Montag, 30. Juni 2014

Rezension: "Die Puppenkönigin - Das Geheimnis eines Sommers" (Holly Black)





Titel: Die Puppenkönigin
Reihe: nein
Verlag: cbj
Hardcoverausgabe mit 256 Seiten
ISBN 978-3570156438
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: ab 10 Jahren
Preis:  14,99 Euro







Klappentext:

Ein Geistermädchen, drei Freunde und das Abenteuer ihres Lebens

Zach, Poppy und Alice sind schon ihr Leben lang allerbeste Freunde. Sie lieben es, sich für ihre Actionfiguren aus der Kindheit Geschichten einer magischen Welt, die voller Abenteuer und Heldentum ist, auszudenken. Doch dieses Spiel nimmt eines Nachts eine schaurige Wendung. Alice und Poppy tauchen bei Zach auf und erzählen ihm von einer Reihe furchteinflößender Ereignisse. Poppy schwört, dass sie seit einiger Zeit von einer Porzellanpuppe ihrer Mutter heimgesucht wird, die behauptet, die Seele eines vor langer Zeit ermordeten Mädchens in sich zu tragen. Erst wenn die Freunde sie zu dem Ort des Verbrechens zurückgebracht und dort begraben haben, werde sie Ruhe geben. Andernfalls wird sie die drei Freunde verfolgen - bis in alle Ewigkeit!


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Story und Charaktere:

Poppy, Alice und Zach verbringen jede freie Minute miteinander. Mit ihren Actionfiguren und Puppen erleben sie die fantastischsten Abenteuer und die gefährlichsten Missionen. Als Zachs Vater beschließt, dass Zach zu alt für derlei Spielereien ist und deshalb Zachs Actionfiguren einfach entsorgt, erhält die Freundschaft der drei Kinder einen Knacks. Zach gibt plötzlich vor, kein Interesse mehr an den Spielen zu haben, anstatt seinen Freunden die Wahrheit über den Verlust seiner Actionfiguren zu erzählen.
Lange jedoch kann er sich den Spielen nicht entziehen. Poppy hat die dunkle Königin und Herrscherin über ihr imaginäres Reich, in Form einer Porzellanpuppe, aus der gläsernen Vitrine ihrer Mutter befreit und behauptet nun steif und fest, dass sich in dieser der Geist eines unglücklichen, toten Mädchens verbirgt. Dieser Geist will Poppy und ihre Freunde erst dann wieder in Ruhe lassen, wenn man ihre Asche endlich in ihr Grab gelegt hat. Alice und Zach machen sich also mit Poppy und der Puppe auf, besagtes Grab zu suchen.
Dabei fragen sie sich die ganze Zeit, ob Poppy sich die Geschichte für ein letztes gemeinsames Spiel nur ausgedacht hat, oder ob der Geist wirklich existiert.

Poppy, Alice und Zach sind 12 Jahre alt, schon seit ihrer frühen Kindheit miteinander befreundet, halten zusammen wie Pech und Schwefel und stehen gerade an der Schwelle zum Erwachsenwerden. Vor allem Poppy kann sich aber mit dieser Tatsache noch nicht so recht anfreunden. Sie ist gerne noch ein Kind und verbringt die meiste Zeit damit, sich die Geschichten und Zusammenhänge ihrer Rollenspiele mit Alice und Zach auszudenken. Da wird aus dem Schrottplatz das Reich der Zwerge oder aus der Kieseinfahrt ein Ozean.
In ihrer Familie spielt sie zwischen all ihren anderen Geschwistern und den fast nie anwesenden Eltern keine große Rolle und wächst deshalb ziemlich frei auf. So kann sie noch in Ruhe Kind bleiben, während ihre Schulkameraden und Freunde um sie herum langsam erwachsen werden.
Während Alice langsam den Grad zur jungen Frau überschreitet und die Spiele eben nur als Spiele sieht, bleibt Poppy ihrer kindlichen Linie treu. Das macht sich auch äußerlich bemerkbar. Alice achtet sehr auf das was wie trägt. Meist hat sie ihre Haare ordentlich mit einem Haarband zusammengebunden, trägt schöne Ohrringe, etwa in Federform, und verspielte, schicke Shirts. In Poppy hingen erkennt man sofort den Wildfang, der sie noch ist. Sie bindet ihr kupferfarbenes Haar meist schlicht zu zwei geflochtenen Zöpfen, trägt ihren Eyeliner auch mal verwischt auf, ohne, dass es sie stören würde und lässt die pinken Schnürsenkel ihrer Chucks durch den Sand schleifen.
Dass Alice schneller erwachsen zu werden scheint als Poppy, liegt allerdings auch an den gegensätzlichen Lebensumständen. Während Poppy sich frei bewegen kann, lebt Alice seit dem Tod ihrer Eltern bei ihrer überfürsorglichen Großmutter, die sehr strenge Regeln aufgestellt hat. Dass Alice im Prozess des Erwachsenwerdens bereits weiter ist als Poppy, zeigen auch ihre Handlungsweisen im Verlauf der Geschichte. Da sie ein zum Teil recht ängstlicher Charakter ist, der nicht gegen die Regeln Erwachsener verstoßen will, ist sie auch die Vorsichtigste der drei Freunde. Sie versucht immer, die Situation angemessen und vernünftig zu durchdenken, wie es auch ein Erwachsener tun würde. Sie ist der Charakter der Geschichte, der im Laufe der Zeit über sich hinauswächst.
Zu den zwei Mädchen gehört noch Zach. Zach spielt im Basketballteam der Schule, beschäftigt sich in seiner Freizeit aber lieber mit seinen Actionfiguren und den gemeinsamen Rollenspielen mit Poppy und Alice. Besonders seine Figur des Säbel-Williams, dem Piratencaptain der Neptunperle, widmet er viel Zeit und Aufmerksamkeit.
Als sein Vater über seinen Kopf hinweg beschließt, dass Zach nun zu alt für diese albernen Spiele sei und daraufhin die Figuren entsorgt, fällt Zach in ein ein tiefes Loch. Er ist unwahrscheinlich sauer auf seinen Vater, zu dem er kaum ein Verhältnis hat. Sein Vater ist erst vor kurzer Zeit wieder bei seiner Mutter eingezogen und versucht nun, seine Vaterpflichten zu erfüllen. Dass diese jedoch so gar nicht zu seinem Sohn passen, muss er nun auf unschöne Weise herausfinden, während sich Zach mit der Frage herumschlägt, ob man als Kind die Erwartungen eines Erwachsenen erfüllen muss. Zach möchte viel lieber noch Kind sein und sieht sich den Veränderungen, die das Erwachsenwerden mit sich bringen, noch zwiegespalten gegenüber.
Als Tagträumer ist er immer wieder in der Lage, alles auszublenden und sich über andere Dinge Gedanken zu machen. Dabei muss er im Laufe der Geschichte allerdings feststellen, dass seine „Traumwelten“ ihm keine Hilfe in der Realität sind.
Gegenüber der eigensinnigen und sturen Poppy, die entschlossen ihre Mission verfolgt, hat er wenig zu melden, obwohl er in seiner Piratenrolle sonst das Sagen hat.
Alle drei beweisen trotz ihrer Unterschiede jedoch haufenweise Mut, Entschlossenheit und Einfallsreichtum.
Was hier besonders schön ausgearbeitet wurde, sind die einzelnen Konfliktsituationen zwischen den Charakteren, die hin und wieder für Zündstoff sorgen. Ganz besonders die Frage, ob der Geist der Porzellanpupppe wirklich existiert oder nicht, scheint immer wieder zwischen ihnen zu stehen.
Diese Frage zu beantworten, fällt allerdings auch dem Leser nicht leicht. Schließlich wurde die ganze Geschichte so konstruiert, dass beide Möglichkeiten bis zum Schluss offen bleiben.

