 240 Seiten
ISBN: 978-1408802762
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 12-15 Jahre
Preis: 7,70 Euro







Klappentext:

Uncle Montague lives alone in a big house, but regular visits from his nephew, Edward, give him the opportunity to recount some of the most frightening stories he knows. As each tale unfolds, it becomes clear that something sinister is in the air. From the account of a curious boy who intrudes on Old Mother Tallow's garden to a shy girl's ghostly encounter during an innocent game of hide and seek, a pattern emerges of young lives gone awry in the most terrifying of ways. Young Edward begins to wonder just how Uncle Montague knows all these ghastly tales, and ultimately discovers that his mysterious uncle's life has a darker side than he ever imagined.

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Story und Charaktere:

Anstatt seine freie Zeit mit Freunden oder Kindern aus dem Dorf zu verbringen, besucht Edward lieber seinen verschrobenen, geradezu merkwürdigen Onkel Montague auf der anderen Seite des Waldes. Er besucht den alten Mann deshalb so gerne, weil er Edward bei einer Tasse Tee vor dem Kamin einige seiner gruseligsten Geschichten erzählt, die immer auch eine Verbindung zu einem der Gegenstände haben, die sich im Haus befinden. Je mehr Geschichten Onkel Montague erzählt, desto klarer wird, dass etwas nicht stimmt. Das Geheimnis hinter den Geschichten ist noch viel gruseliger als die Geschichten selbst.

Edward ist ein Junge mit dem Hang zu Gruselgeschichten. Obwohl er es vor Spannung zeitweise kaum aushält, würde er niemals zugeben, dass die Geschichten ihm ganz schön an die Nerven gehen. Seiner natürlichen Neugierde ist es zu verdanken, dass Onkel Montague ihm immer mehr seiner Geschichten erzählt. Dem alten Herrn gegenüber verhält er sich höflich und zeigt sich interessiert an den privaten Belangen seines Onkels. Dabei stößt er jedoch immer wieder auf Widerstand, sodass man außerhalb der Geschichten nicht viel über Montague erfährt.
Die Geschichte um Edward und Onkel Montague ist die Rahmenhandlung, die sich um die einzelnen Gruselgeschichten rankt. Sie leitet von einer Geschichte zur nächsten über und hält ein alle Geschichten verknüpfendes Finale bereit.
Beide Hauptcharaktere sind soweit ausgeführt, dass man sich als Leser ein sehr gutes Bild der beiden machen kann. Besonders Montagues verschrobene, merkwürdige, mysteriöse Art und die Reaktion Edwards auf eben diese sind besonders gelungen und haben mir außerordentlich gut gefallen.

Was mir besonders gefallen hat:

Als Fan von Gruselgeschichten konnte ich an diesem Buch nicht vorbeigehen. Die Sammlung von Kurzgeschichten, die hier in eine Rahmenhandlung eingegliedert wurde, ist schon sehr speziell. Hier wird mit sehr viel Atmosphäre und Spannung gearbeitet, die mich als Leser selbst immer wieder atemlos zurückgelassen hat. Gerade die losen Enden der Geschichten führen dazu, dass man dieses Buch nicht mit einem guten Gefühl zuklappen kann. Die Auflösung der Herkunft der Geschichten, trägt dann ein weiteres Mal zu einer schlaflosen Nacht bei.

Besonders gefällt mir außerdem, dass die Zielgruppe des Buches in den einzelnen Geschichten berücksichtigt wird, sind die Hauptcharaktere doch immer Jugendliche.
Zwischen den Zeilen findet sich die ein oder andere Moral, die man sich nach der Geschichte vielleicht eher zu Herzen nimmt.
Da es in den Geschichten sowohl um Jungen wie auch um Mädchen geht, kommen hier beide auf ihre Kosten. Die kurzen Kapitel tragen außerdem zum Lesevergnügen bei.

Das Buch ist in einem sehr einfachen und lockeren Englisch geschrieben, sodass auch deutsche Leser ab Klasse 8 keine großen Schwierigkeiten haben sollten.

Gestaltung:

Der knorrige schwarze Baum, in dem verschiedene Gegenstände hängen und der von hinten von einem mysteriösen, weißen Licht bestrahlt wird, hat mich sofort auf das Buch aufmerksam gemacht. Die rote Schrift zu dem dunklen Bild ist typisch für dieses Genre. Ein rundum gelungenes Cover, das hinter dem Buchdeckel auch hält, was es verspricht.

Wertung:

Lange habe ich kein englisches Buch mehr gelesen, dieses jedoch sorgt dafür, dass ich gleich zum zweiten greifen werde - „Tales of Terror from the Black Ship“. Gänsehaut, Spannung und Atemprobleme hielt dieses Buch für mich bereit, sodass ich 5 Lila-Lesesterne und eine Leseempfehlung vergebe.

Montag, 5. Mai 2014

Blogger schenken Lesefreude - Die Gewinner

Hallo ihr Lieben,

schon ist die aufregende Zeit um die Aktion "Blogger schenken Lesefreude" schon wieder vorbei. Ich freue mich heute dennoch ganz besonders, denn ich darf diejenigen Gewinner bekanntgeben, deren Kommentare mit in die unterschiedlichen Lostöpfe gehüpft und vom Gewinnspielgenerator ausgewählt worden sind. Eigentlich habe ich eine Glücksfee, die für meine Gewinnspiele zuständig ist, aber die ist leider nach wie vor verhindert, sodass ich auf das Wunder der modernen Technik zurückgegriffen habe, um die Auslosung nicht noch weiter in die Zukunft zu verschieben.

Wirklich gefreut habe ich mich über die Teilnehmerzahl der Aktion auch auf diesem Blog. Unter allen gültigen Stimmen, gab es

25 Lostopfhüpfer für die Frostblüten
23 Lostopfhüpfer für den Tintenschnüffler
10 Lostopfhüpfer für die Kinkerlitzchen
6   Lostopfhüpfer für die ersten Fälle von Max und Micha
5   Lostopfhüpfer für die Anthologie rund um die Hexerei

Vielen Dank für all eure tollen Kommentare :) Ich habe mich über jeden Einzelnen sehr gefreut :)

Außerdem möchte ich 13 neue Follower willkommen heißen :) Schön, dass ihr da seid :) Ich hoffe, ihr habt eine gemütliche und lauschige Zeit in meiner lilanen Leseecke :)

Nun wird aber nicht weiter auf die Folter gespannt. Hier sind die Gewinner :)

Über die Frostblüten darf sich freuen:


Über die persönlich signierte Ausgabe des Tintenschnüfflers darf sich freuen:


Über die Kinkerlitzchen mit Autogrammkarte darf sich freuen:


Über die ersten signierten Fälle von Max und Micha darf sich freuen:


Und über die Hexerei darf sich freuen:

(Kommentatorname war Sabine Kupfer)

Ich gratuliere allen Gewinnern ganz herzlich zu einem weiteren, neuen Stück Lesefreude im Regal :) In den kommenden Tagen erhalten alle eine E-Mail von mir, mit der Bitte um ihre Adressen, damit ich die Bücher bald losschicken kann :)

Für die anderen gilt: Nicht traurig sein... Ich hoffe natürlich sehr, dass ich euch alle bald wiedersehe. Auch in diesem Monat gibt es noch ein weiteres tolles Buch hier zu gewinnen und ein paar Rezensionen warten darauf, getippt zu werden :)

Im nächsten Jahr sind wir hoffentlich auch alle wieder dabei :) Ich hatte jedenfalls sehr, sehr viel Spaß :)

Liebe lila Lesegrüße :)
Iris