Was mir besonders gefallen hat:

Gerade weil sich das Buch an ein jüngeres Lesepublikum richtet, fand ich den linearen Handlungsverlauf sehr gut. Anstatt hier jedoch „nur“ ein „einfaches“ Abenteuer geliefert zu bekommen, macht die Autorin einen Schwenk in die Gruselfaktorrichtung. Dieser Faktor scheint mir dem Lesealter entsprechend und sorgte auch bei mir für Spannung.
Der einfache und flüssige, gut verständliche Schreibstil ist, im Hinblick auf das Zielpublikum, gut gewählt. Auch die Länge der kurzen Kapitel fand ich sehr angenehm.

Ich denke, in diesem Buch finden sich jüngere Leser sicher hier und dort selbst wieder. Da die Geschichte auch die Thematik des Erwachsenwerdens und die damit verbundenen Schwierigkeiten, etwa die Suche nach der eigenen Persönlichkeit, einbezieht, kommt einem die ein oder andere Situation doch selbst bekannt vor. Schön wird hier einmal angesprochen, was die Gesellschaft oft zu vergessen scheint: Kinder sollten Kind sein dürfen – und zwar so lange sie können. Ich gehöre noch zu denjenigen, die genau das konnten und würde mir für künftige Generationen wünschen, dass auch sie wieder die Chance erhalten, nicht schon mit 10 oder 11 erwachsen werden zu müssen, wie es heute oft gefordert wird.

Vor allem Werte wie Vertrauen und Freundschaft finden zwischen den Zeilen der Geschichte einen großen Platz. Wie wichtig es ist, sich in einer Freundschaft aufeinander verlassen zu können, wie wichtig es ist, auch in schwierigen Situationen zueinander zu halten und gegenseitig füreinander einzustehen, das alles beinhaltet diese Geschichte.

Was mir nicht so gut gefallen hat: 

Als Spiderwick-Fan hatte ich einige Erwartungen an dieses Buch, die sich leider nicht erfüllt haben. Obwohl ich den Schreibstil des Buches ganz gut fand, ist die Erzählung insgesamt jedoch sehr flach und hat wenig Tiefe vorzuweisen. Beispielsweise wurde mir die Geschichte um die Puppe, um die sich dieses ganze Abenteuer dreht, viel zu wenig beleuchtet. Auch der Schluss kam mir zu abrupt. Dadurch, dass die Geschichte so flach gehalten wurde, wirkte sie an vielen Stellen sehr langatmig auf mich, was man von Frau Black aus den Spiderwick-Büchern überhaupt nicht kennt. Das fand ich insgesamt sehr schade, denn die Grundidee und auch die Charaktere haben mir sehr gut gefallen.

Ein weiterer Punkt, den ich kurz ansprechen muss, ist der Untertitel des Buches. Die Geschichte spielt nämlich nicht, wie angenommen, im Sommer, sondern zum Herbst hin. Da sich alles nur um ein paar Tage dreht, finde ich „Das Geheimnis eines Sommers“ hier falsch gewählt. Dieser Titel schürt andere Erwartungen, als die, die das Buch erfüllen kann.

Gestaltung:

Zwei Mädchen und ein Junge laufen als schwarze Silhouetten durch den unteren Bereich des Covers. Es scheint Nacht zu sein und sie befinden sich mitten in einem Wald. Das Mädchen mit dem Zopf, hält eine Puppe in der Hand. Umrahmt wird das Ganze von einigen dunklen Ästen. Ein mystisch angehauchtes Cover, das meiner Meinung nach nicht ganz das wiedergibt, worum es letztlich geht.

Wertung:

Die Idee der Geschichte und auch die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Da ich hier aber leider die Spannung aus den anderen Büchern von Frau Black vermisse und auch den Titel, sowie das Cover nicht ganz passend finde, vergebe ich an dieses Buch 3,5 Lila-Lesesterne. Eine Empfehlung für dieses Buch spreche ich vor allem an Kinder aus, die eine seichte Geschichte mit ein paar locker eingestreuten Gruselelementen mögen.

Donnerstag, 26. Juni 2014

Neuzugänge 26.06.14

Hallo ihr Lieben,

seit meinem letzten Post gab es bei mir wieder ein paar Neuzugänge :) Hier ein Flohmarkt, dort eine Buchtauschaktion - hach ja, da kommt immer einiges zusammen. Wenn ich allerdings andere Neuzugängeposts manchmal so sehe, bin ich ja echt noch harmlos :D

Neu bei mir eingezogen sind:

1. "Die Puppenkönigin" von Holly Black (bereits gelesen)





Titel: Die Puppenkönigin
Reihe: nein
Verlag: cbj
Hardcoverausgabe mit 256 Seiten
ISBN 978-3570156438
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: ab 10 Jahren
Preis:  14,99 Euro







Klappentext:

Ein Geistermädchen, drei Freunde und das Abenteuer ihres Lebens

Zach, Poppy und Alice sind schon ihr Leben lang allerbeste Freunde. Sie lieben es, sich für ihre Actionfiguren aus der Kindheit Geschichten einer magischen Welt, die voller Abenteuer und Heldentum ist, auszudenken. Doch dieses Spiel nimmt eines Nachts eine schaurige Wendung. Alice und Poppy tauchen bei Zach auf und erzählen ihm von einer Reihe furchteinflößender Ereignisse. Poppy schwört, dass sie seit einiger Zeit von einer Porzellanpuppe ihrer Mutter heimgesucht wird, die behauptet, die Seele eines vor langer Zeit ermordeten Mädchens in sich zu tragen. Erst wenn die Freunde sie zu dem Ort des Verbrechens zurückgebracht und dort begraben haben, werde sie Ruhe geben. Andernfalls wird sie die drei Freunde verfolgen - bis in alle Ewigkeit!

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2. "Die Kane-Chroniken - Die Rote Pyramide" von Rick Riordan (lese ich gerade)





Titel: Die Kane-Chroniken - Die Rote Pyramide
Reihe: Band 1 der Reihe "Die Kane-Chroniken
Verlag: Carlsen
Hardcoverausgabe mit 600 Seiten
ISBN 978-3-551-555878
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: ab 12 Jahren
Preis:  18,90 Euro







Klappentext:

Ein Besuch im Museum? An Heiligabend? Eine bescheuerte Idee, findet Sadie. Sie sieht ihren Vater, den berühmten Ägyptologen Dr. Julius Kane, ja ohnehin nur zwei Mal im Jahr - und dann muss er sie und ihren Bruder Carter ausgerechnet ins British Museum schleppen. Aber ihr Vater will ihnen gar keine verstaubten Sarkophage zeigen - er plant nicht weniger, als den ägyptischen Gott Osiris zu beschwören. Doch das geht schief, und er wird von einem unheimlichen glutroten Typen entführt. Um ihn zu befreien, müssen Sadie und Carter es mit der gesamten ägyptischen Götterwelt aufnehmen.

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3. "Deine Lippen so kalt" von Amy Garvey





Titel: Deine Lippen so kalt
Reihe: nein
Verlag: cbj
Hardcoverausgabe mit 314 Seiten
ISBN 978-3-570-15332-1
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: ab 12 Jahren
Preis:  14,99 Euro








Klappentext:

"Wren." Gabriel packt wieder meinen Arm, fester diesmal, zerrt mich von der Straßenecke weg und in den Schutz eines gewaltigen Ahornbaums.

"Wren, was hast du getan?"

Niemand weiß von Wrens magischen Kräften. Und niemand weiß, dass sie ihre erste große Liebe Danny nach dessen Autounfall mithilfe eines Beschwörungszaubers aus dem Tod zurückgeholt hat. Bis sie Gabriel trifft: Er spürt, was sie vor allen anderen verbirgt. Vergeblich versucht Wren, sich von Gabriel fernzuhalten - zu gut tut es, endlich jemanden zu haben, der von ihrem großen Geheimnis weiß. Aber darf Wren sich in Gabriel verlieben, obwohl es Danny gibt, der, gefangen in einer Zwischenwelt, jede Minute auf sie wartet?

Wenn Liebe zum Fluch wird... Eine herzzereißend schöne Liebesgeschichte!

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4. "Nevermore" von Kelly Creagh





Titel: Nevermore
Reihe: nein
Verlag: LOEWE
Broschierte Ausgabe mit 555 Seiten
ISBN 978-3-7855-7389-1
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: ab 12- 15 Jahre
Preis:  14,95 Euro








Klappentext:

Isobel, 
ich wusste nicht, wie ich Dich sonst erreichen sollte. Nach heute Abend wird das alles vorbei sein. Ich wollte Dich nie in das hier mit reinziehen - niemals. Bitte glaub mir das. Irgendwie habe ich die Kontrolle über alles verloren. Das Einzige, was ich mir wünsche, ist, Dich wiederzusehen. Ich wünschte, ich könnte Dir alles erzählen. Vor allem wünschte ich, dass wir die Möglichkeit hätten, noch mal von vorn anzufangen. Was auch immer jetzt passiert, bitte glaub mir, ich wollte nicht, dass es so endet. 

Für immer Dein,
V

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5. "Monster High - Happy Birthday unterm Vollmond" von Lissi Harrison





Titel: Monster High - Happy Birthday unterm Vollmond
Reihe: Band 3 der Reihe "Monster High"
Verlag: Arena
Hardcoverausgabe mit 270 Seiten
ISBN 978-3-401-06697-4
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 11-13 Jahre
Preis:  12,99 Euro







Klappentext:

Die Monster sind los!
Frankie Stein, Lagoona Blue, Clawdeen Wolf, Draculaura und Cleo de Nile sind die neue In-Clique an der Merston High. Denn nicht nur Style und Fashion sind angesagt, sondern auch monstermäßiger Spaß!

Das Unfassbare ist passiert: Frankie, Lala und Co. sind in aller Öffentlichkeit als Monster geoutet worden und plötzlich ist die ganze Stadt hinter ihnen her. Vor allem Clawdeen ist untröstlich: Was soll jetzt aus ihrer langersehnten Geburtstagsparty werden? Doch sie merkt bald, dass es nichts bringt, nur den Mond anzuheulen, und beschließt, etwas zu unternehmen. Zusammen mit ihren Freundinnen feilt sie an einem Plan, wie die heißeste Party des Jahres doch noch steigen kann. 

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Habt ihr schon eines der Bücher gelesen oder könnt mir eines empfehlen? Gerne höre ich auch eure Meinung zu den Büchern :)

Ich verkrümel mich jetzt wieder mit den Kane-Chroniken :)

Liebe lila Lesegrüße :)
Iris

Rezension: "Die äußerst seltsame Familie Battersby" (E. Archer)






Titel: Die äußerst seltsame Familie Battersby
Reihe: nein
Verlag: Baumhaus
Hardcoverausgabe mit 303 Seiten
ISBN 978-3-8339-0099-0
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 12-15 Jahre
Preis:  14,99 Euro







Klappentext:

Pass auf, was du dir wünschst! Es könnte wahr werden...

Wünsche sind verboten! Nicht einmal beim Auspusten einer Geburtstagskerze darf der 14-jährige Ralph sich etwas wünschen. Das führt in seiner Familie immer wieder zu Katastrophen: Menschen laufen bunt an, verlieren Körperteile oder verschwinden spurlos. 
Doch dann begegnet Ralph seiner Tante Chessie, die ihm und seinem Cousin Cecil verspricht, ihre Wünsche zu erfüllen. Klar, dass Ralph skeptisch ist. Aber ihm bleibt keine Zeit zu überlegen, weil Cecil das Angebot schon angenommen hat. Ein Fehler, denn nun erfahren die beiden am eigenen Leib, wie verheerend Wünsche wirklich sein können... 

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Story und Charaktere:

In Ralphs Familie ist es strengstens verboten, sich etwas zu wünschen. Sogar Wünsche beim Ausblasen der Kerzen am Geburtstag sind nicht erlaubt. Jedes Mal, wenn sich in seiner Familie jemand etwas wünscht, passieren nämlich die seltsamsten Dinge. Beim letzten Wunsch ist der Sohn von Tante Chessie spurlos verschwunden. Seitdem gilt das Wunschverbot.
Außerdem hält Ralphs Familie sich vom Rest der Familie fern, was Ralph überhaupt nicht versteht. Als er von seiner britischen Tante Gertie auf deren Schloss eingeladen wird, zögert Ralph deshalb nicht lange und reist, ohne seine Eltern davon in Kenntnis zu setzen, ab.
Dort angekommen ist alles etwas seltsam. Ralph muss direkt mit auf eine Beerdigung, dann erst geht es zum Schloss, wo er ganz allein im Torhaus einquartiert wird.
Schnell freundet er sich mit seinem Cousin Cecil und seinen Cousinen Daphne und Beatrice an und trifft schließlich auf Tante Chessie.
Seine Tante und sein Onkel versuchen die Kinder mit aller Macht von dieser fernzuhalten, denn Tante Chessie stellt sich gegen das Wunschverbot und will allen vier Kindern einen Wunsch gewähren. Als sie schließlich damit beginnt, nimmt das Abenteuer seinen Lauf.

Der Hauptcharakter Ralph kann wohl zurecht als Nerd bezeichnet werden. Leider verbringt er seine Zeit lieber mit Computerspielen und technischen Dingen aller Art, als sich mit anderen Menschen abzugeben. Vor allem mit Mädchen hat er nichts am Hut.
Als er jedoch seine britische Verwandtschaft besucht, ändert sich so einiges in Ralphs Leben. Plötzlich steckt er mitten in den ungewöhnlichsten Abenteuern, in denen er vom Freak zum Helden mutieren muss. Zwar löst er diesen Übergang auf recht unbeholfene Art, doch macht eben diese ihn sehr sympathisch. Ralph muss beweisen, wie viel Grips er besitzt und wie viel Mut er hat. Da ihn die neuen Situationen verständlicherweise oftmals verwirren, kann er einem beim Lesen manchmal ganz schön leid tun. Der Autor schickt Ralph durch die gesamte, ihm zur Verfügung stehende Palette an Emotionen, die sich wie eine Achterbahn für Ralph entpuppt.
Ihm gegenüber stehen seine zwei Cousinen und sein Cousin. Cecil und Beatrice gehört jeweils ein eigener Trakt des Schlosses, was immer wieder zu Streitereien unter den Geschwistern führt. Cecil ist dabei das Gegenteil von Ralph. Er ist ein absoluter Draufgänger und Abenteurer – wie sehr er Abenteuer liebt, zeigt auch sein späterer Wunsch, der den Titel „Die Elfenrebellion“ trägt.
Beatrice scheint so etwas wie eine Todessehnsucht befallen zu haben, nachdem ihre leibliche Mutter gestorben ist. Sie ist distanziert, melancholisch und auch mal melodramatisch, was ihren Wunsch mit dem Titel „Die Unterwelt“ erklärt.
Daphne ist die Jüngste im Bunde, verkleidet sich gerne als Prinzessin, riecht überall Verschwörungen und ist machmal etwas seltsam. Wie passend, dass ihr Wunsch den Titel „Die Schneekönigin“ bekommt.
Tante Chessie ist die böse „gute Fee“ des Buches, die Wunscherfüllerin, die das Chaos über die Familie bringt. Welche Motive sie dazu hat, bleibt bis zum Ende offen und hält Überraschendes bereit.
Neben diesen Charakteren finden sich viele weitere Charaktere, die man eigentlich nicht zusammenfassend bewerten kann, weil sie so unterschiedlich, zum Teil so abstrus, sind, dass man Seiten über sie füllen kann. Hier präsentiert der Autor auf jeden Fall eine sehr ungewöhnliche Geschichte, mit einem noch ungewöhnlicheren Charaktermix.

Was mir besonders gefallen hat:

Mit diesem Buch ist mir ein Buch in die Hände gefallen, wie ich es vorher noch nie gelesen habe.
Die Geschichte ist zum Teil so absurd, an den Haaren herbeigezogen und seltsam, dass ich mich erstmal daran gewöhnen musste. Es gibt unwahrscheinlich viele Aufs und Abs und die merkwürdigsten Wendungen. Man kann sich nie sicher sein, was als nächstes passiert.
Wirklich abgedreht wird es, als sich der Erzähler anfängt sich in die Handlung einzumischen. Er interagiert sogar mit den Charakteren und stellt ganz schnell klar, mit wem er sympathisiert. Zwischenzeitlich gerät der Erzähler sogar mit einem weiteren Erzähler aneinander. In dieser ganzen Zeit lässt er den Leser hinter die Kulissen schauen, die die eigentliche Geschichte plötzlich wie ein Theaterstück präsentiert bekommen. Das alles erscheint beim Lesen sehr merkwürdig, hat am Ende aber seinen Grund, der den Leser noch einmal staunen lässt.
Natürlich dreht sich alles um das Wunschthema, das hier auf ganz besondere Art behandelt wird. Wer bisher dachte, dass Wünsche mit einem Kräuseln der Nase, dem „Pling“ eines Zauberstabes oder dem Händefuchteln und Schnipsen von Dschinns erfüllt werden, liegt total daneben. Jeder Wunsch hat seine eigene fiktive Realität, in die der Wünschende für die Dauer seines Wunsches geworfen wird. Eine Idee, die mich sehr amüsiert hat. Von genau dieser Idee lebt das Buch, purzelt Ralph doch ständig in die Wünsche seiner Verwandten und muss deshalb die wahnwitzigsten Abenteuer bestehen. So schwer hatte es bisher sicherlich noch niemand, endlich an einen eigenen erfüllten Wunsch zu kommen.

Neben all dem Humor des Buches, versteckt sich aber zwischen den Zeilen auch der ein oder andere erhobene Zeigefinger. Besonders deutlich wird dies, als sich Ralph in einem Abenteuer wiederfindet, in dem Elfen wie Sklaven gehalten und behandelt werden. Sie werden auf Elfenfarmen gezüchtet und zum Teil als Baumaterial verwendet. Der Autor spricht die Thematik der Ausbeutung zwar nicht direkt an, bringt den Leser aber dazu, stirnrunzelnd über das Ganze nachzudenken. Trotzdem kommt auch in solchen Situationen der Humor nicht zu kurz. Spätestens mit den explodierenden Kaninchen hat man wieder ein Lächeln auf den Lippen.

Wenn es diesem Buch an einer Sache nicht mangelt, dann an Kreativität. Egal ob in den Namen der Orte, den Namen der Wesen oder den einzelnen Beschreibungen, sogar die Art, wie dieses Buch letztlich funktioniert, ist ungemein kreativ. Wenn am Ende alles zusammengeführt wird, erlebt diese Kreativität ihren Höhepunkt mit einem Abschluss der besonderen Art.
Mein Lieblingsort war auf jeden Fall die Unterwelt, in der ich mich prächtig amüsiert habe. Hier gibt es einzelne Bereiche für „Eben-noch-Lebende“ und „Bald-Tote“, die eine sehr komplizierte, abstruse Gesellschaftsform aufweisen, wie sie mir noch nie begegnet ist.

Was mir nicht so gut gefallen hat:

Trotz all der positiven Punkte, fiel es mir immer mal wieder schwer, das Buch konsequent weiterzulesen. Mal lag es daran, dass ich etwas als besonders langgezogen empfand, mal war mir das „Besondere“ an diesem Buch einfach zu viel. Auch der Schreibstil war etwas, woran ich mich gewöhnen musste. Letzteres ist aber wohl vor allem Geschmackssache.

Gestaltung:

Passend zum Titel finden sich auf dem Cover sieben äußerst seltsam aussehende Personen, ein Hase und eine Elfe, die zusammen vor einem Schloss posieren. Sie stehen auf einem hellen Boden mit Schachbrettmuster und werden von seltsamen, schwarzen Verästelungen umrahmt, die mich sofort an Tim Burton denken ließen.
Besonders gefallen mir die Farbgebung des auffälligen Covers und der Stil, wie die Figuren gezeichnet sind. Beides hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht. Ein sehr passendes Cover für diese äußerst seltsame Geschichte.

Wertung:

Dieses Buch empfehle ich allen Fantasylesern, die auf der Suche nach etwas Neuem und Anderem sind und die nichts gegen Absurdität, Wahnwitz und einen deftigen Humor haben. Wer ebenfalls glaubt, dass Skelette und Zombies sich nur in zwei verschiedenen Stadien des Todes befinden, ist hier genau richtig. Abzüglich meiner eigenen Kritikpunkte, vergebe ich 4 Lila-Lesesterne und eine Leseempfehlung an dieses äußerst seltsame Buch.



Rezension: "Die Spiderwick-Geheimnisse 2-5" (Holly Black)



Titel: Die Geheimnisse der Spiderwicks - Gefährliche Suche
Reihe: Band 2,3,4 und 5 der Reihe "Die Geheimnisse der Spiderwicks"
Verlag: cbj
Hardcoverausgaben mit 128, 128, 128 und 144 Seiten
ISBN 978-3570128640, ISBN 978-3570129203, ISBN 978-3570129210, ISBN 978-3570129227
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: ab 8 Jahren
Preis: 8,50 Euro

Storys und Charaktere:

Spiderwicks Band 2:

Jared kann nicht glauben, was er da sieht. Sein Bruder Simon scheint gegen eine unsichtbare Macht zu kämpfen, während er selbst in der geheimen Bibliothek seines Urgroßonkels Arther Spiderwick steht und sich mit Thimbletack, dem Wichtelmännchen des Hauses, unterhält.
Als Simon dann auch noch von dieser unsichtbaren Macht entführt wird, muss Jared handeln. Mit Hilfe von Thimbletack findet Jared heraus, dass es einen Stein gibt, der die unsichtbare Macht sichtbar machen kann. Sofort macht er sich mit seiner Schwester Mallory auf die Suche danach und wird schließlich fündig. Obwohl er sich Ärger mit Thimbletack einhandelt, machen sich Jared und Mallory sofort auf, Simon zu suchen.

Spiderwicks Band 3:

Das Handbuch für Trolle, Kobolde, Feen und andere Fabelwesen sorgt für große Aufregung. Scheinbar will es so ziemlich jedes Wesen in die Finger bekommen und alle scheinen diesen Besitz auch mit Gewalt ergreifen zu wollen. Jared, Simon und Mallory stecken ganz schön in Schwierigkeiten.
Deshalb versuchen sie einen Rat von ihrer Tante Lucinda zu bekommen, die in der nahegelegenen Psychatrie lebt. Anstelle eines Rates fleht die alte Dame und Tochter von Arther Spiderwick die Kinder an, das Buch zu vernichten. Bevor sie jedoch darüber entscheiden können, hat Thimbletack das Buch schon gestohlen. Ein weiterer Teil des Abenteuers nimmt seinen Lauf.

Spiderwicks Band 4:

Ein dritter Zwilling taucht auf, ein seltsamer Junge bringt Jared in Schwierigkeiten und der Oberbösewicht Mulgarath lässt seine Diener zum nächsten Schlag ausholen. Dieses Mal müssen Jared und Simon ihr Abenteuer alleine bestehen, gilt es doch Mallory aus den Händen des Zwergenvolkes zu befreien, das ebenfalls hinter Arthur Spiderwicks Handbuch her ist. Dazu müssen sie nicht nur Rätsel lösen, sondern dürfen auch nicht davor zurückschrecken, mit List und Tücke an die Sache heranzugehen.

Spiderwicks Band 5:

Mallory, Simon und Jared können es nicht glauben. Jetzt wurde auch noch ihre Mutter entführt.
Sofort machen sie sich auf, gegen ihren größten Widersacher anzutreten. Mulgarath macht es ihnen natürlich nicht gerade leicht, sodass die Kinder immer wieder in Schwierigkeiten geraten. Ungeheuer stellen sich ihnen in den Weg, Drachen wollen sie zum Mittagessen verschlingen. In diesem Band sehen sich die drei Kinder ihrem bisher schwierigsten Abenteuer entgegen.

Jared und Simon sind 9 Jahre alt und eineiige Zwillinge. Dennoch sind sie unterschiedlich wie Tag und Nacht. Während Simon sehr ruhig und verschlossen ist, kaum in der Menge auffällt und der Ruhepol der Geschwister ist, ist Jared das genaue Gegenteil. In der Schule gerät er immer wieder in Schwierigkeiten, er ist sehr impulsiv und trägt seit der Scheidung seiner Eltern eine riesige Wut in sich, die immer wieder ein Ventil sucht. Dies findet Jared meistens in seinem Bruder Simon, der damit mal besser und mal schlechter zurechtkommt. Während ihrer Abenteuer zeigt sich, dass Simon gerne vorausschauend denkt und seine Ideen lieber einmal zu viel als einmal zu wenig überprüft. Jared hingegen, handelt sehr naiv und gerade so, wie es ihm in den Sinn kommt. Dies ist mit ein Grund, warum er ständig in Schwierigkeiten gerät. Während der einzelnen Episoden ist er allerdings auch derjenige, der sich am meisten weiterentwickelt.
Ihre ältere Schwester Mallory steht den Jungs mit ihrer Fechtkunst zur Seite. Als sie erst einmal von der Existenz von Elfen und Kobolden überzeugt ist, setzt sie alles daran, ihre Familie zu beschützen. Obwohl sie oft vorsichtig ist, merkt man ihr ihren Drang nach Abenteuern an, der sie hier und da immer wieder mal leichtsinnig werden lässt.

Die Nebencharaktere bestehen vor allem aus den verschiedenen Fabelwesen, denen die drei Kinder im Laufe ihrer Abenteuer begegnen. Diese haben alle ihre eigenen Eigenarten und Geschichten, sodass man hier einen tollen Mix aus netten und bösartigen Wesen präsentiert bekommt.

Was mir besonders gefallen hat:

Wenn man diese Bücher in der Hand hält und durchblättert, fallen einem sofort die vielen tollen Illustrationen und die große Schriftgröße auf. Beides finde ich super, richten sich die Bücher doch an ein jüngeres Publikum.
Auch die Aufteilung einer großen Geschichte in mehrere episodenhafte Einzelbände finde ich sehr gelungen, ist der Lesegenuss für jüngere Leser doch gleich ein ganz anderer. Auf diese Art wird der Impuls gegeben, nach Beenden eines Buches noch ein weiteres lesen zu wollen, denn natürlich hören die Bücher immer an der spannendsten Stelle auf.
Ein Reich voller Feen, Kobolde und anderer magischer Wesen direkt vor der Haustür zu haben und dort die unglaublichsten Abenteuer zu bestehen – davon hört und liest doch jeder gerne. Hier wird auf jeden Fall auf keiner Seite auf die nötige Spannung verzichtet, um den Leser am Ball zu halten.

Was mir nicht so gut gefallen hat:

Da ich die Bücher mit einem Grundschulkind der angegebener Altersklasse gelesen habe, das ein sehr guter und aufmerksamer Leser ist, muss ich anmerken, was mir dabei aufgefallen ist. Der Schreibstil, der mir persönlich sehr gut gefallen hat, bereitete meinem Minileser zwischenzeitlich immer wieder dadurch Schwierigkeiten, dass die Sätze zum Teil sehr verschachtelt und lang sind. Oft mussten wir neu ansetzen und Passagen wiederholen. Auch die Namen der einzelnen Fabelwesen, die eine englische Aussprache brauchen, sind für jüngere Leser schwierig. Schnell werden Wörter wie „Thimbletack“, „Hogsqueal“ oder „Mulgarath“ zu völlig neuen Wörtern – wie sie eben vom jeweiligen Kind „gelesen“ werden. Mir selbst haben all diese Namen nichts ausgemacht, doch gehöre ich auch nicht mehr zur Zielgruppe.

Wertung:

Alle Bücher der Reihe bilden zusammen ein wundervolles Abenteuer, das Kinder und Erwachsene gleichermaßen begeistern wird. Mit viel Liebe zum Detail wird hier eine Welt präsentiert, in der wir gerne noch eine Weile in den Folgebänden 6-8 verweilen werden. Jüngere Leser greifen hier eventuell auf ältere Leser zurück, um dem Buch besser folgen und verschiedene Namen besser aussprechen zu können. Da die Altersempfehlung bei 8 Jahren liegt, muss ich hier deshalb einige Erfahrungsabzüge machen. Uns haben die Bücher super gefallen und so vergebe ich 4 Lila-Lesesterne an diese tolle Reihe.


Montag, 2. Juni 2014

Neuzugänge 02.06.2014

Hallo ihr Lieben,

es ist schon eine ganze Weile her, dass ich Neuzugänge gepostet habe. Heute jedoch stelle ich euch alle meine neuen Schätze vor, die im Laufe der letzten Wochen bei mir einziehen durften.

Aus der Bücherüberraschungsgruppe haben mich gleich zwei Bücher erreicht. Beide waren absolute Must-Haves auf meiner Wunschliste. Leider entpuppte sich gleich das erste als ein Flop für mich, was ich sehr schade fand. Das zweite lese ich gerade und bin noch ein wenig unentschlossen.

Um die beiden ersten Bücher geht es:

1. "Die Zwick-Zwillinge lösen ein verzwicktes Problem" von Ellis Weiner







Titel: Die Zwick-Zwillinge lösen ein verzwicktes Problem
Reihe: nein
Verlag: Hanser
Hardcoverausgabe mit 229 Seiten
ISBN 978-3-446-24516-7
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 10-12 Jahre
Preis: 12,90 Euro






Klappentext:

Dies ist die turbulente, abenteuerliche, ungeheuerliche Geschichte der Zwick-Zwillinge.

Mit viel Witz und Einfallsreichtum gelingt es Adele und Arno, eine Entführung zu vereiteln und ihrem Vater aus der Klemme zu helfen. Wie gut, dass sie zu zweit sind, - oder zu dritt, wenn man ihren verrückten Hund Cassie mit einrechnet...

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2. "Die äußerst seltsame Familie Battersby" von E.Archer






Titel: Die äußerst seltsame Familie Battersby
Reihe: nein
Verlag: Baumhaus
Hardcoverausgabe mit 303 Seiten
ISBN 978-3-8339-0099-0
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 12-15 Jahre
Preis:  14,99 Euro







Klappentext:

Pass auf, was du dir wünschst! Es könnte wahr werden...

Wünsche sind verboten! Nicht einmal beim Auspusten einer Geburtstagskerze darf der 14-jährige Ralph sich etwas wünschen. Das führt in seiner Familie immer wieder zu Katastrophen: Menschen laufen bunt an, verlieren Körperteile oder verschwinden spurlos. 
Doch dann begegnet Ralph seiner Tante Chessie, die ihm und seinem Cousin Cecil verspricht, ihre Wünsche zu erfüllen. Klar, dass Ralph skeptisch ist. Aber ihm bleibt keine Zeit zu überlegen, weil Cecil das Angebot schon angenommen hat. Ein Fehler, denn nun erfahren die beiden am eigenen Leib, wie verheerend Wünsche wirklich sein können... 

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3. "Die Mechanik des Herzens" von Mathias Malzieu






Titel: Die Mechanik des Herzens
Reihe: nein
Verlag: carl's books
Taschenbuchausgabe mit 188 Seiten
ISBN 978-3570585085
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: keine Angaben
Preis: 12,99 Euro






Klappentext:

Jack ist ein besonderer Junge. Seit seiner Geburt hat er ein mechanisches Herz in Form einer Kuckucksuhr, die jeden Tag neu aufgezogen werden muss. Nur eines muss er dabei bedenken: Er darf sich niemals verlieben, denn das würde sein zartes Uhrwerk nicht aushalten. 
Als Jack eines Tages die bezaubernde Tänzerin Miss Acacia kennenlernt, spielt sein Herz sofort verrückt. Doch er lässt sich nicht entmutigen und kämpft um seine Liebe...

>>Ein bezauberndes Liebesmärchen für Erwachsene.<< Maxi

>>Ein Märchen im Tim-Burton-Style: Die Sprache des Buches ist sehr verspielt, stimmungsgeladen, romantisch, irgendwie verträumt.<< WDR

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4. "Peter und die Sternenfänger" von Dave Barry und Ridley Pearson






Titel: Peter und die Sternenfänger
Reihe: Band 1 
Verlag: Oetinger
Hardcoverausgabe mit 431 Seiten
ISBN 978-3-7891-3165-2
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 10-12 Jahre
Preis: 17,90 Euro







Klappentext:

"DU BEISST MICH?", brüllte er. "DU WAGST ES, MICH ZU BEISSEN?"
Peter nahm alles nur langsam wahr, fast wie in einem Traum - das Gesicht, das näher kam, die schinkengroßen Fäuste, die sein Hemd packten. Er spürte, dass er hoch in die Luft gehoben wurde, und sah aus den Augenwinkeln Mollys entsetztes Gesicht, als Slank ihn mit Wucht über die Reling der Niemandsland in das tobende Meehr schleuderte. 

Der New York Times Bestseller "Peter und die Sternenfänger" für alle, die atemberaubende Abenteuergeschichten mit gierigen Piraten, beißwütigen Meerjungfrauen, fliegenden Krokodilen und palmengesäumten Sandstränden lieben und für diejenigen, die wissen wollen, wie aus Peter dem Waisenjungen Peter Pan wurde.
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5. "Die Geheimnisse der Spiderwicks - Gefährliche Suche" von Tony DiTerlizzi und Holly Black







Titel: Die Geheimnisse der Spiderwicks - Gefährliche Suche
Reihe: Band 2 der Reihe "Die Geheimnisse der Spiderwicks"
Verlag: cbj
Hardcoverausgabe mit 128 Seiten
ISBN 978-3570128640
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: ab 8 Jahren
Preis: 8,50 Euro







Klappentext:

Irgendwie spukig ist das verwinkelte viktorianische Haus, in das die Zwillinge Jared und Simon mit ihrer Schwester Mallory einziehen. Merkwürdige Dinge geschehen, kleine Bosheiten, die allesamt Jared in die Schuhe geschoben werden. Doch ausnahmsweise ist es nicht Jared, der seiner Schwester im Schlaf die Haare am Bett festknotet und Simons Kaulquappen im Eisfach schockgefriert. Das Haus birgt ein Geheimnis! Versteckte Aufzüge gibt es dort, eine geheime Bibliothek – und ein altes, abgegriffenes Buch, das von magischen Wesen und ihrem Treiben berichtet. Die Geschwister ahnen: In diesem Haus sind sie nicht allein …

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6. "Die Geheimnisse der Spiderwicks - Im Bann der Elfen" von Tony DiTerlizzi und Holly Black






Titel: Die Geheimnisse der Spiderwicks - Im Bann der Elfen
Reihe: Band 3 der Reihe "Die Geheimnisse der Spiderwicks"
Verlag: cbj
Hardcoverausgabe mit 128 Seiten
ISBN 978-3570129203
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: ab 8 Jahren
Preis: 8,50 Euro







Klappentext:

Als die Zwillinge Jared und Simon mit ihrer Schwester Mallory in das alte, verwinkelte Haus ihrer Tante einziehen, haben sie bald das Gefühl, dass sie hier nicht allein sind. Sie wollen dem Geheimnis auf den Grund gehen, aber das kleine Volk der Kobolde, Trolle, Feen und Elfen tut alles, um das zu verhindern …

Mit einer verschlüsselten Landkarte machen die Kinder sich auf die Suche nach dem gestohlenen Handbuch und gelangen in das Reich der Elfen. Als Jared dort gefangen genommen wird, müssen sie sich entscheiden: Jareds Freiheit oder das Handbuch …

Fantastische Kinderunterhaltung vom Feinsten.

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7. "Die Geheimnisse der Spiderwicks - Der eiserne Baum" von Tony DiTerlizzi und Holly Black






Titel: Die Geheimnisse der Spiderwicks - Der eiserne Baum
Reihe: Band 4 der Reihe "Die Geheimnisse der Spiderwicks"
Verlag: cbj
Hardcoverausgabe mit 128 Seiten
ISBN 978-3570129210
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: ab 8 Jahren
Preis: 8,50 Euro






Klappentext:

Mallory ist entführt worden! Um sie zu retten, folgen Jared und Simon einem verschlüsselten Hinweis, der sie in einen alten Steinbruch führt. Hier befindet sich seit jeher das Reich der Zwerge, das vom schrecklichen Mulgarath beherrscht wird. Die Zwillinge können Mallory zwar aus der Gewalt der Zwerge befreien, doch dann sehen sie Mulgarath, wie er das Buch der magischen Geschöpfe in Händen hält.

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8. "Die Geheimnisse der Spiderwicks - Die Rache der Kobolde" von Tony DiTerlizzi und Holly Black






Titel: Die Geheimnisse der Spiderwicks - Die Rache der Kobolde
Reihe: Band 5 der Reihe "Die Geheimnisse der Spiderwicks"
Verlag: cbj
Hardcoverausgabe mit 144 Seiten
ISBN 978-3570129227
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: ab 8 Jahren
Preis: 8,50 Euro






Klappentext:

Jared und seine Geschwister Simon und Mallory haben in dem alten Haus, in dem sie seit kurzem wohnen, eine geheimnisvolle Entdeckung gemacht: Arthur Spiderwicks Handbuch der magischen Geschöpfe! Plötzlich eröffnet sich den Kindern eine Welt voller Magie und Zauberwesen – doch nicht alle sind ihnen freundlich gesonnnen. Urplötzlich heiklen Situationen und ungeahnten Gefahren ausgesetzt, müssen die Geschwister Mut, Geschicklichkeit und Zusammenhalt beweisen.

In Trümmern! Das Haus der Familie Grace ist völlig verwüstet, ihre Mutter entführt! Jared, Simon und Mallory begeben sich in das Reich des schrecklichen Herrschers der Kobolde, Mulgarath, der auch das Magische Handbuch in seiner Gewalt hat. Im Zweikampf gelingt es Jared dank seines inzwischen erworbenen Wissens über die fantastische Welt, das Ungeheuer zu überlisten, seine Mutter zu befreien und das magische Handbuch zurückzuerlangen. Im Tausch gegen das Buch geben die Elfen Arthur Spiderwick frei und auch der Zauber, der Tante Lucy bannte, ist gebrochen. Die Geheimnisse von Spiderwick sind zu Ende – vorerst.


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9. "Das verborgene Königreich - Der Prinz von Eidolon" von Jane Johnson





Titel: Das verborgene Königreich - Der Prinz von Eidolon
Reihe: Band 1 der Reihe "Das verborgene Königreich"
Verlag: Ravensburger
Taschenbuchausgabe mit 352 Seiten
ISBN 978-3473524860
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 9-11 Jahre
Preis: 8,99 Euro







Klappentext:

Ben ist verblüfft, als er die Zoohandlung des seltsamen Mr. Dodds mit einem sprechenden Kater verlässt. Das Tier erzählt ihm vom verborgenen Königreich Eidolon, das sich in großer Gefahr befindet. Nur Ben könne das Land und seine magischen Bewohner retten, denn er sei der Thronfolger des Königs! Für Ben, der wenig Erfahrung im Umgang mit Einhörnern, Drachen und im Retten von Königreichen hat, beginnt ein wahrhaft fantastisches Abenteuer.

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10. "Das verborgene Königreich - Der Fürst der Schatten" von Jane Johnson






Titel: Das verborgene Königreich - Der Fürst der Schatten
Reihe: Band 2 der Reihe "Das verborgene Königreich"
Verlag: Ravensburger
Hardcoverausgabe mit 352 Seiten
ISBN 978-3-473-34721-6
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 9-11 Jahre
Preis: 14,95 Euro





Klappentext:

Der finstere Dodman hat die Herrschaft über Eidolon an sich gerissen. Mit einem Heer aus Trollen, Riesen, Kobolden und Geisterhunden will er das verborgene Königreich unterwerfen und seiner Magie berauben. Königin Isadora, Bens Mutter, muss zurück in ihre Heimat, um Eidolon zu retten. Als Bens Schwester Ellie ihr ohne Erlaubnis folgt, beginnt für Ben und den Kater Ignatius Sorvo Coromandel das zweite Abenteuer in der Zauberwelt.
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Habt ihr schon eines der Bücher gelesen oder vielleicht auf euren eigenen Wunschlisten? Ist vielleicht eines davon gerade auf eure WuLi gehüpft oder möchtet ihr mir unbedingt eines direkt ans Herz legen? :) Ich freue mich über eure Meinung :)

Liebe lila Lesegrüße :)
Iris

Rezension: "Helden des Olymp - Der Sohn des Neptun" (Rick Riordan)





Titel: Helden des Olymp - Der Sohn des Neptun
Reihe: Band 2 der Reihe "Helden des Olymp"
Verlag: Carlsen
Hardcoverausgabe mit 544 Seiten
ISBN 978-3551556028
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 12-18 Jahre
Preis: 17,90 Euro







Klappentext:

Die beiden römischen Halbgötter Hazel und Frank müssen ein wahnsinnig gefährliches Abenteuer bestehen: Sie müssen in die Eiswüsten von Alaska reisen und Thanatos, den Totengott, aus seiner Gefangenschaft befreien. Nur dann kann die Grenze zwischen Tod und Leben wieder stabilisiert werden. Und es wird sie noch ein dritter Halbgott begleiten, der ganz neu im römischen Camp ist und sein Gedächtnis verloren hat. Angeblich ist er der Sohn des Neptun - den er aber Poseidon nennt -, und er heißt Percy Jackson ...

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Story und Charaktere:

Percy Jackson hat keine Ahnung, warum er ständig von Gorgonen angegriffen wird, die einfach nicht sterben wollen, wo er eigentlich herkommt und wohin er gehen soll. Durch eine glückliche Fügung erreicht er das Camp-Jupiter, wo er als römischer Halbgott, als Sohn des Neptun, aufgenommen wird.
Zusammen mit Hazel und Frank wird er schon bald losgeschickt, um einen Auftrag zu erfüllen. Sie sollen den Tod befreien und das Camp, sowie die gesamte Menschheit, vor dem Untergang retten. Ihr Reiseziel ist Alaska – das Land jenseits der Götter.

Percy geht es ähnlich wie Jason, den wir aus dem ersten Band kennen. Eines Tages wacht er irgendwo auf und hat jede Menge Gedächtnislücken. So schwer wie Jason, hat Percy es allerdings nicht getroffen, denn hin und wieder kann er sich an Dinge aus seinem bisherigen Leben erinnern – an Annabeth zum Beispiel.
Die Aufnahme im Camp-Juper findet er sehr verwirrend und er kann sich irgendwie auch nicht wirklich mit dem Camp anfreunden. Gott sei Dank stehen ihm Hazel und Frank zur Seite, die es im Camp ebenfalls nicht leicht haben. Hazel ist als Tochter des Pluto eine Außenseiterin, während Frank sich auf Grund eines wohlgehüteten Geheimnisses von den anderen distanziert.
Im Verlauf des Abenteuers tritt Percy in altbekannter Wiese auf, wie wir ihn schon aus der Percy-Jackson-Reihe kennen. Er ist selbstbewusst, mutig und seinen Freunden gegenüber sehr loyal. Außerdem ist er körperlich in Topform und ein begnadeter Schwertkämpfer.
Hazel ist eine Persönlichkeit, die immer wieder Kämpfe mit sich selbst und ihrer Herkunft ausfechten muss. Es fällt ihr nicht leicht, sich voll und ganz auf Percy und Frank einzulassen, trägt doch auch sie das Wissen um eine Sache in sich, die sie nicht mit ihrem Freunden teilen will. Bis sie es ihnen dann doch offenbart, verhält sie sich deshalb oft reserviert. Im Kampf jedoch ist sie mindestens so mutig wie Percy und gibt nicht auf, egal wie hart es wird. Oft macht sie unbewusst einfach das Richtige und ist somit eine große Unterstützung.
Frank ist der Charakter mit der tiefgründigsten und größten Hintergrundgeschichte. Je mehr man darüber erfährt, desto besser kann man Frank und seine Eigenheiten verstehen. Auch bei ihm dauert es eine ganze Weile, bis er seinen Freunden von den Dingen erzählt, die ihn belasten. Schnell merkt er jedoch, dass Hazel und Percy alles, was er ihnen anvertraut, einfach annehmen, ihn aber nicht bedrängen oder sich von ihm abwenden. Frank ist im Kampf ein großer Gewinn. Er fühlt sich am sichersten mit Pfeil und Bogen und stürzt sich mit seinen beiden Freunden gerne in den Kampf. Gegenüber den anderen verhält er sich, trotz aller Angst, sehr selbstlos und wie ein Anführer, der er auch sein soll.

Die drei Hauptcharaktere erhalten viel Platz für ihre Geschichten, wie wir es auch aus dem ersten Band um Jason, Leo und Piper bereits kennen. So erhält der Leser ein sehr gutes Bild der einzelnen Charaktere, was mir wirklich gut gefällt.
Neben den Hauptcharakteren finden sich jede Menge Nebencharaktere, die durch ihre individuellen Eigenschaften und oft auch ihre eigene Art klar umrissen werden.

Was mir besonders gefallen hat:

Am ersten Band habe ich kritisiert, dass Rick Riordan zu viele Götternamen und zu wenig zugehörige Informationen innerhalb des Textes verwendet hat. Dieser Punkt wird im zweiten Band nicht wiederholt. Hier ist das Verhältnis zwischen Namen und zugehöriger Erklärung sehr viel ausgewogener, da weitaus weniger Götter auftreten und benannt werden. So konnte man das Buch sehr entspannt lesen, ohne ständig das Glossar zur Hilfe nehmen zu müssen, das als Anhang dennoch sehr interessant ist.
Der Schreibstil ist gewohnt locker und einfach. Gleiches gilt für die Sprache.
Besonders gefällt mir, dass wir uns nun nicht mehr nur auf der griechischen Seite der Götter befinden, sondern auch auf der römischen. Die Unterschiede zwischen der griechischen und römischen Erscheinung eines Gottes werden schön dargestellt, sodass es Spaß macht, sich mit diesem Thema weiter auseinanderzusetzen.

Was ich beim letzten Mal nicht erwähnt habe, aber nun kurz ansprechen möchte, ist die Qualität des Buches. Der Umschlag ist nicht nur schön fest, sodass kaum die Möglichkeit besteht es rund zu lesen, sondern hat auch eine angenehm weiche Oberfläche, die sich fast ein wenig samtig anfühlt.
Auch gefällt mir die Schriftgröße, der gewählte Abstand zum Rand, sowie die Abstände zwischen den Zeilen. Hier wurden die Seiten effektiv genutzt. Das Buch ist als wirklich so lang, wie es dick ist.

Was mir nicht so gut gefallen hat:

Im Gegensatz zum ersten Band fehlte mir in diesem Buch der durchgezogene Spannungsbogen. Die Geschichte wirkt eher episodenhaft, das Geschehen verlegt sich von hier nach dort. So wirkte die ein oder andere Szene eher, als wenn das Buch verlängert hatte werden müssen, da es in diesen Szenen kein Vorankommen der Geschichte gibt. Dadurch fehlt es an Spannung, die man sonst von Rick Riordan gewohnt ist.

Gestaltung:

Ein menschlich aussehendes Wesen mit großen, schwarzen Flügeln, das in einen seltsamen Mantel mit Kapuze gehüllt ist, steht auf einem felsigen Absatz einer Höhle. Die Hände sind gefesselt, die Augen leuchten weiß. Ein sehr passendes Cover für den zweiten Band.

Wertung:

Obwohl mir die Charaktergestaltung hier wirklich sehr gut gefallen hat und ich es sehr gut finde, dass hier nicht auf Gottheits-Erklärungen verzichtet wurde, sehe ich aufgrund des flachen Spannungsbogens leider keine Steigerung zum ersten Band. Deshalb vergebe ich an Band 2 ebenfalls 3,5 Lila-Lesesterne.

Rezension: "Die Zwick-Zwillinge lösen ein verzwicktes Problem" (Ellis Weiner)





Titel: Die Zwick-Zwillinge lösen ein verzwicktes Problem
Reihe: nein
Verlag: Hanser
Hardcoverausgabe mit 229 Seiten
ISBN 978-3-446-24516-7
Vom Hersteller empfohlenes Lesealter: 10-12 Jahre
Preis: 12,90 Euro







Klappentext:

Dies ist die turbulente, abenteuerliche, ungeheuerliche Geschichte der Zwick-Zwillinge.


Mit viel Witz und Einfallsreichtum gelingt es Adele und Arno, eine Entführung zu vereiteln und ihrem Vater aus der Klemme zu helfen. Wie gut, dass sie zu zweit sind, - oder zu dritt, wenn man ihren verrückten Hund Cassie mit einrechnet...

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Story und Charaktere:

Kurz nach dem Tod ihrer Mutter, ziehen die Zwick-Zwillinge Arno und Adele mit ihrem Vater Professor Zwick in eine andere Stadt. Dort arbeitet dieser weiter an seinen Erfindungen, die er einem breiteren Publikum präsentiert. Als er seinen Huckepack-Einmann-Hubschrauber vorstellt, wird er von einem Mann namens Otto T. Otto beschuldigt, dessen Idee geklaut zu haben. Professor Zwick weist diese Anschuldigung vehement zurück. Daraufhin werden die Zwillinge entführt, um ihren Vater erpressbar zu machen. Die beiden Zwillinge behalten jedoch einen kühlen Kopf und bringen ihre Entführer in arge Schwierigkeiten.

Adeles Hobby ist das Lösen von ungewöhnlichen Kreuzworträtseln, über denen sie gerne auch mal den ganzen Nachmittag brütet. Während sie dieser stillen Beschäftigung nachgeht, haut ihr Bruder gerne auf sein Schlagzeug und gleicht damit die Ruhe aus. Mit einem Erfinder als Vater, kennen sich beide gut mit den verschiedenen Mechanismen und Konstruktionen aus, sodass sie in der Lage sind, eigene einfache Konstruktionsmechanismen zu bauen. Beide sind ziemlich gut im vorausschauenden Denken und tragen dadurch maßgeblich zur Lösung des Problems bei.
Der Vater der beiden wirkt eher introvertiert, oft verwirrt und meist geistesabwesend. Insgesamt bleiben die Charaktere sehr oberflächlich und wirken austauschbar.

Was mir besonders gefallen hat:

Als ich dieses Buch zum ersten Mal in der Hand hielt, stach mir vor allem die Aufmachung im Inneren des Buches ins Auge. Diese ist wirklich wunderbar gestaltet und macht sofort Lust darauf, dieses Buch zu lesen.
Der Schreibstil der eigentlichen Geschichte erinnerte mich hier und da ein wenig an Lemony Snicket, was mir ganz gut gefallen hat.
Neben den Zeichnungen gefielen mir auch die Ideen, die Professor Zwick und seine Zwillinge im Laufe des Buches haben, um sie in tolle Erfindungen umzusetzen.

Was mir nicht so gut gefallen hat:

Dieses Buch sollte sich durch Sprachwitz und viel Humor auszeichnen, den ich leider in keiner Zeile gefunden habe. Durch den Erzähler, der den Text durchweg begleitet und kommentiert, wird die Hälfte des Buches mit unnötigem Gerede angefüllt. Leider stellt der Erzähler den Leser quasi im Minutentakt für zu doof hin, etwas vom Text zu verstehen und weist auch immer wieder darauf hin, dass er eigentlich keinen Bock hat, dieses Buch zu schreiben. Eine sehr ermüdende und nervtötende Art eine Geschichte zu erzählen, die fast dafür gesorgt hätte, dass ich das Buch ab Seite 59 nicht weitergelesen hätte.
Da das Buch für 10-12jährige geschrieben wurde, die einige Begriffe wahrscheinlich tatsächlich nicht kennen und mit Sarkasmus und Ironie eventuell noch nicht so viel anfangen können, eignet sich diese Form ein Buch zu schreiben meiner Meinung nach absolut nicht.
Wenn ich andere Rezensionen lese, muss ich mich daher fragen, ob wir eventuell unterschiedliche Bücher gelesen haben.Tatsache ist, dass dieses Buch ohne Erzähler nur halb so lang und wesentlich angenehmer zu lesen gewesen wäre.
Der Text, der zur eigentlichen Geschichte gehört, ist sehr flach geschrieben und auch die Spannung hält sich sehr in Grenzen. Die Geschichte liest sich eher wie eine Nacherzählung, die Charaktere bleiben oberflächlich.
Die Idee, die Kapitel mit Fragen an den Leser zu beenden, die natürlich nicht ernst gemeint sind, fand ich ganz nett, hier aber durch die Art und Weise des nervten Erzählers sehr misslungen.
Insgesamt konnte mich das Buch überhaupt nicht überzeugen.

Gestaltung:

Das Buch konnte von Anfang an durch seine Gestaltung bei mir punkten. Äußerlich wie innerlich ist alles in der Farbe Cyan gehalten. Auf dem Cover sind zwei Bilderrahmen zu sehen, in denen Adele und Arno zu sehen sind, was schon aus den Bildunterschrifrten hervorgeht. Adele hält ein Kreidestück in der Hand, während Arno an der Schnur einer Glühbirne zieht.
Abbildungen der beiden Zwillinge, sowie ihres Vaters und auch der anderen Hauptprotagonisten, gibt es sehr viele im Buch. Da diese wunderschön stilistisch sind und dazu anregen, sich beim Lesen schon auf das nächste Bild zu freuen ein großes Lob an den Illustrator Jeremy Holmes.



Wertung:

Leider konnte ich diesem Buch überhaupt nichts abgewinnen. Die Grundstory war ganz nett, der Erzähler jedoch störte den Lesefluss extrem und ging mir mit seiner Art gewaltig auf die Nerven. Einzig die Gestaltung des Buches muss lobend erwähnt werden. Da ich diese wirklich toll fand und auch einige Ideen der Geschichte ganz witzig waren, vergebe ich 1,5 Lila-Lesesterne.